Auf der Longlist des Buchblog Awards 2017 #bubla17

Dieses Jahr gibt es zum ersten Mal den Buchblog Award. Dieser Blog steht dabei zusammen mit wahrscheinlich allen anderen deutschen Buchbloggern/Bookstagrammern/Booktubern/Podcaster auf dieser Liste. Ihr könnt also für mich voten, denn per Vote entscheidet sich, wer auf die Shortlist kommt. Ihr könnt euch aber auch durch dieses breite Angebot an anderen Blogs klicken, neue Lieblinge entdecken und eure Lesezirkel erweitern. Das ist für mich das Spannende an diesem Projekt: Zu zeigen, wie vielfältig das Programm derer ist, die über Literatur berichten. Viel Spaß!

Schreibmaschine: Olivetti Valentine

Wenn man sich mit Schreibmaschinen beschäftigt, stößt man irgendwann über die Hermes Baby. Sagte ich damals auch schon. Wenn man sich ein wenig weiter damit beschäftigt, stolpert man auch über die Valentine, eine der drei Schreibmaschinen, die in New York im Museum of Modern Art stehen. Technisch nichts Besonderes, aber designtechnisch außergewöhnlich! Ein signalfarbenrotes Stück Pop-Art in einem Schiebekoffer, designed by Ettore Sottsass. Von 1969.

Ein schönes Ding! Aber für eine Reiseschreibmaschine recht groß. In die Hülle passt die Hermes Baby, samt Koffer! Jetzt bin ich erstmal froh, dieses rote Ding hierzuhaben. Alles weitere wird sich ergeben. In den nächsten Tagen erzähle ich auch über die anderen „neuen“ Schreibmaschinen berichten, die hier eingetroffen sind. Ich glaube, Schreibmaschinen, das könnte eine neue Leidenschaft werden…

Kurzfilm: Bahnseminar. Nach einer Kurzgeschichte von Fabian Neidhardt.

So, nun ist er online, der Film. Es ist Sonntag Morgen und ich verarbeite gerade noch die Ereignisse der Jugendmedientage 2011 in Stuttgart. Schön, wie alles zusammenfällt, denn vor einem Jahr auf dem Slam-Abend der Jugendmedientage 2010 habe ich auf der Bühne Das U-Bahn-Seminar gemacht. Esther und Franziska sahen mich dort und schrieben mir kurz darauf, ob sie den Stoff verfilmen dürften. Gesagt, gemacht. Ich habe mich als Statist dazugesetzt, wollte ja sehen, wie die beiden so arbeiten. Das Ergebnis wurde für den Jugendfilmpreis 2011 nominiert. Anfang Dezember ist die Preisverleihung. Jetzt viel Spaß mit dem Film:

Es ist ein Morgen wie jeder andere in der Haupstadt der Anonymität.
Die Bahn kommt und der Arbeitstag beginnt.
Doch wer sind eigentlich die anderen, die Dir gegenübersitzen?
Und wer bist Du in ihren Köpfen?

Ein Film von Esther Brechlin & Franziska Heinrich
nach einer Kurzgeschichte von Fabian Neidhardt

entstanden 2011 im Rahmen des Seminarkurses Film am
Hohenstaufen-Gymnasium Bad Wimpfen,
nominiert für den Jugendfilmpreis 2011 Baden-Württemberg

Update: Der Film wird laufen im Block 4 des Jugendfilmpreises:

Samstag, 3. Dezember 2011 16:00 bis 18:00 Uhr im Metropol 3

Gewinner des 3. Twitter-Lyrik-Wettbewerbs

Schönes Ding: Die Jury des Twitter-Lyrik-Wettbewerb hat mich zum Gewinner gekürt. Mein Tweet:

Sehe Bilder aus Japan, bin erschüttert und denke: Was für ‘ne Scheiße. Finde kein Bier im Kühlschrank, bin erschüttert und denke dasselbe.

Die Begründung:

Der Beitrag hebt sich wohltuend, gekonnt und provozierend vom Betroffenheitskitsch und anderer »Katastrophenlyrik« ab. In sarkastisch-ironischer Weise bringt er die kurze Aufmerksamkeitsspanne auf den Punkt, die selbst eine so unvorstellbare Katastrophe wie die in Japan sowohl beim Einzelnen als auch in den Medien bekommt. Gerade noch »erschüttert«, sind im nächsten Augenblick schon wieder alltäglich banale Dinge wichtiger oder andere Medienthemen wie EHEC und Frauenfußball bestimmen die Schlagzeilen. Es ist ein gesellschaftskritisches und politisches Gedicht im besten Sinne und eine Variation des Brechtschen Wortes: »Erst kommt das Fressen und dann die Moral.«

Gerade weil die Katastrophe in vielen Gedichten mit »erstickten Schreien«, »Schreien, die in der Luft gefrieren« oder »dem Aufschrei der Trauernden« peinlich verkitscht wurde, stellt das Gewinnergedicht die Realität mit schlichter Wortwahl dar. Es mag provozieren und anecken – und das ist gut!

Obwohl dies kein weiteres Entscheidungskriterium für die Jury war, drückt dieses Gedicht das aus, was wir mit dem Wettbewerb bewirken wollten: Vergesst die Opfer nicht, weder die in Japan noch die der anderen Katastrophen, egal ob durch Menschen oder Natur verursacht.

Danke! Freut mich sehr! Beim Literaturcafé gibt es auch ein Interview mit mir über den Wettbewerb. Das Buch Twitter-Lyrik 3 gibt’s bei den bekannten Onlinehändlern und im analogen Buchhandel. Das Preisgeld, als auch der komplette Erlös des Buchverkaufs geht an Save the Children, zugunsten der Katastrophenopfer in Japan.