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Autor: Fabian Neidhardt (Seite 99 von 317)

Was übrig bleibt: „Ich stapelte, lötete und schweißte Gedanken aneinander in der Hoffnung auf ein Konstrukt, das mir…“

“Ich stapelte, lötete und schweißte Gedanken aneinander in der Hoffnung auf ein Konstrukt, das mir stabil erscheinen würde. Tragfähig.”

DZ – Selim Özdogan
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Was übrig bleibt: „(4) Ich kann sagen, dass ich in meinem Leben nichts getan habe, was ich nicht wollte. Wenn ich…“

(4)

Ich kann sagen, dass ich in meinem Leben nichts getan habe, was ich nicht wollte. Wenn ich unfreiwillig etwas getan habe, weil ich Geld verdienen musste zum Beispiel, habe ich mir immer Arbeiten gesucht, die keinen Geist erforderten, rein körperlich waren. Lieber habe ich am Existenzminimum rumgekrebst, als etwas zu tun, was mit Unfreiheit verbunden war. Illustrationen im Auftrag anzufertigen war ein Grenzfall, weil ich schon vor Ende meines Studiums nicht mehr malen wollte. Diese Sachen haben mich immer sehr unglücklich gemacht. Schreiben wollte ich immer.

Arbeit und Struktur – Wolfgang Herrndorf
Originalpost auf „was übrig bleibt“ http://ift.tt/1pPYSsY

Elf Antworten von Christian

Post von Christian Wöhrl. Eigentlich wollten wir uns auf der Buchmesse in diesem Jahr treffen, leider habe ich es nicht geschafft, dorthin zu fahren. Aber er schickte mir einen Brief samt einer Postkarte und dem Button des Verlagshauses J. Frank in Berlin, dessen Logo ja perfekt zu mir passt. Im gleichen Brief waren aber auch die Antworten für meine elf Fragen  drin, mit der ausdrücklichen Erlaubnis, sie zu scannen (nicht abzutippen!) und hier im Blog zu präsentieren.  Hier also die Antworten von Christian. Wo bleiben eigentlich die anderen? Achja und weil man die Fragen eh nicht weiß, davor nochmal die Fragen. Danke Christian, für den Button und den Brioef und die Antworten!

  1. Warum online schreiben?
  2. Was ist die beste Motivation morgens aufzustehen?
  3. Beschreibe den Geschmack von Wasser.
  4. Erinnerst du dich an ein gutes Kinderbuch?
  5. Mit welchem Schreibutensil schreibst du am liebsten?
  6. Gibt es für jedes Gefühl ein Wort?
  7. Mit wievielen Menschen redest du täglich im Durchschnitt?
  8. Wann hast du das letzte Mal gelächelt?
  9. Wie alt ist das Kind in dir?
  10. Welche Regel hat du zuletzt gebrochen?
  11. Wieviel Zeit haben dich die Antworten gekostet?

Elf Antworten für das A&O. Ein Blogstöckchen.

Das A&O hat mir ein Stöckchen zugeworfen. Abgerichtet wie ich bin, greife ich danach, beantworte ihre elf Fragen und werfe es dann weiter.

1. Was ist die Geschichte zu deinem Blogtitel?

Der Blogtitel ist: mokita. das sprechen & das schreiben. Das teilt sich auf in Haupttitel und Untertitel. Der Haupttitel mokita ist ein Wort aus Papua-Neuguinea und bedeutet wörtlich übersetzt:

Die Wahrheit, die jeder kennt, aber keiner ausspricht.

Das Wort begleitet mich seit Jahren und war lange Zeit auch der Arbeitstitel meines ersten Romanes. Und irgendwie kommt mir dieses Thema – Wahrheiten, die da sind, aber keiner darüber spricht – immer wieder ins Bewusstsein. All die Tabus und festgefahrenen Gewohnheiten, die sich in einer Gesellschaft ansammeln. Wow. Jedenfalls, das steckt hinter mokita. Und kommt deshalb auch oft in den Romanen und Texten und Blogposts vor.

Der Untertitel „das sprechen & das schreiben“. So ziemlich alle Tätigkeiten fallen in diese beiden Begriffe. Vom Romane schreiben über das Bloggen hier und Kurzgeschichten über das Synchronisieren und Workshops geben bis hin zur Straßenpoesie: Alles ist sprechen & schreiben.

2. Wenn dein Blog eine Person wäre, welche Klamotten hätte sie an?

Sneaker. Jeans. Shirt ohne Aufdruck. Hoodie. Mokita will sich wohl fühlen, nicht gut aussehen.

3. Na gut, noch eine leichtere Frage fürs Fun-Fact Kapitel: Was hast du gerade an?

Sneaker. Jeans. Polo-Hemd. Strickpullover.

4. Du kannst jetzt deinen Blog in zwei oder vier Sätzen vorstellen, die sich reimen. Wie geht dein Blog-Reim?

Auf diesen digitalen Seiten

geht es um das sprechen und das schreiben.

Um’s Leben und was sonst passiert,

alles wird dann hier notiert.

5. Wieviele andere Blogs hast du in deinem Reader abonniert?

Etwa 266. Aber ähnlich wie bei Twitter lese ich dann nicht alles, sondern selektiere nochmal während des Lesens.

6. Was siehst du wenn du genau jetzt nach links, nach rechts und nach oben schaust?

Links: Schwarztee und Bücher. Rechts: Mein Drucker und alle möglichen Papiere und Sachen am rechten Ende des Schreibtisches. Oben: Dunkle Vorhänge.

7. Welche Farbe hat das Cover des Buches, das du gerade liest?

Blau in verschiedenen Tönen. Es ist die Büchergildenedition von 1913 von Florian Illies.

8. Wusstest du die Antwort ohne nachzuschauen?

Klar. Ich glaube, ich habe zu fast jedem Buch in meinen Regalen die Farbe des Umschlages im Kopf.

9. Morgen um 19:25 werde ich …

keine Ahnung. Vielleicht im Theater sitzen.

10. Der Dauerbrenner ab jetzt, bis es eine “Lösung” gibt: Was wäre die bessere Bezeichnung für “Blogstöckchen”?

Was genau ist an Stöckchen so schlimm? Ich mag dieses Bild, wie wir Blogger diesen Dingern hinterherhecheln.

11. Was ist dein Lieblingswort?

Derzeit und schon seit längerem:

also,

Also leitet nicht nur eine Geschichte ein, also steht am Ende auch für das Zusammenfassen der Gedanken. Also steht am Ende und am Anfang von Geschichten. Also beginnt und führt zum Ende. Welches Wort ist passender für das sprechen und das schreiben.

Soweit zu den Fragen, Danke für’s stellen 🙂 Jetzt geht’s weiter:

  • Beantwortet meine elf Impulsfragen. Ihr dürft sie euch passend biegen.(Ich habe damit auch beim nicht eingefügten Bild schon angefangen ;)).

  • Baut das Best Blog Award-Bildchen ein und verlinkt es mit demjenigen der es euch verliehen hat bzw. verlinkt auf den Artikel des Werfers / der Werferin. (habe auch ohne Bild zahlreich verlinkt :))

  • Verfasst elf neue Fragen, spielt damit und reicht das Best Blog Blogstöckchen an Blogger eurer Wahl weiter, es können auch weniger sein.

  • Gibt hier im Kommentar Bescheid, wenn Dein Beitrag fertig ist.

 

Hier die Fragen:

  1. Warum online schreiben?
  2. Was ist die beste Motivation morgens aufzustehen?
  3. Beschreibe den Geschmack von Wasser.
  4. Erinnerst du dich an ein gutes Kinderbuch?
  5. Mit welchem Schreibutensil schreibst du am liebsten?
  6. Gibt es für jedes Gefühl ein Wort?
  7. Mit wievielen Menschen redest du täglich im Durchschnitt?
  8. Wann hast du das letzte Mal gelächelt?
  9. Wie alt ist das Kind in dir?
  10. Welche Regel hat du zuletzt gebrochen?
  11. Wieviel Zeit haben dich die Antworten gekostet?

Diese Fragen gehen erstmal an jeden, der sie beantworten will. Sehr freuen würde ich mich bei Christian, den Erlebniskonservierer, den Kerl von Jahre wie Momente, die Träumerin von heute waren viele und Andreas. Ich bin gespannt!

Horst Evers – In Rheine, frei interpretiert von mir.

Letztes Jahr zur Buchmesse in Leipzig saß ich eines Abends mit Christian bei einer Primavista Lesung von Oliver Rohrbeck und Detlev Bierstedt. Ja, das sind die Stimmen von Justus Jonas und George Clooney. Und bei so einer Lesung bringt das Publikum Texte mit, aus welchen die Sprecher dann einige auswählen und vortragen. Und Bierstedt liest diesen Text über ein Restaurant in Rheine und zusammen mit den anderen Gästen bepisse ich mich vor lachen. Da nie erklärt wurde, von wem der Text war und wie er hieß, musste ich eine Weile suchen, bis ich herausfand, dass der Text schlicht „In Rheine“ heißt und von Horst Evers ist. Zu finden zusammen mit anderen tollen Texten in „Gefühltes Wissen„. Also, Buch gekauft, Text gelernt und kurz danach einmal auf einer Sprechplattform dargeboten. Dann knapp ein Jahr nichts damit gemacht. Und jetzt vor ein paar Wochen bin ich dann spontan auf die Bühne und hab das, was noch im Kopf war, wiedergegeben. Ist nicht ganz Wortgetreu und Ton und Bild sind eher mau, aber das Gefühl kommt rüber. Danke Philipp fürs Filmen! Viel Spaß!