Poetry: Slam am 25.02 in Baden Baden

Ich zitiere:

ART BANKETT – Poetry Slam

Zum zweiten Mal treffen im Kulturhaus LA8 die Slammer aufeinander. Im Club TWENTYONE messen sie sich auf der Bühne.

 

 

Künstler am 25. Februar 2012:

featured artist:

Andy Strauß

Gegeneinander treten an:

Nik Salsflausen

Indiana Jonas

Anna Weber

wortarchitekt

Eva Stepkes

Tobias Gralke

Peter Parkster

Fabian Neidhardt

Reiner Schulz

 

Erwachsene 10 Euro / ermäßigte Karten 5 Euro

(keine Platzreservierung möglich)

Kartenvorverkauf im Restaurant RIVE GAUCHE und unter Telefon 07221-900 9900.

52 Songs # 33: Science Fiction

Konna macht ein Projekt. Worum es geht:

Jede Woche wird es 1 vorgegebenes Thema (z.B. Autofahrt, Urlaub, usw.) geben und alle Teilnehmer sind dazu aufgefordert, einen Song auszuwählen, den sie mit diesem Thema verbinden, ihn auf ihrem Blog vorzustellen und ein paar Zeilen dazu zu schreiben, etwa zu begründen, warum sie diesen Song ausgewählt haben oder eine Anekdote dazu zu erzählen.

Mehr Infos und Anmeldemöglichkeit gibt’s bei Konna. Thema der letzten Woche war “Science Fiction“. Ich bin ein bisschen spät dran.

Der Soundtrack, der mir eingefallen ist, ist das Tron Legacy Album von Daft Punk. Stellvertretend hieraus: The Grid

Buch: #Incommunicado von Michel Reimon. Kostenloser CC-Lesestoff.

#Incommunicado auf meinem Nook

Bei Evi bin ich auf #Incommunicado von Michel Reimon gestoßen. Michel Reimon ist österreichischer Autor, Journalist und Grünen-Politiker. Und er hat da dieses Buch veröffentlicht:

Ich habe einen politischen Roman geschrieben, weil ich etwas zu sagen hatte: Über unsere Kultur, unsere Medien, unsere Demokratie. Dann wurde ich Politiker. Nun bezahlt mich die Bevölkerung dafür, dass ich mich für die Themen einsetze, die mir wichtig sind. Dass ich dafür Mehrheiten finde und bilde. So wie zum Beispiel im Kampf gegen ACTA. Der zu langsam an Fahrt gewinnt.

Und genau dafür taugt dieser Roman. Es ist, als hätte ich ihn nie für etwas anderes geschrieben. Ich habe lange überlegt, wie ich ihn vermarkten und verkaufen soll, aber es gibt nur eine Antwort: Sofort, gratis, ohne DRM. Ich will Aufmerksamkeit für ein Thema, das mir wichtig ist. Dafür werde ich bezahlt, nicht von LeserInnen, sondern über mein Mandat. Eigentlich eine leichte Entscheidung.

Genau das hat er dann auch gemacht, es ist in den verschiedenen Formaten online kostenlos verfügbar und hat eine Creative Commons Lizenz. Allein die Rahmenbedingungen sind schön. Aber auch der Inhalt ist gut! Es geht um Musik, einen Doppeldeckerbus, das Copyright und die Freiheit von Information. Es ist eine schnelle, gut lesbare Geschichte, gespickt mit vielen Zitaten und Infobits über die Entwicklung unserer Informations- und Kommunikationsgesellschaft. Es hat mich vom Thema und von der Schreibe immer wieder an Little Brother erinnert.

Schnappt euch #Incommunicado, kostet nichts, ist dafür aber unglaublich gut! Viel Spaß beim lesen!

Buch: Nächsten Sommer von Edgar Rai

Manche Bücher kommen von sich aus zu einem. So auch Nächsten Sommer von Edgar Rai. Ich sah das Buch im Buchhandel liegen und das Cover sagte, Nimm mich mit! Aber ich las den Buchrücken und dachte, Nee, das hört sich nach 0815 an. Eigentlich sollte ich das mittlerweile besser wissen, dass die Texte hinten drauf nicht immer die Wahrheit sagen. Ich lasse das Buch also liegen. Zwei Tage später aber hänge ich im Zimmer meiner Schwester rum und sehe dort das Buch im Regal stehen und sage, Hey, ich war vor kurzem in der Buchhandlung und das Cover sagte, Nimm mich mit, und so weiter.

Diesmal nahm ich es mit. Gute Idee! Ich brauchte nur zwei Tage, um es durchzulesen. Aber es waren zwei tolle Tage! Es geht um Freunde, die spontan in einen alten VW-Bus (Ein T3, nicht der Bus auf dem Cover. Steht nicht im Buch, aber ich habe Edgar Rai gefragt.) steigen und auf die Reise von Berlin nach Frankreich sind. Allein die Beschreibung, wie Felix am Steuer sitzt und im Rückspiegel Menschen sitzen sieht, die ihm was bedeuten und einer davon auch noch Gitarre spielt… Dieses Gefühl kenne ich nur allzu gut! Der Roman hat mir die beiden Tage zum Sommer gemacht. Ich habe immer noch ein extrem gutes Gefühl im Bauch und ein Lächeln auf den Lippen. Ein Road Trip, gute Musik, Frauen und VW Busse. Alles im Nächsten Sommer. Kann man machen. Macht sich sehr gut.

Nach der Lektüre habe ich herausgefunden, Edgar Rai hat auch den Roman zu “Die fetten Jahre sind vorbei“ geschrieben hat und unter anderem “Homecoming” übersetzt. Wird nicht mein letztes Buch von ihm gewesen sein.

Nächsten Sommer von Edgar Rai erschien beim Aufbau Verlag.

Buch: Steve Jobs von Walter Isaacson

Das Coverbild als auch das Buch selbst sind wohl Sachen, an denen man in den letzten Monaten nicht vorbeigekommen ist.

Zwischen der englischen und der deutschen Veröffentlichung der Biografie liegen drei Tage. Damit das Buch auch so schnell in Deutschland veröffentlicht werden konnte, mussten sechs Übersetzer an diesem Buch arbeiten. Kennt ihr dieses

Viele Köche verderben den Brei

? Genau das passiert hier. Man merkt dem Buch an, wann der Übersetzer wechselt. Satzstrukturen ändern sich, es gibt keine Einheitlichkeit und Worte wie Silicon werden abwechselnd mit Silizium und Silikon übersetzt, wobei letzteres nichts in einem Computerchip zu suchen hat. Das trübt leider das deutsche Lesevergnügen ein wenig.

Ansonsten war ich positiv überrascht. Von einer autorisierten Biografie erwartete ich eine sehr einseitige Berichterstattung. Stattdessen ist das Buch Steve gegenüber viel kritischer als gedacht. Viele Geschichten im Buch sind bekannt, hat man irgendwann schon irgendwo gelesen oder gehört. Aber dennoch gibt es viele Informationen und vor allem Zwischenverbindungen, die aus den ganzen kleinen Geschichten eine große Story machen und die man so noch nicht mitbekommen hat. Isaacson hat sich mit vielen Menschen unterhalten und oft versucht, Ereignisse aus der Sicht der verschiedenen Beteiligten aufzuzeigen. Nach der Lektüre versteht man vielleicht manche Züge an Jobs besser und sieht ihn als genialen Menschen mit einigen Macken. Oder man sieht ihn als großen Tyrannen, der doch ganz schön großes geleistet hat. Das ist das Schöne an Meinungen, dass da jeder seine eigene haben darf.

Wenn man sich für Apple und Steve Jobs interessiert, ist das Buch lesenswert. Und wer kann, sollte vielleicht zum englischen Original greifen.

Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers von Walter Isaacson erschien bei Bertelsmann und wurde übersetzt von Antoinette Gittinger, Oliver Grasmück, Dagmar Mallett, Elfi Martin, Andrea Stumpf und Gabriele Werbeck.

52 Songs # 31/32: Autofahrt/Nacht

Konna macht ein Projekt. Worum es geht:

Jede Woche wird es 1 vorgegebenes Thema (z.B. Autofahrt, Urlaub, usw.) geben und alle Teilnehmer sind dazu aufgefordert, einen Song auszuwählen, den sie mit diesem Thema verbinden, ihn auf ihrem Blog vorzustellen und ein paar Zeilen dazu zu schreiben, etwa zu begründen, warum sie diesen Song ausgewählt haben oder eine Anekdote dazu zu erzählen.

Mehr Infos und Anmeldemöglichkeit gibt’s bei Konna. Thema der letzten Woche ist “Autofahrt“. Thema dieser Woche ist “Nacht“.

Erstmal die Autofahrt. Bei mir eher die Busfahrten. Und die waren lange. Und lange. Und die beste Musik, die ich dabei hatte, war wenn Nikolai neben mir auf dem Beifahrersitz saß. Die Gitarre in der Hand, improvisierend, während wir durch die Gegend fuhren. Aber natürlich haben wir unser Radio gut genutzt. Schwer, da einen Song rauszugreifen, weil es so viele waren. Aber hier ist ein passender. Stellt euch vor: Ein langsamer Bus, eine einsame Landstraße, die Sonne blendet uns und aus den Boxen sind Donovan – Colours. So waren unsere Fahrten.

Dann die Nacht. Wahrscheinlich wäre der Song von Woche 26 am passendsten, aber er ist ja schon benutzt. Deshalb ein Song, der zu Nacht, genauso wie zu Autobahn passt: Elton John – Rocket Man

Und nebenbei: Das letzte Mal so richtig schön benutzt wurde der Song in der vierten Staffel von Californication. Geil geil geil.

Buch: Das Labyrinth der Träumenden Bücher von Walter Moers

Oh Wie ich mich gefreut habe! Erst, als ich hörte, dass es einen neuen Roman aus Zamonien gibt. Und dann nochmal, als ich ihn in den Händen hielt. Walter Moers schreibr tolle Geschichten. Und tolle Romane. Ich bin also ein kleines Kind, als ich Das Labyrinth der Träumenden Bücher in den Händen halte, den zweiten Band aus der Stadt der träumenden Bücher. Ich schlage es auf und lese und bin fasziniert und unterhalten, aber ich denke seitenlang, wann geht es denn endlich los? Und das denke ich bis zur letzten Seite. Um es aufzulösen:

Es wird einen Folgeband geben. Und dieses Buch hört mitten in der Geschichte auf. Oder besser noch: Vor der Geschichte.

Versteht mich nicht falsch, Das Labyrinth der Träumenden Bücher ist ein tolles Buch, schönen Bildern und unglaublichen Ideen. Aber es hat den Namen nicht verdient. Denn das Buch endet mit dem Eintritt in das Labyrinth. Ich meine, sowas kann man machen. Es gibt ja viele gute Geschichten, die in mehrere Bücher aufgeteilt sind. Aber dann kommuniziert man das! Dann schreibt man auf das Buch “Teil 1″. Aber man verschweigt das nicht. Das enttäuscht viele treue Leser und trübt die Lesefreude. Deshalb nochmal für zukünftige Leser: Das Labyrinth der Träumenden Bücher ist der erste Teil! Es folgt noch ein Roman.

Es ist eine wunderhübsche Geschichte. Gibt einem eine gute Zeit. Wenn man aber – wie ich – mitten im Lesefluss an der spannendsten Stelle unterbrochen wird, dann hinterlässt das einen extrem bitteren Nachgeschmack. Muss echt nicht sein.

Bei so einer Sache würde ich echt gern wissen, ob ein Verlag sowas verbricht, oder der Autor.

Das Labyrinth der Träumenden Bücher von Walter Moers erschien bei Knaur

Schreibmaschine: Privileg 270

Eine Privileg 270 von Quelle

Privileg 270, naked

Eine Privileg 270. Leider kann ich nicht wirklich viel über die Maschine sagen. Privileg war die Hausmarke des Versandhauses Quelle und deshalb steckt in dieser Hülle also eine Schreibmaschine aus einer anderen Produktion. Ich habe sie so weit wie möglich auseinandergebaut, aber nirgends einen Hinweis auf den echten Hersteller finden können. Aber aufgrund von ungenutzten Bohrungen gehe ich definitiv davon aus, dass ein anderer Hersteller die Maschine mit einem anderen Gehäuse verkauft. Vielleicht kann mir ja jemand helfen und sagen, wer hinter dieser Maschine steckt.

Ansonsten habe ich hier ein sehr schönes Maschinchen stehen. Die Dame, von der ich diese bekommen habe, sagte mir, sie sei kaum benutzt. Genau so sieht die Maschine auch aus. Die Typen funktionieren reibungslos, die Walze ist sauber, es gibt keine Kratzer am Gerät. Wahrscheinlich hat die Privileg ein paar Jahre geschlafen. Da die Anzahl der Schreibmaschinen langsam nicht mehr proportional zu der Anzahl der Bewohner hier in der Wohnung ist und ich nicht will, dass sie wieder schläft, wird diese schöne Maschine bald einer neuen Besitzerin überführt. Sie hat der Schreibmaschine sogar schon einen Namen gegeben: Fräulein Smilla.

Viel besser, als wenn sie hier verstauben würde ;) Mehr Bilder gibt’s übrigens auf Typewriterspotting, meinem Schreibmaschinen-Projektblog.

Lea Kortes Schreibwettbewerb für angehende Autoren und solche, die es werden wollen!

Lea schrieb mir:

Hallo Fabian,
meinst du, unter deinen LeserInnen gibt es auch SchreiberInnen, die das interessieren könnte?
Herzliche Grüße
Lea
Lea Kortes Schreibwettbewerb für angehende Autoren und solche, die es werden wollen!
Pünktlich zum kalendarischen Frühlingsanfang beginnt mein zweiter großer Online-Autorenkurs, bei dem die Teilnehmer u.a. auch schon an der Planung und den ersten Szenen eines eigenen Romans arbeiten können – und dabei natürlich jede Menge Rückmeldungen von mir bekommen! (detaillierte Infos gern per Mail! Einfach schreiben an: leakorte@leakorte.de)
Bevor dies alles losgeht, habe ich ein besonderes „Bonbon“ anzubieten: einen Schreibwettbewerb!
1. Preis: Ein kostenloser Monat in Lea Kortes großem Online-Autorenkurs
2. Preis: „Die Maurin“ und „Die Nonne mit dem Schwert“ von Lea Korte – signiert
3. Preis: „Sommernacht auf Mallorca“ von Lea Korte – signiert.
Was Ihr dafür tun müsst?
Schreibt bis zum 29. Februar 2012 eine Kennenlern-Szene von maximal 4 Normseiten (30 Zeilen à 60 Anschläge, 12 Courier New, 1 ½ zeilig) und mailt sie an mich (leakorte@leakorte.de). Dies kann eine romantische Szene sein, muss aber nicht. Es kann auch eine witzige Begegnung sein oder eine unheimliche oder eine folgenschwere, oder oder oder! Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
Ich freue mich auf Eure Geschichten!
Die Gewinner des Wettbewerbs werden am 18. März 2012 auf meinem Blog bekannt gegeben.
Jury: die Kinder- Jugendbuch und Krimiautorin Adriana Stern und ich selbst
VIEL GLÜCK!

Ich hab’ mitgemacht. Vielleicht wollt ihr ja auch ;) Viel Glück auch von mir!

Text: Die Sache mit den Konstellationen

Als ich 12 Jahre alt war, war ich oft alleine unterwegs. Andere Leute interessierten mich nicht wirklich. Das lag vielleicht auch daran, dass sie sich nicht für mich interessierten. Also lief ich, wenn ich durch die Stadt ging, mit dem Kopf gesenkt. Beobachtete, wie der Wind mit einer leeren Plastiktüte spielte, wie durch die Risse im Asphalt Bilder entstanden und wie ablaufendes Wasser sich seinen Weg auf dem staubigen Asphalt bahnte. Sie war auch 12 Jahre alt und interessierte sich nicht für andere Leute. Was aber daran lag, dass sich jeder für sie interessierte und sie immer zu den Leuten aufschauen musste und dann entdeckte, dass es über den Köpfen der Leute viel spannender war. Sie verfolgte den Flug der Vögel, die Wege der Wolken und das Spiel des Windes mit dem Staub. Sie hieß Maya.
Natürlich hieß sie nicht Maya, aber es ist schon viel zu lange her, dass ich 12 war, als dass ich sie irgendwie anders als Maya nennen könnte. Sie hieß also Maya, aber das wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ich interessierte mich nicht für andere. Ich sah nach unten. Ich konnte stundenlang mit der Bahn durch die Stadt fahren und mir dabei anschauen, wie die Schuhe der anderen zu einander standen. Sie schlenderte den ganzen Tag durch den Wald und betrachtete die Formen der Blätter, wie das Licht sich seinen Weg suchte und wie die Tiere durch die Luft lavierten.
Irgendwann befestigte ich einen Hängestuhl in den Baum bei meinem Fenster, über die Straße, schaukelnd im Wind. Dort hing ich dann. Pendelte. Und interessierte mich dann plötzlich doch für Leute. Wie sie liefen, sich zueinander bewegten. Sich näherten, ein kurzes Stück nebeneinander gingen und sich dann nie wieder sahen. Ich war fasziniert von den Konstellationen, die Menschen für ganz kurze Augenblicke einnahmen. Nur um sie dann wieder zu verändern. Irgendwann begann sie, jede Nacht unbemerkt aus dem Haus zu schlüpfen und durch die Dunkelheit zu gehen, den Kopf weit im Nacken, den Blick bei den Sternen. Wie sie zueinander stehen, sich so langsam, für uns nicht sichtbar, bewegen und auch nach Jahren, wenn sie schon längst erloschen sind, für uns immer noch scheinen. Sie war fasziniert von den Konstellationen, die die Sterne einnahmen, anscheinend für immer. Und sich dabei doch bewegten. Ich bemerkte, wie nah Menschen einander waren, aber ich wusste, wenn man genau hinsah, hatten sie überhaupt nichts miteinander zu tun. Sie sah, wie nah die Sterne von Weiten einander standen, aber sie wusste, wenn man näher kam, waren sie unglaublich weit auseinander. Sie lief durch die Stadt und blickte nach oben. Ich hing in meinem Baum und sah nach unten. Bis sie unter mir stehen blieb. Ich pendelte weiter. Wir sahen uns an und dachten, wow, diese Augen haben so viel gesehen, von dem ich keine Ahnung habe. Wir hatten keine Ahnung wie ähnlich unsere Gedanken waren.
Wenn ich heute in diese Augen blicke, dann bin ich wieder 12. Und bin fasziniert von der Konstellation, die wir einnehmen, seit Jahren. Und uns dabei doch bewegen.

52 Songs # 30: Versuchung

Konna macht ein Projekt. Worum es geht:

Jede Woche wird es 1 vorgegebenes Thema (z.B. Autofahrt, Urlaub, usw.) geben und alle Teilnehmer sind dazu aufgefordert, einen Song auszuwählen, den sie mit diesem Thema verbinden, ihn auf ihrem Blog vorzustellen und ein paar Zeilen dazu zu schreiben, etwa zu begründen, warum sie diesen Song ausgewählt haben oder eine Anekdote dazu zu erzählen.

Mehr Infos und Anmeldemöglichkeit gibt’s bei Konna. Thema dieser Woche ist “Versuchung“. Ich weiß nicht warum, aber das ist mein Song der Woche. James Yuill – No Surprise. Und wehe, ihr brecht ihn mittendrin ab!

52 Songs # 29: Agathe Bauer / Songverhörer

Konna macht ein Projekt. Worum es geht:

Jede Woche wird es 1 vorgegebenes Thema (z.B. Autofahrt, Urlaub, usw.) geben und alle Teilnehmer sind dazu aufgefordert, einen Song auszuwählen, den sie mit diesem Thema verbinden, ihn auf ihrem Blog vorzustellen und ein paar Zeilen dazu zu schreiben, etwa zu begründen, warum sie diesen Song ausgewählt haben oder eine Anekdote dazu zu erzählen.

Mehr Infos und Anmeldemöglichkeit gibt’s bei Konna. Thema dieser Woche ist “Agathe Bauer / Songverhörer“. Erster Song, der mir einfiel Nek – Laura non c’e. Ab Sekunde 26 verstehe ich immer: Wie man kann das bezahle. 

Hörbuch: Tschick von Wolfgang Herrndorf, gelesen von Hanno Koffler

Wenn man die Rückseite von Tschick liest, liest sich das so:

Maik, Sohn einer zerrütteten, wohlhabenden Unternehmerfamilie, verbringt die Ferien allein am Pool der elterlichen Villa. Am ersten Ferientag sind alle anderen zu Tatjanas Geburtstagsfeier eingeladen, außer den Idioten, den Fetten, dem Nazi, Maik und Tschick. Tschick, eigentlich Andrej, ist Deutschrusse, wohnt im Hochhaus und sieht unerhört asiatisch aus und ein bisschen gefährlich. Plötzlich ist er da und drängt sich dem widerstrebenden Maik auf. Im Handumdrehen hat er aus Maik herausgekitzelt, dass der unsterblich in Tatjana verliebt ist. Kurze Zeit später sitzen die beiden in einem geklauten Lada und machen sich auf in Richtung Südosten, in die Walachei, denn da wohnt Tschicks Opa. Eine somnambul-schöne Reise durch die sommerglühende deutsche Provinz beginnt, unvergesslich wie die Flussfahrt von Tom Sawyer und Huck Finn.

Maik und Tschick sind beide 14 und genauso liest sich der Klappentext: Wie eine Geschichte für Jugendliche. Zumindest körperlich bin ich ein paar Jahre älter als 14. Tatsächlich konnte ich aber das Hörbuch nicht mehr weglegen. Wolfgang Herrndorf (Jahrgang 1965) ist auch schon länger kein Jugendlicher mehr, aber er trifft die Sprache und die Gedankengänge unglaublich gut. Und dazu kommt ein extrem passender Hanno Koffler. Hannos jugendliche Stimme und ein ganz leichter Berliner Dialekt (eher eine Akzentfärbung als ein Dialekt) machen das Hörbuch zu einer leicht verdaulichen Kost. Hanno liest so schön und manchmal mit einem Lachen, als ob ihn Selbst die Geschichte auch belustigt. Die Geschichte der beiden Jugs ist ein Roadtrip in einem echtem russischen Auto, dem Lada Niva. Ein Roadtrip mit Musik, Mädchen, Witz und unerwarteten Wendungen. Ich saß lächelnd in der Bahn und lachte immer wieder unvermittelt auf. Ich glaube, innerlich bin ich immer noch Kind. Ich kann mich köstlich amüsieren bei Tschick.

Das Manko bei der Sache ist natürlich dieses “Autorisierte Lesefassung”. Heißt nämlich nichts anderes als dass diese Version gekürzt ist. Da will man ja wissen, wie der Rest des Buches ist. Deshalb muss ich mir irgendwann mal die gedruckte Fassung holen. Aber ich habe Angst, dass es ohne die Spreche von Hanno Koffler nicht ganz so gut wird. Eine Hörprobe gibt’s auf der Verlagsseite, aber ich finde den Ausschnitt nicht ganz passend gewählt. Dennoch, es gibt einen kleinen Einblick ins Buch und in die Spreche.

Tschick von Wolgang Herrndorf erschien bei Rowohlt, das Hörbuch, gesprochen von Hanno Koffler erschien bei Argon.