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Text: Die Text-Bar

Ich kam in die Bar an dem Tag, an dem sie Schluss gemacht hatte. Es war der Tag nach dem Tag, an dem ich meinen Job verloren hatte.
Eine Woche, nachdem jemand die Reifen meines Autos zerstochen hatte. Entschlossen ging ich an die Bar und bestellte zwei Doppelte. Der Barkeeper stellte die beiden Gläser hin und füllte sie auf. 2 Gläser, randvoll mit Buchstaben. Ich beobachtete sie, wie sie sich langsam bewegten, Worte bildeten und wieder zu einzelnen Buchstaben wurden. Dann leerte ich beide Gläser in einem Zug und bestelle die nächste Runde.
Wort um Satz um Seite, in der Nacht soff ich ganze Aufsätze, ach was rede ich, ganze Romane, fast schon Lexikareihen von F bis Y. Ich versuchte, meine Gefühle mit Worten zu ertränken. Solange bis ich voll war. Blau. Königsblau um genau zu sein.
Dann ging ich nach Hause und kotzte mich aus. Seite um Seite schrieb ich nieder, was in mir steckte. Und irgendwann war ich leer, mein Kopf nicht mehr so schwer und lange Texte trockneten vor mir. Und ich sah, dass es gut war. Sehr gut sogar, aber extrem düster.
Warum soff ich eigentlich nie, wenn ich glücklich war?

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