Auf der Longlist des Buchblog Awards 2017 #bubla17

Dieses Jahr gibt es zum ersten Mal den Buchblog Award. Dieser Blog steht dabei zusammen mit wahrscheinlich allen anderen deutschen Buchbloggern/Bookstagrammern/Booktubern/Podcaster auf dieser Liste. Ihr könnt also für mich voten, denn per Vote entscheidet sich, wer auf die Shortlist kommt. Ihr könnt euch aber auch durch dieses breite Angebot an anderen Blogs klicken, neue Lieblinge entdecken und eure Lesezirkel erweitern. Das ist für mich das Spannende an diesem Projekt: Zu zeigen, wie vielfältig das Programm derer ist, die über Literatur berichten. Viel Spaß!

Meine Stimme für den „Das Debüt 2016“ Bloggerpreis.

Der Literaturblog „Das Debüt“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Debütromane näher zu beleuchten und die Perlen unter ihnen hervorzuheben. Um dieser Aufgabe noch stärker nachzukommen, gibt es dieses Jahr erstmals einen Bloggerpreis für das beste deutschsprachige Debüt aus diesem Jahr. Dafür bin ich zusammen mit 20 weiteren Literaturbloggern Teil der Jury.

Über das Jahr hinweg haben wir insgesamt 50 Titel eingereicht. Das Team hinter Das Debüt hat daraus eine Shortlist erstellt und jeder Blogger hat nun eine Stimme, die er einem dieser Romane geben kann. Folgend also eine natürlich hoch subjektive Kurzmeinung zu jedem Shortlistitel in Lesereihenfolge (ausführliche Rezensionen sind oder werden verlinkt) und meine Punktevergabe.

Blauschmuck von Katharina Winkler. Die Geschichte des Lebens eines türkischen Mädchens, samt erster Liebe, gewaltvoller Ehe und der Flucht in den Westen ist nicht neu, aber die bildhafte, sehr verdichtete Sprache bringt mir das Erzählte so schmerzhaft nah, dass ich nicht aufhören konnte, zu lesen und extrem vielen Menschen davon erzählt habe.

Nachts ist es leise in Teheran von Shida Bazyar. Eine Familiengeschichte samt Flucht aus dem Iran nach Deutschland, über 40 Jahre und aus vier verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Hat mich immer wieder an Blauschmuck erinnert, weil die Thematik eine ähnliche ist. Bazyar setzt ihre Sprache extrem spannend ein und gibt nicht nur eine Wahrheit, sondern eine Bandbreite an Gefühlen für ein Land, eine Kultur und sich selbst. Hat mich mitgenommen und mir ein neues Land gezeigt, hat viel Spaß gemacht.

Weißes Rauschen oder Die sieben Tage von Barsdorf von Uli Wittstock. Ein extrem zersplittertes Mosaik , das Bild einer Kleinstadt in Momentaufnahmen, aufgehängt an einen Mord. Klar liest man, weil man wissen will, wer’s war. Es gab tolle und lustige Momente. Aber im Ganzen war mir die Szenerie zu kleinteilig, der Erzähler zu zerstreut, redefreudig und inkonsistent und leider auch das Lektorat des Romanes nicht sauber genug.

Ymir oder Aus der Hirnschale der Himmel von Philip Krömer. Eine Phantasterei, eine Expedition dreier Gesandter aus Deutschland in ein scheinbar bodenloses Loch in Island knapp vor dem 2. Weltkrieg. Erinnerte hier und da an Jules Verne und von der Sprache an etwas zwischen Tristram Shandy und den Zamonien Romanen von Walter Moers. Unterhaltsam, aber auch hier zeigt mir der Erzähler zu sehr, wie toll er ist. Ich will selbst denken können, mitraten und meine Assoziationen haben können. Das wird mir hier nicht erlaubt. Deshalb blieb es für mich eine nette Geschichte, die bei einem minimalerem Erzählstil sich hätte mehr entfalten können.

Weißblende von Sonja Harter. Tja, was? Vielleicht eine im verstörendstem Sinne Coming-of-Age Geschichte, ein Einblick in das Erwachsenwerden in der Blase des kleinen Dorfes der Protagonistin. ich brauchte eine Weile, bis ich auf den kalten, lethargischen Ton der Erzählung klargekommen bin, dann wollte ich nicht mehr davon weg.

Vielleicht lag es an der Lesereihenfolge, vielleicht einfach an dem Gefühl, das Katharina Winkler mit ihrem Roman in mir ausgelöst hat. Für mich war es, bevor ich die anderen vier las, neben Ted Chiang, das Buch des Jahres. Überhaupt. Das hat sich auch nach der Lektüre der anderen nicht mehr geändert, obwohl Weißblende von Sonja Harter sehr sehr knapp auf Platz Zwei steht. Also: Meine Stimme für Das Debüt 2016 geht an Katharina Winkler mit Blauschmuck.

Und nun bin ich gespannt, wie die anderen Stimmen ihre verteilen. Am 15. Dezember wird dann der Sieger bekannt gegeben, natürlich auf Das Debüt, welches auch Interviews mit den Schortlistautoren geführt und sowieso extrem viel Liebe und Herzblut in dieses Projekt gesteckt hat. Ich freue mich, dass ich dabei sein darf. Danke!

Update:

Mit knappem Vorsprung vor Philip Krömer hat Shida Bazyar „Das Debüt 2016“ gewonnen. Gratulation!

Ein Fragebogen über das Lesen und meine Antworten.

Vor einer Weile habe ich die Frage, warum ich lese, schon beantwortet. Tobi von Lesestunden will es genauer wissen und hat einen ganzen Katalog an Fragen gestellt. Bei Yvo habe ich ihre Antworten gefunden. Hier sind meine.

Warum liest du?

Ich stehe auf Geschichten. Ich will wissen, was passiert. Will wissen, wie es weitergeht. Will mitgerissen werden. Will erleben. Und eine schöne Art, dies zu tun, sind Bücher.

Was liest du? Welche Genres bevorzugst du? Liest du auch Klassiker?

Alles, was mich anspricht. Dann hat das Genre kaum mehr eine Bedeutung. Mein Goodreads-Profil pflege ich einigermaßen konsequent seit etwa drei Jahren und spiegelt das wieder. Wobei es eine Tendenz zu Gegenwartsliteratur, Coming-of-Age und SF/F gibt. Es gibt, ähnlich wie bei der Musik, wenig Dinge, die ich von vorneherein ablehne: Regionalkrimis und Texte über Fußball. Sachbücher lese ich extrem selten.
Welche Autoren favorisierst du? Oder hast du keine bevorzugten Autoren?

Klar. Wenn ich ein Buch eines Autor gut finde, dann lese ich auch gern die weiteren von ihm. Das trifft aber auf viele zu. Mich hinsichtlich meines Lese- (und Schreib)verhaltens geprägt haben mich aber Stephen King und Nick Hornby. Von ihnen habe ich fast alles gelesen. Nur die Bücher über Fußball nicht.
Wo liest du überall? Nur Zuhause, nur in der S-Bahn, überall, …?

Überall. Ich habe immer ein Buch dabei. Mindestens eines. Meist noch ein Hörbuch auf dem iPod.

Liest du viel oder wenig? Wie viel Zeit verbringst du in der Woche mit Lesen? Wie viele Bücher liest du im Schnitt pro Monat/Jahr?

Naja, kommt auf den Kontext an. Wenn ich viel Zeit in der Bahn verbringe, dann lese ich ein Buch pro Woche. Wenn ich aber gerade selbst am Schreiben bin, dann dauert es manchmal Monate, bis ich ein Buch durch habe. Ich schätze, pro Jahr lese ich um die 40 Bücher.

Machst du auch längere Lesepausen?

Grundsätzlich vom Lesen oder innerhalb eines Buches? Grundsätzlich kaum, ist immer eines dabei. Innerhalb eines Buches, wenn das Buch es nicht schafft, spannender zu sein, als der Rest, der hier liegt.
Liest du schnell oder langsam? Wie viele Seiten liest du ungefähr in einer Stunde?

Zu schnell. Ich muss den Wert von Atmosphäre immer wieder neu schätzen lernen. Wie gesagt, ich stehe auf die Geschichte und will wissen, wie es weitergeht. Deshalb lasse ich mir auch gerne Geschichten vorlesen.

Wie viele Bücher liest du in der Regel gleichzeitig?

Gleichzeitig nie. Wenn, dann schieben sich Bücher in die Lesepausen von anderen.

Welche Formate bevorzugst du? Taschenbücher, gebundene Bücher, broschierte Bücher, Prunkausgaben?

Da ich sie immer dabei habe, meist Taschenbücher.

Legst du Wert auf eine hochwertige Verarbeitung deiner Bücher? Spielt die Optik des Buches eine Rolle für dich?

Ja. Manche Bücher habe ich nur deshalb. Auf der anderen Seite zerlese ich meine Bücher auch. Man sieht ihnen an, dass sie geliebt werden.

Liest du auch Ebooks? Wenn ja wie oft und welche Bücher?

Viele englischsprachige Bücher habe durch die Humble Book Bundles bekommen, diese lese ich dann als eBook. Einzeln kaufen würde ich mir ein eBook nie. Ich will Bücher anfassen können.

Wo versorgst du dich mit neuen Büchern? Beim Buchhändler ums Eck? In der Bibliothek? Aus dem Bücherbus?

Da, woauchimmer sie herkommen. Das Ding ist, hier liegen sowieso zu viele Bücher rum, die noch gelesen werden wollen. Das heißt, ich versuche mich mit dem versorgen zurückzuhalten. Aber wenn mich ein Buch irgendwo anlacht, nehme ich es mit.
Kaufst du auch gebrauchte Bücher?

Fast nur. Viele Neuerscheinungen erhalte ich als Rezensionsexemplar durch Verlage. Wenn ich dann aus irgendeinem Grund ein Buch haben möchte, welches nicht mehr neu ist und noch nicht hier liegt, dann gebe ich lieber einem alten Buch eine Chance, als ein Neues in den Umlauf zu bringen.

Wieviel bist du bereit für ein gutes Buch auszugeben?

39.90? Nein, keine Ahnung. Das kommt auf das Buch an, die Gestaltung, den Kontext.

Verleihst du Bücher? Wenn ja an wen und welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

Ja, an jeden der fragt. Seit Jahren stempele ich meine Bücher zwar mit meinem Namen, was aber nicht heißt, dass sie trotzdem immer zurückkommen. Aber das ist in Ordnung. Sollen sie andere Menschen glücklich machen.

Wie viele Bücher hast du im Schnitt auf deinem Stapel ungelesener Bücher? (Alternativ: wie viele Regale ungelesener Bücher hast du?)

Geschätzte 420.

Wo bei dir Zuhause hast du überall Bücher?

Überall. Im Wohnzimmer eine ganze Wand, im Rucksack immer eines. Auf dem Nachttisch, als Stütze für meinen Stehtisch, neben mir als Haufen, auf dem Klo.

Wie sortierst du deine Bücher im Regal?

Nach Farbe.

Was nutzt du als Lesezeichen? Oder knickst du die Seiten ein?

Lächel-Gutscheine. Sie bleiben auch in den Büchern. Die Seiten knicke ich, wenn ich etwas in den Büchern markiere.

Wenn du mit dem Lesen pausierst, liest du dann das Kapitel immer zu Ende oder hörst du auch mal mittendrin auf?

Auch mittendrin. Die Geschichte ist immer Teil des restlichen Lebens, sie wird nicht in Kapitel geteilt.

Worauf achtest du beim Kauf eines Buchs? Was für Kriterien muss ein Buch erfüllen, damit du es dir kaufst? Spielt der Verlag eine Rolle?

Nur eines, es muss mich interessieren. Der Verlag spielt in sofern eine Rolle, dass ich mir gänzlich unbekannten Verlagen erstmal skeptisch bin. Ansonsten nicht.

Wirfst du Bücher in den Müll?

Nein. Wir haben in meinem Viertel eine gute Kultur wilder Bücher.

Wie belesen ist dein Bekannten- und Freundeskreis? Kennst du Menschen, die kein Buch besitzen?

Ich kenne Menschen, die kein gesondertes Bücherregal besitzen. Aber niemanden, der überhaupt kein Buch hat.

Was für eine Rolle spielen Bücher in deinem Berufsleben?

Welches Berufsleben? Ich lebe ein Leben und Teile davon verbringe ich mit Sachen, bei denen ich Geld verdiene. Dabei habe ich in Teilen mit Büchern zu tun. Und dann richtig. Manchmal schreibe ich sie. Manchmal gebe ich Führungen im Literaturmuseum der Moderne. Manchmal bringe ich Menschen, die Bücher schreiben, das Vorlesen bei.

Brichst du Bücher ab, wenn dir der Inhalt nicht zusagt?

Sehr selten. Ich will wissen, wie es weitergeht. Und ich habe immer Hoffnung.

Bittet man dich im Freundes- und Bekanntenkreis um Buchtipps?

Manchmal ja. Meist drücke ich den Leuten dann auch gleich das Buch in die Hand.

Wenn deine Bücher plötzlich alle verloren gehen (z.B. Feuer, Hochwasser, böse Fee, …), welche drei Bücher würdest du dir sofort neu bestellen?

Gar keines. Die Erinnerung an sie, was sie mit mir gemacht haben, was sie ausgelöst haben, das kann nicht verloren gehen. Und das ist viel wichtiger. Aber wenn ich sie dann irgendwann irgendwo entdecke, dann hole ich sie mir wieder.

Gehören ein Heißgetränk und Kekse zum Leseabend?

Nein, nicht zwingend. Aber wenn, dann Tee.

Hörst du während dem Lesen Musik, oder muss bei dir völlige Stille herrschen?

Geht beides. Ich kann auch in der Schlange bei der Post, im Auto oder im Zug lesen. Nur manche Stimm- und Sprechformen ziehen so viel Aufmerksamkeit, dass es nicht mehr geht. Dann lieber Musik.

Liest du Bücher mehrmals? Wenn ja welche und warum?

Was ich mir etwa jedes Jahr als Hörbuch anhöre, ist Die Bibel nach Biff von Christopher Moore, gelesen von Simon Jäger und Der Anschlag von Stephen King, gelesen von David Nathan. Ich liebe sowohl die Texte, als auch ihre Leser. Ich habe jedes Mal Spaß dabei. Und lerne jedes Mal Neues.

Markierst du dir Stellen in einem Buch? Wenn ja wie?

Mit dem Stift, der gerade zur Hand ist, wird markiert und dann gibt es noch ein Eselsohr. Und nach dem Lesen trage ich die Stellen bei meinem eigens dafür existierendem Tumblr-Blog ein: Was übrig bleibt.

Anleitung: Wie man auf Startnext spendet.

Seit anderthalb Monaten läuft meine Startnext-Kampagne für das #incommunicado-Hörbuch. Bei allem positiven Feedback sind solche Kampagnen auch extrem zermürbend.

Eine Sache, die ich in diesen sechs Wochen oft gehört habe, ist, wie kompliziert es ist, auf Startnext zu spenden.

Ja, ein Projekt auf einer Crowdfundingseite zu unterstützen ist nicht so einfach, wie bei Amazon mit einem Klick etwas zu bestellen. Aus gutem Grund, Startnext steht dafür gerade, dass die Projekte, aber auch die Unterstützer abgesichert sind. Projekte hätten ein Problem, wenn jemand erstmal eine große Summe bereitstellt, diese aber dann plötzlich zurückzieht. Unterstützer wollen ihre Bankdaten nicht jedem geben. Damit all das gewährleistet ist, gibt es dieses System.

Damit ihr trotzdem die Projekte, die euch am Herzen liegen, unterstützen könnt, habe ich diese Anleitung geschrieben:

  1. Auf Startnext registrieren
    Am oberen rechten Rand befindet sich der Button zur Registrierung.
    Bei einem verfügbaren Facebook oder Google+ Account könnt ihr euch damit anmelden. Oder ihr macht es ganz klassisch per Mailadresse, Name und Passwort (Wenn ihr euch bei einem guten Passwort schwer tut, nehmt eine Passphrase). Dann müsst ihr noch eure Mailadresse bestätigen. Dafür geht ihr in euren Mailaccount und findet diese Nachricht. Dort müsst ihr auf den Link klicken, damit Startnext weiß, dass das wirklich eure Mailadresse ist.
    Damit habt ihr ein Profil auf Startnext. Gratulation! Ihr könnt das noch mit Bild und mehr Infos versehen, ist aber nicht notwendig. Jetzt geht ihr zu dem Projekt, das ihr unterstützen wollt.
  2. Unterstützung aussuchen

    Auf jeder Projektseite gibt es rechts neben dem Projektvideo die Auflistung der Dankeschöns (auf anderen Plattformen werden sie auch „Rewards“ genannt). Ihr habt hier zwei Möglichkeiten, entweder unterstützt ihr mit einem freien Betrag, oder ihr sucht euch eines (oder mehrere) der Dankeschöns aus.
    Wenn ihr sie ausgewählt habt, kommt ihr in sowas wie den Kassenbereich.
  3. Bezahlen
    Hier seht ihr die Übersicht eurer gewählten Dankeschöns (a). Dann entscheidet ihr die Bezahlmethode (b). Bedenkt, dass Geld wird immer erst dann abgebucht, wenn das Projekt wirklich erfolgreich finanziert ist. Deshalb ist eine Crowdfundingseite auch komplexer aufgebaut, als ein einfaches Spendenformular.
    Dann werdet ihr im gelben Bereich dazu aufgefordert, Startnext selbst zu unterstützen (c). Ob ihr das macht, sei euch überlassen. Dann seht ihr den Gesamtbetrag (d), der sich aus euren Dankeschöns und euren Beitrag für Startnext zusammensetzt. Den Haken für den Newsletter müsst ihr nicht setzen, aber den Nutzungsbedingungen müsst ihr zustimmen, sonst geht es nicht weiter. Dann müsst ihr nur noch auf den grünen Button (f) klicken. Daraufhin öffnet sich ein Fenster, bei der ihr je nach gewählter Bezahlmethode eure Daten eingeben müsst, damit das Geld bei erfolgreicher Finanzierung abgebucht werden kann.

Das war’s! Ihr seht, mit ein wenig Geduld kriegt man auch das hin. Wenn ihr euch gleich mal ausprobieren wollt, schaut euch mein Hörbuch an, ich freue mich, wenn wir das zusammen hinbekommen.

Kommentar zu „Wa(h)re Worte“ – Nina Georges Rede bei den Buchtagen 2016 in Leipzig.

Vor ein paar Tagen fanden in Leipzig die Buchtage statt, bei deren Eröffnung die Autorin Nina George eine Rede gehalten hat, die mittlerweile durch die sozialen Netzwerke zieht. Dabei geht es um den Wert von Worten, symbolisch, aber auch ganz substanziell.

Mir geht es gar nicht darum, ob ich mit Frau George einer Meinung bin. Aber den Weg, den sie mit ihren Worten wählt, um auf ihr Fazit zu kommen, sehe ich sehr problematisch. Hier ein paar Gedanken und Kommentare zu ausgewählten Zitaten. Es ist sinnvoll, zuvor die Rede komplett gelesen zu haben.

Frau George vermischt in ihrer Rede mehrere Argumentationslinien, um mit einer die andere zu untermauern.

So geht es im Mittelteil der Rede um den Verfall des Wortwerts, im jeglichen Sinn. Ich paraphrasiere: Dadurch, dass alles (wenn auch zum Teil illegal) im Internet kostenlos verfügbar ist, hat nichts mehr finanziellen Wert und wird auch nichts mehr ernst genommen. Der ideelle Wert geht genauso verloren: Was im Internet steht (und im Internet stehe alles) sei nichts mehr Wert.

Diese Aussage umrahmt sie mit dem Schicksal von Raif Badawi, welcher wegen Aussagen auf einem von ihm erstellten Onlineforum über Politik und Religion in Saudi-Arabien gefangen genommen wurde. Er wurde öffentlich ausgepeitscht und ihm könnte die Todesstrafe bevor stehen. Wegen Worten, die im Internet zu finden sind. Gerade, weil er im Internet mit seinen Worten so viel Macht hat, so viele Menschen auf demokratischer Ebene erreichen kann, ist nun sein Leben bedroht. Wie soll das ein Argument dafür sein, dass Worte im Internet nichts mehr gelten?

Ein paar Zitate:

Ein Viertel der deutschen eBookleser bedient sich aus illegalen Quellen.

Das kann sein, ich finde dafür keine Quellen. Aber der Satz hat keine Aussagekraft, denn wer sind die „deutschen eBookleser“? Wieviele sind das? Und was bedeutet „bedient sich“?

Die aktuellsten Zahlen, die ich gefunden habe, sagen, dass der Anteil der eBooks 2014 4,3% des gesamten Buchmarktes ausgemacht hat. Die GfK geht mittlerweile davon aus, dass 25% aller Deutschen eBooks lesen. Das wären, mit der Info aus dem Zitat, 5,1 Millionen Deutsche, die sich „bedienen“. Das Problem mit dem bedienen ist, dass dieses Wort nicht in verlorenen Umsatz umdefiniert werden kann. Weil, sobald es etwas kostenlos gibt, greifen wir zu und sammeln. Ob wir es später konsumieren, ist eine andere Frage. Ob wir es gekauft hätten, also auch.

Laut Traffic­analysen der Piraterie-Bekämpfer File Defense und Digimarc ist Deutschland Welt­meister im illegalen Stream und Sharing.

Sowohl File Defense, als auch Digimarc sind keine „Bekämpfer“. Es sind Firmen, deren Geschäftsmodell es ist, illegale Downloads zu verhindern. Natürlich fällt ihnen so eine Aussage leicht, sie wollen ja auch Kunden haben. Zudem umfasst „illegaler Stream und Sharing“ alles: Musik, Spiele, Apps, Filme und eben auch Bücher. Ich finde keine Zahlen, aber ich glaube nicht, dass Bücher hier einen großen Teil ausmachen.

Keine andere Nation bezahlt so ungern für Literatur im Netz wie das Land der Dichter und Denker, pardon, das Land der Daddler und Downloader.

Die Polemik mal ignoriert, woran wird das festgemacht?

Es wird so viel kopiert wie nie zuvor. So viel gratis verschleudert. Mediatheken, Online-Archive, gratis Zeitschriften­artikel, nahezu vollständige Bücher bei Google, Geschenk­downloads, Flatrate-Abos: Immer mehr Menschen nutzen immer mehr Kulturwerke online, ohne dafür zu bezahlen. Rund 330 Millionen Menschen nutzen täglich weltweit illegal distribuierte digitale Kultur for free.

Dies ist das beste Beispiel, wie unterschiedliche Tatsachen miteinander verwoben werden und sie dann gegenseitig bestärken sollen, obwohl sie das nicht tun. Ja, es wird soviel kopiert wie nie zuvor, dies ist unsere Art der Wissensübertragung. Es gibt auch viel mehr Wissen als früher.

Dann kommt die Aufzählung, was alles „gratis verschleudert wird“. Und diese ist falsch. Wir zahlen für die Mediatheken, entweder über die Werbung, die wir sehen, oder über unseren Rundfunkbeitrag. Genauso bei den Online-Archiven und bei den Flatrateabos. Besonders bei letzterem ist eben nichts gratis, ich zahle ja für die Flat. Wer hier aber wie ausbezahlt wird, ist eine andere Sache.

All diese Punkte führen zu der Aussage, „Immer mehr Menschen nutzen immer mehr Kulturwerke online, ohne dafür zu bezahlen.“ Das ist richtig. Weil es immer mehr Kulturwerke gibt, die kostenlos verfügbar sind, ganz legal. Jedes Jahr kommen neue Werke in die Gemeinfreiheit, Heerscharen von Freiwilligen kümmern sich darum, alte Bücher zu scannen und vor dem Vergessen zu bewahren. Millionen Künstler stellen ihre Kunst kostenlos ins Netz. Dies alles ist kein Argument dafür, dass wir alles illegal konsumieren. Hier werden verschiedene Tatsachen und Argumente miteinander verschoben. Der folgende Satz „Rund 330 Millionen Menschen nutzen täglich weltweit illegal distribuierte digitale Kultur for free.“ kann richtig sein, er hat aber nichts mit den Sätzen darüber zu tun.

100 Millionen Menschen hören Musik nur noch via Spotify.

Nein. 100 Millionen Menschen haben einen Account bei Spotify. Heißt nicht, dass sie nur noch dort Musik hören. Ich lehne mich soweit aus dem  Fenster, dass diese 100 Millionen wohl auch jene sind, die weniger CDs oder MP3s kaufen, aber den „Boom der Schallplatte“ produziert haben.

Kostenloser digitaler Kulturkonsum in diesem Umfang bleibt nicht ohne Folgen für die analoge Welt und ihre Strukturen, ob auf wirtschaftlicher, sozialer oder humanistischer Ebene.

Richtig, aber eben nicht in diese Richtung. Die Deutschen geben nicht nur immer mehr Geld aus, sie geben auch immer mehr Geld für Kultur und Unterhaltung aus. Die ganzen Aussagen über den Wertverfall der Kultur sind nicht haltbar. Im Gegenteil, aber dazu bei einem anderen Zitat mehr.

Nicht mehr die Leistungen der Schöpfer werden respektiert und honoriert, sondern die „Leistung“ des Werk-Vermittlers.

Ist das bei physikalischen Büchern nicht genauso? Geht nicht der größte Anteil jedes verkauften Buches an den Buchhändler? Und ist das nicht gerechtfertigt, denn sie sind die Gatekeeper.

Und unter Millionen Titeln wird das einzelne zum Pixelklecks, sogar die Zehn Gebote sind da nicht mehr als drei witzlose Tweets.

Wie in einer gut geführten Buchhandlung auch, wo ich viel zu viele Titel sehe, um mich wirklich alleine entscheiden zu können.

Autorinnen, die diese luftigen, flüchtigen Pixelkleckse erarbeiten, sind für den User bestenfalls virtuell, meist egal. So, wie uns die Kaffeebauern egal sind.

Das ist falsch. In beiden Beispielen. Ich trinke keinen Kaffee, aber bei meinem Tee achte ich genau darauf, welche Sorte ich trinke. Bei Büchern genauso. Ich will nicht irgendwas lesen. Ich suche „meine“ Autoren.

Das Kommentarkürzel TLDR, „Too long, did’t read“ ist das Symptom einer Selbst-Verdummung, alles in Häppchen am Bildschirmchen lesen und bewerten zu wollen. Mehr Wörter dürfen es für die meisten nicht sein! – und wer will für diese Handvoll Wörter schon wirklich zahlen?

Sind wir wieder im Jahr 2010? Weil wir in meiner Wahrnehmung diesen Punkt schon lange überschritten haben. Verlagshäuser probieren sich an verschiedenen Methoden der Monetarisierung, seien es freie oder erzwungende Paywalls. Lange Texte, sogenannte Longreads, gewinnen an Bedeutung, selbst Twitter denkt immer wieder über das Aufheben der 140 Zeichen-Begrenzung nach.

Hören Sie zum einen auf zu hoffen, sein [des Wortes] analoger Wert sei unfallfrei ins digitale zu übertragen. Das ist zurzeit nicht möglich.

Richtig, das ist ja auch gut so. Unsere digitalisierte Kultur eröffnet neue Wege und Möglichkeiten. Diese sind mit alten Verfahren nicht zu begehen. Das haben wir bemerkt, also arbeiten wir daran, die Vorteile für uns zu nutzen.

Ein Buch kann den Kollektivkonsens des digitalen Raums niemals befriedigen.

Es gibt keinen Kollektivkonsens. Im Gegenteil, jeder hat eine demokratisch hörbare Stimme. Jeder kann reden. Sonst würden Ihnen, Frau George, die „Trolle“ und negativen Stimmen im Gegensatz allen Ihnen entgegenschallenden positiven Stimmen gar nicht auffallen.

Sie werden die Blogbeiträge von Raif Badawi, wegen derer er verhaftet wurde, übrigens nie wieder im Internet finden. Sondern: Im Buchhandel.

Ja, weil sie im Internet gewissen Mächten zu gefährlich wurden. Sie sind nicht weg, weil sie unbedeutend und kostenlos waren. Sondern weil sie frei verfügbar so vielen zugänglich waren.

Verstehen Sie mich nicht falsch, Frau George, auch ich sehe viele Probleme und Risiken, mit denen wir umgehen müssen. Aber eine digitalisierte Kulturlandschaft ist hierbei nicht das Übel, sondern der Weg, auf dem wir laufen lernen müssen.

Nachtrag 28. Juni 2016:

Nina George schrieb mir:

(…) [Ich] würde mich freuen, wenn Sie diese Lese-Liste jenen anbieten, die noch eine dritte Stimme neben den unsrigen zum Abgleich meiner Thesen wünschen.

Dem komme ich hiermit nach. Folgend also die Links, die Nina George mir geschickt hat. Die gleiche Liste findet sich mittlerweile auch unter ihrer Rede auf der Seite des Börsenblatts.

Aber ich möchte darauf hinweisen, dass diese Links genauso kritisch und genau gelesen werden sollten, wie alles andere auch.

Nur als Beispiel, der Artikel über den Gutenberg 3.6 Piracy Report zitiert diesen Report, den man mittlerweile nicht mehr online findet, die Homepage dazu existiert nicht mehr. Ich kann die Aussagen also nicht verifizieren. Weiter sind die Autoren des Reports, Manuel Bonik und Dr. Andreas Schaale, Inhaber einer Firma, die versucht, Piraterie zu bekämpfen. Da werden sie schon einen Report gemacht haben, der zeigt, dass ihre Firma sinnvoll ist.

Nun aber ohne weitere Kommentare die Links, die Nina George mir geschickt hat. Ihr seid nicht dumm. Macht euch selbst einen Eindruck.

Themenkomplex Plattformregulierung und Intermediäre:

http://gema-politik.de/gastbeitrag-stefan-herwig/

http://gema-politik.de/europaabgeordnete-fordern-klarstellungen-bei-der-verantwortlichkeit-von-online-plattformen/

Themenkomplex Internet, Hyperkapitalismus, Ausbeutung menschlicher Leistung und digitale Entfremdungen:

http://www.zeit.de/kultur/2016-06/entschleunigung-internet-tariq-krim

http://www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de/445722/?aid=800948

http://www.sueddeutsche.de/politik/hyperkapitalismus-und-digitalisierung-die-totalausbeutung-des-menschen-1.3035040-2

Themenkomplex Piraterie:

http://www.gvu.de/oeffentlichkeitsarbeit/publikationen

https://tarnkappe.info/gutenberg-3-6-ebook-piracy-report-erschienen/

http://creativefuture.org/new-study-the-size-and-scope-of-global-internet-piracy-is-on-the-rise-video/#

Led Zeppelin, The Walking Dead & Co. – 5 Beispiele, warum wir über das Urheberrecht reden müssen.

Erst hört es sich so einfach an: Du machst ein Buch, einen Song, einen Film, ein Bauwerk, irgendeine Art von Kunst, also gehört es dir. Du hast das Urheberrecht und keiner darf es als seines ausgeben oder verkaufen, ohne dich daran zu beteiligen. Das Recht der Kopie, das Copyright liegt bei dir.  Und dann ist es eben überhaupt nicht einfach.

Kunst entsteht nicht aus sich heraus. Kunst ist inspiriert, vom Leben, vom Ereignissen, von schon existierender Kunst. Aber wann ist etwas inspiriert, wann ist es geklaut? Was passiert, wenn der Schöpfer stirbt, wem gehört es?

Die jeweiligen, in jedem Land nochmal unterschiedliche Gesetze werden zwar immer wieder verändert, sie kommen aber mit der schnellen Entwicklung unseres Verständnisses von Kreativität und Kultur nicht hinterher. Die heute gültigen Gesetze können nicht abdecken, was an Kreativität im digitalen Umfeld produziert wird. Fast jedes GIF verletzt das Copyright.

Hier sind 5 weitere Beispiele, die zeigen, warum wir dringend über das Copyright reden müssen:

  1.  „Stairway to heaven“ von Led Zeppelin
    David Pachali von iRights.info hat mich darauf aufmerksam gemacht, also zitiere ich ihn:

    Vergangene Woche hat der Prozess im Plagiatsstreit um Led Zeppelins „Stairway to Heaven“ begonnen. Falls die Band den Streit verliert und die Schutzschwelle gesenkt werde, würden damit am Ende die drei großen Majorlabels und Musikverlage gestärkt, meint der Kommunikationswissenschaftler Aram Sinnreich. Diese hätten dann ein neues Instrument, um gegen musikalisches Schaffen außerhalb ihrer Kataloge vorzugehen.

    Wenn ihr könnt, lest euch durch den englischen Artikel, der ziemlich genau aufzeigt, wieso Led Zeppelin eigentlich nicht verlieren kann und warum Led Zeppelin auch nicht verlieren darf.

  2. „The Walking Dead“
    Ich zitiere René von Nerdcore:

    Bigtime-Bullshit-Alarm von AMC, dem Sender mit den Walking Deads und den Breaking Bads und den Preachers. Die drohen der Fan-Website The Spoiling Dead mit dem Anwalt, weil die spoilern und über zukünftige Handlungsverläufe spekulieren. Genauer: AMC schickte denen einen Cease and Desist-Letter (sowas wie eine Unterlassungsaufforderung) und droht mit Klage, falls die Website ihre Spekulationen über das Opfer von Negan und seiner stacheldrahtbehafteten Lucille-Baseballschlägerin online postet und damit Recht behält, was gegen das Urheberrecht von AMC verstoßen solle.

    AMC versucht also, das Urheberrecht als Knebel einzusetzen, damit keiner verrät, was in der Serie passieren könnte. Was, nebenbei, schon in den Comics erzählt worden ist.

  3. Film Remixes von Scorsese und Kubrik
    Leandro Copperfield hat Filme von Martin Scorsese und Stanley Kubrick zu einem Kurzfilm zusammengeschnitten. Scorsese hat das gesehen und er mags und würde gern mehr sehen.
    Channel Criswell hat einen Video Essay über Filme von Stanley Kubrick gemacht und wird dafür verklagt.
  4. Kraftwerk vs. Pelham
    17 Jahre lang haben Kraftwerk und Moses Pelham einen Rechtsstreit über 2 Sekunden aus einem Kraftwerksong geführt, die Pelham gesampelt hat. Nun hat Pelham größtenteils Recht bekommen.
  5. Madonna vs. Salsoul Orchestra
    Madonna hatte 1990 für ihren Song Vogue ein 0,23 langes Stück aus einem Song der Band Salsoul Orchestra gesampelt. Sie wurde dafür verklagt und hat diesen Rechtsstreit kürzlich gewonnen.

Alle Beispiele sind aus den letzten paar Wochen. Wir sollten darüber reden, wir sollten genug Menschen über die Probleme informieren.

Michel Reimon hat über dieses Thema einen Roman geschrieben, der quasi nebenbei das Copyright erklärt. Damit dieses Thema noch mehr Menschen erreicht, will ich daraus ein Hörbuch machen. Dafür brauche ich aber eure Hilfe.

 

 

Initiativbewerbung als #Zugschreiber 2016 der Bahn

Liebe Deutsche Bahn,

ich bin Fabian Neidhardt, Straßenpoet, Sprecher & Botschafter des Lächelns und hiermit bewerbe ich mich initiativ als #Zugschreiber 2016, ein Stipendium, das es bisher noch nicht gibt.

Seit 1974 gibt es in Deutschland Stadtschreiber, die einen Zeitraum in einer Stadt wohnen, sich dem Schreiben widmen und das Flair und die Atmosphöre der Stadt aufnehmen und in ihren Arbeiten spiegeln. Seitdem sind wir mobiler geworden, wir leben und arbeiten von unterwegs und jeder hat „seine Zeit“. Höchste Zeit also für ein #Zugschreiber-Stipendium der Bahn:

Eine Bahncard 100 für 3 Monate, Übernachtungen in den Bahnhotels und ein Taschengeld, damit man sich auf das Schreiben konzentrieren kann.

Ich möchte die drei Monate nutzen, um mein aktuelles Romanprojekt „Eine Nacht mit genügend Schlaf ist nur eine weitere, an die du nicht erinnern wirst“ zu beenden. Es ist eine Geschichte über das Leben nach dem Tod der großen Liebe, über das „wieder ins Leben treten“. Und wo kann man mehr Leben kon- zentriert erleben, als unterwegs?

Seit 2013 arbeite ich an diesem Roman, er ist Hauptstudienprojekt in meinem Masterstudium Literarisches Schreiben in Hildesheim. In den drei Monaten als #Zugschreiber möchte ich diesem Roman Realität zu verleihen, intensiver ma- chen und ihm den Flair von Unterwegs angedeien lassen.

Falls Sie einen kurzen Lebenslauf und die ersten zehn Seiten dieses Ro- manprojektes nochmals brauchen, melden Sie sich. Falls Sie noch Fragen haben, beantworte ich diese gerne.

Ich freue mich darauf, drei Monate als #Zugschreiber verbringen zu dürfen, in Ihren Zügen zu lernen, zu schreiben und zu wirken.

Lächeln,
Fabian Neidhardt

Elf Fragen 2016

Ansgar wirft ein Stöckchen weiter. Unter anderem an mich. Hier sind meine elf Antworten.

1. Gibt es Vorsätze für das neue Jahr?

Dies ist das Jahr, in dem ich 30 geworden bin. Grundsätzlich kann alles einfach weitergehen, wobei das immer bedeutet, dass sich Dinge verändern. Also, nein, eine Vorsätze für dieses Jahr. Lediglich an den Stellschrauben des Lebens drehen, was aber nichts mit dem Jahreswechsel zu tun hat.

2. Gesellschaftsspiele mit Karten (z.B. ‘Werwolf’) oder Brett (z.B. ‘Lifestyle’)?

Beides! Und zusätzlich Würfelspiele. Aber mit einer Tendenz zu Brettspielen.

3. Ist Google+ die sprichwörtliche „Geisterstadt“?

Ja. Lange nicht mehr dort gewesen. Ist noch nichtmal eine interessante Geisterstadt.

4. Kino oder Theater?

Kino. Mit Theater kann ich leider eher wenig anfangen. Vielleicht aber auch, weil ich viel zu selten dort bin.

5. Welche Lesung einer Autorin/ eines Autors besuchtest du zuletzt?

Jasper Fforde auf der Buchwochen in Stuttgart.

6. Welches literarische Genre liest du momentan am liebsten?

Ich weiß nicht, ob am liebsten, aber derzeit habe ich viele Coming-of-Age Romane gelesen.

7. Gibt es eine Literaturverfilmung, die du empfehlen könntest?

Hearts of Atlantis, nach dem Roman von Stephen King. Vielleicht gerade weil der Film nicht den Anspruch hat, das ganze Buch zu verfilmen, sondern sich auf ein Viertel des Buches beschränkt.

8. Wo warst du zuletzt im Urlaub?

Ich glaube, in Polen. Wahrscheinlich.

9. Welche Kontinente möchtest du zukünftig noch bereisen?

Alle?

10. Wenn du dich beruflich neu aufstellen müsstest, wäre was dein Traumjob?

Ganz neu? Ich hätte Lust, alte Autos zu restaurieren. Oder Pizzabäcker zu sein.

11. Auf welches Event freust du dich im Jahr 2016 gerade am meisten?

Ha. Keine Ahnung. Auf eines, dessen Eintreten noch nicht sicher ist. Und ich auch noch nicht drüber rede.

Meine elf Fragen:

  1. Wie lange sagst du noch „Frohes neues Jahr“?
  2. Wie schmeckt die Erinnerung an Kindheit?
  3. Wann und wo bist du das letzte Mal barfuß durch die Straßen gelaufen?
  4. Wie hieße die Biografie deines Lebens?
  5. Wenn du eine Zeitreise machen, aber nicht mehr zurückkommen könntest, würdest du gehen? Und wenn ja, wohin?
  6. Erinnerst du dich, wie du deine erste Narbe bekommen hast?
  7. Und deine letzte?
  8. Schämst du dich für manche Bücher, Filme, Serien, Musik, die du konsumierst?
  9. Wer ist für dein Schicksal verantwortlich?
  10. Wann sehen wir uns?
  11. Was ist dein „mokita“? Deine Wahrheit, die jeder kennt, aber keiner ausspricht?

Beantworte sie, wer will. Aber sehr freuen würde ich mich über David, Klaus (die Antworten), Sumi, das A & O und der Zeilentiger.

2015 als Fragebogen

Zugenommen oder abgenommen?

An Weihnachten wieder zugenommen, ansonsten relativ konstant geblieben.

Haare länger oder kürzer?

Kürzer! Kürzer als die letzten 12 Jahre. Aber immer noch lang genug.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Ziemlich gleich.

Mehr Kohle oder weniger?

Ungefähr gleich.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Gefühlt ist auch das gleich geblieben. Vielleicht ein bisschen mehr. Ich habe die Erinnerung, mir 2015 öfter mal „was gegönnt“ zu haben.

Mehr bewegt oder weniger?

Durch das pendeln zum Studium definitiv mehr Kilometer in Zügen verbracht. Körperbewegungstechnisch ist das wohl auch gleich geblieben, aber die Motivation, ein wenig mehr zu machen, ist gekommen.

Der hirnrissigste Plan?

Weiß ich nicht. Bisher ist noch keine Ausführung eines Plans in diesem Gedanken geendet.

Die gefährlichste Unternehmung?

Durch Stuttgart mit dem Fahrrad fahren. Das wird von Mal zu Mal brenzliger. Die Menschen hier sind es nicht gewohnt, dass da Fahrräder unterwegs sind. Und der Stadt sind wir ziemlich egal. Ich sehe das mittlerweile als Spiel im echten Leben: Komme sicher durch Stuttgart. Das Basisspiel habe ich durch, die Erweiterung „Baustellen rund um S21“ kann ich auch, bei dem Add-On „Weihnachtsmarkt“ musste ich einmal tatsächlich aufgeben und vom Rad steigen. Unmöglich, da durchzukommen.

Der beste Sex?

Der mit der Einen.

Die teuerste Anschaffung?

War nicht so viel dieses Jahr. Wahrscheinlich sogar die Bahncard 25.

Das leckerste Essen?

Muss eine Pizza gewesen sein. Wahrscheinlich eine selbstgemachte, mit Pepperoni und Mais.

Das beeindruckendste Buch?

Von der Buchgestaltung her „S. – Das Schiff des Theseus„. Von der Spannung „Der Marsianer„. Und vom Lernfaktor höchstwahrscheinlich „Taqwacore„. Bericht folgt.

Der ergreifendste Film?

Puh. Da komme ich schnell durcheinander, was ich dieses Jahr gesehen habe. Waren aber definitiv ein paar Gute dabei.

Das beste Lied?

Aus diesem Jahr? Besonders so in den letzten Wochen „Oft gefragt“ von AnnenMayKantereit.

Auf Empfehlung der Schwester die Jungs Mitte des Jahres auf dem Fest in Karlsruhe gesehen. Ich würde ja gern mit Henning May am Einsatz seiner Stimme arbeiten, aber nichtsdestotrotz mag ich die Musik der Dreien sehr.

Das schönste Konzert?

Wahrscheinlich eben oben genanntes. Vielleicht einfach die drei Tage in Karlsruhe. Obwohl es da neben einigen Höhen auch Tiefen gab. Aber vielleicht gehört das zum Schönsten dazu.

Die meiste Zeit verbracht mit…?

Zugfahren, Lesen und Schreiben. Und menschlich gesehen, mit der Einen.

Die schönste Zeit verbracht mit…?

Zugfahren, Lesen und Schreiben. Und menschlich gesehen, mit der Einen. Und vielen anderen Menschen.

Vorherrschendes Gefühl 2015?

Viel. Viel und Komplex. Viel und komplex, aber gut.

2015 zum ersten Mal getan?

Parcour. Einführungskurs. War hoffentlich nicht das letzte Mal.

2015 nach langer Zeit wieder getan?

Skypen. Und dabei zum ersten Mal in die Ukraine.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Zu wenig Zeit. Kommunikationsprobleme. Zahnschmerzen.

Die wichtigste Sache, von der ich jemand überzeugen wollte?

In ein Haus, welches gerade renoviert wird, einen barrierefreien Eingang zu bauen. Hat bisher keinen akuten Grund. Aber für die Zukunft. Man weiß ja nie.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Nein, im Gegenteil.“ Vielleicht gibt’s irgendwann den Kontext dazu.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Das nehme ich mir nicht raus, zu entscheiden.

2015 war mit einem Wort…?

Krass.


gefunden bei Alex, kommt von Anne. Und du so?

 

Antworten auf den etwas anderen Fragebogen für Blogger/Redakteure.

Inspiriert von Stefan Meschs #blogfragen hat Chris Popp von bookenerds.de einen eigenen Fragebogen erstellt. Hier sind meine Antworten.

Runde 1 – Gemischte Fragen an Blogger, Redakteure und mehr:

Welche Daseinsberechtigung hat Dein Blog?

Ich bin die Daseinsberechtigung. Mokita war von Anfang an, und das sind mittlerweile fast sechs Jahre, darauf ausgelegt, meine Spielwiese zu sein. Mein Platz, an dem ich mich austoben kann.

Der Blog oder das Blog?

Meist der Blog. An das Blog kann ich mich nicht wirklich gewöhnen.

Einer Deiner Artikel wird von einem anderen Blogger oder beispielsweise einem Amazon-Rezensenten geklaut. Wie reagierst Du?

Ist noch nie passiert. Aber wenn, dann würde ich mich erstmal geehrt fühlen. Und dann die Person anschreiben und versuchen, das Ding geregelt aus der Welt zu schaffen. Mann müsste ja mit den meisten Menschen reden können.

Dein Blog ist urplötzlich offline, nichts geht mehr. Wie reagierst Du dann?

Es gibt jeden Sonntag ein Backup. Wenn irgendwas passieren würde, müsste ich mit meinem Hoster reden und irgendwie kriegen wir das dann wieder hin.

Du hast einen Gutschein erhalten, um 2.500 gleiche Artikel Deiner Wahl mit dem Logo Deines Blogs als Werbeartikel anfertigen zu lassen. Allerdings sind Flyer, Lesezeichen, T-Shirts und Kugelschreiber tabu. Welchen Artikel würdest Du auswählen?

Lass mich raten, Buttons, Sticker und Lesezeichen sind auch tabu? Wie wäre es mit kleinen Notizbüchern? Oder, hej! So Klebetattoos. Das wäre ja witzig. Oder eine Taschenlampe, die mein Logo auf Wände projizieren kann.

Nenne zwei Bücher und Deinen persönlichen perfekten Soundtrack dazu.

Puh. Da muss ich noch ein wenig grübeln.

Schreibst Du Deine Rezensionen handschriftlich vor?

Nope. Ich denke sie vor. Ich habe Texte allgemein schon eine ganze Weile im Kopf und ziemlich ausformuliert und schreibe sie dann runter.

Verunstaltest Du Bücher für deine Schreibarbeit mit Knicken, Markierungen etc. oder behandelst Du sie eher wie ein rohes Ei?

Ich würde es nicht verunstalten nennen. Ich würde es beleben nennen. Ja, ich erweitere meine Bücher durch Markierungen, Unterstreichungen, Knicke und ermuntere Leser meiner Bücher, das Gleiche zu tun. Jedes Buch ein Unikat.

Wenn Du eine Schreibblockade hast – wie gehst Du vor, um diese zu überwinden?

Ich schreibe.

Schreibe ein kleines Gedicht (mindestens Vierzeiler) über Dein(en) Blog.

Wenn Fabian etwas sagen will
der Kopf vor Worten überquillt,
dann tippt der Fabian diese runter
und bringt sie auf Mokita unter.

Du liest in einer anderen Rezension absoluten (tatsächlichen!) Unfug – sie quillt über vor inhaltlichen Fehlern. Wie reagierst Du? Kommentierst Du? Schreibst Du den Verfasser an? Oder hältst Du die Finger still?

Entweder kommentiere ich oder, wenn ich das Gefühl hätte, ich stelle jemanden bloß, schreibe ich dem Autoren persönlich.

Hast Du schon mal eine Idee von anderen Bloggern geklaut?

Bestimmt. Ich lasse mich nicht nur von anderen Bloggern inspirieren. Sondern generell von meiner Umwelt. Und was bedeutet das, eine Idee klauen? Ich habe mehrere Artikel, die damit beginnen, dass ich etwas ähnlich bei jemand anderem gesehen habe. Was ich nicht getan habe, etwas als meine Idee oder meinen Text auszuzeichnen, was nicht von mir ist.

Hast Du Dich schon mal einer Formulierung in einer anderen Rezension bedient, die Du gerne so ähnlich auch in einem Deiner Texte haben wolltest?

Nicht bewusst. Unbewusst wahrscheinlich schon.

Das exotischste Buch in Deiner Sammlung ist:

Weiß ich nicht. Müsste ich mal sehen.

Runde 2 – Gemischte Fragen an Blogger, Redakteure und mehr:

Stell Dir vor, man böte Dir an, Dein(en) Blog oder zumindest Deine Internetadresse für einen ordentlichen Batzen Geld zu verkaufen. Was würdest Du tun?

Dankend ablehnen.

Geld verdienen mit Deinem Blog – wie weit würdest Du gehen?

Ich habe keine Werbung auf meinem Blog und das soll auch so bleiben.

Hast Du schon mal heimlich ein Buch gelesen/einen Film gesehen/eine Serie geschaut, obwohl Du eigentlich sagtest: „Den Mist? Never ever!“?

Mit dem Argument „Man muss es kennen, um darüber urteilen zu können“, Klar!

Liest Du Dich selbst gern?

Manchmal. Manchmal aber auch gar nicht. Ich bin in beide Richtungen überrascht. Manchmal, wie gut mir meine Sachen gefallen, manchmal, wie schlecht sie sind.

Man lobt Dich für einen Deiner Beiträge oder gar für Dein ganzes Blog total in den Himmel. Wie gehst Du mit diesem Lob um?

Also, wenn jemand „total in den Himmel “ lobt, dann werde ich wahrscheinlich wieder kritisch, was das Lob angeht.

Man attestiert Dir aufgrund einer Kritik keine Ahnung. Wie reagierst Du auf so etwas?

Kommt auf die Sache an. Vielleicht hat derjenige ja Recht?

Man wirft dir als Blogger/Journalist vor, Du übtest Deine Arbeit nur aus, um so möglichst viele Rezensionsexemplare abzugreifen. Wie begegnest Du diesem Vorwurf?

Ich glaube, wenn man Liebe und Zeit in seinen Blog steckt, und das Ganze sechs Jahre am laufen hält, dann kann man dem Vorwurf gelassen entgegensehen. Man kann mit weniger Arbeit an die Exemplare kommen.

Ein Autor oder Verlag verlangt von Dir, Deine Rezension abzuändern oder gar zu löschen. Wie wirst Du handeln? Oder ist Dir das gar passiert? Falls ja: Wie hast Du gehandelt?

Ein Verlag war mal ein bisschen böse wegen einer harschen Kritik. Aber auf beiden Seiten war klar, dass ich deshalb die Kritik nicht ändern werde. Wir arbeiten immer noch zusammen.

Der Autor/Verlag droht mit einer Klage, wenn Du die Rezension nicht abänderst/löschst. Und nun?

Auf welcher Basis denn? Wie soll diese Klage denn aussehen?

Hast Du bei Rezensionen schon mal geschummelt (beispielsweise das Buch nicht zu Ende gelesen und trotzdem eine vollständige Rezension geschrieben)?

Nein. Wenn, dann steht auch in der Rezension, dass ich das Buch abgebrochen habe. Meist ziehe ich aber selbst dann das Buch durch. Immer die Hoffnung, dass es noch besser wird.

Sind Zugriffszahlen/Like-Zahlen und Followerzahlen wichtig für Dich? Wie wirken sie sich hinsichtlich Motivation aus?

Phasenweise. Ich bin ja nicht nur Buchblogger, sondern auch Autor. Und mokita ist meine Kommunikationsplattform. Natürlich will ich, dass viele Leute das lesen.

Liest Du auf dem Klo?

Kaum Bücher. Aber Magazine und so.

Runde 3 – Zur Entspannung. Du als Konsument:

Gab es schon mal einen Protagonisten in einem Buch oder eine Figur in einem Film oder einer Serie, und Du dachtest: Verflucht, kennt der Autor mich?

Klar. Ich wüsste aber gerade keine Beispiele.

Stell dir vor, Du könntest die Protagonisten oder beliebige andere Figuren aus zwei Büchern/Filmen/Serien miteinander vertauschen. Wen und warum?

Gerade keine Ahnung.

Welches ist Dein peinlichstes Lieblingsbuch/Dein peinlichster Lieblingsfilm/Deine peinlichste Lieblingsserie?

Ich guck mir gern mal The Voice of Germany an. Oder Sing mein Song.

Welches war das frustrierendste Buchende/Filmende/Serienfinale für Dich? Wie hätte es ausgehen sollen? Warnung an die Leser der Antworten: Spoileralarm!

Buch: Das Labyrinth der träumenden Bücher von Walter Moers. Das ist kein Ende, das ist eine Frechheit! Und davor warne ich gerne jeden anderen Leser.

Serie: Wahrscheinlich Lost. Ich glaube, es wäre besser gewesen, einfach zuzugeben, dass man selbst keine Ahnung hat, wie das alles zusammenpassen soll.

Film: Knowing. Oh mann. Wie viel Schatten ein Ende auf den gesamten Film werfen kann.

Wenn Dein Leben oder Deine persönliche momentane Situation als Buch oder Film veröffentlicht würden: Wie hieße das Buch/der Film?

Lächelnd, um nicht zu weinen. Oder: Du bist nicht allein.

Welches Buch/welcher Film/welche Serie hat Dich derart beschäftigt und aufgewühlt, dass Du tagelang an kaum etwas anderes denken konntest?

Mehrere. Einige. Aber mir fällt gerade kein Beispiel ein.

Hast Du schon einmal einer Figur aus einem Buch, einem Film oder einer Serie nachgeeifert? Oder wurdest Du hierdurch zu einer Handlung/Tat inspiriert?

Klar. Beispielsweise die Haltung des Ghost Dog aus dem gleichnamigen Film, wenn er durch den Regen geht.

Runde 4 – Drei Dinge, die…

…das Schreiben schreibenswert machen:

  1. Den Kopf frei bekommen.
  2. Gedachtes Real zu sehen.
  3. Die Möglichkeit, andere an deiner Realität teilhaben zu lassen.

…Dir bei manch anderem Blog mächtig auf die Nerven gehen:

  1. Kritiklosigkeit
  2. Werbung
  3. Clickbaits

…Du Dir bei deinem eigenen Blog schon ewig vorgenommen, aber noch nicht verwirklicht hast:

  1. Einen Podcast mit eingesprochenen Geschichten.
  2. Die Möglichkeit einrichten, wortweise zu kommentieren.
  3. Meinen ersten Roman samt aller Hintergrundinfos zu veröffentlichen. Ein Autorenkommentar zum Roman quasi.

…Dir das Lesen spontan madig machen:

  1. Eine beschissene Leseumgebung.
  2. Ein unsympathischer Autor.
  3. Wenn ich merke, dass ich auf Clickbait reingefallen bin.

…Du gerne als Ausrede nutzt, nur um mehr Zeit zum Lesen zu haben:

Leider nehme ich mir nicht die Zeit, die ich zum Lesen bräuchte. Da gibt es noch so viel anderes zu tun.

…nicht so wichtig sind wie dein Blog:

  1. Die Facebookseite dazu.
  2. Die Ordnung auf meinem Schreibtisch.
  3. Mein Google+Account.

…Dir definitiv wichtiger sind als dein Blog:

  1. Das Schreiben
  2. Das Sprechen
  3. Das Leben

Runde 5 – ein paar Sätze zum Vervollständigen:

Amazon ist eine ziemlich erfolgreiche Firma. Wie viele andere Sachen kann man das kritisch hinterfragen.

In meinem Wohnort fühle ich mich wohl. Hauptsächlich wegen der Menschen, die ich hier kenne.

Ein Autor schreibt Bücher, weil er Grenzen überschreiten will, die er im relaen Leben nicht überschreiten kann.

Marcel Reich-Ranicki fand ich keine Ahnung, wie. Hab mich nie genug mit ihm befasst.

Hysterisierung und Pathetisierung in der Literatur gehört wohl dazu.

Was ich im Literatur-/Film-/Serienbusiness niemals verstehen werde, ist wieso manche Sachen so erfolgreich werden und andere wiederum nicht. Kann das wirklich nur mit dem Geld zu tun haben, das man in die Werbung pumpt?

Wenn ich die Bibliographie eines bestimmten Autoren/einer bestimmten Autorin einfach auslöschen könnte, dann die von niemandem, weil wieso sollte ich das wollen?

Ich würde unheimlich gern eine Literatur-Diskussionsrunde mit folgenden Personen sehen: Ernst Jandl, Stephen King und Anselm Grün.

Wie kann man eigentlich nur solch ein Kultursnob sein wie ich!

Ich fände es großartig, wenn jeder auf meinem Blog einen Gastbeitrag schreiben würde.

 

Booktuber, hab ich mich noch nie ernsthaft mit befasst.

Dieser Fragebogen hat mich an manchen Stellen nachdenklich gemacht. Danke dafür!

 

Antworten auf die #blogfragen für Buchblogger

Stefan Mesch hat auch mal in Hildesheim studiert, ist Literaturkritiker, Schriftsteller, Übersetzer und Freund von Freunden. Und er erstellt gerne Fragebögen, wie diese #blogfragen für Buchblogger. Hier meine spontanen Antworten:

01 Das Lieblingsbuch meiner Mutter: Ich muss passen. Sie liest viel und gerne. Wie mein Vater auch. Sie liest gerne Biografien und Lebensgeschichten von Menschen. Aber ihr Lieblingsbuch? Ich weiß es nicht.

02 Das Lieblingsbuch meines Vaters: Und gleich nochmal. Ich weiß es nicht. Er liest gerne russische Literatur. Und viel Hermann Hesse. Aber sein absolutes Lieblingsbuch? Keine Ahnung.

03 Ich führe einen typischen Buchblog, weil… Tue ich das? Was ist denn ein typischer Buchblog? Ich würde sagen, das typisch buchbloggige ist, dass es um Bücher geht, die ich gelesen habe. Manchmal.

04 Ich bin anders als die Blogs, die ich gern lese, weil… Bin ich? Vielleicht insofern, dass ich extrem unfokussiert bin. Ich schreibe, was mich im Moment umtreibt. Oft natürlich das Sprechen und das Schreiben, aber auch sonst alles Mögliche. Die meisten Blogs, die ich lese, handeln oft von einem Thema.

05 Am Bloggen überrascht mich / beim Bloggen habe ich gelernt, dass… es mittlerweile Teil meines Alltags ist. Immer wieder lehren mich der Blog, das Internet und die direkten und indirekten Folgen für mich, dass selbst meine kleine Spielwiese hier die Leben anderer Menschen beeinflussen kann. Wenn ich sie dabei ein bisschen erfreuen, bereichern oder unterhalten kann, kann ich Gutes tun. Schön, nicht?

06 Helfen Amazon-Rezensionen? Wobei? Wie? Phew. Schwer. Wem helfen sie? Manchmal mir, um zu sehen, dass ich mit manchen Meinungen nicht allein dastehe.

07 Hilft Literaturkritik in Zeitungen und Magazinen? Wobei? Wie? Um Literatur noch einen gewissen Platz in der Welt außerhalb unserer digitalen Blase der Buchblogger zu geben? Eine Platz neben all den anderen Unterhaltungsmedien?

08 Helfen Blogs? Wobei? Wie? Wem? Allen? Um mehr Meinungen zu streuen? Vielleicht auch als Korrektiv der vierten Gewalt?

09 Wahr oder falsch: “Ich blogge vor allem, weil ich mich über Bücher austauschen will und im persönlichen Umfeld nicht genug Menschen habe, mit denen ich das könnte.” Falsch. Vor allem ist das hier meine Spielwiese. Bücher sind nur ein Teil davon.

10 Mein persönlicher Geschmack und meine Prinzipien beim Lesen und Bewerten: Puh. Ich lese, konsumiere im Allgemeinen, um unterhalten zu werden oder zu lernen. Die besten Bücher sind die, die beides schaffen. Also ein vollkommen subjektives Lesen und Bewerten.

11 Wer liest mich? Habe ich eine Zielgruppe? Keine Ahnung. Menschen per se. Meist denke ich, die Leute, die ich anziele sind etwa so alt und haben eine ähnliche Meinung, wie ich. Aber immer wieder werde ich darin eines besseren belehrt, beispielweise, wenn ich Mails oder Kommentare von Lesern bekomme und eben ganz anders sind, als das, was ich denke.

12 Habe ich Vorbilder? Beim bloggen? Weiß ich nicht. Es gibt Leute, deren Blogs ich gerne lese. Aber Vorbilder, eher nein.

13 Welche Ratschläge würde ich meinem früheren Lese-Ich geben? Kann man lernen, Bücher besser auszusuchen, zu entdecken und zu genießen? Wie? Ich würde tatsächlich gar nicht so viel anders machen. Vielleicht, dass ich für manche Klassiger, die „man gelesen haben muss“, manchmal noch zu jung war. Ich glaube, beim ersten Mal „Der alte Mann und das Meer“ habe ich nichts verstanden.

14 “Verlage brauchen mich für PR. Sie brauchen mich mehr, als ich sie brauche” …oder “Toll! Autoren und Presseabteilungen suchen Kontakt und bieten mir Bücher an. Was für ein Glück!” Was überwiegt? Letzteres.

15 Was soll sich tun in meinem Blog und in meinem Leser-/Schreiber-Leben in den nächsten fünf Jahren: Och, ein konstantes Lesen und Schreiben reicht mir schon.

Bonusfrage: Bei wieviel Prozent der Bücher, die ich gelesen habe, denke ich danach: Mist. Ich wünschte, ich hätte das nie gelesen…? Steigt oder fällt diese Prozentzahl, Jahr für Jahr. Und: Warum? Bei vielleicht zehn Prozent der Bücher. Und die Zahl bleibt eigentlich gleich. Meist sind das aber auch die Bücher, die ich eher kritisch beginne und sie eher lese, damit ich drüber reden kann.

Bonus: Empfehlungen!

Ein Buch, das fast niemand mag – aber das ich liebe: Ähm. Spontan, weiß ich nicht.

Ein Buch, das fast alle mögen – aber das mich wütend oder ratlos macht: Girl on the train. Oder The Circle.

Ein Buch, das ich bekannter gemacht habe: Das Gefängnis der Freiheit von Michael Ende. Hoffe ich zumindest.

Ein Buch, vor dem ich oft und gern warne: Spontan keine Ahnung.

Ein schlechtes Buch, das ich gut fand: Wer definiert denn hier, was schlecht ist?

Ein gutes Buch, das ich schlecht fand: Und hier, was gut ist?

Ein Geheimtipp, der bisher in Blogs noch kaum besprochen wurde: Hier nicht denke ich an kein bestimmtes Buch, aber auffallend schade finde ich, dass Bücher, die bei ihrer Erscheinung durch Netz rutschen (Haha), danach kaum nochj die Chance haben, nochmal besprochen zu werden. Meinem Empfinden nach werden zu wenig „alte“ Bücher in Blogs rezensiert.

Ein Buch, das viel zu oft überall besprochen wurde: The Circle von Dave Eggers.

Ein gutes Buch von/über jemandem/n, der ganz anders ist als ich selbst: So ziemlich jedes Buch mit einem rauchenden oder trinkenden Protagonisten. Also nicht, dass die alle gut wären. Aber ich mag ein paar dieser Gestalten, obwohl das überhaupt nicht mein Ding zu sein ist.

Ein gutes Buch von/über jemandem/n, der ganz anders denkt als ich selbst: Spontan keine Ahnung.

Ein Buch, von dessen Gestaltung/Cover/Design sich Verlage eine Scheibe abschneiden könnten: Kein Buch, aber ein Designer, der öfter mal eingesetzt werden könnte: Levente Szabó. Er illustriert Klassiker neu, auf eine sehr tolle Weise.

Ein anderes Produkt, von dessen Gestaltung/Cover/Design sich Verlage eine Scheibe abschneiden könnten: Erinnert ihr euch an das Design aller Sachen auf der Insel in der Serie „Lost“? Stellt euch einen Buchladen vor, wie sie heute so sind, und mittendrin ein Buch, welches so minimalistisch gestaltet ist.

Das netteste Presseteam / die schönste Erfahrung mit einem Verlag: Vor fünf Jahren hatte ich mal die Freude, mit den Leuten vom Argon Verlag zu arbeiten, das war wirklich wunderbar.  Und bis heute sind die Leute supernett, wenn ich sie treffe. Tatsächlich hatte ich aber bisher mit keinem Presseteam von Verlagen schlechte Erfahrungen gemacht. Immer auf Augenhöhe.

Autor*innen, die tolle Inhalte auf Facebook und Twitter posten: Neil Gaiman, Cory Doctorow, Andreas Eschbach.

mein erfolgreichster Text/Beitrag: Der richtige Zeitpunkt, um mit dem Helfen aufzuhören.

ein Text/Beitrag von mir, der wenig Beachtung fand, aber mehr Beachtung verdient: Da kann ich nicht nur einen nennen. Mit vielen älteren Artikeln geht es mir so, dass ich immer wieder an sie denken muss und immer noch der Meinung bin, dass sie wichtig sind und ich meine Einstellung zu dieser Sache damals nicht geändert habe, aber das leider kaum aufgenommen wurde.

eine Frage, die diesem Fragebogen fehlt: Zweifelst du an deinem Tun? Und wann sind die Momente, an denen du mit dem bloggen aufhören willst?

Danke, Stefan. Wer will, darf sie natürlich ebenso beantworten. Viel Spaß!

 

Meine Idee: Wilde Bücher. Ausgesetzten Büchern ein Zuhause geben.

Ich trage seit mehreren Wochen eine Idee mit mir spazieren und jetzt will ich sie endlich loswerden: Wilde Bücher.

Hier in Stuttgart gibt es keinen offiziellen Bücherschrank, soweit mir bekannt. Aber es liegen immer wieder Kisten mit Büchern zum mitnehmen aus. Und das kenne ich aus sehr vielen Städten. Heißt: Es gibt schon Büchertaustauschmöglichkeiten, nur eben nicht an einem gesammelten Ort und immer mit der Gefahr, dass sie der Regen erwischt oder eine Mülltonne.

Die Idee: Es gibt einen Twitteraccount @wildebuecher, der eigentlich nicht anderes macht, als alle Tweets mit seiner Mention zu retweeten. Wenn man also Bücher rausstellt oder irgendwo welche findet, schickt man beispielsweise „@wildebuecher #Stuttgart, Steinbeißstraße 42, Große Kiste mit Büchern zum mitnehmen.“ und das wird gleich weitergegeben. So können Interessierte direkt dorthin.

Wie ihr seht, der Account ist eingerichtet. Aber noch ist da kein Bot dahinter. Und gerade ist auch nicht die Zeit, um sich da mehr damit zu beschäftigen. Das kommt. Irgendwann. Aber wenn ihr helfen wollt, gerne!

UPDATE vom 28.08.14: Dank der Hilfe von Lukas und Zapier läuft nun ein „Bot“ im Hintergrund. Wenn alles klappt werden alle Tweets mit @wildebuecher und # retweetet. Das # kann man vor die Ortsmarke setzen. So sortiert der Bot alle anderen Tweets aus. Mal sehen, ob das os klappt, wie ich mir das denke. jetzt fehlen nur noch die Bücher 😉


Elf Antworten von Christian

Post von Christian Wöhrl. Eigentlich wollten wir uns auf der Buchmesse in diesem Jahr treffen, leider habe ich es nicht geschafft, dorthin zu fahren. Aber er schickte mir einen Brief samt einer Postkarte und dem Button des Verlagshauses J. Frank in Berlin, dessen Logo ja perfekt zu mir passt. Im gleichen Brief waren aber auch die Antworten für meine elf Fragen  drin, mit der ausdrücklichen Erlaubnis, sie zu scannen (nicht abzutippen!) und hier im Blog zu präsentieren.  Hier also die Antworten von Christian. Wo bleiben eigentlich die anderen? Achja und weil man die Fragen eh nicht weiß, davor nochmal die Fragen. Danke Christian, für den Button und den Brioef und die Antworten!

  1. Warum online schreiben?
  2. Was ist die beste Motivation morgens aufzustehen?
  3. Beschreibe den Geschmack von Wasser.
  4. Erinnerst du dich an ein gutes Kinderbuch?
  5. Mit welchem Schreibutensil schreibst du am liebsten?
  6. Gibt es für jedes Gefühl ein Wort?
  7. Mit wievielen Menschen redest du täglich im Durchschnitt?
  8. Wann hast du das letzte Mal gelächelt?
  9. Wie alt ist das Kind in dir?
  10. Welche Regel hat du zuletzt gebrochen?
  11. Wieviel Zeit haben dich die Antworten gekostet?

Elf Antworten für das A&O. Ein Blogstöckchen.

Das A&O hat mir ein Stöckchen zugeworfen. Abgerichtet wie ich bin, greife ich danach, beantworte ihre elf Fragen und werfe es dann weiter.

1. Was ist die Geschichte zu deinem Blogtitel?

Der Blogtitel ist: mokita. das sprechen & das schreiben. Das teilt sich auf in Haupttitel und Untertitel. Der Haupttitel mokita ist ein Wort aus Papua-Neuguinea und bedeutet wörtlich übersetzt:

Die Wahrheit, die jeder kennt, aber keiner ausspricht.

Das Wort begleitet mich seit Jahren und war lange Zeit auch der Arbeitstitel meines ersten Romanes. Und irgendwie kommt mir dieses Thema – Wahrheiten, die da sind, aber keiner darüber spricht – immer wieder ins Bewusstsein. All die Tabus und festgefahrenen Gewohnheiten, die sich in einer Gesellschaft ansammeln. Wow. Jedenfalls, das steckt hinter mokita. Und kommt deshalb auch oft in den Romanen und Texten und Blogposts vor.

Der Untertitel „das sprechen & das schreiben“. So ziemlich alle Tätigkeiten fallen in diese beiden Begriffe. Vom Romane schreiben über das Bloggen hier und Kurzgeschichten über das Synchronisieren und Workshops geben bis hin zur Straßenpoesie: Alles ist sprechen & schreiben.

2. Wenn dein Blog eine Person wäre, welche Klamotten hätte sie an?

Sneaker. Jeans. Shirt ohne Aufdruck. Hoodie. Mokita will sich wohl fühlen, nicht gut aussehen.

3. Na gut, noch eine leichtere Frage fürs Fun-Fact Kapitel: Was hast du gerade an?

Sneaker. Jeans. Polo-Hemd. Strickpullover.

4. Du kannst jetzt deinen Blog in zwei oder vier Sätzen vorstellen, die sich reimen. Wie geht dein Blog-Reim?

Auf diesen digitalen Seiten

geht es um das sprechen und das schreiben.

Um’s Leben und was sonst passiert,

alles wird dann hier notiert.

5. Wieviele andere Blogs hast du in deinem Reader abonniert?

Etwa 266. Aber ähnlich wie bei Twitter lese ich dann nicht alles, sondern selektiere nochmal während des Lesens.

6. Was siehst du wenn du genau jetzt nach links, nach rechts und nach oben schaust?

Links: Schwarztee und Bücher. Rechts: Mein Drucker und alle möglichen Papiere und Sachen am rechten Ende des Schreibtisches. Oben: Dunkle Vorhänge.

7. Welche Farbe hat das Cover des Buches, das du gerade liest?

Blau in verschiedenen Tönen. Es ist die Büchergildenedition von 1913 von Florian Illies.

8. Wusstest du die Antwort ohne nachzuschauen?

Klar. Ich glaube, ich habe zu fast jedem Buch in meinen Regalen die Farbe des Umschlages im Kopf.

9. Morgen um 19:25 werde ich …

keine Ahnung. Vielleicht im Theater sitzen.

10. Der Dauerbrenner ab jetzt, bis es eine “Lösung” gibt: Was wäre die bessere Bezeichnung für “Blogstöckchen”?

Was genau ist an Stöckchen so schlimm? Ich mag dieses Bild, wie wir Blogger diesen Dingern hinterherhecheln.

11. Was ist dein Lieblingswort?

Derzeit und schon seit längerem:

also,

Also leitet nicht nur eine Geschichte ein, also steht am Ende auch für das Zusammenfassen der Gedanken. Also steht am Ende und am Anfang von Geschichten. Also beginnt und führt zum Ende. Welches Wort ist passender für das sprechen und das schreiben.

Soweit zu den Fragen, Danke für’s stellen 🙂 Jetzt geht’s weiter:

  • Beantwortet meine elf Impulsfragen. Ihr dürft sie euch passend biegen.(Ich habe damit auch beim nicht eingefügten Bild schon angefangen ;)).

  • Baut das Best Blog Award-Bildchen ein und verlinkt es mit demjenigen der es euch verliehen hat bzw. verlinkt auf den Artikel des Werfers / der Werferin. (habe auch ohne Bild zahlreich verlinkt :))

  • Verfasst elf neue Fragen, spielt damit und reicht das Best Blog Blogstöckchen an Blogger eurer Wahl weiter, es können auch weniger sein.

  • Gibt hier im Kommentar Bescheid, wenn Dein Beitrag fertig ist.

 

Hier die Fragen:

  1. Warum online schreiben?
  2. Was ist die beste Motivation morgens aufzustehen?
  3. Beschreibe den Geschmack von Wasser.
  4. Erinnerst du dich an ein gutes Kinderbuch?
  5. Mit welchem Schreibutensil schreibst du am liebsten?
  6. Gibt es für jedes Gefühl ein Wort?
  7. Mit wievielen Menschen redest du täglich im Durchschnitt?
  8. Wann hast du das letzte Mal gelächelt?
  9. Wie alt ist das Kind in dir?
  10. Welche Regel hat du zuletzt gebrochen?
  11. Wieviel Zeit haben dich die Antworten gekostet?

Diese Fragen gehen erstmal an jeden, der sie beantworten will. Sehr freuen würde ich mich bei Christian, den Erlebniskonservierer, den Kerl von Jahre wie Momente, die Träumerin von heute waren viele und Andreas. Ich bin gespannt!

Audible hat ein Redesign bekommen. Und die Möglichkeit, Audible und Amazon-Konten zusammenzuführen.

Seit heute morgen hat der größte Anbieter für Hörbuchdownloads also ein neues Design, sehr angelehnt an die Muttergesellschaft Amazon. Es ist sehr minimal, weniger Spielereien, nicht so vollgestopft. Und mit dem Design kamen noch ein paar neue Funktionen dazu, die sieht man am besten im Video unten.

Erstmal war ich ganz erschrocken, denn meine Bibliothek war plötzlich ganz leer. Das kann zwei Gründe haben:

1. Da Audible ja ein Amazon-Unternehmen ist, kann man sich mittlerweile auch – wie bei javari – mit den Amazon-Kontodaten anmelden. Aber dann sieht man keine der Hörbücher, die man vorher mit seinem Audible Konto gekauft hat. Dafür kann man aber unten über den Link Audible Anmeldung sich mit den alten Kontodaten anmelden.

2. Auf der neuen Seite ist ein Filter grundsätzlich so eingestellt, dass nur Hörbücher angezeigt werden, die innerhalb der letzten 6 Monate gekauft wurden. Wenn man den wieder umstellt, sieht man alle Bücher.

Und jetzt kommt das beste Feature, das dieses Redesign mitgebracht hat: Man kann beide Konten endlich zusammenführen! Dafür geht man in das Audible Konto auf mein Konto (kommt, wenn man über den Namen fährt) und dann gibt es unten links den Punkt „Neu! Nutzen Sie ihr Amazon Konto bei Audible.“ Und darüber kann man dann die beiden Konten zusammenführen. Endlich 🙂

Soweit eine schöne Sache, dieses neue Design. Nur das Favicon ist noch das alte. (via)