Film: Es war einmal in Deutschland…

Ein Jahr nach Kriegsende versucht der jüdische David Bermann mit Freunden, einen Wäschehandel aufzumachen und reist als Handelsvetreter durch die Gegend um Frankfurt. Dank kleiner Tricks und Flunkereien floriert das Geschäft, aber David muss sich gleichzeitig vor den Amerikanern in Acht nehmen. Er steht im Verdacht, mit den Nazis kollaboriert zu haben.

So viel erzählt auch der Trailer. Und wenn es nur nach dem Trailer geht, dann hätte ich mir den Film nicht angesehen. Ich wusste nicht, was mich erwartet, ich habe die Romane von Michel Bergmann nicht gelesen, kenne also auch nicht die Vorlagen, „Die Teilacher“ und „Machloikes“ und der Trailer, als auch die Beschreibungen nennen den Film eine Komödie. Dabei ist er viel mehr.

Was im Trailer plump und extrem verfälschend zusammengeschnitten ist, verschweigt den gesamten Teil der Tragik, die unter dem schwarzen Humor und der fröhlichen Musik liegt. Die Ahnung des Grauens und der Angst, die noch nichtmal ein Jahr her ist. Klar ist der Film auch witzig und ich kann an vielen Stellen lachen. Aber es geht eben auch tiefer. Gerade Moritz Beibtreu, dessen Charakter mir im Trailer noch extrem unsympathisch rüberkommt, zeigt, was alles unter dem Chuzpe liegt, den er vor sich herträgt. Dazu kommt ein durch das Setting, die Geräusche, die Musik und den Farbton (der in Nebel im August schrecklich war) ein Gefühl auf, dass sich authentisch gibt.

All das macht „Es war einmal in Deutschland…“ zwar nicht zu dem großen Kinohit des Jahres, aber zu einem netten sehenswerten Film, der auch viel Lust auf die zugehörigen Romane macht. Und der einen besseren Trailer als den vorliegenden verdient hat.

Es war einmal in Deutschland… läuft seit 6. April im Kino, und basiert (lose?) auf den Romanen „Die Teilacher“ und „Machloikes„, geschrieben von Michel Bergmann und erschienen bei dtv. X-Verleih hat mir die Kinotickets zur Verfügung gestellt.

Hörbuch: Armada von Ernest Cline, gelesen von Gerrit Schmidt-Foß

Neues auf die Ohren: Armada von Ernest Cline, gelesen von Gerrit Schmidt-Foß. #argon #amlistening #hoerbuch

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Der erste Satz aus Armada:

Ich starrte gerade aus dem Fenster des Klassenraums und träumte von Abenteuern, als ich die fliegende Untertasse entdeckte.

Zack Lightman ist der 0815-Nerd, der ohne Vater aufwuchs und sehr gern sein Lieblingscomputerspiel „Armada“ zockt, bis er bemerkt, dass „Armada“ zwar auch ein gutes Spiel ist, bei dem man hilft, die Erde vor den Angriffen der Außerirdischen zu schützen, aber in erster Linie dazu dient, Computerspieler zu trainieren und die besten Spieler herauszusuchen.

Sowohl in seinem Film „Fanboys“, als auch im ersten Roman „Ready Player One“ arbeitet Ernest Cline mit extrem vielen Popkulturreferenzen. Einerseits finde ich das gut. Wie oft frage ich mich bei Zombiefilmen/-serien/-romanen, wieso es in der jeweiligen Realität noch nie einen anderen Zombieroman/-film/-serie gibt, noch nichtmal das Wort „Zombie“ existiert. Bei Cline wissen die Leute in seinen Geschichten, was wir wissen. Wenn wir es wissen. Und das ist der feine Grat zwischen „die Anspielung habe ich gerade verstanden“ und „da gehts um irgendwas, was ich nicht kenne“. Hier packt mir Cline zu viel rein, zu viele Anspielungen, zu viele Selbstverständlichkeiten, von denen ich irgendwann auch denke, dass sie die eigene Geschichte mehr verdecken, als sie zu bereichern.

Die eigene Geschichte ist gut, lehnt an reale Ereignisse an (der Bradley Trainer oder America’s Army) und ich habe großen Spaß sie zu hören und will wissen, wie es weiter und ausgeht. Sie unterhält sehr, ich höre mir die 12 Stunden in drei Tagen an, wie eine Serie, die man durchguckt, nur dass ich nebenher unterwegs sein kann. Aber leider ist mir an vielen Stellen zu plump erzählt. Viele Andeutungen sind zu offensichtlich, viele Momente nicht gut genug in der Geschichte verwebt, sodass mir viele Wendungen in der Geschichte klar sind, bevor sie passieren, weil es eben doch nicht nur Andeutungen sind. Das fand ich in Ready Player One konsistenter. Trotzdem, ich habs mir sehr gern angehört. Natürlich auch wegen Gerrit Schmidt-Foß.

Ich kenne ihn schon lange als Synchronsprecher- vor allem von Leonardo DiCaprio und Jim „Sheldon Cooper“ Parsons – aber habe ihn nie als Hörbuchsprecher gehört. Anfangs fällt es mir schwer, seine Stimme als die eines Jugendlichen anzunehmen, aber nach der Eingewöhnungszeit war ich voll drin. 12 Stunden sehr gut unterhalten gewesen.

Kein Nachhall, kein tagelanges Grübeln über die Moral. Aber Unterhaltung. In diesem Fall reichte es vollkommen. Gerne wieder.

Armada von Ernest Cline wurde gesprochen Gerrit Schmidt-Foß und übersetzt von Sara Riffel. Das Buch erschien bei Fischer-Tor, das Hörbuch bei Argon. Argon hat mir ein Exemplar zur Verfügung gestellt.

PS: Schön: Fischer-Tor hat sich auch die Rechte für Ready Player One geholt, sodass die Bücher beim selben Verlag und mit einem einheitlichen Design kommen. Nicht so schön: Ich mag die Cover überhaupt nicht. Sorry.

Fundstück: Neulich, am Grab von Hilde Domin.

Das Grab von Hilde Domin in Heidelberg. "Wir setzten den Fuß in die Luft und die trug."

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Folgenden Text habe ich auf dem Grab von Hilde Domin auf dem Bergfriedhof in Heidelberg gefunden. Man durchschreitet einen großen Teil des Friedhofs, bevor man dort ankommt, in einer kleinen Insel am Weg, die sie sich mit ihrem Ehemann und dem Dichter Friedrich Gundolf teilt.

Drei aus einem Notizbuch gerissene Blätter, mit blauem Stift auf jeweils beiden Seiten beschrieben, undatiert, nur mit einem weiblichen Vornamen unterschrieben. Die Blätter werden von Steinen auf dem Grab gehalten,und schon jetzt ist absehbar, dass die Blätter sich auflösen, der Text demnächst nicht mehr lesbar sein wird. Ich mochte ihn sehr, deshalb will ich ihn hiermit festhalten. Ich versteht schon, wieso.

Jetzt habe ich endlich dein Grab gefunden. Ich hoffe, es stört dich nicht, wenn ich dich duze. Ich habe auf dem Weg zwei fremde Gräber entlaubt und bin mir dabei etwas komisch und hilflos und spirituell vorgekommen. Wahrscheinlich auch deshalb, weil ich nicht an Tote glaube, aber irgendwie auch schon. Ich glaube zum Beispiel, dass du bei mir warst, als ich fünf Jahre nach deinem Tod das erste Gedicht von dir gelesen habe. Und ich habe den Schmerz wiedererkannt wie eine Schwester. Ich glaube, dass du mich in diesem Moment gekannt hast und dass du mich vielleicht jetzt noch kennst, trotz deines vollen Terminplanes. Wahrscheinlich bist du heute nachmittag zum Tee mit Virginia Woolf verabredet, oder was man so im Himmel macht. Aber du kennst das Leid. Du weißt, was ich meine.

Hilde, wie lebt man danach weiter? Du weißt, ich strenge mich an. Du weißt, wie schwer es für mich ist. Ich weiß nicht, ob ich es ertragen kann, was mir passiert ist. Ob mein Mann es ertragen kann. Ob es einen neuen Anfang gibt für mich, eine Wegmarke für neues Gebiet in einer eigentlich so ebenen, gleichmäßigen Landschaft. Hilde, ich hoffe auf Frühling und ich weiß nicht, ob das genügt. Da sind Untiefen der Trauer und Heimatlosigkeit und da ist Erbarmungslosigkeit in mir und in der Welt.

Ich wünschte, ich hätte eine Mutter. Ich wünschte, ich hätte einen Vater. Vielleicht habe ich mittlerweile welche, andere Menschen, aber ich wünschte auch, ich hätte damals welche gehabt. Und nicht Menschen, die so sehr ausgesaugt wurden von den Erwartungen ihrer Eltern, dass sie nur noch Hüllen sind. Ich wünschte, das mit David wäre nicht passiert.

Und ja, ich werde es wahrscheinlich schon irgendwie überleben. Aber ich weiß nicht, wie ich leben soll. Wie ich aufstehen soll morgens und Orangen essen, wie ich einfach so meinen Mann lieben soll, einfach so zur Arbeit gehen und Kinder kriegen und glücklich sein. Hilde, wie hast du es gemacht? Wie soll ich diese Welt überleben? Diese erbarmungslose, diese kalte Welt überlebt sich nichtmal selber.

Danke, dass du uns deine Gedichte gegeben hast. Danke, dass du das Flussbett gegraben hast, und obwohl das Wasser nicht mehr da ist, macht es den Weg einfacher, wenn es wieder regnet und die Tropfen wissen, wie sie sich einordnen müssen. Danke, dass du da warst, als niemand da war. Deine Gedichte machen immer noch einen Unterschied. Danke für dein Leben.

L.

#incommunicado, das neue Hörbuch – als kompletter Download

Es ist schon wieder Dienstag, und diesmal wirklich zum letzten Mal Zeit für #incommunicado. Wie versprochen gibt es jetzt das gesamte Hörbuch als Download, eine zip-Datei, mit 18 Dateien: Vorwort, Nachwort und 16 Teile mit ganz kurzem Intro, sodass ihr die Teile in einem Rutsch durchhören könnt. Also: Runterladen, anhören, anderen davon erzählen, verteilen, remixen, Urheberrecht revolutionieren.

Bitte, Danke, Lächeln, Fabian.

Dieses Hörbuch basiert auf #incommunicado, einem Roman von Michel Reimon, ist gesprochen von Fabian Neidhardt und Dennis Kröger, aufgenommen bei Rockinson unter der Aufnahmeleitung von Maikl Robinson.
Dieses Projekt wurde durch eine Crowdfundingkampagne bei Startnext realisiert und wäre nicht möglich möglich gewesen ohne die Hilfe von Michel Reimon, Inge Chen, Chantal Busse, Julian Betz, Christian Wöhrl, Fin Trotzkopf, Corinna Budig, Wolfgang Tischer, Corina Butscher, Kevin Wrede, Stefan Kremer und Soenke Scharnhorst.

Dieses Werk ist unter der Creative Commons Lizenz: Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 lizensiert. Es ist kostenlos, gratis und frei. Jeder kann es weitergeben und weiterverarbeiten, solange es unter den gleichen Bedingungen weitergegeben wird.

Serientipp: Tote Mädchen lügen nicht / Thirteen Reasons Why

Ich weiß, der deutsche Titel ist scheiße. Aber bleibt da, es lohnt sich.

 

Hannah hat sich umgebracht. Eine Woche später bekommt Clay, ein Schulkamerad, eine Kiste voller Kassetten, die Hannah aufgenommen hat. Darauf erzählt sie die 13 Gründe, weshalb sie sich umgebracht hat. Daher der englische Titel „Thirteen Reasons Why“

Fast wäre diese Romanverfilmung ein Film mit Selena Gomez in der Hauptrolle geworden. Dann hat sich Netflix die Rechte geholt und Gomez hat die 13 Episoden mitproduziert. Und das ist krass geworden, weil es eben nicht nur einfach ein weiteres Teeniedrama ist, sondern sehr ausführlich erzählt, wie es zu einem Suizid kommen kann und der Zuschauer Clay dabei begleitet, wie er langsam erfährt, was er selbst damit zu tun hat. Ich habe die Serie innerhalb von zwei Tagen durchgesehen, sie erzählt eine krasse Geschichte, mit guten Schauspielern und einem großartigem Soundtrack.

Manchmal musste ich an das Computerspiel „Life is strange“ denken, es hat eine ähnliche Ästhetik, auch einen sehr guten Soundtrack und zeigt auch auf, wie unsere Handlungen Konsequenzen haben.

Wie gesagt, lasst euch bitte nicht vom deutschen Titel abschrecken, ich hätte es fast getan. Ich finde, „Tote Mädchen lügen nicht“ hört an, wie ein Thriller und ich konnte noch nichtmal abschätzen, ob es ein guter oder ein schlechter werden würde. Netflix hat den Titel von der deutschen Romanversion übernommen, also hat jemand im Verlag ihn gewählt. Meiner Meinung nach eine echt schlechte Entscheidung, weil er einen vollkommen falschen Eindruck weckt, was der Inhalt sein könnte.

Stattdessen kriegen wir ein Drama geliefert, eines, welches Themen wie Selbstmord, Mobbing und ein paar mehr anspricht und nicht nur andeutet, sondern explizit zeigt, was manchmal sehr unangenehm für den Zuschauer ist, die Themen aber viel näher ranbringt. Wenn man das aushalten kann, empfehle ich, diese Serie zu gucken.

Tote Mädchen lügen nicht ist seit 31. März auf Deutsch und Englisch bei Netflix verfügbar. Der Roman zur Serie wurde geschrieben von Jay Asher und übersetzt von Knut Krüger, er erschien bei cbt

PS: Diese erste Staffel hat zwar den kompletten Inhalt des Romanes zumindest einigermaßen wiedergegeben, aber nachdem ich die letzte Folge gesehen habe, kann ich mir schon vorstellen, dass es weitere Staffeln geben. Da ist noch viel, das man erzählen kann.

 

Die Leipziger Buchmesse 2017 in Blitzlichtern.

  • Ich komme Mittwoch Abend in Leipzig an und freue mich, meine Gasteltern wiederzutreffen. Ich bin ziemlich froh, dass ich mittlerweile in vielen Städten Menschen habe, bei denen ich unkompliziert unterkommen kann. Was auch heißt, dass meine Besuche in Städten immer Besuche bei Menschen sind, die ich gerne sehe.

Buchmesse, Tag 1 am Morgen. So voll ist es. #lbm17

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  • Es ist Donnerstag, kurz nach Zehn und schon jetzt sind die Hallen gut gefüllt. Klar, es wird bis Samstag noch voller und am Ende ist es ein Besucherrekord, aber ich bin am Donnerstag doch erstmal überrascht.

  • Donnerstag Mittag bin ich mit Wolfgang auf der Bühne, meine erste „Verpflichtung„: Besser vorlesen. Die Bühne ist klein und umrandet von Ständen, aber die Stühle füllen sich schnell und selbst auf dem Gang bleiben Leute stehen. Ich mache zusammen mit Wolfgang den Podcast des Literaturcafé und wir wissen, wie wir miteinander umgehen können und wie wir miteinander funktionieren. Es macht Spaß, Menschen von Sprechkunst zu erzählen und zu erklären, wie man vorliest. Nach der viel zu kurzen halben Stunde beantworte ich einer Traube von Menschen noch Fragen zum Vorlesen und bis zum Ende der Buchmesse werde ich immer wieder auf das Vorlesen und die halbe Stunde angesprochen. Wie schön, dass sich so viele Menschen für das Vorlesen interessieren. Weil es immer noch eine Kunst ist, die nicht ausgeschöpft wird.
  • Ich habe sehr wenig feste Termine die Buchmesse über. Größtenteils treibe ich durch die Massen, treffe Menschen, lerne neue kennen und knüpfe Bande enger. Ich verpasse wohl sehr viele schöne Dinge. Aber ich erlebe auch sehr viele schöne Dinge, für die ich sonst wohl keine Zeit gehabt hätte.
  • Donnerstagabend verbringe ich beim Bloggeressen von Klett-Cotta. Der Verlag residiert 500 Meter von meiner Wohnung entfernt, immer mal wieder habe ich mit ihm und den Menschen, die dort arbeiten, zu tun. Ich mag die Art, wie wir miteinander umgehen. Deshalb gibt es an diesem Abendessen nicht nur Essen und Gespräche zwischen Bloggern, Verlagsmitarbeitern und anwesenden Autorinnen und Autoren, sondern neben einer kurzen Lesung von Kristina Pfister aus „Die Kunst, einen Dinosaurier zu falten“ auch einen kurzen Vortrag von mir. Das ist schon zu viel gesagt. Ich habe ein bisschen aus meiner Sicht als Literaturblogger erzählt, ganz subjektiv und nur für mich sprechend. Womit aus einer Werbeveranstaltung ein Miteinander wird. Danach gehts weiter auf die Tropenparty. Lesung von Arno Frank aus „So, und jetzt kommst du„, danach noch mehr mit Menschen reden.

https://www.instagram.com/p/BSBb5M9FuGr/

  • Freitag. Kommilitonen aus Hildesheim sind da. Wir schlendern über die Messe. Also noch mehr Menschen, mehr Kommunikation.

Buchmesse, Tag 3. Der Tag beginnt mit Dietmar Wunder und Uve Teschner im Interview. #lbm17

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  • Samstag. Jetzt ist es richtig voll. Schon in den Bahnen, sodass ich fast zu spät komme zu meinem ersten Termin am Tag: Ein Interview mit Dietmar Wunder und Uve Teschner. Dietmar habe ich vor ein paar Jahren bei einer Lesung mit Karin Slaughter kennengelernt, mit Uve hatte ich Kontakt, nachdem ich das großartige Hörbuch zu „Am Ende aller Zeiten“ gehört hatte. Audible hatte mit den beiden ein Sprecherfrühstück veranstaltet, danach konnte ich mit ihnen reden.20 tolle Minuten über das Sprechen und die Buchmesse und Kunst allgemein, die es demnächst im Podcast des Literaturcafé zu hören gibt. Eines meiner Highlights der Messe.https://www.instagram.com/p/BSGGS6BFubx/
  • Sonntag ist Tag der Bloggersessions. Wieder tolle Menschen, gute Inhalte und am Ende über Geld reden. Nachzuhören hier.
  • Sonntagabend geht es nach Hause. Nachts bin ich da und ohne Pause geht der Alltag los. So nahtlos, dass ich mich anstrengen muss, dies hier nochmal zusammenzufassen. Ich bin ziemlich froh, all das machen zu können. Danke an alle, die das möglich machen und Teil davon sind.

Roman: Vom Ende einer Geschichte von Julian Barnes

Lesestoff: Vom Ende einer Geschichte von Julian Barnes. #btb #amreading

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Der erste Satz aus Vom Ende einer Geschichte:

Ich erinnere mich in ungeordneter Reihenfolge an:

Tony ist mittlerweile ein alter Mann, aber in seiner Jugend war Adrian sein wichtigster Freund. Sie haben sich vor Jahrzehnten aus den Augen verloren und Tony kann nur immer wieder seine Erinnerungen auffrischen. Bis er genau diese hinterfragen muss.

http://wasuebrigbleibt.tumblr.com/post/158963986362/dieses-letzte-bild-habe-ich-nicht-wirklich

Im Nachhinein ist die Geschichte, die Barnes erzählt, nicht besonders komplex und vielleicht auch nicht unglaublich außergewöhnlich. Im Nachhinein war alles schonmal da. Aber Barnes etabliert eine Wahrheit, die er dann langsam dekonstruiert und ich kann nicht anders, weiterzulesen, weil ich doch wissen will, was die andere Wahrheit ist.

Barnes füllt diese kurze Geschichte mit Gedanken und Reflexion, erzählt die Anfänge von Tony und Adrian aus Tonys Sicht und überspringt dann knapp 40 Jahre, um dann den Anfang auseinanderzunehmen. Ich mochte viele der Gedanken, viele Sätze hätte ich mir anstreichen können. Aber manchmal fällt er in den Ton eines belehrenden alten Mannes, der sich anhört, als ob er alles weiß. Ironisch, weil es ja gerade darum geht, dass er nicht alles weiß.

Das Buch lebt von seiner Atmosphäre, von seinen Gedanken, von seinen Worten. Gelesen habe ich es, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht. Und ich habe es sehr gern gelesen.

Vom Ende einer Geschichte von Julian Barnes wurde übersetzt von Gertraude Krueger und erschien bei btb.

Was übrig bleibt: „Dieses letzte Bild habe ich nicht wirklich gesehen, aber am Ende ist das, was man in Erinnerung…“

“Dieses letzte Bild habe ich nicht wirklich gesehen, aber am Ende ist das, was man in Erinnerung behält, nicht immer dasselbe wie das, was man beobachtet hat.”

Vom Ende einer Geschichte – Julian Barnes
Originalpost auf „was übrig bleibt“, eine Sammlung unterstrichener Sätze, gefundener Worte & liegengebliebener Gedanken aus Büchern, die wir lesen und lieben.

#incommunicado, das neue Hörbuch – Teil 16

Es ist Dienstag, 14:20 Uhr, zum letzten Mal Zeit für #incommunicado. Die Wochen vergingen ganz schön schnell! Wie wunderbar, dass ihr bis hierhin dabei seid. Danke.

Demnächst gibt es das gesamte Hörbuch als Paket. Erzählt Freunden davon. Lasst uns das Urheberrecht revolutionieren.

Bitte, Danke, Lächeln, Fabian.

PS: Georg Fischer hat eine tolle erweiterte Rezension zum Hörbuch geschrieben.

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Dieses Hörbuch basiert auf #incommunicado, einem Roman von Michel Reimon, ist gesprochen von Fabian Neidhardt und Dennis Kröger, aufgenommen bei Rockinson unter der Aufnahmeleitung von Maikl Robinson.
Dieses Projekt wurde durch eine Crowdfundingkampagne bei Startnext realisiert und wäre nicht möglich möglich gewesen ohne die Hilfe von Michel Reimon, Inge Chen, Chantal Busse, Julian Betz, Christian Wöhrl, Fin Trotzkopf, Corinna Budig, Wolfgang Tischer, Corina Butscher, Kevin Wrede, Stefan Kremer und Soenke Scharnhorst

Dieses Werk ist unter der Creative Commons Lizenz: Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 lizensiert. Es ist kostenlos, gratis und frei. Jeder kann es weitergeben und weiterverarbeiten, solange es unter den gleichen Bedingungen weitergegeben wird.

Die Leipziger Buchmesse und ich. Sehen wir uns? #lbm17

Buchmesse Leipzig: Check!

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Morgen geht es los, bis Sonntag Abend werde ich in Leipzig und auf der Buchmesse sein. Dort gibt es natürlich viel zu viel zu erleben, deshalb mache ich gar nicht mehr die Mühe, dass Programm durchzuarbeiten. Wo ich auf jeden Fall sein muss, sind meine eigenen Termine:

  • 23. März 2017 | 13:30 – 14:00 Uhr: Besser vorlesen.
    Ich rede eine halbe Stunde darüber, wie man besser vorliest. Auf der Leseinsel der Autorengemeinschaftspräsentation, Halle 5, Stand D430
  • 26. März 2017 | 14:00 – 15:00 Uhr: Geld verdienen mit Blogs?
    Zusammen mit Wolfgang Tischer rede ich über Geld. Bei den Blogger Sessions im Vortragsraum 10.

Ansonsten laufe ich herum, schaue mir Stände an und treffe Menschen. Vielleicht auch euch? Wenn ihr wollt, meldet euch. Ich freue mich.

#incommunicado, das neue Hörbuch – Teil 15

Es ist Dienstag, 14:20 Uhr, Zeit für #incommunicado. Vorletzter Teil!

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Dieses Hörbuch basiert auf #incommunicado, einem Roman von Michel Reimon, ist gesprochen von Fabian Neidhardt und Dennis Kröger, aufgenommen bei Rockinson unter der Aufnahmeleitung von Maikl Robinson.
Dieses Projekt wurde durch eine Crowdfundingkampagne bei Startnext realisiert und wäre nicht möglich möglich gewesen ohne die Hilfe von Michel Reimon, Inge Chen, Chantal Busse, Julian Betz, Christian Wöhrl, Fin Trotzkopf, Corinna Budig, Wolfgang Tischer, Corina Butscher, Kevin Wrede, Stefan Kremer und Soenke Scharnhorst

Dieses Werk ist unter der Creative Commons Lizenz: Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 lizensiert. Es ist kostenlos, gratis und frei. Jeder kann es weitergeben und weiterverarbeiten, solange es unter den gleichen Bedingungen weitergegeben wird.

Die buchmesse:blogger sessions 17. Lass uns über Geld reden. #bmb17

Die Leipziger Buchmesse steht an, kommende Woche schon. Ich bin die ganze Zeit da und unterwegs und werde den Sonntag bei den bloggersessions der Buchmesse verbringen.

Solche Sessions sind für die Organisatoren die Hölle. Der Begriff „Buchblogger“ umfasst so viel, dass es unmöglich ist, ein Programm zu gestalten, das allen zuspricht, sich keiner unterfordert, überfordert oder komplett fehl am Platz fühlt. Oft werden Diskussionen wieder von vorne begonnen und kaum weitergedreht.

Auf der anderen Seite lernt man viele ähnlich Gesinnte kennen, trifft sich wieder, hat eine gute Zeit und lernt eben doch was. Auch wenn es oft nicht unbedingt das ist, was man erwartet hat.

Dazukommt, dass Wolfgang Tischer von literaturcafe.de und ich uns gemeinsam um die letzte Session kümmern: Monetarisierung von Blogs. Weil wir doch über’s Geld reden müssen. Deshalb haben wir uns in den letzten Monaten schon sehr viele Gedanken darüber gemacht und wollen mit euch etwas ausprobieren.

Deshalb und sowieso, weil viele tolle andere Menschen da sein werden, kommt vorbei!

 

#incommunicado, das neue Hörbuch – Teil 14

Es ist Dienstag, 14:20 Uhr, Zeit für #incommunicado. Wir nähern uns sehr schnell dem Ende!

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Dieses Hörbuch basiert auf #incommunicado, einem Roman von Michel Reimon, ist gesprochen von Fabian Neidhardt und Dennis Kröger, aufgenommen bei Rockinson unter der Aufnahmeleitung von Maikl Robinson.
Dieses Projekt wurde durch eine Crowdfundingkampagne bei Startnext realisiert und wäre nicht möglich möglich gewesen ohne die Hilfe von Michel Reimon, Inge Chen, Chantal Busse, Julian Betz, Christian Wöhrl, Fin Trotzkopf, Corinna Budig, Wolfgang Tischer, Corina Butscher, Kevin Wrede, Stefan Kremer und Soenke Scharnhorst

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Gewinnspiel: Tschick auf DVD und Blu-ray

Lass dich nicht aufhalten! #tschickfilm #theskyisthelimit #neverstopexploring #tschick – ab 15. September im #Kino!

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Vor ziemlich genau einem halben Jahr ist Tschick in die Kinos gekommen und ich fand ihn leider nur okay. Aber seit dem 9. März gibt’s den Film nicht nur auf den üblichen Streamingportalen, sondern auch in physischer Form, die eben nicht nur den Film beinhaltet, sondern als für mich wichtigstes Bonusmaterial einerseits eine Lesung von Wolfgang Herrndorf und noch wichtiger, der Audiokommentar!

Ich bin jemand, der nach einem Film erstmal den Wikipediaeintrag liest (oder auch erweitert) und je nach Brillanz des Films so viel wie möglich über ihn lernen möchte. Bis heute gibt es Filme, die ich mehr wegen ihres Audiokommentars liebe.

Die Leute von Studiocanal haben mir eine DVD samt Filmposter zum verlosen zur Verfügung gestellt.

Gewinnspiel: 

Schreibt mir eine Mail (oder einen Kommentar) mit eurer Adresse und sagt mir, schaut ihr euch Bonusmaterial auf DVD und Blu-ray an?

Einsendeschluss ist Dienstag, der 21. März, 12 Uhr. Der Zufall entscheidet, dann geht die DVD direkt raus. Die Adressen werden für nichts anderes verwendet und direkt danach wieder gelöscht. Viel Erfolg!

Vorbei! Gewonnen hat Luisa N., Gratulation. Alle anderen Adressen habe ich gelöscht. Bald gibt es das nächste Gewinnspiel.

#incommunicado, das neue Hörbuch – Teil 13

Es ist Dienstag, 14:20 Uhr, Zeit für #incommunicado.

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Dieses Hörbuch basiert auf #incommunicado, einem Roman von Michel Reimon, ist gesprochen von Fabian Neidhardt und Dennis Kröger, aufgenommen bei Rockinson unter der Aufnahmeleitung von Maikl Robinson.
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