Text – Wie ich erblindete und einer, den ich Freund nenne, mich wieder sehend machte.

Ich kam in die Stadt, mein Leben auf dem Rücken und starrte fasziniert die Welt an.

So ein Treiben, solch ehrwürdige Bauwerke und das Geschrei des Marktes! Das Kind in mir freute sich und schrie und hüpfte im Kreis, während ich mit offenem Mund und ohne Gedanken durch die Straßen lief.
Wie ein Schmetterling, der bei jedem Flügelschlag neu entscheidet, in welche Richtung er fliegen möchte, lenkte ich meine Schritte immer zum Interessantesten hin. Manchmal lief ich im Kreis, Manchmal rannte ich zurück, um dieselbe Gasse noch mal zu erleben und oft stand ich da, unschlüssig, wohin ich gehen konnte, ohne etwas Interessantes zu verpassen.
Irgendwann sah ich in die Augen der Menschen und war schockiert, wie stumpf sie doch durch die Straßen gingen. Wo war ihr Sinn für die wundervolle Welt?
Ich setzte mein Leben ab, es breitete sich aus und schlug Wurzeln.
Einer, den ich Freund nenne, kam mich besuchen und er war gebannt von der Stadt. Er stand fasziniert auf dem Platz, große Augen wie ein Kind, ein warmes Lächeln auf den Lippen. Ich war schon vorne und rief nach ihm, er solle doch endlich kommen. Er kam und blickte mich verwundert an.
Wo ist dein Sinn für die wundervolle Welt?
Und er ging, packte mein Leben, hackte die Wurzeln ab und warf es auf meinen Rücken. Es brauchte nicht viel, um meine Augen leuchten zu lassen. Die erste Blume am Ufer des ersten Wassers brachten mich zum Staunen.
Und wir wir gingen zurück in die Stadt und starrten gemeinsam fasziniert die Welt an.

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2 Gedanken zu „Text – Wie ich erblindete und einer, den ich Freund nenne, mich wieder sehend machte.“

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