Der erste Satz aus „Das Alphabet der letzten Dinge„:

Ich weiß genau, was du jetzt zu mir sagen würdest.

Ivo liegt im Hospiz, mit vielleicht Mitte 40,  liegt im Sterben. Damit das Sterben nicht zu sehr die Gedanken füllt, geht Ivo das Alphabet durch und füllt es mit Erinnerungen aus seinem Leben und vor allem mit Erinnerungen an die Liebe seines Lebens, Mia. Boy lost girl. Und in den letzten Zügen seines Lebens versucht er, sein Gewissen klar zu bekommen.

http://wasuebrigbleibt.tumblr.com/post/146499332642/ich-möchte-ihr-sagen-ich-kann-dich-verstehen

Ähnlich wie beim „Wörterbuch der Liebenden“ arbeitet Ivo sich von A bis Z und erinnert sich Geschichten aus dem Leben. James Hannah erzählt auf eine direkte Weise, manchmal naiv, manchmal skurril und ziemlich oft traurig und lustig. Das erste Drittel des Romans haben eine Freundin und ich uns gegenseitig vorgelesen und wir hatten Spaß. Den hatte ich auch beim Rest.

Trotzdem hatte ich immer wieder einen schalen Geschmack beim lesen. Auf der einen Seite ist der Klappentext so plump und heischend, er verrät zu viel und zwingt den Leser, durch den Text zu eilen, um endlich das große Geheimnis zu erfahren. Das ist schade, denn der Weg dahin ist ziemlich schön, wenn man ihn genießen kann.

Auf der anderen Seite gibt es Aspekte in Ivos Leben, mit denen ich nicht klar komme. Entscheidungen, die ich als Leser einfach nicht nachvollziehen kann. So nah ich ihm in manchen Situationen bin, in anderen gar nicht bei ihm, weil ich denke, ich und zu viele andere Menschen würden nie so handeln. Aber dann, vielleicht doch. Ich weiß es nicht, aber mir hat das manchmal ein komisches Gefühl gegeben. Das Ende dagegen ist ein intensives, das mich erstmal einen Moment still sitzen hatte lassen.

Das Alphabet der letzten Dinge“ ist ein Buch mit einem tollen Cover und einer schönen Geschichte, die mir durch den Klappentext verleidet wurde und mich von Zeit zu Zeit nicht ganz überzeugen konnte. Dennoch habe ich sie gern gelesen.

Das Alphabet der letzten Dinge“ von James Hannah wurde übersetzt von Eva Bonné und erschien bei Eichborn. Der Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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