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Kategorie: Leben (Seite 80 von 250)

Vorlesen: Lange Nacht der Literatur in Ludwigsburg am 21.6.2014

Litera Freak e.V. präsentiert:

Lange Nacht der Literatur mit 12 bis 12

– Lesung von 12 Autorinnen und Autoren bis Mitternacht –

21.06.2014, 19:30 Uhr bis 24:00 Uhr

Stuttgarter Torhaus, Stuttgarter Straße 62, 71636 Ludwigsburg

Weil seit unserer letzten Literaturnacht schon einige Zeit verstrichen ist, möchten wir die damals erfolgreiche Aktion endlich wiederholen. Diesmal in unserem kühlen und kerzenbeschienenen Torhaus. 12 Autorinnen und Autoren aus allen Genres von Horror über Krimi bis zur Lyrik, die teils eine lange Reise für Euch antreten, um dabei zu sein, werden ab 19:30 Uhr in 3 Blöcken ihre Werke vorstellen.

Lesen werden Alfred Berger, Andrea Kuritko, Bernd Lange, Terry Kajuko, Julius Wilhelm Steckmeister, Claudia Bachmann-Goronzy, Ralf Waiblinger, Heike Adami, Monja Schneider, Fabian Neidhardt, Farina De Waard und Ralf Preusker.

Wir versprechen Euch eine große und bunte Vielfalt an Werken, Stimmen und Eindrücken. Wir freuen uns auch über einen regen Austausch zwischen den Vortragenden untereinander und mit dem Publikum bei Buchverkauf und Signieren. Dafür habt Ihr zwischen den Blöcken immer eine halbe Stunde Zeit.

Für Getränke, kleine Häppchen und Kaffee ist gesorgt. Eintritt 3/5 € (nur zur Finanzierung des leiblichen Wohls).

Eigentlich ist damit schon alles gesagt. Ich werde aus „Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem Türrahmen“ lesen, ab 22:45 Uhr. Und natürlich habe ich Exemplare zum Verkaufen dabei. Kommt also zuhauf!

Roman: Roter Mond von Benjamin Percy

Der erste Satz aus Roter Mond:

Er kann nicht schlafen.

Der gesamte Roman, dieses Epos über 638 Seiten und mehrere Jahre Laufzeit, ist komplett im Präsenz geschrieben. Ich will das gar nicht komplett schlecht reden, es gibt gute Romane, die im Präsenz geschrieben sind. Aber bei diesem hier funktioniert es gar nicht. Bis zum Ende hat mich diese Wahl der Zeitform nur gestört. Und das blieb nicht das Einzige. Ich hatte hohe Erwartungen an Roter Mond. Ich hatte keine Ahnung, wer Benjamin Percy ist, aber bei Penhaligon erscheinen Romane wie die Game of Thrones – Reihe und das großartige Ready Player One. Und das vorliegende Buch wurde sehr groß angepriesen und als 1984 plus Werwölfe bezeichnet. Das hätte was werden können. Für mich wurde es aber überhaupt nichts. Percy irritiert seinen Leser erstmal mit sehr vielen Personen und Erzählsträngen, die noch nichtmal richtig etabliert werden, sie werden nur angerissen. Dann rotzt er mit einem nüchternen Erzählstil eine riesige Geschichte hin, in einem Tempo und in einer Distanz, die keinerlei Empathie oder Emotion zulässt. Viele Ideen der Geschichte sind schön, da hätte man was großes daraus machen können, wenn man ihnen Zeit gelassen hätte. Stattdessen folgt Abschnitt auf Abschnitt mit neuen Wendungen und Zeitsprüngen, bis ich irgendwann zwar das Buch durch hatte, aber schon lange keinen Versuch mehr unternahm, wirklich in der Geschichte zu sein. Das wurde mir trotz aller Versuche nicht gegönnt.

Roter Mond ist der zweite Roman von Benjamin Percy, der unter anderem für den Esquire schreibt. Derzeit, so seine Homepage, arbeitet er an der Adaption von Roter Mond als Fernsehserie. Darauf freue ich mich, denn, wie gesagt, in dem Buch stecken viele schöne Ideen und Gedanken. Das könnte eine spannende Sache werden. In Buchform hat es mich dagegen überhaupt nicht berührt. Muss man wirklich nicht lesen. Warten wir lieber auf die Serie.

Roter Mond von Benjamin Percy wurde übersetzt von Michael Pfingstl und erschien bei Penhaligon

Das wahrscheinlich beste Bild des Jahres.

Ihr seht das nicht, aber das ist der Sternenhimmel an einem Sommerabend. Ich, auf dem Rücken liegend. Warmer Steinboden darunter. Das Geräusch von Leben und spielenden Kindern im Ohr. Die beiden Köpfe, die meinen Körper als Kissen nehmen, fühlen sich gut an. Sie reden und lachen und ich höre zu und schweige und lächle.

Aber die Kamera kann das nicht einfangen. Ich glaube, keine Kamera kann jemals irgendwas festhalten. Es sind immer nur Lesezeichen für unsere Erinnerung. Marker, die die Fußspur unseres Lebens hier und da hervorheben.

Original und in verkürzter Form hier erschienen.

Was übrig bleibt: „“Die Geschichte wiederholt sich“ ist nur eine andere Art zu sagen, dass die Vergangenheit nach…“

““Die Geschichte wiederholt sich“ ist nur eine andere Art zu sagen, dass die Vergangenheit nach Harmonie strebt.”

Der Anschlag – Stephen King
Originalpost auf „was übrig bleibt“ http://ift.tt/1owMLDm

Was übrig bleibt: „Ich glaube, eine Geschichte zu erzählen, ist der Versuch, die Komplexität des Lebens begreiflicher…“

“Ich glaube, eine Geschichte zu erzählen, ist der Versuch, die Komplexität des Lebens begreiflicher zu machen. Es ist das Bemühen, Ordnung von Chaos zu trennen, Muster von Willkür. Andere Mittel dafür sind Tarot und Wissenschaft”

Das unerhörte Leben des Alex Woods – Gavin Extence
Originalpost auf „was übrig bleibt“ http://ift.tt/1nAGaHz