Interview: Pierre Jarawan, Slam Poet und Autor von “Anders sein ist ganz normal.”

Pierre Jarawan, Slam Poet aus Kirchheim Teck, hat seine Texte sortiert und in ein Buch gepackt. Anders sein ist ganz normal ist der Titel und der rote Faden dieser Sammlung an Texten und Gedichten. Heute morgen hat er sich die Zeit genommen, mir ein paar Fragen zum Buch, zur Kunst und zu allem anderen zu beantworten. Dabei saß ich in Fellbach und er… zumindest nicht bei mir. Aber das Internet macht ja vieles möglich. Ein Schreibgespräch, unter anderem über das Schreiben.

Fabian: Pierre, ich hab’ in den letzten Tagen dein Buch lesen dürfen und ich muss sagen, bei fast jedem der Texte im Buch habe ich deine Stimme im Ohr gehabt.
Pierre: Das freut mich, weil das natürlich der Idealfall ist. Text und Vortrag gehen ja normalerweise Hand in Hand.

Aber andererseits habe ich Texte gefunden, die du – glaube ich – noch nie auf einer Bühne gemacht hast, oder?
Das stimmt. Das war mir auch wichtig. Ich glaube, das bringt ein gewisses Gleichgewicht in das Buch.

Gibt es für dich einen Unterschied zwischen Texten, die du “für’s Hören” schreibst und Texten, die explizit gelesen werden sollten? Also, schreibst du dann schon ganz anders?
Ja, aber der Unterschied ist nicht sehr groß. Einen Bühnentext strukturiere ich einfach anders. Die Effekte, die man damit erzielen will, sollten ja an der richtigen Stelle kommen. Außerdem muss man bedenken, dass die Zuschauer in der Regel nur 5-7 Minuten Zeit haben. Also schaue ich, dass ich keine allzu komplexen Bilder nehme, weil dann die Gefahr besteht, dass die Zuhörer sich in einem Bild verfangen, während der Text weiterläuft. Jemand, der einen Text liest, kann ihn sooft er will lesen – die Zuhörer haben immer nur diesen einen Moment.

Es sei denn, sie lesen sie nach.
Genau!

Eine Sache, die mir beim Lesen aufgefallen ist, sind die fließenden Übergänge von Lyrik in Prosa. Manche Texte sehen lyrisch aus, reimen sich aber nicht immer, aber plötzlich taucht eben doch ein Reimpaar auf. Wie sehr unterscheidest du zwischen Lyrik und Prosa? Und, falls man das fragen kann, welche Form ist dir lieber?
Ja, das stimmt. Ich mag diese Art zu Reimen sehr, weil sie so ungezwungen ist. Man hat einfach einen größeren Spielraum. Die Übergänge zwischen Lyrik und Prosa sind oft fließend. Ich habe eigentlich keine Form, die ich lieber mag. Ich finde, es gibt Themen, die eignen sich besser für Lyrik und andere, die eigenen sich besser für einen Prosatext, aber auch das kann man nicht grundsätzlich sagen.

Und dann sind da noch diese “Variationen einer Redewendungen.” Machst du das auch auf der Bühne? Oder wie kam es zu diesen Kürzesttexten?
Nein, höchstens Mal als Zugabe. Damit wollte ich einfach nur Redewendungen und Aphorismen hinterfragen, von denen die meisten glauben, sie seien besonders weise oder würden viel hergeben, wobei sie eigentlich eher oberflächlich sind.

Ein indirekter Aufruf, kritisch zu sein und nichts einfach so hinzunehmen?
Ja, im Prinzip sogar ein direkter Aufruf, die Dinge, die man liest, auch zu hinterfragen.

Hinterfragen, bzw. Kritisieren ist ein ganz gutes Stichwort. Seit Oktober bist du ja in München und studierst Theater-, Film- und Fernsehkritik. Wie ist der erste Eindruck?
Der erste Eindruck ist super. Wir sind an der Hochschule für Fernsehen und Film untergebracht, das Gebäude ist großartig, die Kommilitonen ebenfalls und die Kurse sind sehr interessant. Ich habe im Moment ziemliches Glück mit allem.

Was genau muss man sich denn unter dem Begriff vorstellen? Was sind denn die Ziele und Inhalte des Studiums? Und wieviele studieren das?
Im Prinzip genau das, was er aussagt: Man wird da zum Kritiker ausgebildet, zum Kulturjournalisten. Mit einem gewöhnlichen Studium ist das nicht zu vergleichen. Jedes Jahr werden etwa 5-7 Studenten angenommen, man studiert also in relativ kleinen Gruppen, kann viel produktiver arbeiten und der Praxisbezug ist sehr hoch. Inhalte des Studiums sind beispielsweise regelmäßige Besuche im Theater und Kino und Seminare wie “Musik im Horrorfilm”, “Feuilletonanalyse”, “Filmgeschichte” und so weiter. Ab und zu kommen Journalisten von außerhalb und geben Seminare zum Thema “Interview” oder “Reportage”.

Ist es schöner, selbst Kunst zu schaffen oder die Kunst anderer zu kritisieren?
Kunst selbst zu schaffen ist schöner. Kunst zu kritisieren ist aber natürlich wichtig. Der Begriff “Kritik” bedeutet ja nicht, per se etwas Negatives über einen Gegenstand zu sagen, es gibt ja auch positive Kritik. Kritik ist wichtig für die Entwicklung der Kunst.

Du hast es vorher schon kurz anklingen lassen, du hast im Moment ziemlich viel Glück mit allem: Das Buch, das Studium deiner Wahl und vor kurzem auch noch baden-württembergischer Poetry Slam Landesmeister. Habe ich etwas Wichtiges vergessen?
Nein, das ist ja auch mehr als genug.

Auf jeden Fall! Mit dieser Antwort nimmst du auch meine nächste Frage ein wenig vorweg: Bist du eher der Typ, der dann einfach mal alles Erreichte genießen kann oder strebst du gleich weiter?
Irgendwie beides. Ich genieße das alles im Moment sehr, aber ich finde es wichtig, sich nicht auf Erreichtem auszuruhen. Damit meine ich nicht möglichst viele Titel und Preise zu gewinnen – das kann man ohnehin nie planen – sondern, dass ich mich künstlerisch weiterentwickeln will.

Du bist ja extrem viel als Slam Poet unterwegs, fast jedes Wochenende. Ist dann überhaupt Zeit für extra Lesungen aus dem Buch?
Ja, aber im Moment versuche ich da ein Gleichgewicht herzustellen, also weniger Slams und mehr Solo-Shows zu machen.

Gibt es eine Anlaufstelle, wo man all deine Auftrittstermine findet?
Es gibt eine Facebook-Fanpage, wo ich regelmäßig poste, wo ich in den nächsten Wochen auftreten werde. Ansonsten hoffe ich, dass ich jetzt endlich bald eine Homepage zustande bekomme.

Gibt es bei all deinem Tun ein Projekt, was in nächster Zeit deine Aufmerksamkeit am meisten beanspruchen wird?
Neben dem zeitaufwändigen Studium will ich vor allem versuchen, die Solo-Show weiterzuentwickeln, um damit noch mehr auf Tour gehen zu können.

Zum Abschluss eine ganz andere Frage: Du bist zwar in Kirchheim Teck aufgewachsen, aber geboren bist du in Amman, Jordanien. Gibt es eine Eigenschaft, eine Sache an dir, von der du sagst, du hast sie von dort mitgebracht?
Nichts, was ich spontan anbringen könnte, ich finde, in mir eine ganz gute Mischung aus deutschen und libanesischen Einflüssen – mein Vater ist ja Libanese.

Eine Mischung ist immer gut. Pierre, vielen Dank für deine Zeit und die schönen Antworten! Ich wünsche dir viel Erfolg mit dem Buch, deinem Studium und natürlich mit dem Soloprogramm und ich hoffe, wir sehen uns bald auf einer Bühne wieder. Alles Gute dir!
Danke dir!

Meine Rezension von Anders sein ist ganz normal folgt bald, mehr über Pierre findet ihr auf seiner Facebook-Seite und im Lektora Interview.

Aufnahme: Hans Söllner über Alternative Lebensformen

An dem Gesprächsabend mit Hans Söllner habe ich mein Mikro aufgestellt und mitlaufen lassen. Da es ja eine Diskussion zwischen Hans und dem Publikum sein sollte (und wurde), wollte ich eher die Raumakustik aufnehmen, anstatt den direkten Mikroausgang von Hans. Hans ist ganz gut zu verstehen, bei den Fragestellern muss man genauer hinhören. Es ist eine ungeschnittene Aufnahme der bisschen mehr als anderthalb Stunden, die sehr schön wurden. Es gab eine Situation, in der ich im Nachhinein dachte, da hätte ich früher eingreifen können. Aber im Großen und ganzen lief der Abend gut ab. Wenn ihr den Player unten nicht seht, hier die Aufnahme auch direkt zum runterladen.

Interview bei Horads über die Jugendmedientage 2011 und Kreatives Schreiben

Noch ein Interview bei HoRadS. Diesmal ging es um die Jugendmedientage 2011 und meinen Workshop über Kreatives Schreiben. Wie letztes Mal: Um das Copyright zu umgehen, habe ich die komplette Musik rausgeschnitten und das Ding bei Soundcloud hochgeladen. So lange niemand von HoRadS meckert, werde ich es dort lassen.

Viel Spaß beim hören.

Artikel: Spezialist oder Allroundtalent? Der Journalist von Morgen.

Doch für Fabian Neithardt (sic!) ist das Schreiben dagegen „immer noch das Wichtigste.“ Als Schriftsteller und ehemaliger Radioredakteur vertritt Neithardt (sic!) die Meinung, dass nur ein ausgebildeter Journalist mit umfassendem Hintergrundwissen prägnante und informative Texte schreiben kann, die der Leser versteht.

Politikorange “Los!”, Seite 13

Im Rahmen der Jugendmedientage wurde ich von Politikorange zum Thema “Journalismus von Morgen befragt. Meine und die Meinung anderer gibt’s jetzt in der neuen Ausgabe.

Interview bei HoRadS über Poetry Slam und das Schreiben.

HoRadS ist das Hochschulradio Stuttgart, eine Zusammenarbeit aller Hochschulen und Universitäten Stuttgarts. Die Redaktion der Musikhochschule hat dort jeden Mittwoch ihre Sendung von 16-17 Uhr. Letzten Mittwoch war das Thema der Sendung “Poetry Slam” und ich durfte Clara Sondermann, der Moderatorin ein paar Fragen zu dem Thema beantworten. Eigentlich wollte ich dafür mit ins Studio kommen, aber Erkältung und Erschöpfung haben nur ein Telefoninterview möglich gemacht. In einem extra Beitrag von Juliane Tenzinger wurde erst kurz erklärt, was Poetry Slam eigentlich ist, dann habe ich mich mit Clara über Poetry Slam und das Schreiben generell unterhalten. Abgerundet wurde das Ganze mit einem Text von mir, der allerersten Straßenpoesie “Asphalt“. Um mal jedes Copyright zu umgehen, habe ich die komplette Musik rausgeschnitten und das Ding bei Soundcloud hochgeladen. So lange niemand von HoRadS meckert, werde ich es dort lassen.

Viel Spaß beim hören.

Obwohl es nicht wirklich viel Spaß macht, einem Verschnupften zuzuhören ;)

HoRadS Campusmagazin 12.10.11 – Poetry Slam by Fabian Neidhardt

Gewinner des 3. Twitter-Lyrik-Wettbewerbs

Schönes Ding: Die Jury des Twitter-Lyrik-Wettbewerb hat mich zum Gewinner gekürt. Mein Tweet:

Sehe Bilder aus Japan, bin erschüttert und denke: Was für ‘ne Scheiße. Finde kein Bier im Kühlschrank, bin erschüttert und denke dasselbe.

Die Begründung:

Der Beitrag hebt sich wohltuend, gekonnt und provozierend vom Betroffenheitskitsch und anderer »Katastrophenlyrik« ab. In sarkastisch-ironischer Weise bringt er die kurze Aufmerksamkeitsspanne auf den Punkt, die selbst eine so unvorstellbare Katastrophe wie die in Japan sowohl beim Einzelnen als auch in den Medien bekommt. Gerade noch »erschüttert«, sind im nächsten Augenblick schon wieder alltäglich banale Dinge wichtiger oder andere Medienthemen wie EHEC und Frauenfußball bestimmen die Schlagzeilen. Es ist ein gesellschaftskritisches und politisches Gedicht im besten Sinne und eine Variation des Brechtschen Wortes: »Erst kommt das Fressen und dann die Moral.«

Gerade weil die Katastrophe in vielen Gedichten mit »erstickten Schreien«, »Schreien, die in der Luft gefrieren« oder »dem Aufschrei der Trauernden« peinlich verkitscht wurde, stellt das Gewinnergedicht die Realität mit schlichter Wortwahl dar. Es mag provozieren und anecken – und das ist gut!

Obwohl dies kein weiteres Entscheidungskriterium für die Jury war, drückt dieses Gedicht das aus, was wir mit dem Wettbewerb bewirken wollten: Vergesst die Opfer nicht, weder die in Japan noch die der anderen Katastrophen, egal ob durch Menschen oder Natur verursacht.

Danke! Freut mich sehr! Beim Literaturcafé gibt es auch ein Interview mit mir über den Wettbewerb. Das Buch Twitter-Lyrik 3 gibt’s bei den bekannten Onlinehändlern und im analogen Buchhandel. Das Preisgeld, als auch der komplette Erlös des Buchverkaufs geht an Save the Children, zugunsten der Katastrophenopfer in Japan.

Interview: Leah stellt 5 Fragen an mich über Straßenpoesie.

Leah von Splitter von Glück hat eine Interviewreihe namens 5 Fragen an. Dort beantworten ihr Menschen fünf oder mehr Fragen zu einem Thema, in dem sich diese Menschen auskennen und das Leah interessiert.

Gestern durfte ich ihr ein paar Fragen zum Thema Straßenpoesie und Sprache allgemein beantworten. Es sind mehr als fünf Fragen und eine extra Postkarte geworden, eine Geschichte also, die nur bei Leah zu lesen sein wird.

Viel Spaß mit dem Interview und der Geschichte, vielen Dank nochmal an Leah, dass ich ihr ein bisschen was erzählen durfte.

 

Interview: Kim Frank, Autor des Buches “27″

Kim Frank (Bild: Privat)

Kim Frank (Bild: Privat)

Kurz vor und nach dem Millenium gab’s in Deutschland eine extrem bekannte Band namens Echt. Da waren ganz coole Songs, die sie gespielt haben, bis sie sich 2002 aufgelöst haben. Frontsänger Kim aber blieb künstlerisch extrem aktiv. Er fotografiert gerne, spielte die Hauptrolle in NVA, synchronisiert Animationsfilme, veröffentlichte ein Soloalbum ( Hellblau ) und bringt dieses Jahr seinen Debütroman 27 auf den Markt. Die Rezension für den Roman folgt am 2. Mai, hier erstmal mein Interview mit Kim über seinen Roman und das Künstlertum generell. Es ist ein sonniger Tag, als ich die Fragen tippe und es bleiben durchgehend sonnige Tage, bis ich die antworten per Mail zurückbekomme:

Hallo Kim,
zuallererst nehme ich mir Freiheit und erlaube mir die Frechheit, dich zu duzen. Und direkt danach erstmal ein großes Danke, dass du dir die Zeit für ein paar Fragen nimmst. Also, los:

Kim, du machst Musik, du schauspielerst, du arbeitest als Regisseur und Fotograf und sprichst ab und an bei Hörspielen mit. Und jetzt bringst du auch noch deinen Debütroman auf den Markt. Wie kommt’s? Bist du mit den anderen Tätigkeiten nicht ausgelastet genug?

Doch, im Grunde habe ich genug zu tun. Freunde von mir fragen manchmal, wann ich das überhaupt mache. Aber ich lebe und liebe meine Arbeit.
Obwohl ich Unterschiedliches mache, tue ich es immer voll und ganz und mein Grundsatz ist: Du schaffst nur so viel, wie Du schaffst.
Banal, aber wirksam um das Leben und die Freundin nicht zu vernachlässigen.

Wenn dich jemand fragt, was du machst, was antwortest du dann? Bist du dann einfach nur Künstler oder hast du eine “Lieblingskunst”, die du ausführst?

Künstler ist schon mein Lieblingsbegriff, aber einige Menschen reagieren darauf negativ, wenn ich mich so nenne, da sie irgendwie der Meinung sind, das dürften nur andere von einem behaupten, dass man Künstler ist.
Ich bin Kim.
Ich erzähle Geschichten.
Ob in Liedern, Bildern, Worten, es sind und bleiben Geschichten.

Und welchen “Job” gibt es denn, den du noch gern mal machen würdest?

hahaha…
Spontan fällt mir keiner ein.
Mein Job ist mein Traumjob, also immer der, den ich aktuell mache.

Widmen wir uns deinem Buch. In 27 geht es um den Klub 27, dieser ungewöhnlichen Ansammlung an Musikern, die im Alter von 27 Jahren gestorben sind. Und es geht um Mika, der selbst die unbändige Angst hat, mit 27 zu sterben. Da du selbst die 27 Jahre überschritten hast, frage ich mich, was ist deine persönliche Angst?

Ich habe durchaus auch unter Todesangst gelitten, auch Panikattacken gehören zu meinem Gefühlsportfolio. Aber in meinem Leben wurden meine Ängste nie so lebensbeeinflussend, dass ich lebensunfähig wurde.
Meine größte Angst ist zu versagen , nicht geliebt zu werden und sie ist gleichzeitig mein größter Motor.

Als ich dein Buch gelesen habe, diese Beschreibung über Musik, gute Songs und das Bandleben, da bekam ich immer Lust, meinen Plattenspieler anzuwerfen. Als du das Buch geschrieben hast, hast du dann nicht Lust bekommen, wieder Musik zu machen?

Nein aber ich habe auch sehr viel Musik beim schreiben gehört.
Viel Doors und Jimy Hendrix, Bob Dylan und Chet baker.

Die Exzesse, die du im du im Buch beschreibst. Eigene Erfahrung oder irgendwo auch das Bedienen von Klischees?

Der Roman ist Fiktion und in diesem Fall dramatisierte Realität mit einer ordentlichen Portion Phantasie, wenn ich so ausweichend antworten darf.

Inwiefern unterscheidet sich das Songs schreiben vom Buch schreiben? Und falls man das sagen kann, was ist einfacher?

Ein Song hat eine klare Struktur. Natürlich kann man sich eine aussuchen, aber die ist dann sehr klar. Ein Popsong hat fast immer einen Refrain oder eine Hook, auf die der Rest des Textes zuläuft. So etwas gibt es im Roman zwar auch. Diese Zeilen, die plötzlich alles auf den Punkt zu bringen scheinen, was die letzten Kapitel aufgebaut haben. Dennoch darf ein Roman eine komplett eigenständige Struktur haben und daher ist es umso schwerer, sich nicht zu verlieren und natürlich ist es ein weitaus langwieriger Prozess einen Roman, als einen Song zu schreiben. Von schwer oder einfach kann aber dennoch nicht die Rede sein.

Das Buch kommt im Mai in den Handel und du wirst dann auch auf Lesetour gehen. Leider immer zu weit weg, als das ich mal vorbeikommen könnte.

Sind deine Lesungen denn dem Buch gemäß Rock’n’Roll oder eher Wasserglaslesungen?

Am 02.05., also am Tag der Veröffentlichung, mache ich mit Freunden eine Lesung, die denke ich, sehr Rock ‘n Roll wird. Es wird Kühlschränke geben, aus denen man sich einfach bedienen kann, Eva Briegel, Axel Bosse und viele mehr werden Songs von Mitgliedern des Klub 27 spielen und ich werde mit z.B. Detlev Buck und Niels Ruf lesen. Das Ganze wird gefilmt und dann auf 27s eignem Tape.tv Kanal anzusehen sein.

Ich freue mich sehr darauf.
Bei den Feels Like Home Lesungen Mitte Mai wird auch Musik gemacht werden. Wie eine eigene Lesereise, sollte es eine geben, aussehen wird, kann ich noch nicht sagen, aber hoffentlich werden sie dem Buch gerecht.

Und was ist das nächste Projekt? Ein weiteres Buch? Oder ein Film? Oder Musik?

Leider kann und will ich über meine Nächsten Projekte noch nicht schreiben, aber ich freue mich sehr auf die nächsten zwei Jahre und alles was da kommt, vor allem freue ich mich aber darauf, 27 endlich raus zu bringen.

Ich bin auf die nächsten Sachen von dir sehr gespannt, sage nochmals Danke für die Zeit und wünsche dir alles Gute und viel Erfolg mit 27!

PS: Achja, zwei Fragen noch:

Auf dem Cover von “27” ist eine Frau drauf und das ist nicht Janis Joplin. Wer ist das?

Kristen Pfaff, Bassistin von HOLE, eigentlich wäre Janis Joplin korrekt, aber irgendwie sah es so einfach cooler aus.

In welcher Sprache singt “Fears” denn? Oder anders gefragt, in welcher Sprache schreibt Mika?

Ich weiss es selber nicht, aber ich würde sagen englisch.
Vielleicht kommen sie aus Brighton.
Aber ich habe das absichtlich, auch für mich selbst nie fest gelegt

Beste Grüße
KIM

Vielen Dank von meiner Seite aus an Kim für das Interview und an Rowohlt für das Buch und die Möglichkeit des Interviews! Wie Kim schon gesagt hat, am 02.05. steigt das Kick Off in Berlin mit tollen Gästen, die sonstigen Termine sind:

11. Mai, Köln, Underground

13. Mai, Berlin, Hotel Michelberger

14. Mai, Lüneburg, Salon Hansen

15. Mai, Hamburg, Knust

Auf der Homepage des Romans gibt es sowohl einen Trailer für das Hörbuch (auch gesprochen Kim), als auch eine Leseprobe von 27. Enjoy!

Interview: faby mit Simon Felix im Doppelinterview bei globe-m

Logo von globe-m

Logo von globe-m

Leider schon ein bisschen lönger online, aber erst gerade über Simon Felixs Blog gefunden: Ein Doppelinterview, welches Lino Wirag mit und für das Kunstmagazin globe-m geführt hat.

Hauptsächliches Thema des Interviews ist die Slam BW Meisterschaft. Viel Spaß beim Lesen – faby

Little Brother: Interview mit Kilian Kissling, Marketingleiter des Argon Verlag.

Kilian Kissling

Kilian Kissling

Wie versprochen, hier das Interview mit Kilian Kissling, Marketingleiter des Argon Verlag und Hauptverantwortlicher des Little Brother Projektes.

Wie schon bei Lea haben wir das Interview per Facebookchat gemacht. Die Distanz nach Berlin ist doch ein bisschen weit, um mal kurz für ein Interview vorbeizufahren.

Das wär ja fast so verrückt, wie: Mal kurz für eine Pressekonferenz nach Berlin zu fahren ;)

Deshalb also ein Mittwochnachmittag und zwei Stunden Zeit zum tippen: Continue reading

Interview: Lea Korte, Autorin von “Die Maurin”

Lea Korte

Lea Korte

Wie bei der Rezension versprochen, das Interview mit Lea Korte, ihres Zeichens Autorin der historischen Romane “Die Nonne mit dem Schwert” und “Die Maurin“:

Es ist ein sonniger Nachmittag in Deutschland und aufgrund der weiten Entfernung konnten wir uns leider nicht persönlich treffen. Ich wollte aber nicht einfach nur eine Sammlung von Fragen verschicken, also haben wir etwas Neues probiert:

Ein Interview im Facebook-Chat! Es ist textbasiert und somit leicht zu kopieren, aber viel flexibler als eine Ansammlung von Fragen in einer Mail.

Das hat leider nicht ganz so geklappt, wie wir das wollten, deshalb sind wir auf die Facebookmail umgestiegen. Und das hat auch super geklappt. Hier also das Interview: Continue reading