Serientipp: Tote Mädchen lügen nicht / Thirteen Reasons Why

Ich weiß, der deutsche Titel ist scheiße. Aber bleibt da, es lohnt sich.

 

Hannah hat sich umgebracht. Eine Woche später bekommt Clay, ein Schulkamerad, eine Kiste voller Kassetten, die Hannah aufgenommen hat. Darauf erzählt sie die 13 Gründe, weshalb sie sich umgebracht hat. Daher der englische Titel „Thirteen Reasons Why“

Fast wäre diese Romanverfilmung ein Film mit Selena Gomez in der Hauptrolle geworden. Dann hat sich Netflix die Rechte geholt und Gomez hat die 13 Episoden mitproduziert. Und das ist krass geworden, weil es eben nicht nur einfach ein weiteres Teeniedrama ist, sondern sehr ausführlich erzählt, wie es zu einem Suizid kommen kann und der Zuschauer Clay dabei begleitet, wie er langsam erfährt, was er selbst damit zu tun hat. Ich habe die Serie innerhalb von zwei Tagen durchgesehen, sie erzählt eine krasse Geschichte, mit guten Schauspielern und einem großartigem Soundtrack.

Manchmal musste ich an das Computerspiel „Life is strange“ denken, es hat eine ähnliche Ästhetik, auch einen sehr guten Soundtrack und zeigt auch auf, wie unsere Handlungen Konsequenzen haben.

Wie gesagt, lasst euch bitte nicht vom deutschen Titel abschrecken, ich hätte es fast getan. Ich finde, „Tote Mädchen lügen nicht“ hört an, wie ein Thriller und ich konnte noch nichtmal abschätzen, ob es ein guter oder ein schlechter werden würde. Netflix hat den Titel von der deutschen Romanversion übernommen, also hat jemand im Verlag ihn gewählt. Meiner Meinung nach eine echt schlechte Entscheidung, weil er einen vollkommen falschen Eindruck weckt, was der Inhalt sein könnte.

Stattdessen kriegen wir ein Drama geliefert, eines, welches Themen wie Selbstmord, Mobbing und ein paar mehr anspricht und nicht nur andeutet, sondern explizit zeigt, was manchmal sehr unangenehm für den Zuschauer ist, die Themen aber viel näher ranbringt. Wenn man das aushalten kann, empfehle ich, diese Serie zu gucken.

Tote Mädchen lügen nicht ist seit 31. März auf Deutsch und Englisch bei Netflix verfügbar. Der Roman zur Serie wurde geschrieben von Jay Asher und übersetzt von Knut Krüger, er erschien bei cbt

PS: Diese erste Staffel hat zwar den kompletten Inhalt des Romanes zumindest einigermaßen wiedergegeben, aber nachdem ich die letzte Folge gesehen habe, kann ich mir schon vorstellen, dass es weitere Staffeln geben. Da ist noch viel, das man erzählen kann.

 

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