Die Ente hat einen Eintrag verfasst, in dem er all die Sätze reingepackt hat, die er mal für Geschichten verwenden wollte, das aber nicht geschafft hat. Ich hab die Sätze gelesen und dachte, jea daraus kann ich mir eine Schreibübung machen. Hier also eine spontane Geschichte, alle fetten Sätze sind nicht von mir und waren die Grundlage für den Rest:
Am 10.10.10 wird die Anthology der Gier auf der Buchmesse Frankfurt veröffentlicht. Diese Kunstsammlung um das Thema Gier wird vom Verlag michason & may in einer Auflage von 500 Stück veröffentlicht. Jedes Buch ist handschriftlich nummeriert!
Ich freue mich, in dieser Anthologie auch vertreten zu sein mit dem Text “Das Glück im Wasserglas”
(Zumindest ist das der Titel, den ich der Geschichte gegeben habe. Ich weiß aber nicht, ob dieser beibehalten wird.)
Dieses Softcoverbuch mit 40 verschiedenen Werken zum Thema “Gier” auf 64 Seiten (durchgehend farbig) kann jetzt schon im Shop zum Preis von 12 Euro vorbestellt werden.
Geliefert wird dann ab 11.10.10. Dann sollte das Buch auch im üblichen Handel erhältlich sein.
Geschrieben von faby on Aug 14, 2010 in Schreiben, Texte
Es ist ein junges Pärchen. In beiderlei Hinsicht. Sie liegen in ihrem Bett, bei geschlossenen Türen und sie sind nackt. Es ist das erste Mal. In jeglicher Hinsicht.
Aber irgendwie funktioniert es nicht. Irgendwann hört er auf. Er verschwindet ins Bad. Als er wiederkommt, liegt sie unter der Decke. Sie entschuldigt sich, aber er schüttelt den Kopf. Er küsst sie, lächelt und meint, alles wäre in Ordnung und beim nächsten Mal würde es klappen.
Er weiß nicht ob es seine Fähigkeit ist, Gedanken zu lesen oder in die Zukunft zu schauen. Aber auf einmal und mit unabänderbarer Sicherheit weiß er, dass es kein nächstes Mal geben wird. Und er schüttelt innerlich den Kopf und denkt, ohne seine Kräfte hätte es ein schöner Tag samt guter Erinnerung werden können.
Sonne prallt auf den Asphalt. Seit Tagen war der Mond nicht mehr zu sehen gewesen. Die einzige Abkühlung waren ein paar kleine Schafwolken. Über dem schwarzen Teer flimmert die Luft. Der bunt bemalte Bus, der am Straßenrand auf dem ADAC wartet, versinkt langsam im Boden. Nicht so schnell, dass wir aufspringen und schreiend davonrennen, aber dennoch unaufhaltsam.
Sonne prallt auf den Asphalt. Fußabdrücke von leichten Mädchen in Stöckelschuhen sehen aus wir vorgefertigte Löcher für Pfennige. Schade, dass davon nur noch so wenig im Umlauf sind.
Sonne prallt auf den Asphalt. Es ist heiß und denken ist langsam.
Harmonie ist scheiße.
Wir müssen unsere Herzen brechen, damit wir uns wirklich lieben können. Wir müssen sie beide brechen. Sie in richtig kleine Stücke reißen. Gegenseitig. Und dann müssen wir einen Haufen machen aus den Scherben unserer Herzen. Einen blutroten, pochenden Haufen. Und diesen teilen wir in der Mitte und puzzeln uns neue Herzen zusammen. Und dann schlägt in jeder Brust ein Teil des Herzens des anderen. Und dadurch, dass wir dann fühlen, was der andere fühlt, können wir ihn richtig lieben. Und weil sein Teil in unserer Brust immer noch uns liebt, können wir uns selbst richtig lieben. Erst dann können wir richtig lieben.
Harmonie ist scheiße. Lass uns unsere Herzen brechen und endlich anfangen, uns zu lieben.
Segel: "Es gibt keinen Gott außer Allah und Muhammad ist sein Prophet" Rumpf und Ruder: "Ich glaube an Gott und an seinen Engel, seine Bücher, seine Propheten, an den Jüngsten Tag, die Vorherbestimmung, das Gute und Böse und an die Wiederauferstehung nach dem Tode." (Quelle: payer.de)
Durch das Bildverbot im Islam hat sich die Kalligraphie in dieser Kultur zu einer herausragenden Kunstform erhoben. Aus Worten Bilder zu schaffen, habe ich sonst kaum so ausgeprägt gefunden. Weiterlesen…
Geschrieben von faby on Jun 25, 2010 in Schreiben, Texte
Wenn er nicht ab und zu seine Hemden wechseln würde, könnte man meinen, er verbringe sein ganzes Leben in dieser Schenke. Wir treffen uns einmal im Monat und egal, ob ich pünktlich, zu spät oder gar eine Stunde zu früh komme, der blinde Mann sitzt immer am gleichen Tisch in der Ecke, seinen Rücken dem Eingang zugewendet, sein Glas direkt unter seiner Nase und beide Hände auf einem seiner zerlesenen Bücher. Weiterlesen…
Geschrieben von faby on Jun 24, 2010 in Leben, Schreiben
Der erste Satz von "Bruce Lee"
Eigentlich wollte ich nur einen Post über die ersten Sätze von meinen Texten schreiben. Einzelne Sätze, oft sogar die ersten Sätze, sind die Anfänge von vielen Texten.
Manchmal fallen einem einfach coole Sätze ein, die einem dann tagelang, manchmal gar wochenlang im Kopf rumspuken. Und dann entstehen irgendwann Geschichten daraus.
Ein paar dieser ersten Sätze, aus denen dann die Geschichten entstanden sind, sind folgende:
Es war der Spaziergang auf der Autobahn, der mir meine erste Nacht im Gefängnis einbrachte. — Die Radioliste
Geschrieben von faby on Jun 18, 2010 in Textgedanken
Das Gedicht Bruce Lee ist in den Tagen auf dem Kaunerberg entstanden. Ich hatte der Truppe am Abend zuvor einige meiner Texte dargeboten und auf dem Weg am Wasserlauf den Berg hinauf meint Jan zu mir:
“Wasser ist ein krasses Element” sage ich,
als wir nach Tagen des Wanderns in luftarmen Höhen endlich wieder auf eine Quelle stossen und uns daran laben.
Er nickt und sagt: “Bruce Lee sagt: Be water my friend.”
und trinkt.
“Wasser ist ein krasses Element” schreie ich,
als wir auf der geheimen Insel gestrandet sind und jetzt im Wasser am Rand des Wasserfalls stehen, während zwei Schönheiten gerade wieder aus dem Wasser unter uns auftauchen.
Er nickt und schreit: “Bruce Lee sagt: Be water my friend.”
und springt.
“Wasser ist ein krasses Element” lalle ich,
als wir in Skandinavien in einem Hotel aus Eis an der Bar sitzen und aus Eisgläsern Cocktails mit coolen Namen schlürfen.
Er nickt und lallt: “Bruce Lee sagt: Be water my friend.”
und bestellt die nächste Runde.
“Wasser ist ein krasses Element” seufze ich,
als wir nach einer Oper ohne Pause am Straßenrand stehen und unser Urin zwischen den Lackschuhen hindurchfließt.
Er nickt und sagt: “Bruce Lee sagt: Be water my friend.”
und steigt wieder ins Auto. Ich schaue ihm nach, lächle und verstehe den Spruch immer noch nicht.
“Wasser ist ein krasses Element” denke ich,
als ich nach der Weltumsegelung kurz vorm Ziel ins Wasser falle und nicht mehr hochkomme.
Ich stelle mir vor wie er an Bord steht, nickt und sagt: “Bruce Lee sagt: Be water my friend.”
und ich denke, näher werde ich dem wohl nie kommen.
So, schön war’s! Bis Runde 7 hat mokita (das Buch) es durchgehalten. War ‘ne schöne Zeit, ich hab mich über all die Kommentare, Anmerkungen und Kritik gefreut!
Ich wünsche den verbleibenden viel Glück. Und wer dennoch Interesse an dem Gesamtwerk mokita hat, es gibt ja noch die Betaleser Option
Nach 12 Stunden erholsamen Schlafes nach einem Tag im Mercedes Benz Museum nach einem krassen Slam BW - Wochenende in Heidelberg muss ich eigentlich gleich los.
Aber ich wollte euch kurz Bescheid sagen:
Mokita ist in Runde 7. Sechs verbleibende Manuskripte zum lesen bis Seite 29. Weiterlesen…
Noch sieben Manuskripte sind im Rennen und Mokita ist noch dabei! Man kann mittlerweile bis Seite 22 lesen, was bei Mokita ganz gut kommt. Ist ein schöner Cliffhanger
In diesem Fall wiederhole ich mich gern: Jeder registrierte kann diese Woche erneut wählen. Und alle anderen können sich jederzeit registrieren.
Das Hörspiel hört auf den Namen “Das Talent 2010″ und ist ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Blogger. Geschrieben von Bloggern, gesprochen von Bloggern, dirigiert von Bloggern und geschnitten von Bloggern. Jeder arbeitet an und mit seinem PC an seinem Stück und raus kommt nach fast einem Jahr ein Hörspiel.