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Suchergebnisse: „nacht mit genügend schlaf“ (Seite 1 von 2)

Eine Nacht mit genügend Schlaf: Version 0.15.3 ist fertig.

 

Ich sehe das Ähnlich, wie Dirk von Gehlen: Literatur ist wie Software. Es gibt keinen fertigen Zustand, sondern immer nur die aktuelle Version. Das habe ich schon bei meinem ersten Roman so gesehen und habe Versionsbezeichnungen benutzt und einen Changelog angelegt. Ich zitiere:

Zur Erklärung der Versionszahlen: Solange keine offiziell gedruckte Verison vorlag, redeten wir von 0.xx.x. Dann kommen die Jahreszahlen: 0.9.x Und zu guter letzt die Zahl der Überarbeitung innerhalb des Jahres.

Innerhalb dieser Rechnung habe ich Version 0.15.3 fertig gestellt. Diese ging an ein halbes Duzend Betaleser raus, mit verschiedenen Augenmerken. Diese Version liegt jetzt erstmal, bis es im Studium damit weiter geht.

Ich weiß, noch viel zu früh, um über ein Cover nachzudenken. Und vielleicht werde ich da gar kein Wort mitzusprechen haben. Aber hier ist meine aktuelle Vorstellung:

Sicht von oben, Vogelperspektive: Eine grüne Wiese, in der Mitte ein braunes, rechteckiges Loch, ein ausgehobenes Grab. Das Gras ragt ein wenig über den Rand. Auf dem Boden des Lochs liegen zwei Personen, ein Mann und eine Frau. Nicht so, wie im Grab, sondern als würden sie im Bett liegen. Das ist die Idee. Etwa im Stil von Levente Szabó, ich mag seine Cover sehr.

Kommentare?

 

3 Jahre “Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem Türrahmen”

Vor 3 Jahren ist mein Debütroman „Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem Türrahmen“ erschienen. Seit dem 24.11.2012 habe ich 204 Taschenbücher verkauft. Sechs Rezensionen geben mir 4,84 Sterne. Die kostenlose PDF wurde bis heute 2097 Mal heruntergeladen. Das eBook wurde rund ein Dutzend mal gekauft.  Klaus Neubauer hat in 14 Monaten ein Hörbuch gesprochen, welches kostenlos heruntergeladen werden kann.

Nochmal und immer wieder: Danke für jedes Lesen. Ich freue mich jedes Mal!

Der Roman beschäftigt mich immer noch. Irgendwann will ich noch mein eigenes Hörbuch dazu sprechen und ich nehme den Text, um damit verschiedene Möglichkeiten des Lesens in der Zukunft durchzuspielen. So habe ich beispielsweise eine Version auf Wattpad und Teile auf Medium. Dabei dachte ich, ich könnte Medium gut dafür verwenden, Autorenkommentare einzupflegen. Aber leider hat Medium ihre großartige Kommentarfunktion, bei der man sogar einzelne Worte kommentieren konnte, wieder abgestellt, deshalb geht es dort erstmal nicht so weiter, wie ich das gern hätte.

Natürlich verlangsamt sich die Verteilung, je länger der Roman veröffentlicht ist. Und immer noch fällt auf, dass ich dann Romane verkaufe, wenn ich direkt Werbung dafür mache, beispielsweise bei Poetry Slams. Ich bin gespannt, was in Zukunft noch damit passiert. Größtenteils beschäftige ich mich aber mehr mit meinem aktuellen Romanprojekt „Eine Nacht mit genügend Schlaf ist nur eine weitere, an die du dich nicht erinnern wirst„.

Bericht: Die Stuttgarter Buchwochen, Mark Watson und das Hotel Alpha

Da lebe ich seit rund 8 Jahren in Stuttgart, aber diese Buchwochen sind immer an mir vorbei gegangen, beziehungsweise, bis ich in den Bahnstationen die passenden Plakate gesehen habe, war es immer wieder schon zu spät. Dieses Jahr nicht. Wolfgang Tischer vom literaturcafé.de ist an manchen Abenden als Moderator von Lesungen dabei und sagt mir Bescheid, dass unter anderem Mark Watson da sein wird, um aus seinem neuen Roman Hotel Alpha zu lesen. Und dann sagt mir mein ehemaliger Dozent an der Musikhochschule, Götz Schneyder,  dass er bei Mark Watson die deutschen Passagen aus dem Roman liest. Freunde und Literatur, was braucht man mehr.

Im Haus der Wirtschaft sind also die Buchwochen zu finden. Der Eintrittspreis ist mit zwei Euro eher symbolisch. Dafür kommt man in mehrere Säle voller Bücherreihen. Hauptsächlich präsentieren sich baden-württembergische Verlage und natürlich ist man erschlagen von den Büchern. Alle paar Meter fotografiere ich ein Cover, das mich anspricht. Ein Stockwerk drüber wird die Graphic-Novel Sonderabteilung angepriesen, die sich leider als kleines Eckchen erweist. Dann gibt es ein paar Jugendbuchpreisecken und Bildbandreihen und dann kommt man in den Saal des Gastlandes Großbritannien. Britische Persönlichkeiten, britische Rockbands, britische Küche, britische Bücher auf deutsch und englisch, alles vorhanden. Und mittendrin die kleine Bühne. Alles in allem ist die Ausstellung schon interessant, aber nicht mehr, als eine ausführlichere Buchhandlung, in der man, meines Wissens, nichtmal Bücher kaufen kann. So richtig interessant sind also die Veranstaltungen um die Ausstellung herum, wie beispielsweise Mark Watson, er läutet eine ganze Reihe an Veranstaltungen ein.

Ich muss sagen ich kenne Mark Watson bis zu dem Zeitpunkt nicht. Hotel Alpha liegt zwar hier, aber ich habe auch noch nicht die Zeit gefunden, es zu lesen. Hält mich nicht davon ab, die Lesung zu besuchen. Da sitzen also diese drei Männer,  Mark Watson, Wolfgang Tischer und Götz Schneyder. Götz und Wolfgang relativ seriös in schwarzem Hemd und dunkler Hose. Watson in Shirt und Jeans, die er beim Schritt auf die Bühne hochziehen muss. Watson kann ziemlich gut deutsch, in der Schul gelernt und es reicht, um einige Antworten auf Deutsch zu geben. Sie reden über das Schreiben und oft spricht mit Watson aus der Seele. Immer wieder schön, wenn man mitbekommt, dass man nicht allein ist mit seinen Problemen. In diesem Fall, was das Schreiben betrifft.

Dann kommt die Lesung, Deutsch und Englisch, und sie macht Spaß. Lust auf dieses Buch über dieses Hotel. Wir schmunzeln und Lachen und Nicken und nach rund anderthalb Stunden ist es vorbei. Watson signiert die Romanexemplare, die ihm vorgelegt werden und ich unterhalte mich mit Götz und Wolfgang. Und plötzlich heißt es, hej wir gehen noch was trinken, kommst du mit. Und ich, klar!

Also sitzen wir in dieser Kneipe, Watson, sein deutscher Lektor, Götz, Wolfgang und ich. Essen, trinken, reden und diskutieren und ich hatte wirklich nicht gedacht, den Abend so lange werden zu lassen. Aber hej, eine Nacht mit genügend Schlaf ist doch nur eine weitere, an die du dich nicht erinnern wirst.

Dies wird nicht mein letzte Veranstaltung bei den Buchwochen gewesen sein. Spätestens zu Jasper Fforde am 26.11 bin ich wieder dabei.

Ich: Master Literarisches Schreiben in Hildesheim

Wenn mich jemand fragt, was ich später mal machen möchte – und ja, man wird mit 28 auch noch gefragt, was man später mal machen will – dann antworte ich seit Jahren, ich möchte vom Schreiben leben können. Ich möchte meine eigenen Bücher schreiben und davon leben können.

Ich habe alle Gespräche über dieses Thema in jeder Variation durchgemacht und bin mir des schweren Weges bewusst, den ich da gewählt habe. Aber hej, bisher läuft das Leben mit all seinen schönen Umwegen doch ganz gut, oder? Als ich vor vier Jahren nach meiner Radiozeit studieren wollte, entschied ich zwischen Kreativem Schreiben und Sprechkunst. Viele Gründe haben mich in Stuttgart gehalten und ich wählte das Sprechen. Jetzt ist die Wahl des Masters dran und diesmal sollte es das Schreiben sein. Also bewarb ich mich und bangte und bekam dann vor wenigen Monaten meine Zulassung aus Hildesheim. Leipzig sagte ab, aber das ist eine andere Geschichte.

Im Mittelpunkt des Master-Studiengangs Literarisches Schreiben (M. A.) steht die Arbeit an einem eigenen erzählerischen, lyrischen, szenischen, essayistischen oder kulturjournalistischen Projekt. Dieses Projekt soll zu Beginn des Studiums in einem Konzeptpapier grob umrissen sein und wird dann von den Lehrenden des Studiengangs während des Studiums intensiv betreut.

Um das Schreiben herum werden Seminare angeboten, die es möglich machen, Ihre eigene Literaturwerkstatt zu beobachten, zu verstehen und zu optimieren. Zugleich werden Sie in die literatur- und kulturbetrieblichen Kontexte eingeführt.

So steht es im Studienprofil. Das heißt, ich werde zwei Jahre lang an einem Roman arbeiten, der den Arbeitstitel „Eine Nacht mit genügend Schlaf ist nur eine weitere, an die du dich nicht erinnern wirst“ trägt. Er ist zwar ein wenig mehr, als nur grob umrissen, aber ich kann trotzdem noch viel an ihm lernen.

Ab nächstem Monat werde ich also in Hildesheim Literarisches Schreiben studieren. Ich kann es immer noch nicht ganz glauben! Wow!

Die Klischees der geheimen Wünsche

Klischee, ich weiß. Aber manchmal sind es die Klischees, auf die wir hinauswollen. Manchmal erhoffen wir uns doch, endlich mal das erleben zu dürfen, was wir sonst immer als Klischee abtun. Nicht die negativen Klischees von klauenden Polen und schleimigen Italienern und Weißwurstdeutschen. Sondern die Klischees der geheimen Wünsche. Das Klischee der Jungs, die sich einen alten Bulli kaufen und damit durch die Gegend fahren, bis der ADAC kommt. Das Klischee des Mädchens, das auf der Straße entdeckt wird und Schauspielerin wird. Aber auch das Klischee der intakten Familie mit Hund, Haus und Briefmarkensammlung. Und mittlerweile sind wir in unserer ewigen Wiederholung der Ereignisse auch an dem Punkt angekommen, an dem alles nur noch ein Aufguss, ein Abklatsch, ein Klischee ist. Und jetzt müssen wir nur noch entscheiden, welches Klischee wir haben wollen. David hatte sich diesmal nicht entscheiden können. Der Regen hatte ihm dieses Klischee eines geheimen Wunsches einfach auf die Seele gedrückt. Und er fühlte sich so gut dabei.

 Aus „Eine Nacht mit genügend Schlaf ist nur eine weitere, an die du dich nicht erinnern wirst.