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Kategorie: Baumpflanzen (Seite 1 von 5)

Roman: Der Ozean am Ende der Straße von Neil Gaiman

Der erste Satz aus Der Ozean am Ende der Straße:

Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs.

Lange bevor ich den Roman gelesen habe, war ich fasziniert. Vom Cover der Originalausgabe beispielsweise. (Das deutsche Cover ist nicht schlecht, lehnt sich aber zu weit aus dem Fenster. Nach der Lektüre weiß man, was ich meine.) Aber auch vom Titel. Allein der Titel machte mich unglaublich neugierig. Dazu kommt, dass ich bisher nichts literarisches von Gaiman gelesen habe. Ich kenne Vorträge von ihm und Verfilmungen seiner Werke, und ich mag ihn und seine Ideen und Ansichten, aber gelesen habe ich noch nichts von ihm. Bis ich eben dieses kleine blaue Abenteuer in den Händen hielt. Wie gesagt, auch das deutsche Cover ist schön und auch der Rest des Buches ist schön aufgemacht. Schlägt man das Cover auf, sieht man auf der Innenseite eine Handschrift. Und da die digitale Welt es möglich macht, frage ich Gaiman über Twitter, ob das seine Handschrift ist. Und er sagt ja.

Wie schön ist das denn? Jetzt aber zum Inhalt.

Der Roman erzählt, wie der Ich-Erzähler wegen einer Beerdigung in die Gegend fährt, in der er aufgewachsen ist, und an einem kleinen Teich sitzend eine Geschichte aus seiner Kindheit erzählt, die Geschichte von ihm und Lettie Hempstock.

Was als naturalistische Erzählung beginnt, wird in der Erinnerung des Erzählers zu einer fantastischen Geschichte, bei der man nie sicher ist, wo die Grenze der Fantasie überschritten wird.

Mit einer wunderbar gelassenen, fast schon lakonischen Stimme erzählt Gaiman von Hexen und Geistern und den Ängsten, die jedes Kind kennt. Und wenn man durch ist und das Buch zuschlägt, ist man sich nicht sicher, ob man schon wieder in der Realität angekommen ist.

Ich hatte beim Lesen ein Gefühl von Terry Pratchett und Stephen King, die ich auch sehr gerne lese. Dies war also meine erste Geschichte von Gaiman. Aber bestimmt nicht die letzte.

 Der Ozean am Ende der Straße von Neil Gaiman wurde übersetzt von Hannes Riffel und erschien bei Eichborn.

Die erste Blüte an meinem Tulpenbaum.

Vor acht Jahren war ich auf der Geburtstagsgartenparty eines Freundes. Wir tollten da im Garten und so und irgendwann werde ich auf diesen riesigen wunderschönen Baum aufmerksam, dessen Blätter der Welt beste Blätterform haben und dessen Blüten aussehen wie orange-grüne Tulpenkelche. Alter, sage ich, was ist das für ein Baum? Und er sagt, das ist ein Tulpenbaum. Ich nicke, passender Name. So einen hätte ich auch gern. Der Freund dreht sich um und sagt zu seinem Vater, Faby hätte gerne einen Ableger vom Tulpenbaum. Der Vater strahlt mich an, wirklich? Ich habe unzählige in der Garage stehen. Ich nicke, er rennt und kommt kurz darauf mit einem süßen Pflänzchen wieder, vielleicht 23 Zentimeter hoch, zwei Blätter dieser schönen Form, sonst nichts.

Am Tag darauf, zuhause zeige ich meinem Vater das Pflänzchen und sage, das ist ein Tulpenbaum. Er lacht und sagt, sowas gibt es nicht. Ich sage, doch und der wird riesig. Wo ich ihn denn pflanzen dürfte. Er zeigt in die Mitte des Gartens und sagt, wenn er in 40 Jahren dann mal groß ist, wird er uns Schatten spenden. Ich pflanze also meinen Baum. Check.

Nach dem ersten Winter ist der vielleicht 70 Zentimeter große Stengel tot. Erfroren. Aber ganz unten, aus der Wurzel kommt ein zweiter Stamm. Nach zwei Jahren ist der Baum größer als meine 1,86 cm. Das kommt mir ein bisschen schnell vor, also schlage ich nach:

Der Tulpenbaum gilt als der größte Laubbaum Nordamerikas und ist auch in Mitteleuropa winterhart. Erst ab einem Alter von 20 Jahren zeigen sich die ersten Blüten.

Papa, sage ich, ich habe uns offensichtlich den größten Laubbaum Nordamerikas in den Garten gepflanzt mit einer Baumhöhe von 40 – 60 Metern.

Nach 5 Jahren überragt mich der Baum locker. Jetzt ist er seit acht Jahren da und ich freue mich jeden Sommer, wenn er seine 20 Jahre hat, damit er Blüten wirft. Heute kommt eine Mail aus dem Haus meiner Eltern mit dem obigen Foto. Anscheinend gefällt es ihm so gut, dass er jetzt schon die erste Blüte geworfen hat. Und sie ist wunderschön.

Ich freue mich auf die nächsten.

UPDATE 23. Juni 2016: Das Internet hat die alten Bilder geschluckt, deshalb habe ich eines aus diesem Jahr eingefügt. Immer noch der beste Baum der Welt. Trotzdem müssen wir ihn mittlerweile stutzen, damit er nicht das ganze Haus in den Schatten stellt.

Bäume im Mai 2011

Bäume im Mai

Bäume im Mai

Hiermit gelobe ich, mich diesen Sommer besser um meine Bäume zu kümmern. Aber ich glaube, den mittleren kleinen habe ich verloren.

Bäume im April 2011

Tree down!

Tree down!

Die langen Probezeiten fordern offensichtlich ihren Tribut. Ginko und dem großen Topf geht’s gut. Aber der kleine Topf hat wohl irgendwann zu wenig Wasser bekommen, alle Blätter sind braun. Mal sehen, ob ich ihn nochmal zum leben erwecken kann.

Bäume im März 2011 / Jahr 2

Yea, Ginko lebt wieder.

Yea, Ginko lebt wieder.

Der Kaffee ist entsorgt. Der Frühling schaut ab und an zum Fenster rein und hat aus dem Ginko wieder ein paar Blätter gekitzelt. Die anderen beiden Töpfe scheinen unverändert.

Eine gute Nachricht aber ist: Vor rund zwei Jahren haben die Apfel/Zitronen/Orangenbäumchen ihr erstes Foto bekommen. Und sie leben noch! In meinem Daumen scheint doch ein wenig Grün zu stecken.