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Suchergebnisse: „schreibmaschine“ (Seite 1 von 10)

Der Löwe Alexandro Lolo und die Prinzessin Marina Schmidt. Ein Schreibmaschinengeschichte.

Ich war in einem Kindergarten und durfte acht Vorschulkindern Schreibmaschinen näher bringen. Dabei entstand folgende Geschichte. Die Kinder lieferten die Ideen, ich habe sie lediglich zusammengeschrieben.

Es war einmal ein Löwe. Und es war einmal eine Prinzessin. Der Löwe hieß Alexandro Lolo und er war richtig böse. Er hatte scharfe Zähne und ein Stummelschwänzchen. Die Prinzessin hieß Marina Schmidt, sie hatte pinke Haare, ein lila Kleid und ein glitzerndes Schwert.

Ein Tages war Marina Schmidt gerade auf dem Weg durch ihr Prinzessinnenreich, als sie plötzlich ein Geräusch hörte. „Was war das?“, fragte sich die Prinzessin. Es war ein Grummeln und Beben. Marina Schmidt hatte Angst, sie wusste nicht, wer das Geräusch machte. Sie ging vorsichtig auf das Gebüsch zu, aus dem das Geräusch kam. Sie sah durch die Blätter und sah die scharfen Krallen eines Löwen. Der Löwe war wach und sah Marina Schmidt mit großen Augen an. Seine Krallen drückten sich in die Erde.

Mit einem schnellen Sprung war er auf den Beinen und griff Marina an! Marina zögerte keine Sekunde, sie zog ihr glitzerndes Schwert und hielt es dem Löwen entgegen. Der Löwe bremste gerade noch rechtzeitig ab.

„Hej!“, sagte der Löwe, „das ist unfair!“

Marina grinste und ihre pinken Haare leuchteten in der Sonne. 

„Lass mich in Ruhe“, sagte der Löwe. „Merkst du denn nicht, dass ich Schmerzen habe?“ – „Woher soll ich denn wissen, dass du Schmerzen hast?“

Alexandro Lolo jaulte auf. „Wenn ich Schmerzen habe, hat die ganze Welt Schmerzen.“ – „Also mir geht’s gut. Was ist denn los?“ – „Ich habe Bauchschmerzen. Ich habe heute Thunfischpizza gegessen. Mit Fleisch und Käse. Oliven gab’s auch noch. Und Salat und Nudeln mit Tomatensoße. Und dann gab’s auch noch Nachtisch. Pudding und Joghurt und Erdbeeren und Schokolade.“

Marina Schmidt lachte. Ganz arg.

„Da wundert’s mich nicht, dass du Schmerzen hast. Aber ich habe eine Idee. Im Schloss gibt’s ein Heizkissen und Sirup und Medikamente. Komm mit, dann hast du bald keine Schmerzen mehr.“

Wer hätte gerne eine Schreibmaschine?

Lustig, einen sehr ähnlichen Artikel habe ich 2012 geschrieben, kurz vor dem letzten Umzug. Jetzt steht wieder einer an und es gilt immer noch: Ich habe hier einige Schreibmaschinen, die bei mir nur nutzlos rumstehen. Deshalb die Idee des dezentralisierten Sammelns: Wer eine Schreibmaschine will, bekommt eine als Dauerleihgabe ohne irgendeine zeitliche Einschränkung. Aber wenn derjenige die Maschine nicht mehr will, hätte ich sie gern zurück. Deal? Meldet euch und holt euch euer Schmuckstück ab.

Und wenn ihr eine Maschine habt, die ihr nicht mehr braucht, immer her damit.

Achja: Samstag Lange Nacht der Museen in Stuttgart und ich bin der Schreibmaschine dabei.

Mehr gibts eigentlich nicht zu sagen. Ich werde auf Postkarten Straßenpoesie fabrizieren. Ab 1900 Uhr. Bei Outer Rim. Bebelstraße 70. Kommt vorbei!

Der Straßenpoesie Workshop. Kreatives Schreiben mit Schreibmaschinen

Letzten Monat durfte ich im Kupferdächle Pforzheim einen Workshop zum Thema Straßenpoesie geben. Also bin ich mit einem Dutzend Schreibmaschinen nach Pforzheim getingelt. Okay, ehrlich gesagt, die Maschinen wurden mir hin- und zurückgebracht und ich bin alleine gefahren. Aber dennoch: Ich bin da also mit zwölf Schreibmaschinen angekommen. Ein jedes ein anderes Modell, jede mindestens 30 Jahre alt. Eine war als Ersatz dabei und ich nutzte meine Hermes Baby. Blieben also zehn Maschinen und zehn junge Menschen, mit denen ich in drei Stunden viel über Kreativität geredet habe und jeder von ihnen konnte zwei Geschichten auf Postkarten mit nach Hause nehmen. Und eine gewisse Begeisterung für alte Schreibmaschinen. Das war eine schöne Sache, mit anderen nicht nur an Kreativität und Texten zu arbeiten, sondern das Ganze auch noch mit Schreibmaschinen zu garnieren.

Wenn jemand interessiert ist, ich freue mich über Anfragen.

Schreibmaschine: Silver Reed 200

Das Schreibmaschinensammeln ist bei mir ja keine ausgeprägte Sammelwut. Es ist eher ein „wenn eine Maschine zu mir kommt, freue ich mich sehr“. Das passiert regelmäßig alle paar Wochen. Nur, da ich im Oktober einen Straßenpoesie-Workshop halten werde und ich dort für jeden Teilnehmer eine Maschine brauche, bin ich gerade wieder ein bisschen mehr hinterher, noch ein paar Maschinen zu bekommen. So bin ich unter an obige Silver Reed 200 gekommen. Eine süße, kleine Maschine aus Metall, orange lackiert. Silver Reed gehörte damals neben Nakajima und Brother zu den drei größten Schreibmaschinenherstellern in Japan. Mehr kann ich leider nicht zu der Maschine und dem Unternehmen sagen. Ist meine erste Silver Reed. Das J klemmt ein wenig. Ansonsten ist die Machine topp in Schuss. Ich freue mich auf die weiteren Maschinen. Gilt auch für euch: Wenn ihr eine Schreibmaschine habt, die ihr loswerden wollt: Dies ist die Schreibmaschinenannahmestelle 😉