Roman: Der Ozean am Ende der Straße von Neil Gaiman

Der erste Satz aus Der Ozean am Ende der Straße:

Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs.

Lange bevor ich den Roman gelesen habe, war ich fasziniert. Vom Cover der Originalausgabe beispielsweise. (Das deutsche Cover ist nicht schlecht, lehnt sich aber zu weit aus dem Fenster. Nach der Lektüre weiß man, was ich meine.) Aber auch vom Titel. Allein der Titel machte mich unglaublich neugierig. Dazu kommt, dass ich bisher nichts literarisches von Gaiman gelesen habe. Ich kenne Vorträge von ihm und Verfilmungen seiner Werke, und ich mag ihn und seine Ideen und Ansichten, aber gelesen habe ich noch nichts von ihm. Bis ich eben dieses kleine blaue Abenteuer in den Händen hielt. Wie gesagt, auch das deutsche Cover ist schön und auch der Rest des Buches ist schön aufgemacht. Schlägt man das Cover auf, sieht man auf der Innenseite eine Handschrift. Und da die digitale Welt es möglich macht, frage ich Gaiman über Twitter, ob das seine Handschrift ist. Und er sagt ja.

Wie schön ist das denn? Jetzt aber zum Inhalt.

Der Roman erzählt, wie der Ich-Erzähler wegen einer Beerdigung in die Gegend fährt, in der er aufgewachsen ist, und an einem kleinen Teich sitzend eine Geschichte aus seiner Kindheit erzählt, die Geschichte von ihm und Lettie Hempstock.

Was als naturalistische Erzählung beginnt, wird in der Erinnerung des Erzählers zu einer fantastischen Geschichte, bei der man nie sicher ist, wo die Grenze der Fantasie überschritten wird.

Mit einer wunderbar gelassenen, fast schon lakonischen Stimme erzählt Gaiman von Hexen und Geistern und den Ängsten, die jedes Kind kennt. Und wenn man durch ist und das Buch zuschlägt, ist man sich nicht sicher, ob man schon wieder in der Realität angekommen ist.

Ich hatte beim Lesen ein Gefühl von Terry Pratchett und Stephen King, die ich auch sehr gerne lese. Dies war also meine erste Geschichte von Gaiman. Aber bestimmt nicht die letzte.

 Der Ozean am Ende der Straße von Neil Gaiman wurde übersetzt von Hannes Riffel und erschien bei Eichborn.

Die erste Blüte an meinem Tulpenbaum.

Bester Baum der Welt: Liriodendron tulipifera. Auch Tulpenbaum genannt. In meinem Garten.

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Vor acht Jahren war ich auf der Geburtstagsgartenparty eines Freundes. Wir tollten da im Garten und so und irgendwann werde ich auf diesen riesigen wunderschönen Baum aufmerksam, dessen Blätter der Welt beste Blätterform haben und dessen Blüten aussehen wie orange-grüne Tulpenkelche. Alter, sage ich, was ist das für ein Baum? Und er sagt, das ist ein Tulpenbaum. Ich nicke, passender Name. So einen hätte ich auch gern. Der Freund dreht sich um und sagt zu seinem Vater, Faby hätte gerne einen Ableger vom Tulpenbaum. Der Vater strahlt mich an, wirklich? Ich habe unzählige in der Garage stehen. Ich nicke, er rennt und kommt kurz darauf mit einem süßen Pflänzchen wieder, vielleicht 23 Zentimeter hoch, zwei Blätter dieser schönen Form, sonst nichts.

Am Tag darauf, zuhause zeige ich meinem Vater das Pflänzchen und sage, das ist ein Tulpenbaum. Er lacht und sagt, sowas gibt es nicht. Ich sage, doch und der wird riesig. Wo ich ihn denn pflanzen dürfte. Er zeigt in die Mitte des Gartens und sagt, wenn er in 40 Jahren dann mal groß ist, wird er uns Schatten spenden. Ich pflanze also meinen Baum. Check.

Nach dem ersten Winter ist der vielleicht 70 Zentimeter große Stengel tot. Erfroren. Aber ganz unten, aus der Wurzel kommt ein zweiter Stamm. Nach zwei Jahren ist der Baum größer als meine 1,86 cm. Das kommt mir ein bisschen schnell vor, also schlage ich nach:

Der Tulpenbaum gilt als der größte Laubbaum Nordamerikas und ist auch in Mitteleuropa winterhart. Erst ab einem Alter von 20 Jahren zeigen sich die ersten Blüten.

Papa, sage ich, ich habe uns offensichtlich den größten Laubbaum Nordamerikas in den Garten gepflanzt mit einer Baumhöhe von 40 – 60 Metern.

Nach 5 Jahren überragt mich der Baum locker. Jetzt ist er seit acht Jahren da und ich freue mich jeden Sommer, wenn er seine 20 Jahre hat, damit er Blüten wirft. Heute kommt eine Mail aus dem Haus meiner Eltern mit dem obigen Foto. Anscheinend gefällt es ihm so gut, dass er jetzt schon die erste Blüte geworfen hat. Und sie ist wunderschön.

Ich freue mich auf die nächsten.

UPDATE 23. Juni 2016: Das Internet hat die alten Bilder geschluckt, deshalb habe ich eines aus diesem Jahr eingefügt. Immer noch der beste Baum der Welt. Trotzdem müssen wir ihn mittlerweile stutzen, damit er nicht das ganze Haus in den Schatten stellt.

Bäume im März 2011 / Jahr 2

Yea, Ginko lebt wieder.
Yea, Ginko lebt wieder.

Der Kaffee ist entsorgt. Der Frühling schaut ab und an zum Fenster rein und hat aus dem Ginko wieder ein paar Blätter gekitzelt. Die anderen beiden Töpfe scheinen unverändert.

Eine gute Nachricht aber ist: Vor rund zwei Jahren haben die Apfel/Zitronen/Orangenbäumchen ihr erstes Foto bekommen. Und sie leben noch! In meinem Daumen scheint doch ein wenig Grün zu stecken.

Bäume im Januar 2011

Dang... sieht nicht so gut aus...

Ich weiß, wir haben nicht mehr Januar, aber früher hab‘ ichs nicht geschafft. November und Dezember hab ich komplett verschwitzt, vielleicht auch, weil die Pflanzen nicht wirklich gesund aussehen… Den Kaffee hab‘ ich aufgegeben, beim Ginko hoffe ich, dass demnächst wieder ein paar Blätter kommen. War letztes Jahr genauso.

Einen besonderen Gruß an die Mama von Lukas: Ich weiß, ich habe keinen grünen Daumen…

Bäume im September

Bäume im September
Bäume im September

Neue Pflanze, neuer Standort. Aus dem Eine Welt Laden hier aus der Stadt habe ich günstig eine kleine Coffea Arabica erstanden, samt kleiner Anleitung, wie man sie am Leben erhält. Darin steht unter anderem, dass am Fenster nicht gerade der richtige Platz ist. Deshalb stehen die Pflanzen jetzt auf dem Tisch neben dem Fenster. Und da steht, dass sie eigentlich Dünger braucht. Bisher habe ich meine Pflanzen immer ohne Dünger großgezogen. Jetzt weiß ich aber nicht, ob das überhaupt funktioniert?

Meinungen?

Bäume im Juni

Juni 2010
Juni 2010

Also, es ist kein Löwenzahn, aber irgendetwas schnell wachsendes. Der Ginko wächst langsam vor sich hin, genauso der Topf rechts. Mein Vater hat ihn mal in Augenschein genommen und ist der Meinung, dass jede Pflanze eine Zitronenpflanze ist. Ich denke, langsam sind sie alle eingesperrt in ihren Töpfen und ich müsste größere besorgen.

Bäume pflanzen im Mai

Mai 2010
Mai 2010

Ich bin mir mittlerweile sicher, der Topf, in dem die Stevia war, ist von einer Löwenzahnpflanze übernommen worden. Wie die Samen da reingekommen sind, weiß ich nicht. Tut der Pflanze keinen Abbruch.

Der Ginko ist irgendwie extrem wetterabhängig. Bei schlechten Wetter verfärben sich die Blätter extrem schnell.

Bäume im April – Frühlingsgefühle!

April 2010
April 2010
März 2010
März 2010

Wer hätte das gedacht, der Frühling hat aus dem trockenen Gyngko eine blühende Pflanze gemacht hat. Und tatsächlich ist auf dem Stevia-Topf auch wieder etwas gewachsen. Etwas, von dem ich nicht glaube, dass es eine Stevia Pflanze ist, aber auch nicht weiß, was es genau ist 🙂 Sobald die mal besser sichtbar sind, versuche ich das herauszufinden. Und langsam sollte ich darüber nachdenken, all den Pflanzen in dem rechten Topf in verschiedene Töpfe aufzuteilen, damit sie nicht mehr so gedrängt sind.

Bäume im März / Jahr 1

Den letzten Baumbilder gab’s im Oktober, ich hab’s ein bisschen schleifen lassen. Sorry. Die Sache ist: Irgendwie sind mir ein paar meiner Pflanzen imn den letzten Monaten gestorben, unter anderem die Steviapflanze und der Ginko-Baum. Letzterer hat zumindest die Blätter verloren und ich den Glauben an meinen Daumen.

März 2009
März 2009

Irgendwie hab ich vergessen, dass es für manche Pflanzen ganz normal ist, im Winter die Blätter zu verlieren. Denn gestern beim gießen sehe ich plötzlich, dass Ginko nicht so kaputt ist, wie ich dachte! Die neuen Blätter des neuen Jahres kommen! Rock and roll!

Jetzt muss ich nur noch die Stevia reanimieren 😉

Achja: Zumindest der Topf mit den Apfel/Zitronen/Orangenbäumen hat vor genau einem Jahr ihr erstes Bild bekommen. Wow!