Buch: Die Stimmen des Flusses – Jaume Cabré

Das Buch samt Personenregister

Das Buch samt Personenregister

Nachdem ich schon von “Der Schatten des Windes” begeistert war, habe ich von einer Freundin ein neues Buch eines spanischen Autors bekommen. Wobei das nicht ganz richtig ist, Jaume Cabré ist eigentlich Katalane (Sagt man das so?).

Obwohl Cabré seit 1977 schon Dutzende von Büchern, Essays, Drehbüchern und Jugendromanen geschrieben hat, ist mit Die Stimmen des Flusses 2007 der erste Roman auf Deutsch erschienen.

Es geht um die Geschehnisse im Pyrenäendorf Torena von den 1930ern bis in die Gegenwart. Eine verwirrende Geschichte um Liebe, Hass, Sex, Geld, Macht, Faschismus und Betrug. Es beginnt 2001 mit dem Fund alter Tagebücher des ehemaligen Dorflehrers von Torena, der einerseits gehasst und andererseits bis zur Heiligkeit stilisiert wird.

Ich will gar nicht weiter über den Inhalt reden, man muss es einfach selbst lesen. Man merkt auch hier an der Art, wie es geschrieben ist, dass es von einem Südländer geschrieben wurde. Eine tolle Geschichte, die mit tollen Worten beschrieben wird, impulsiv und voller Witz. Aber gleichzeitig auch extrem chaotisch und verwirrend. So verwirrend, dass dem Buch ein Personenregister beigelegt ist, das man auch immer wieder zu Rate zieht. Und selbst mit Personenregister kommt man immer wieder ins Rutschen und weiß nicht genau, wer gerade mit wem spricht und in welcher Zeit man sich gerade befindet.

Man braucht eine gewisse Zeit, um reinzukommen, wenn man dann aber drin ist, kann man nicht mehr aufhören zu lesen. Sehr empfehlenswert!


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