Als ich 12 Jahre alt war, war ich oft alleine unterwegs. Andere Leute interessierten mich nicht wirklich. Das lag vielleicht auch daran, dass sie sich nicht für mich interessierten. Also lief ich, wenn ich durch die Stadt ging, mit dem Kopf gesenkt. Beobachtete, wie der Wind mit einer leeren Plastiktüte spielte, wie durch die Risse im Asphalt Bilder entstanden und wie ablaufendes Wasser sich seinen Weg auf dem staubigen Asphalt bahnte. Sie war auch 12 Jahre alt und interessierte sich nicht für andere Leute. Was aber daran lag, dass sich jeder für sie interessierte und sie immer zu den Leuten aufschauen musste und dann entdeckte, dass es über den Köpfen der Leute viel spannender war. Sie verfolgte den Flug der Vögel, die Wege der Wolken und das Spiel des Windes mit dem Staub. Sie hieß Maya.
Natürlich hieß sie nicht Maya, aber es ist schon viel zu lange her, dass ich 12 war, als dass ich sie irgendwie anders als Maja nennen könnte. Sie hieß also Maya, aber das wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ich interessierte mich nicht für andere. Ich sah nach unten. Ich konnte stundenlang mit der Bahn durch die Stadt fahren und mir dabei anschauen, wie die Schuhe der anderen zu einander standen. Sie schlenderte den ganzen Tag durch den Wald und betrachtete die Formen der Blätter, wie das Licht sich seinen Weg suchte und wie die Tiere durch die Luft lavierten.
Irgendwann befestigte ich einen Hängestuhl in den Baum bei meinem Fenster, über die Straße, schaukelnd im Wind. Dort hing ich dann. Pendelte. Und interessierte mich dann plötzlich doch für Leute. Wie sie liefen, sich zueinander bewegten. Sich näherten, ein kurzes Stück nebeneinander gingen und sich dann nie wieder sahen. Ich war fasziniert von den Konstellationen, die Menschen für ganz kurze Augenblicke einnahmen. Nur um sie dann wieder zu verändern. Irgendwann begann sie, jede Nacht unbemerkt aus dem Haus zu schlüpfen und durch die Dunkelheit zu gehen, den Kopf weit im Nacken, den Blick bei den Sternen. Wie sie zueinander stehen, sich so langsam, für uns nicht sichtbar, bewegen und auch nach Jahren, wenn sie schon längst erloschen sind, für uns immer noch scheinen. Sie war fasziniert von den Konstellationen, die die Sterne einnahmen, anscheinend für immer. Und sich dabei doch bewegten. Ich bemerkte, wie nah Menschen einander waren, aber ich wusste, wenn man genau hinsah, hatten sie überhaupt nichts miteinander zu tun. Sie sah, wie nah die Sterne von Weiten einander standen, aber sie wusste, wenn man näher kam, waren sie unglaublich weit auseinander. Sie lief durch die Stadt und blickte nach oben. Ich hing in meinem Baum und sah nach unten. Bis sie unter mir stehen blieb. Ich pendelte weiter. Wir sahen uns an und dachten, wow, diese Augen haben so viel gesehen, von dem ich keine Ahnung habe. Wir hatten keine Ahnung wie ähnlich unsere Gedanken waren.
Wenn ich heute in diese Augen blicke, dann bin ich wieder 12. Und bin fasziniert von der Konstellation, die wir einnehmen, seit Jahren. Und uns dabei doch bewegen.
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Text: Momo, erwachsen
Momo ist erwachsen geworden. Aus dem kleinen Mädchen ist eine Frau mit großen schwarzen Augen und einer schwarzen lockigen Mähne geworden. Die Zeit vergeht und alles verändert sich. Die Grauen Herren sind nichts mehr weiter, als eine angestaubte Geschichte, an die Momo ab und an denkt.
Von Kassiopeia und Meister Hora hat sie seitdem nie wieder gehört. Gigi Girolamo ist nach Rom gegangen und ist dort der bekannteste Fremdenführer, den die Stadt je gesehen hat. Touristen machen seine Führungen mehrmals mit, weil er jedesmal etwas anderes erzählt. Der kleine dünne Nino und die dicke Liliana haben eine ganze Lokalkette und brauchen die grauen Herren gar nicht, um keine Zeit zu haben. Herr Fusi ist mittlerweile in Rente. Er schneidet nur noch sich selbst die Haare und ist immer noch nicht reich, aber auch nicht arm. Beppo Straßenkehrer, fegte noch jahrelang die Straßen der kleinen Stadt. Schritt, Atemzug, Besenstrich. Schritt, Atemzug, Besenstrich. Bis auf den Schritt irgendwann kein Atemzug mehr folgte. Die Kinder, Momos Freunde aus dem Amphitheater sind genauso wie sie erwachsen geworden. Momo lebt auch nicht mehr im Amphitheater, aber wenn sie an das Fenster ihrer kleinen Wohnung tritt, dann sieht sie das Gras zwischen den Steinen des Theaters wachsen.
Momo ist immer noch hilfsbereit. Sie hört immer noch gerne zu und löst dadurch die Probleme anderer. Sie hat ihre Fähigkeit sogar noch gesteigert. Sie ist weit über die Grenzen der Stadt bekannt. Von überall her rufen die Leute an, wenn sie Sorgen oder ein Problem haben. Momo geht ans Telefon und läd alle zu sich ein. Ohne zu fragen, was für ein Problem es ist. Jeder kann kommen. Direkt am nächsten Tag. Sie ist offen und hilfbereit zu jedem. Ohne Vorurteil. Und das spüren die Anrufer. Und allein dieses Gefühl reicht, um die Probleme und Sorgen zu lösen. Die Leute legen lächend auf. Erleichtert. Denn sie wissen, da ist jemand, der hört ihnen zu. Und sie brauchen gar nicht mehr zu Momo fahren. Niemand fährt jemals zu Momo.
Momo ist der einsamste Mensch der Welt.
Straßenpoesie: geschäftiges Treiben / Partnerschaft / Angst / Zukunft
Die Sache ist die, sagt er und spuckt einen breiten braunen Strahl des Kautabaks über das Brückengeländer. Sie beobachten die Flüssigkeit, die irgendwann im Flug in Hunderte kleine Tropfen explodiert. Wir können doch nur zusammen bleiben, wenn wir keine Angst vor der Zukunft haben, sagt er. Sie nickt, er redet weiter. Haben wir Angst, dass es nicht hält, wird es nicht halten. Wir müssen da mit der gleichen Zuversicht rangehen, wie wir unsere Geschäfte führen. Ohne Angst, dafür mit extrem viel Spaß und einem gewissen Risiko an der Sache. Sie nickt, er redet weiter. Wir müssen unsere Partnerschaft nicht als Angst in der Zukunft, sondern als Investition in die Zukunft betrachten. Er bestätigt sich selbst, sie schweigt und sieht in die Ferne. Geschäftlich also, fragt sie. Er nickt, sie redet weiter. Dann also heute Abend bei mir? Sex auf dem Küchentisch und unter der Bettdecke? In der Badewanne, zwischen den Sofakissen und neben dem Fernseher? Sein Augen leuchten, sie streckt die Hand aus. Wieviel ist dir das Wert? Er blickt sie erstaunt an. Sie spuckt ihren Tabak vor seine Füße. Partnerschaft wie ein Geschäft führen. Arschloch! Dann geht sie.
Straßenpoesie: Lavendel
Als Kind rannten wir um dich herum und versteckten uns unter deinem Kleid vor den Blicken alter Kinder. Dort, in der beruhigenden Dunkelheit, wuchs auch immer ein wenig Lavendel. Ein Wunder, sagten sie, dass Lavendel in der Dunkelheit gedeiht. Der Geruch durchdrang manche Tage meine Kleider und als ich älter wurde und aus dem einsamen Verstecken ein zweisames Einander wurde, wusste mein Bruder nicht nur wegen der zerstörten Frisur ob des Schäferstündchens, sondern auch wegen des Geruchs.
Heute wächst hier kein Lavendel mehr. Und dein Blattwerk ist so ausgedünnt, dass sich kein Verstecken mehr ermöglicht. Doch stehe ich hier, erinnere ich mich an deine Geborgenheit, welche mir sonst niemand geben konnte.
Straßenpoesie: Über den Mond
Wir sitzen auf dem rauen Boden und können unsere Gesichtet nur anhand des Geruches erkennen. Die Wärme des Tages kuschelt sich zwischen unsere Körper und in unseren Gedanken, während wir schweigend den Schatten zusehen, die über den Mond und die Wolken wandern.
“Heute ist eigentlich Vollmond.” sagte ich. “Wenn da jetzt nicht die Schatten wären.” Du beachtetest mich erstmal nicht, jetzt aber drehst du den Kopf und dein Schatten macht es dir nach. Ich kann deine Augen nicht sehen, aber sie spüren. Du umschließt mit deinem Mund die selbstgedrehte Kippe und bringst sie zum glühen. Dann quillt der Rauch aus jeder Öffnung deines Gesichtes und verhüllt es. Ich kann deinen Mund nicht sehen, aber hören.
“Heute ist kein Mond”, sagt er. Deine Hand zeigt in den Himmel. Der Schatten des Rauches hat den Mond geschluckt. Ich kann deine Hand nicht sehen. Aber sie spüren. Während der Mond langsam wieder zum Vorschein kommt, werden unsere Schatten immer kleiner. Hand in Hand gehen wir auf den Mond zu. Ich spüre deine kalten Finger, die meine warme Hand umschliessen. Und ich spüre die Sonne, die uns den Rücken wärmt.
Straßenpoesie: Armilliarsphäre
In der Mitte, im Zentrum, bin ich. Mit all meinen Wünschen und Hoffnungen. Dies ist meine Armilliarsphäre. Mein egozentrisches Weltbild meiner Selbst. Sobald meine Fantasie einsetzt, beginnen sich die Ringe zu drehen. Und nichtmal ich weiß, in welcher Konstellation sie dann stehenbleiben. Aber das ist in Ordnung. Denn ich, Vera, habe mein Ziel noch nicht erreicht.
Ich bin gerne auf der Reise.
Straßenpoesie: Schönheit, Leben
Straßenpoesie auf der Gedankendeponie
Konna ist im Urlaub, deshalb gibt es täglich ein bis zwei Artikel von Gastschreibern auf der Gedankendeponie. Ich durfte den Anfang machen. Machte ich mit Straßenpoesie. Konna schickte mir seine Worte.
Nutella, Entsorgung, Kakophonie, grün, geniessen.
Er bekam den Text. Exklusiv in meinem Gastbeitrag. Viel Spaß!
Straßenpoesie: ungenutztes Potential
Der Aufprall ist ohrenbetäubend. Obwohl die Frau versuchte zu bremsen, erwischt sie die Kuh frontal. In Irland ist es ja normal, dass Kühe und Schafe die Straße kreuzen. Deshalb fährt die Frau auch einen dieser Geländewagen, die für genau solche Begegnungen gemacht sind. Trotzdem sollte man langsam durch die Dörfer fahren. Dieser Fehler und die Tatsache, dass die Kuh echt schnell hinter dem Haus hervorkam, machten den Unfall zwingend. Die Frau fegte sich die langen Haare aus dem Gesicht, fluchte so laut, dass man es durch die geschlossenen Türen hindurch konnte und stieg aus dem Jeep. Bis auf ein bisschen Fleisch, Fell und Blut war dieser unversehrt. Die Kuh dagegen atmete zwar noch, würde aber bald selbst dafür zu wenig Blut im Körper haben. Nachdem die Frau sich sicher war, dass dem Wagen nichts passiert war, wischte sie sich die blutigen Hände an einer Stelle der Kuh, die noch sauber war, am Fell ab und zog ihren überdimensionierten Geldbeutel aus der Tasche. Dann pinnte sie 250 Euro an das linke Horn der Kuh, die jetzt nur noch flach atmete. Sie kratzte sich kurz am Kopf, sah auf die Uhr, erschrak, stieg in den Jeep und fuhr davon. Peter kam aus dem Dunkel geschlurft, steckte die Kohle ein und erweckte wieder zum Leben. Dann versteckte er sich wieder und wartete auf das nächste Auto.
Straßenpoesie: Obligatorisch / Interaktion / Tyrannei / temporär / terrestrisch / Asphalt
Der Tracktorstrahl warf einen blauen Kreis auf den Asphalt. Die obligatorischen Soundeffekte wurden eingespielt. Und der Mann wurde samt Hund in das Ufo transportiert. Die Hundeleine und die Klamotten blieben auf der Straße zurück.
“Hallo, terrestrischer Bewohner.” dröhnte es aus dem Lautsprecher in die weiße Kammer, in welcher der Hund und der nackte Mann kauerten. “Wir werden dich mitnehmen. An dir werden wir testen, wie gut die Menschheit mit der Tyrannei zurechtkommt. Die Anzahl der Erdenmenschen entspricht genau der Anzahl der Sklaven, die wir brauchen. Mach dich bereit für die ersten Untersuchungen.” Die Tür zischte und der Mann sprang auf und schlug schreiend Button “Notausstieg, bitte nicht drücken.” Die Luke öffnete sich, der Mann landete unsanft im Gras und rannte davon.
Der Alien schüttelte den Kopf. Ab und an waren solche Interaktionen notwendig. Die Menschen waren sowieso nur temporäre Bewohner des Planetens, aber je mehr Angst sie hatten, desto schneller würden sie sich selbst vernichten. Er schaltete die Soundanlage ab und verschwand in den Wolken. In sieben Erdenjahren würde er wiederkommen.
Straßenpoesie: Ein Geheimnis. Es bleibt auch unter uns.
Warmer Regen tropft lautstark auf das Dach des Stalls, in welchem wir uns versteckt hatten. Ich betrachte dich im fahlen Licht des Mondes und deine Bleiche strahlt noch wunderhübscher als zuvor. Du lächelst und deine Wangen röten sich. Ich vergesse immer, dass du meine Gedanken lesen kannst. Du blickst aus der offenen Tür Richtung Himmel, verziehst das Gesicht und drehst dich zu mir. “Wir werden wohl noch etwas länger hier bleiben. Erzähl mir was.” Ich lächele. Willst du ein Geheimnis von mir wissen? Irgendwas, was nur wir beide wissen?
Bevor ich es aussprechen kann, schüttelst du den Kopf. “Erzähl mir was, was alle von dir wissen.” Und so bringt sie mich zum Schweigen. Erschrocken sehe ich dich an, doch du hast Geduld. Wenn jemand Geduld hat, dann bist du es. In meinem Kopf gehe ich mein Leben durch. Suche verzweifelt nach Tatsachen, von denen jeder weiß. Stolpere über vieles, was keiner weiß. Manches, was keiner wissen darf. Du lächelst und ich werde rot. Und nachdem ich all jenes umschifft habe, was viele, aber nicht alle wissen, finde ich es. “Sprich es aus.”, sagst du. Ich sage: “Ich bin.” Du lächelst ein drittes Mal, stehst auf und gehst zur Tür. Der Regen hört auf. Du trittst heraus und die Sonne strahlt durch die Wolken. Ich folge dir.
Straßenpoesie: Semihaarkatze / Wolkenmauer / Schnuggldibuddl / Halbdifferenzial-Kurzschlussringgeber
Neben einem alten, extrem reichen Pärchen hatte er nämlich ihren kostbarsten Besitz an Bord: Eine Semihaarkatze. Eine der letzten Lebenden. Und wahrscheinlich wäre diese auch nun bald tot. Die Maschine durchbrach die Wolkenmauer über Karlsruhe und näherte sich im Steilflug der Innenstadt. “Schnuggldibuddl”, hörte er die alte Schachtel ihren reichen Mann fragen. “Bringt uns der nette Mann bis vor die Haustür?” Wahrscheinlich ist das das Letzte, was ich tue, dachte Paul. Dann fällt sein Blick auf den Fallschirm neben sich, der Einzige an Bord. Er schnappt sich seinen Lohn, den Fallschirm und springt aus der Maschine. Diese rast haarscharf am Schloss vorbei und explodiert in den Bäumen dahinter. Ich sollte Taxifahrer werden, denkt sich Paul, als er zur Erde sinkt.
Straßenpoesie: Passagenspaziergänge
Die Nase riecht duftendes Essen. Der Magen sagt Hallo, ich bin da.
Die Augen können sich nicht entscheiden, wohin sie blicken wollen und haben weniger zeit als sie brauchen.
Die Köpfe der Schaufensterpuppen drehen sich, wenn wir nicht hinsehen.
Preisschilder ändern sich, wenn sie jemanden sympathisch finden.
Die Türglocken klingeln dann schon leise und freudig, bevor die Tür sich öffnet.
Ein bärtiger Junge samt Hund posiert vor einer Hauswand und hinter einem Schild: Hund braucht Geld, um Herrchen zu füttern.
Das alte Postamt aus ehrwürdigen Mauern ertrinkt in einer Flut von illegal angebrachten Plakaten.
Eine Werbetafel wirbt wirkungslos für eine Ansammlung zukünftiger Geschäfte, die den gleichen alten Scheiß verkaufen.
Sonnenlicht spiegelt sich in den Pfützen.
Melancholie umspült die nackten Beine.
Wäscht die alten Steine sauber.
Und die Seele füllt sich mit diesem warmen, nicht beschreibbarem Gefühl.
Straßenpoesie: Architektur in Nordkorea als Spiegel der Gesellschaft
“Ich kann mit der Architektur in diesem Land einfach nichts anfangen. Alles grau und trist. So eckig und Albert-Speer-mäßig. Ich kann die Gebäude einfach nicht auseinanderhalten.”
Sara sah die Reihen der Fenster und Türen entlang, nickte und zündete die nächste Kippe an.
“Wie sieht nochmal der Typ aus, den wir treffen sollen?”
Kasimir zuckte die Schultern. Dann zog er einen Zettel aus der Innenseite seiner Cordjacke. “Hier steht nur: Lange Haare, blau. Mitte zwanzig. Schwarze Lederjacke.” Beide sahen sich um. Legionen von bunten Frisuren verschiedenster Länge lavierten durch die grauen Gassen. “Ich kann mit den Menschen in diesem Land einfach nichts anfangen. Alles bunt und wild. So freaky und hippiemäßig. Ich kann die Menschen einfach nicht auseinander halten.
Straßenpoesie: Blitz / Katze / Kinderwagen / Atomkraftwerk / Paris

Straßenpoesie.
Paris! Stadt der Liebe und der Froschschenkel – ich verabscheue dich und deine Straßen! Ich stolpere jeden Tag über Kinderwägen mit schreienden Kindern, deren Eltern ein Foto von dem verrosteten Stahlturm und sich selbst machen. Und jede Nacht folgen mir Katzen unter das Fenster meiner Dachstube.
Paris… Ich wünsche dir ein Atomkraftwerk samt Erdbeben. Auf das du in deiner Erinnerung als Katastrophe erscheinst. Die Menschen sollen sagen: Paris, war das nur eine schlimme Zeit.
Paris. Stadt meiner Albträume. Wie ein Blitz kam ich damals, ich war dumm und jung, zu dir gerast. Verbrachte die Tage unter Künstlern und die Nächte unter rotem Licht. Hoffte, malte, schrie und bettelte. Und zerbrach an deiner Fassade.
Paris! Ich komme wieder, keine Frage. Sobald ich das Geld habe, welches du mich kostest.