Buch: Blind von Joe Hill

Der erste Satz aus Blind:

Jude besaß eine Spezialsammlung.

Judas Coyne ist Rockstar, mittlerweile gealtert und sowas wie eine lebende Legende, die sich aus dem Business ganz gut zurückgezogen hat. Jetzt lebt er in jeder Hinsicht von seinen früheren Erfolgen. Alle paar Monate wechselt er das junge Groupie, das die Nächte mit ihm verbringt, durch ein anderes aus. Und er benennt sie immer nur nach den Staaten, aus denen sie ursprünglich kommen. Und er sammelt morbide Gegenstände, die Schlinge eines Gehängten, alte Schädel und jetzt als letztes den Geist eines Toten, zusammen mit seinem Anzug. Das Problem ist, der Tote war der Stiefvater von Florida, eines der Groupies, das er fallen gelassen hat und die sich daraufhin umgebracht hat. Und jetzt ist der Geist also hinter ihm und seinem neuen Groupie her.

Horror nach altem Rezept, das Debüt von einem jungen Mann namens Joe Hill. Sieht man ein Foto von Joe, denkt man, er sieht aus wie Stephen King in jungen Jahren. Das kommt daher, dass Joe Hill mit vollem Namen Joseph Hillstrom King heißt und das zweite Kind von Stephen und Tabitha King ist. Aber um genau dieser Verbindung zu entgehen, hat er sich dieses Pseudonym angelegt. Hat leider nicht lange geklappt. Ändert aber ehrlich gesagt nichts an der Qualität des Romanes. Es ist nämlich nicht nur ein solide geschrieber Horrorroman, sondern darüber hinaus einfach sehr gut lesbares Buch!

Natürlich, Horror der alten Schule mit Geistern, die einen verfolgen und so, aber darüber hinaus einfach eine sehr gut geschriebene Geschichte, die viel tiefer geht und mehrbeinhaltet, als nur das Gänsehautgefühl auf der Oberfläche.

Einziger großer Schwachpunkt ist die deutsche Aufmachung des Romanes. Wie auch die Bücher seines Vaters wurde dies hier umbenannt, von „Heart-Shaped Box“ (deutsch „Herzförmige Schachtel“) zu Blind. Damit geht nicht nur ein griffigerer Titel verloren, sondern auch die erste Referenz zur Musikgeschichte. Aber das hat nicht direkt was mit dem Roman zu tun. Ich habe Blind sehr gerne gelesen und bin gespannt auf die weiteren Romane von Joe Hill.

Blind von Joe Hill wurde übersetzt von Wolfgang Müller und erschien bei Heyne.

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