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Text: Entensätze.

Geschrieben von faby on Aug 27, 2010 in Texte

Die Ente hat einen Eintrag verfasst, in dem er all die Sätze reingepackt hat, die er mal für Geschichten verwenden wollte, das aber nicht geschafft hat. Ich hab die Sätze gelesen und dachte, jea daraus kann ich mir eine Schreibübung machen. Hier also eine spontane Geschichte, alle fetten Sätze sind nicht von mir und waren die Grundlage für den Rest:

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Text: Superheldenkräfte können einem ganz schön den Tag versauen.

Geschrieben von faby on Aug 14, 2010 in Schreiben, Texte

Es ist ein junges Pärchen. In beiderlei Hinsicht. Sie liegen in ihrem Bett, bei geschlossenen Türen und sie sind nackt. Es ist das erste Mal. In jeglicher Hinsicht.
Aber irgendwie funktioniert es nicht. Irgendwann hört er auf. Er verschwindet ins Bad. Als er wiederkommt, liegt sie unter der Decke. Sie entschuldigt sich, aber er schüttelt den Kopf. Er küsst sie, lächelt und meint, alles wäre in Ordnung und beim nächsten Mal würde es klappen.
Er weiß nicht ob es seine Fähigkeit ist, Gedanken zu lesen oder in die Zukunft zu schauen. Aber auf einmal und mit unabänderbarer Sicherheit weiß er, dass es kein nächstes Mal geben wird. Und er schüttelt innerlich den Kopf und denkt, ohne seine Kräfte hätte es ein schöner Tag samt guter Erinnerung werden können.

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Straßenpoesie: Asphalt

Geschrieben von faby on Jul 31, 2010 in Texte

Direkt aus der Schreibmaschine getickert.

Direkt aus der Schreibmaschine getickert.

Sonne prallt auf den Asphalt. Seit Tagen war der Mond nicht mehr zu sehen gewesen. Die einzige Abkühlung waren ein paar kleine Schafwolken. Über dem schwarzen Teer flimmert die Luft. Der bunt bemalte Bus, der am Straßenrand auf dem ADAC wartet, versinkt langsam im Boden. Nicht so schnell, dass wir aufspringen und schreiend davonrennen, aber dennoch unaufhaltsam.

Sonne prallt auf den Asphalt. Fußabdrücke von leichten Mädchen in Stöckelschuhen sehen aus wir vorgefertigte Löcher für Pfennige.  Schade, dass davon nur noch so wenig im Umlauf sind.

Sonne prallt auf den Asphalt. Es ist heiß und denken ist langsam.

 
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Text: Harmonie ist scheiße.

Geschrieben von faby on Jul 21, 2010 in Texte

Harmonie ist scheiße.
Wir müssen unsere Herzen brechen, damit wir uns wirklich lieben können. Wir müssen sie beide brechen. Sie in richtig kleine Stücke reißen. Gegenseitig. Und dann müssen wir einen Haufen machen aus den Scherben unserer Herzen. Einen blutroten, pochenden Haufen. Und diesen teilen wir in der Mitte und puzzeln uns neue Herzen zusammen. Und dann schlägt in jeder Brust ein Teil des Herzens des anderen. Und dadurch, dass wir dann fühlen, was der andere fühlt, können wir ihn richtig lieben. Und weil sein Teil in unserer Brust immer noch uns liebt, können wir uns selbst richtig lieben. Erst dann können wir richtig lieben.
Harmonie ist scheiße. Lass uns unsere Herzen brechen und endlich anfangen, uns zu lieben.

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Text: Juni 2010

Geschrieben von faby on Jun 25, 2010 in Schreiben, Texte

Wenn er nicht ab und zu seine Hemden wechseln würde, könnte man meinen, er verbringe sein ganzes Leben in dieser Schenke. Wir treffen uns einmal im Monat und egal, ob ich pünktlich, zu spät oder gar eine Stunde zu früh komme, der blinde Mann sitzt immer am gleichen Tisch in der Ecke, seinen Rücken dem Eingang zugewendet, sein Glas direkt unter seiner Nase und beide Hände auf einem seiner zerlesenen Bücher. Weiterlesen…

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Gedicht: Bruce Lee

Geschrieben von faby on Jun 7, 2010 in Schreiben, Texte

“Wasser ist ein krasses Element” sage ich,
als wir nach Tagen des Wanderns in luftarmen Höhen endlich wieder auf eine Quelle stossen und uns daran laben.
Er nickt und sagt: “Bruce Lee sagt: Be water my friend.”
und trinkt.

“Wasser ist ein krasses Element” schreie ich,
als wir auf der geheimen Insel gestrandet sind und jetzt im Wasser am Rand des Wasserfalls stehen, während zwei Schönheiten gerade wieder aus dem Wasser unter uns auftauchen.
Er nickt und schreit: “Bruce Lee sagt: Be water my friend.”
und springt.

“Wasser ist ein krasses Element” lalle ich,
als wir in Skandinavien in einem Hotel aus Eis an der Bar sitzen und aus Eisgläsern Cocktails mit coolen Namen schlürfen.
Er nickt und lallt: “Bruce Lee sagt: Be water my friend.”
und bestellt die nächste Runde.

“Wasser ist ein krasses Element” seufze ich,
als wir nach einer Oper ohne Pause am Straßenrand stehen und unser Urin zwischen den Lackschuhen hindurchfließt.
Er nickt und sagt: “Bruce Lee sagt: Be water my friend.”
und steigt wieder ins Auto. Ich schaue ihm nach, lächle und verstehe den Spruch immer noch nicht.

“Wasser ist ein krasses Element” denke ich,
als ich nach der Weltumsegelung kurz vorm Ziel ins Wasser falle und nicht mehr hochkomme.
Ich stelle mir vor wie er an Bord steht, nickt und sagt: “Bruce Lee sagt: Be water my friend.”
und ich denke, näher werde ich dem wohl nie kommen.

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Text: Der Tag des Eichhörnchens

Geschrieben von faby on Feb 15, 2010 in Schreiben, Texte

Der Klang der Melodie berührte die Seele des Eichhörnchens jedes Mal, wenn Maurice auf seiner Klarinette spielte. Unzählige Stunden seines Lebens, welches niemals die Ziellinie zu erreichen schien, verbrachte der Mönch in der Natur und jedes Mal war er aufs neue fasziniert, wie wunderschön sie war. Gefühle erfüllten ihn. Gefühle, die niemals durch Worte ausgedrückt werden können. Gefühle, die ihren Weg aus seiner Seele nur durch den Klang seiner Klarinette finden können. Weiterlesen…

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Kürzestgeschichte: Wer? - Tommy!

Geschrieben von faby on Feb 9, 2010 in Allgemein, Schreiben, Texte

Die Kleinstgeschichte von Wer? - Tommy! Dazu passend das Drabble.

Mein Name ist Kasimir und ich muss Ihnen sagen, ich bin stumm. Nicht weiter tragisch. Denn hören Sie, meine Damen und Herren, Sie sind taub.

 
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Drabble: Wer? - Tommy!

Geschrieben von faby on Feb 5, 2010 in Schreiben, Texte

Die Drabble-Version von Wer? - Tommy!

Mein Name ist Kasimir Dax. Meine Damen und Herren, es tut mir leid, ihnen dass sagen zu müssen, aber ich bin stumm. Ich rede die ganze Zeit, forme mit meinen Lippen Worte und Sätze aus Buchstaben. Ich rede all die Zeit, aber ich sage nichts. Und sie hören mir interessiert zu, die ganze Zeit. Sie nehmen die Worte auf, lassen sie auf der Zunge zergehen, spielen in ihrem Kopf mit dem Sinn, lassen ihre Gedanken kürzere und längere Spaziergänge verbringen. Sie hören zu, all die Zeit, aber sie verstehen nichts. Denn mit Verlaub, meine Damen und Herren, sie sind taub.

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Tweet: Einsendungen zum deutschen Twitter-Kurzgeschichtenpreis 2010

Geschrieben von faby on Jan 31, 2010 in Leben, Schreiben, Texte

© Murat Kayi

© Murat Kayi

Von unten nach oben zu lesen.

Von unten nach oben zu lesen.

Einsendungen anderer gibt’s hier.

 
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Text: 360° & Ich

Geschrieben von faby on Jan 6, 2010 in Schreiben, Texte

Im stetigen Fluss der Zeit haben 360° und ich eine ziemlich tiefe Freundschaft geschlossen. Dabei war unser erstes Aufeinandertreffen eher unangenehm.
Ich schwamm wie immer mitten im Strom des Lebens, allen Hindernissen ausweichend und meine Ellenbogen einsetzend auf der Überholspur und selbst wenn ich einen Rückspiegel gehabt hätte, ich hätte ihn nie benutzt. Und plötzlich gab es einen Knall und dann ging es los: Weiterlesen…

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Text: 4 Gefallen

Geschrieben von faby on Dez 12, 2009 in Schreiben, Texte

Es war schon wieder Freitag und es war wieder diese Bar. Sie saß am Tresen, leicht angetrunken und deprimiert beobachtete sie ihre Freundinnen, die sich schon alle irgendeinen der Dorftrottel geschnappt hatten, die genauso wie sie jeden Freitag in dieser Bar zu finden waren. Weiterlesen…

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Text: Der Frühaufsteher

Geschrieben von faby on Nov 10, 2009 in Schreiben, Texte

Ich bin ein Frühaufsteher. Schon beim ersten Sonnenstrahl, wenn die frühen Vögel die ersten Würmer fangen und dabei ihre Liebeslieder zwitschern, stehe ich auf. Ich habe mir angewöhnt, noch vor dem ersten Frühstück eine Zeitlang zu arbeiten, bevor ich mir dann am Bahnhofscafé meinen ersten Kaffee gönne. Weiterlesen…

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Text: Tag 8

Geschrieben von faby on Sep 18, 2009 in Schreiben, Texte

Es war der achte Tag, nachdem mein rostiger Vogel den staubigen Boden geküsst hatte. Acht lange Tage war ich nun schon in dieser Wüste, die tagsüber so heiß war wie die Hölle und nachts so kalt wie das Herz mancher Frauen. Seit mehr als 21 Jahren flog ich nun Pakete um die Welt, doch diese acht Tage im Sand kamen mir länger vor, als die gesamte Zeit in meinem Flugzeug. Es war aber auch die längste Zeit, die ich in den letzten Jahren am Stück am Boden verbracht habe hatte. Sonst war ich immer nur angekommen, hatte mich mit einem Umweg über eine Flughafenbar ins Bett geworfen und war am nächsten Mittag weitergeflogen. Es gab nirgendwo irgendetwas, was mich länger am Boden gehalten hätte. Die Frauen, die ich traf, konnte ich mir nicht länger als eine Nacht leisten.
Sechs Tage ohne Essen, zwei Tage ohne Wasser. Und definitiv nicht der erste Tag, an dem ich mir ernsthafte Gedanken um mein Überleben machte.
Aber fangen wir acht Tage vorher an: Weiterlesen…

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Text: Vergangenheiten, die erwachsen werden

Geschrieben von faby on Sep 11, 2009 in Freunde, Schreiben, Texte

für Steffi - mittlerweile weiß ich um die Schreibweise der Ärzte

Ich sitze mit offenem Mund da und starre auf deinen Namen, der neben einer Silhouette eines männlichen Kopfes steht. Wieder eine Vergangenheit, die erwachsen wird. Ein ganz frisches Facebook-Konto. Mit gerademal sieben Freunden und der einzigen Information, dass du weiblich bist und ich deinen Geburtstag mal wieder verpasst habe. Weiterlesen…

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