Straßenpoesie: Architektur in Nordkorea als Spiegel der Gesellschaft

Mit dem spitzen Ende des Lackschuhs drückte er die Kippe am Boden aus. Sie dagegen presste die ihrige an die raue Betonwand des Plattenbaus. Das fahle Sonnenlicht spiegelte sich in den Legionen von gleichförmigen Fensterscheiben. Kasimir schüttelte den Kopf, nachdem er vergeblich versuchte, die Sonne selbst zu sehen und nicht nur ihre Spiegelung.
“Ich kann mit der Architektur in diesem Land einfach nichts anfangen. Alles grau und trist. So eckig und Albert-Speer-mäßig. Ich kann die Gebäude einfach nicht auseinanderhalten.”
Sara sah die Reihen der Fenster und Türen entlang, nickte und zündete die nächste Kippe an.
“Wie sieht nochmal der Typ aus, den wir treffen sollen?”
Kasimir zuckte die Schultern. Dann zog er einen Zettel aus der Innenseite seiner Cordjacke. “Hier steht nur: Lange Haare, blau. Mitte zwanzig. Schwarze Lederjacke.” Beide sahen sich um. Legionen von bunten Frisuren verschiedenster Länge lavierten durch die grauen Gassen. “Ich kann mit den Menschen in diesem Land einfach nichts anfangen. Alles bunt und wild. So freaky und hippiemäßig. Ich kann die Menschen einfach nicht auseinander halten.

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