Straßenpoesie: geschäftiges Treiben / Partnerschaft / Angst / Zukunft

Die Sache ist die, sagt er und spuckt einen breiten braunen Strahl des Kautabaks über das Brückengeländer. Sie beobachten die Flüssigkeit, die irgendwann im Flug in Hunderte kleine Tropfen explodiert. Wir können doch nur zusammen bleiben, wenn wir keine Angst vor der Zukunft haben, sagt er. Sie nickt, er redet weiter. Haben wir Angst, dass es nicht hält, wird es nicht halten. Wir müssen da mit der gleichen Zuversicht rangehen, wie wir unsere Geschäfte führen. Ohne Angst, dafür mit extrem viel Spaß und einem gewissen Risiko an der Sache. Sie nickt, er redet weiter. Wir müssen unsere Partnerschaft nicht als Angst in der Zukunft, sondern als Investition in die Zukunft betrachten. Er bestätigt sich selbst, sie schweigt und sieht in die Ferne. Geschäftlich also, fragt sie. Er nickt, sie redet weiter. Dann also heute Abend bei mir? Sex auf dem Küchentisch und unter der Bettdecke? In der Badewanne, zwischen den Sofakissen und neben dem Fernseher? Sein Augen leuchten, sie streckt die Hand aus. Wieviel ist dir das Wert? Er blickt sie erstaunt an. Sie spuckt ihren Tabak vor seine Füße. Partnerschaft wie ein Geschäft führen. Arschloch! Dann geht sie.

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