Straßenpoesie: Armilliarsphäre

Es braucht keinen Menschen, um diesen Apparat zu bewegen, es braucht nur ein Quäntchen Fantasie. Er, oder auch Sie, steht unter dem einzigen Fenster des großen Saales. Mondlicht taucht die Armilliarsphäre in blaues Licht. Das kalte Metall glänzt unter einer Staubschicht des Vergessens. Auf dem äußeren Ring liegt die Landkarte meiner Vergangenheit. neben der Landkarte meiner Zukunft, welche ich noch nicht gezeichnet habe, ist sie die Größte. Auf dem mittleren Ring folgt das Territorium meines Wissens. Inseln schwimmen hier im großen Nichts, nur verbunden durch den roten Faden meiner Erinnerung. Der dritte Ring ist jener der Erfahrung. Er ist blutverschmiert und verbeult, aber auch am feinsten ausgearbeitet.
In der Mitte, im Zentrum, bin ich. Mit all meinen Wünschen und Hoffnungen. Dies ist meine Armilliarsphäre. Mein egozentrisches Weltbild meiner Selbst. Sobald meine Fantasie einsetzt, beginnen sich die Ringe zu drehen. Und nichtmal ich weiß, in welcher Konstellation sie dann stehenbleiben. Aber das ist in Ordnung. Denn ich, Vera, habe mein Ziel noch nicht erreicht.
Ich bin gerne auf der Reise.

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