Text: Samsara – Das Rad des Lebens

Mit dem Gleichmut eines Straßenkehrers, der seine Straße säubert und nur kurz aufblickt, wenn die Lichter über ihm erlöschen, beobachtete Peter das Treiben vor seinem Fenster. Damit unterschied sich Peter vom Rest der Zuschauer, die zwar genauso regungslos beobachteten, doch dies eher mit Gleichgültigkeit, als mit Gleichmut taten. Dies war nicht weiter verwunderlich, denn das Treiben, dessen Zeugen sie waren wiederholt sich in regelmäßigen Abständen. Umso erstaunlicher ist daher der Gleichmut Peters über das folgende:
Den Kopf gesenkt, in sich verschlossen kauerte sie im Dunkeln. Sie war nicht allein, nein, viele befanden sich um sie herum, doch einsam war sie dennoch. Denn sie war nicht immer alleine gewesen. Es hatte Zeiten gegeben, da war sie glücklich. Doch mit dem Wissen um das verflossene Glück hing die Einsamkeit nur noch stärker über ihr. Doch dann spürt sie etwas. Jemand näherte sich ihr. Erschrocken zuckte sie zurück. Doch die Neugier war stärker und sie wagte es, zu spickeln. Und was sie sah, faszinierte sie. Es war als ob sie von einer Welle von Wärme und Geborgenheit erfasst wurde. Sie reckte und streckte sich der Ankommenden entgegen. Und es war als ob die Dunkelheit verdrängt wurde. Sie freute sich und öffnete sich, sie erinnerte sich, was Vertrauen bedeutete. Und so begann der schönste Tag ihres Lebens. Alles, was geschah, war umgarnt von der Faszination des Neuen, des noch nie Erlebten. So wandelte sich alles alltägliche zum Außergewöhnlichen für die Beiden. Und so schritt der Tag voran und als er sich langsam dem Ende neigte, sahen die Beiden sich traurig an, des der Abschied drängte. Und sie hielten einander fest und umarmten, denn es war das letzte Mal das sie sich sahen. Und dann kam die Einsamkeit wieder und sie kauerte im Dunkeln.
Das Treiben war vergangen und Peter ging, nur um bald wiederzukommen, um das Schauspiel der Sonne und der Blume, ihre Freude als würden sie sich das erste Mal sehen und ihr Abschied, als ob es der letzte sei, ein weiteres Mal zu sehen.

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