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Autor: Fabian Neidhardt (Seite 101 von 313)

Was übrig bleibt: „Wir alle haben die Fähigkeit, uns im Verlauf unseres Lebens tausendmal zu verlieben. Das ist nicht…“

“Wir alle haben die Fähigkeit, uns im Verlauf unseres Lebens tausendmal zu verlieben. Das ist nicht schwer.
Das erste Mädchen, in das ich mich verliebt habe, war mit mir in der sechsten Klasse. Sie hieß Missy; wir unterhielten uns über Pferde. Das Letzte Mädchen, das ich liebe, wird eins sein, das ich vermutlich noch gar nicht kenne. Sie zählen alle. Aber es gibt bestimmte Menschen, die man liebt und die etwas anderes bewirken; sie bewirken, wie man von nun an definiert, wie Liebe sich anfühlen soll. Das sind die wichtigen Menschen im Leben, und man trifft vielleicht vier oder fünf in einem Zeitraum von 80 Jahren.
Aber es gibt noch eine Stufe: Es gibt eine Person, die man liebt und die genau diese Definition verkörpert. Meistens merkt man das erst nachträglich, aber irgendwann merkt man es. Das ist die Person, die, ohne es zu wissen, zur Schablone für alles Weitere wird, dafür, was man an anderen Menschen immer lieben wird (…)”

Eine zu 85% wahre Geschichte – Chuck Klostermann
Originalpost auf „was übrig bleibt“ http://wasuebrigbleibt.tumblr.com/post/71851699265

Was übrig bleibt: „Patti, niemand sieht so wie wir.”, sagte er zu mir.“

““Patti, niemand sieht so wie wir.”, sagte er zu mir.””

Just Kids – Patti Smith
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Was übrig bleibt: „[…] aber ein Freund zeigte mir neulich einen ganz wunderbaren Ort, das Augusteum. Kaiser…“

“[…] aber ein Freund zeigte mir neulich einen ganz wunderbaren Ort, das Augusteum. Kaiser Augustus ließ es für seine sterblichen Überreste erbauen. Die Barbaren haben es zerstört, mitsamt allem anderen. Augustus, der erste große römische Kaiser. Wie hätte er sich vorstellen können, dass Rom, für ihn die ganze Welt, eines Tages in trümmern liegen würde?
Es ist einer der stillsten und einsamsten Orte Roms.
Die Stadt wuchs durch die Jahrhunderte um das Augusteum herum. Es erscheint einem wie eine kostbare Wunde. Wie Liebeskummer, an dem man festhalten will, weil er so angenehm schmerzt.
Wir alle wollen, dass immer alles so bleibt wie es ist. Wir nehmen es hin unglücklich zu sein aus Angst vor Veränderung. Aus Angst, alles könnte einstürzen. Und dann sah ich mich dort um. Sah die Spuren des Chaos, die es erlitten hatte. Wie es umfunktioniert wurde, verbrannt und geplündert und danach einen Weg fand wieder neu zu entstehen.
Und da war ich beruhigt. Vielleicht war mein leben gar nicht so chaotisch. Vielleicht ist es nur die Welt. Und die einzig wahre Falle ist, sich an irgendwas zu klammern.
Zerstörung ist ein Geschenk. Zerstörung ist der Weg zum Wandel.”

Eat Pray Love – Elizabeth Gilbert
Originalpost auf „was übrig bleibt“ http://wasuebrigbleibt.tumblr.com/post/71850617373

Hallo 2014. Wunsch- und Vorsatzvorschläge

  • Pflanze einen Baum.
  • Schreibe einen Brief. Mit der Hand.
  • Bringe jemand Fremdes zum lächeln.
  • Lerne etwas neues.
  • Lese ein anderes Buch.
  • Kaufe weniger.
  • Erwarte weniger.
  • Lerne die Regeln.
  • Breche die Regeln.
  • Komme an.
  • Reise mehr.
  • Verwende die Worte „aber“, „vielleicht“, könnte“ und „glaube“ weniger.
  • Umarme mehr.
  • Tu, was du willst.

10 Jahre auf Poetry Slam Bühnen

Anfang 2003 drückte mir mein damaliger Deutschlehrer einen schlecht ausgeschnittenen und auf rotes Papier kopierten Flyer für den ersten Pforzheimer Poetry Slam in die Hand. Pforzheim, die Stadt meines Gymnasiums. Mein Lehrer wusste, das ich schreibe und damals war Slam Poetry noch um einiges unbekannter, als heute, sodass die gesamte Rückseite des Flyers mit einer Erklärung bedruckt war. Da konnte man auf einer Bühne seine selbstgeschriebenen Texte vortragen. Ich hatte erst im Jahr zuvor mit dem Schreiben begonnen – Warum Fische Treppen hassen ist mein erster Text – und ich hatte Lust, meine Texte anderen vorzutragen. Also bin ich damals im März 2003 mit meinem Vater und ein paar Freunden ins Kupferdächle um dort auf der Bühne zu stehen. Damals noch mit Dreadlocks, Rocket eBook und einer sehr geringen Ahnung vom Sprechen.

Jetzt haben wir Ende 2013, ich habe immer noch lange Haare, eine Brille und eine Ahnung, dass ich keine Ahnung vom Sprechen habe. Und ich wollte dieses Zehnjährige zumindest kurz erwähnt haben. Ich habe in den zehn Jahren in der Slamily viele tolle Menschen kennengelernt, sehr viele Einladungen angenommen und bin ein wenig rumgekommen. Ich bin nie wirklich auf Tour gegangen und bin extrem viel weniger aktiv und motiviert als andere in der Szene, aber das ist okay. Ich mag die Leute und die Art und die Texte und die Gespräche und das Gefühl und die Umarmungen. Aber ich mag auch noch viele andere Sachen neben dem Slammen. Also bin ich mal mehr, mal weniger dabei, aber immer mit einem guten Gefühl, welches ich nicht missen will. Und ich glaube, ich werde auch immer mal wieder noch auf einer Bühne stehen.

Danke dafür.

Eigentlich war dieses Jahr noch ein bisschen was zum Jubiläum geplant. Eine Kurzgeschichtensammlung beispielsweise. Aber hej, dann kam das Leben mit all seinen anderen tollen Sachen dazwischen. Ich kann zumindest versprechen, es folgen weitere Bücher. Kurzgeschichten genauso wie Romane. Leider kann ich nie sagen, wann. Aber auch das ist okay. So bleibt das spannend. Ich sage noch einmal Danke und freue mich, euch bei Auftritten dabei zu haben. Auf die kommenden zehn Jahre.