Text: Entensätze.

Die Ente hat einen Eintrag verfasst, in dem er all die Sätze reingepackt hat, die er mal für Geschichten verwenden wollte, das aber nicht geschafft hat. Ich hab die Sätze gelesen und dachte, jea daraus kann ich mir eine Schreibübung machen. Hier also eine spontane Geschichte, alle fetten Sätze sind nicht von mir und waren die Grundlage für den Rest:

Es klopfte an meiner Bürotür. Ich sah auf, sah Markus durch die verglaste Tür und winkte ihn herein. In seinen Händen hielt er einen Karton, den er mir auf den Tisch stellte. Unzählige Aufkleber mit dem Firmenlogo lagen darin.
“Ein Präsent von oben. Zum verteilen. Und auch diesen hier.” Er stellte einen kleinen Donut daneben, der genauso die Form des Logos hatte.
“Weißt du?”
, fragte ich Markus und schaute zu ihm hoch.
“Manche Leben für diese Firma. Ich arbeite nur für sie.”
Mit einer lockeren Handbewegung beförderte ich die Aufkleber in den Mülleimer.

“Den Donut bringe ich Maria mit, die steht auf so Süßzeug. Ich hab das Zeug noch nie gegessen.”
Markus lächelte.
“Dann sag ihr, dass ist ein wertvolles Stück, in der ganzen Firma wurden nur zehn Stück verteilt.”
Ich lachte. Maria legte auf die Firma genauso wenig wert wie ich. Als ich sie am Bahnsteig traf und ihr den Donut gab, lachte sie genauso über die Geschichte, ich ich es getan hatte. Wir hatten gut lachen. Lang würden ich nicht mehr für den Laden arbeiten. Eine Konkurrenzfirma hatte mir ein gutes Angebot gemacht, dass nur noch unterschrieben werden musste. Maria hatte ihn dazu überredet. Wäre sie nicht, wäre ich nie in der jetzigen Lage.
Die Lichter der vorbei ziehenden Stadt zogen an dem Fenster der S-Bahn vorbei, wie in einem überbelichteten Film. “Was war nur in diesem Donut?”, fragte sich Maria unwillkürlich. Sie musste sich übergeben. Die Flüssigkeit lief zwischen ihren Beinen hindurch und sie kippte nach vorne. ich beugte mich vor und fing sie auf. Verzweifelt sah ich sie an. Dann verstand ich. Markus wusste, dass ich keine Donuts aß. Und er wusste, dass ich ohne Maria nie gewechselt hätte. Das hatte ich Markus selbst erzählt. Mit Tränen in den Augen schaute Sie mich an.
“Frage nicht nach dem Warum. Du weißt dass er es nicht anders wollte.”
, flüsterte ich ihr ins Ohr. Ihre Augen wurden Riesengroß. Ich lehnte sich zurück und dachte nur:
“Oh mein Gott! Was habe ich getan?”

Ich schloss ihre toten Augen und wusste, dass ich hier raus musste, bevor jemand merkte, dass Maria nicht mehr atmete. Ich hatte schon von den Großstadtgerüchten gehört, dass die Firma solche Methoden anwandte. Aber ich hatte sie nie glauben können.
Der Regen peitschte mir in Gesicht als ich die unendlich vielen Stufen der Klippe herunterlief. Maria konnte ich nicht zurückholen, aber ich konnte es einrichten, dass sowas nie wieder jemandem passierte. Ich musste nur unbemerkt an die Villa am Fuß der Klippen kommen. Das Wetter war perfekt für einen Unfall. Dieser durfte nur nicht mir passieren…

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