After I met you, I saw myself as another: Die Anthologie des 28. Würth-Literaturpreises mit einem Text von mir.

Jedes Jahr lobt die Tübinger Poetik-Dozentur den Würth-Literaturpreis aus, der letzte unter der Schirmherrschaft von Siri Hustvedt und Vittorio Gallese und dem Thema After I met you, I saw myself as another.

Die ersten beiden Plätze werden prämiert, die 14 besten Texte werden in der Anthologie veröffentlicht. Meine Geschichte Die Frau wäre ein gutes Ende ist darin enthalten.

After I met you, I saw myself as another, die Anthologie des 28. Würth-Literaturpreises wurde herausgegeben von Dorothee Kimmich und Philipp Ostrowicz, unter Mitarbeit von Tamara Fröhler und erschien bei Swiridoff.

So war meine Frankfurter Buchmesse 2017 #fbm17

Hej #fbm17. Du und ich. Bis Sonntag. Wird geil! #mixtvision #buchmesse

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Ich wollte das schon viel früher geschrieben haben, aber ich bin aus der Buchmesse fast ungebremst in Stuttgart liest ein Buch gerutscht und brauchte danach ein paar Tage, um wieder klar zu kommen.

Meine Buchmessenbesuche sind fest eingeplant. Und natürlich habe ich dort auch ein paar Termine. Aber ansonsten versuche ich sie freizuhalten, ich gucke mir keine Programme an und gehe auf sehr wenige Bloggertreffen oder Events. Und wenn mich Leute fragen, ob ich ‚beruflich‘ auf der Messe bin, dass weiß ich nie, was ich genau antworten soll. Weil, natürlich bin ich auch als Autor dort, und als Sprecher und als Journalist. Deshalb habe ich dort auch Termine. Aber vornehmlich bin ich dort, weil sowohl in Frankfurt, als auch in Leipzig ganz schön viele Menschen aus dieser Branche zusammenkommen, die ich sonst sehr selten sehe.

Also mache ich tagelang genau das: Ich laufe durch die Messehallen, treffe Menschen, die ich kenne, treffe Menschen, die ich bisher nur übers Netz kenne und lerne ganz neue Menschen kennen. Ich spanne mein Netz in dieser Branche enger. Weil aber Frankfurt eine Fachmesse ist, auf der sehr viele Deals gemacht werden, klappt dieses spontane Treffen von Menschen immer nur mehr oder weniger gut, weil manche Leute ihre Termine schon Monate vorher ausgecheckt haben. Und natürlich verpasse ich unglaublich viele tolle Termine und Menschen, weil ich eben nicht vorher plane. Aber so ist das, das ist Teil des Spiels.

Nach zwei Tagen fange ich dann an, mir Bücher und Stände anzusehen, aber ehrlich gesagt, ich bin jedes Mal neu überfordert, neu demotiviert und neu irritiert, wie eine Branche, die so viel darüber jammert, wie schlecht es ihr geht, so viel Inhalte produzieren kann. Geht mir ja schon in einem Buchladen so, ich bin hart überfordert davon, wie viele Bücher es gibt. Und erst auf der Buchmesse!

Besonders der Schriftsteller in mir hatte dieses Jahr gut zu zweifeln an diesem ganzen Konzept des „vom Geschichten erzählen leben“. Aber die Messe liefert auch das Gegenmittel, durch Menschen, die einen wieder stärken, durch Ex-Kommilitonen und Freunden aus Hildesheim, von denen natürlich viele auch auf der Messe sind, aber auch durch kleine Momente und Überraschung, die ich dann doch nicht erwartet habe.

Buchmesse, Tag 3. Langsam kommen sie, die Menschen. #fbm17

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Was mich ebenso überrascht, einerseits positiv, wie viele Besucher da sind. Es geht ja noch ganz gut los, aber spätestens am Freitag Nachmittag wurde es so voll, dass es irgendwann keinen Spaß mehr macht, durch die Hallen zu traben. Samstag Nachmittag war’s mir dann zu krass und habe meine Zeit in Frankfurt für beendet erklärt. Es freut mich wirklich, dass sich so viele Menschen für Bücher und Geschichten interessieren, aber es muss doch einen Weg geben, die Messe dann so zu konzipieren, dass immer noch alle Spaß daran haben.

Nebenbei, es sind so viele Menschen, die sich für Geschichten interessieren, dass andere Sparten der Unterhaltungsbranche da ein paar abgreifen wollen. Netflix hat sich einfach einen Stand gemietet, das Set der ersten deutschen Eigenproduktion Dark – eine Zeitreisemysterieserie –  aufgebaut, eine Hostess samt großem Monitor daneben gestellt und nichts anderes gemacht, als den Trailer in Endlosschleife zu zeigen.

Krasser, frecher, aber geiler Move. Und eben genau das, ein Beweis, dass sich auf einer Buchmesse genug Menschen tummeln, die das interessieren könnte.

Meine wirklich bedenkliche Überraschung, dass ich das Gefühl habe, dass diese gesamte Branche vor Angst erstarrt und versucht, genauso Bücher zu verkaufen, wie sie es vor 20 Jahren gemacht haben. Ich ahne, dass diese Industrie die gleichen Fehler machen will, wie die Musik- und die Filmindustrie. Vor zwei Jahren habe ich 5 Dinge aufgeschrieben, die Verlage heutzutage besser machen könnten. Die Tage auf der Messe dieses Jahr haben mich oft an diese Dinge denken lassen. Ich glaube, Verlage müssen extrem umdenken, um nicht gnadenlos gegen die Wand zu rennen.

Trotz all dem, – und auch trotz der gesamten Problematik mit den Neuen Rechten, die ich nicht persönlich mitbekommen habe – bin ich erschöpft, aber zufrieden zu Hause angekommen und freue mich auf das kommende Jahr, auf Leipzig und Frankfurt. Immer wieder gern.

Ciao #Buchmesse. Hallo Realität. #fbm17

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Ab jetzt: Die Literatur-Ausgabe des Trott-war mit einem Text von mir.

Trott-war ist die Straßenzeitung in Stuttgart und Umgebung, die von Straßenhändlern verkauft wird und die dafür die Hälfte des Verkaufspreises einbehalten dürfen. Aktuell gibt es die Literatur-Sonderausgabe und in ihr bin auch ich vertreten, zwar mit falsch geschriebenem Nachnamen, aber mit einer Fassung des Textes „Der richtige Zeitpunkt, um mit dem Helfen aufzuhören

Wenn ihr die Verkäuferinnen und Verkäufer seht, kauft ihnen gern ein Exemplar ab.

Lesung: Tad Williams am 19.10.17 in der Stadtbibliothek Stuttgart

Stuttgart liest die Tage nicht nur ein Buch, sondern feiert auch die Dragon Days, ein Crossmedia-Fantastikfestival, organisiert von Tobias Wengert. Seit 2012 zieht der Mann ziemlich geilen Scheiß nach Stuttgart, unter anderem regelmäßig Tad Williams.  Neben all seinen Fantasyromanen hat er die Otherworld-Reihe geschrieben, die mich vor vielen Jahren sehr lange gefesselt hat. Nun ist sein neuester Fantasyroman draußen, Die Hexenholzkrone. Ich habe den Roman noch nicht gelesen, kenne auch nicht die anderen der Osten Ard Reihe. Aber nachdem er bereits zum dritten Mal in Stuttgart war und er mittlerweile 60 ist, musste ich ihn endlich mal sehen.

Der Max-Bense-Saal im Untergeschoss der Bibliothek ist gut gefüllt und in fast allen Händen oder Taschen liegen dicke Bücher. Und weil das hier die Dragon Days sind, ist das auch keine normale Lesung. Zuerst wird der Gewinner des Kurzgeschichtenwettbewerbs verkündet und seine Geschichte wird von Barbara Stoll vorgetragen, tatsächlich ganz schöne Geschichte. Erst dann springt Tad Williams auf die Bühne.

Er springt tatsächlich. Wenn man nicht wüsste, dass er 60 ist, könnte man ihn auf 12 schätzen. Während seiner Lesung gestikuliert er, lümmelt in seinem Sessel, wenn er zuhört, und wenn er Antworten gibt und Anekdoten erzählt, springt er auf der Bühne herum. Er hat offensichtlich Spaß, er weiß, wir man Menschen unterhält und begeistert. Björn Springorum ist der Moderator, Fragensteller und Spielpartner auf der Bühne. Ich musste auf die nüchterne, manchmal leicht entrückte Art von Björn erstmal klarkommen, aber sehr schnell war klar, dass Björn – selbst Fantasyautor – nicht nur zum Fragen stellen daneben sitzt, sondern sie sich auf Augenhöhe unterhalten. Und das sind die schönsten Interviews.

Tad erzählt und kommentiert, macht Witze und liest vor. Klar ist er geübt in all dem, aber trotzdem ist es keine Routine, die er abspult. Es macht extrem viel Spaß, auch wenn man die Welten, von denen er redet, nicht kennt. Die Lesung ist relativ kurz und das ist vollkommen in Ordnung. Es geht mir mehr darum, ihn zu erleben. Und das ist ein großartiges Erlebnis. Die deutsche Lesung von Barbara Stoll ist auch gut, aber nicht ganz so großartig, wie ich es mir erwünscht hätte. Und ja, ich bin traurig, den „Stammsprecher“ Andreas Fröhlich nicht zu erleben.

Mitten in der Veranstaltung kommt er musikalische Überraschungsgast. Sebastian Barwinek ist Folksänger und hat unter anderem ein paar Songtexte, die Tad Williams in seine Bücher geschrieben hat – jedes große Fantasywerk braucht eigene Songs, die die Helden singen – vertont. Zwei trägt er vor. Und tatsächlich funktioniert das extrem gut. Zieht uns noch viel weiter in diese andere Welt.

Ich bin ja dafür, dass es zu den Büchern ab jetzt immer einen Soundtrack gibt.

Ich war frech an diesem Abend. Schnappte mit den letzten Stuhl in der ersten Reihe, stelle die erste Publikumsfrage, stellte mich ganz nach vorne, was das Signieren anging. Ich musste manchmal an TC Boyle denken, dessen Lesungen ähnlich viel Spaß machen. Boyle ist zehn Jahre älter. Hoffentlich ist Williams mindestens genauso lange fit und kommt immer wieder vorbei. Ich freue mich sehr drauf.

Danke an Klett-Cotta für die Möglichkeit. Und wer es nachgucken will, Lovelybooks hat einen Livestream aufgezeichnet. Leider mit verschobenem Ton, aber es lohn sich dennoch! Jetzt gefixed!

 

 

Ab heute: Das Literaturfestival „Stuttgart liest ein Buch“ #sleb17

Am Dienstag geht es los: Stuttgart liest ein Buch #sleb17 #stuttgart #shidabazyar

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Knapp ein Jahr haben wir nun in die Organisation von „Stuttgart liest ein Buch“ gesteckt und jetzt geht es endlich los. Rund um den Roman „Nachts ist es leise in Teheran“ von Shida Bazyar gibt es in den nächsten zehn Tagen 36 Veranstaltungen: Lesungen, Werkstattgespräche, Workshops zum Augenbrauenfadenzupfen, Filmvoführungen und so viel mehr. Ein ganzes dickes Heft davon.

Es ist viel tolles dabei und es ist so viel, dass man gar nicht überall teilnehmen kann. Ich kann nur empfehlen, alle Veranstaltungen durchzugucken und komme nicht umhin, auf die beiden Dinge, herauszuheben, an denen ich hauptsächlich beteiligt war.

Mixed Martial Ausländer, eine Literaturintervention im Gerber

Die Stadt wird bereichert von dem, was uns Shida Bazyar zu sagen hat. Aber was sagt die Art, wie wir sie betrachten über uns? Um gar nicht erst in Gefahr zu kommen, die Herkunft der Autorin als Sensation für gelangweilte, schönwetter-liberale Hipster misszuverstehen, starten drei deutsche Ausländer eine literarische Intervention im Gerber.

Der Stuttgarter Alibirusse und Poetry Slam Macher Nikita Gorbunov und der Münchner halb-japanische. halb-deutsche Bühnenpoet Andivalent treffen auf die Slammerin und Schauspielerin Fatima Talalini aus Dortmund, die mit Ihrem Doppelmigrationshintergrund Halb-Polin-Halb-Syrerin alles zervielfaltet, was sich ihr in den Weg stellt.

Zusammen präsentieren die drei einen Borschtsch der Wortkunst. Das Programm enthält rasante Bühnenprosa, innige Poesie und Scharfsinn mit extra Scharf. Garniert mit Publikumsfragerunden und einer Eroberung des öffentlichen Raums über die Stadtkaufhaus-Sprechanlage, halten die Mixed Martial Ausländer sich selbst und den Zuschauenden etliche Spiegel vor. Und sie können gut Deutsch. Und SIE können auch gut Deutsch. Alle können gut Deutsch. Und haben Spaß daran.

Dienstag, 24. Oktober im Gerber, um 16:00 Uhr und um 18:00 Uhr jeweils eine Stunde. Eintritt frei.

Die Laden-Lese-Tour: Der gesamte Roman in neun Stunden an neun Tagen an neun Orten.

Omid-Paul Eftekhari, Johanna Maria Zehendner, Chantal Busse und ich lesen den kompletten Roman an neun verschiedenen Orten für jeweils eine Stunde. Wer will, kann sich das ganze Buch an neun Tagen vorlesen lassen, nebenbei einen Laden kennenlernen und mit anderen ZuhörerInnen ins Gespräch kommen. Wir haben es mit dieser Aktion auf die Shortlist des Orbanism Awards geschafft und wollen nun euch von diesem Buch begeistert. Die Tourdaten gibt es hier.

Was immer euch interessiert, ich hoffe euch in den kommenden Tagen bei Stuttgart liest ein Buch zu sehen. Mit Buch.

 

Hörbuch: Hier bin ich von Jonathan Safran Foer, gesprochen von Christoph Maria Herbst

Hörstoff: Hier bin ich bin Jonathan Safran Foer, gelesen von Christoph Maria Herbst. #amlistening #hoerbuch #argon

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Der erste Satz aus Hier bin ich:

Zu Beginn der Zerstörung Israels überlegte Isaac Bloch, ob er sich umbringen oder ins jüdische Seniorenheim gehen sollte.

Jacob und Julia haben drei Kinder, sich aber sonst ziemlich weit auseinandergelebt. Jacob schreibt für eine Fernsehserie, die er scheiße findet und scheitert an seinem Herzensprojekt und an seiner Ehe. Und dann kommt dieses Erdbeben und zerstört Israel.

Ähnlich konfus wie diese Inhaltsangabe ist auch der Roman selbst. Während ich in der ersten Hälfte der langsamen Demontage der Ehe von Jacob und Julia zugucke, die zwar besonders in den Dialogen mit sehr viel Feinheit gezeigt wird, mit aber generell viel zu lange dauert, geschieht in der zweiten Hälfte des Romanes so viel, dass ich kaum hinterher komme.

Für mich versucht Jonathan Safran Foer, zwei Geschichten in eine zu packen. Zwei Geschichten, die so unterschiedlich sind, weil die erste Atmosphäre und Gedankenwelt erzählt und die zweite so viel Plot hat, dass er kaum unterkommt in seiner zugeteilten Hälfte des Romanes. Während ich im ersten Teil wohl aufgehört hätte, wenn ich nicht das Hörbuch auf den Ohren gehabt hätte, hätte ich den zweiten Teil gerne ausführlicher gehabt. Als Einheit lässt mich der Roman einigermaßen verwirrt zurück.

Christoph Maria Herbst als Sprecher verstärkt dieses Gefühl leider. Weil Christoph Maria Herbst für mich nicht nur Stromberg, sondern auch der Hörbuchsprecher von Tommy Jaud ist. Wenn ich ihn sehe oder höre, dann erwarte ich Comedy. Dann grinse ich in freudiger Erwartung, selbst, wenn ich wie in diesem Fall weiß, dass das Buch nicht primär lustig ist. Dann warte, warte, warte ich und bin irritiert, weil eben nicht der große Witz kommt.

Was Christoph Maria Herbst extrem gut kann, sind die Dialoge. Das, was Jonathan Safran Foer vorschreibt, setzt Herbst so genau und genial um, dass ich ihm sehr gerne zuhöre. Wenn es dann in die Gedankenwelt von Jacob geht, ermüdet mein Interesse.

Vielleicht muss ich mich sowohl an Jonathan Safran Foer als unkonventionellen Autoren, als auch an Christoph Maria Herbst als Sprecher seriöser Romane gewöhnen. Nicht falsch verstehen. Ich mochte das Buch und den Sprecher irgendwie. Aber beide lassen mich einigermaßen verwirrt zurück.

Hier bin ich von Jonathan Safran Foer wurde übersetzt von Henning Ahrens, das Hörbuch wurde gesprochen von Christoph Maria Herbst und erschien bei Argon. Der Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Verlosung: Sieben Minuten nach Mitternacht, ab 19. Oktober für zuhause.

Ist doch schön, wenn man DVD gucken als arbeiten vorschieben kann #presseexemplar #studiocanal #siebenminutennachmitternacht

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Als Sieben Minuten nach Mitternacht ins Kino kam, war ich ziemlich positiv überrascht von dieser Geschichte über Conor, den Jungen, der irgendwie mit der Krebserkrankung seiner Mutter klarzukommen versucht.

Guter Film, gutes Buch auch, aber darüber rede ich ein ander Mal. Aber nicht nur der Geschichte wegen, Sieben Minuten nach Mitternacht ist ein gut gespielter und gut gemachter Film, eine würdige Interpretation des Romanes. Nun gibts den Film für zuhause, ab 19. Oktober als DVD, Blu-ray und digital. Studiocanal hat mir ein Rezensionsexemplar der DVD zur Verfügung gestellt.

Ist schon eine ganze Weile her, dass ich eine DVD eingelegt habe. Ich weiß nichtmal, wann ich das letzte Mal das DVD-Laufwerk meines Rechners benutzt habe. Und ich habe echt vergessen, wie das damals war, wie lange ich mir Trailer und Vorspanne und animierte Menüs ansehen muss, bevor ich den Film ansehen kann. Streaming hat in der Hinsicht sehr viel einfacher gemacht.

Was aber aber in noch keinem Streamingdienst vorhanden ist, sind die Audiokommentare. Ich weiß nicht, warum, weil es ja genauso einfach einzubinden wäre, wie die unterschiedlichen Sprachen. Aber solande das nicht so ist, machen Bonusfeatures und eben diese Kommentare DVD und Blu-ray für mich bis heute so essentiell. In diesem Fall gibt es gleich zwei Audiokommentare, einmal von Patrick Ness, dem Autor des Buches und des Drehbuches und von Regisseur J.A. Bayona. Ich denke, sie haben nicht einen Kommentar zusammen aufgenommen, weil Bayona spanisch und Ness englisch sprechen, beide jeweils deutsch untertitelt. Während Ness mehr auf die Entstehungsgeschichte eingeht und Anekdoten vom Dreh erzählt, ist Bayona mehr der Professor, der die Metaebene erklärt und erläutert. Im besten Fall schaut man sich den Film also dreimal an. Lohnt sich!

Sieben Minuten nach Mitternacht gibts ab 19. Oktober als DVD, Blu-ray und digital.

Verlosung:

Studiocanal hat mir eine DVD, eine Blu-ray, das Hörbuch zum Film (gesprochen von Maria Furtwängler) sowie drei Filmplakate zur Verfügung gestellt. Es gibt also drei Pakete.

Schreibt mir eine Mail (oder einen Kommentar) mit eurer Adresse und sagt mir, was ihr am liebsten hättet (ohne Garantie) und: Kauft ihr noch DVDs oder Blu-ray? Und warum?

Der Zufall entscheidet. Einsendeschluss ist Donnerstag, 19. Oktober, 12 Uhr. Dann gehen die Pakete direkt raus. Die Adressen werden für nichts anderes verwendet und direkt danach wieder gelöscht. Viel Erfolg!

Buch: Nordische Mythen und Sagen von Neil Gaiman

Lesestoff: Nordische Mythen und Sagen von Neil Gaiman. #amreading #eichborn

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Sich zwischen den vielen Mythen aus aller Welt zu entscheiden ist nicht weniger schwer, als zwischen verschiedenen Küchen der Welt zu wählen.

Ich lese gerne Romane von Gaiman, mag seine ebenso seine Vorlesungen und seine Ansichten. Dennoch gibt es Bücher von ihm, die ich nicht lese, weil mich das Thema nicht interessiert. Bei diesem war ich kurz davor, die Finger davon zu lassen. Ich habe früher gerne und viele Mythen und Sagen gelesen und mag neuere Geschichten mehr. Aber ich weiß, wie gerne Gaiman mit den Mythen arbeitet, wie ganze Romane auf ihnen basieren. Und dachte, was soll’s, probieren wir es.

http://wasuebrigbleibt.tumblr.com/post/164172351527/ich-stellte-mir-lange-winternächte-vor-vielleicht

http://wasuebrigbleibt.tumblr.com/post/164172351527/ich-stellte-mir-lange-winternächte-vor-vielleicht

Diese Geschichtensammlung ist kein ein literarisches Meisterwerk und vor allem keine Geschichte, die wir nicht schon auf die ein oder andere Art gehört haben. Dennoch habe ich das Buch sehr gern gelesen. Es wärmt die Seele und hat mich daran erinnert, warum ich so gerne Geschichten erlebe und selber erzähle.

Nordische Mythen und Sagen von Neil Gaiman wurde übersetzt von André Mumot und erschien bei Eichborn. Der Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.09

Roman: Das Auge des Zoltars von Jasper Fforde

Lesestoff: Das Auge des Zoltars von Jasper Fforde. #amreading #one #jenniferstrange

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Der erste Satz in Das Auge des Zoltars:

Zunächst mussten wir den Trafalmosauraus einfangen.

Jennifer Strange ist wieder da. Wieder ein Jahr älter, immer noch bei Kazam und natürlich gibt es neue Probleme. Aber hej, deshalb sind sind wir ja hier. Deshalb lesen wir die Bücher. Jasper Fforde nimmt uns mal wieder mit in diese absurde Welt, die mich immer wieder an Terry Pratchett und Neil Gaiman erinnern.

Ganz egal, was die Geschichte ist, es bereitet mir gute und kluge Unterhaltung, Jennifer Strange bei ihren Abenteuern zu begleiten. Es ist nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Deshalb: Gerne wieder.

Wer Pratchett und Gaiman mag, wird auch hier seine Freude haben, egal welchen Alters. Aber ich würde beim ersten Band einsteigen. Und noch eine gute Nachricht: Entgegen früherer Behauptungen ist das hier nicht der letzte Teil. Fforde schreibt, dass es mindestens vier Teile geben wird. Derzeit soll danach dann Schluss sein. Mal sehen.

Das Auge des Zoltars von Jasper Fforde wurde übersetzt von Katharina Schmidt und Barbara Neeb und erschien bei One. Der Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

 

 

Zu Gast beim Forum der Autoren am 5. Oktober im Stuttgarter Schriftstellerhaus

Was das Masterstudium Literarisches Schreiben in Hildesheim mit dem Schreiben macht. Kommt vorbei!

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Das Stuttgarter Schriftstellerhaus hat mich zum Forum der Autoren eingeladen. Dort erzähle ich, was das Studium Literarisches Schreiben in Hildesheim mit mir und mit meinem Schreiben gemacht hat. Kommt rum!

Donnerstag, 5. Oktober 2017 um 19 Uhr 30 im Stuttgarter Schriftstellerhaus. Eintritt frei.

Über die AfD reden.

So sehe ich aus, wenn ich über die #AfD rede. Kein gutes Gespräch war das. Mehr darüber bald auf mokita.de

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Dieses Foto ist ein bisschen älter als ein Jahr. Ich saß auf einer Familienfeier neben einem meiner Onkels. Ich habe eine große Familie und wir nennen jeden in der Generation meiner Eltern Onkel und Tante. Er ist ein guter Mann, ein großartiger Geschichtenerzähler, ich unterhalte mich gern mit ihm. An diesem Tag sitzen wir nebeneinander und reden über dies und das und Politik. Und er sagt, „Früher habe ich die SPD gewählt, aber heute geht das nicht mehr.“ Ohne Hintergedanken, eher aus Höflichkeit als aus Interesse frage ich, „Und was wählst du jetzt?“ Und er sagt, „Die AfD.“ Ich sage, „Das ist ein Witz, oder?“ Und er schüttelt den Kopf. So ging es los. Eine lange, laute und hitzige Diskussion, bei der eben dieses Foto entstanden ist.

Dieses Gespräch beschäftigt mich seitdem. Ich weiß nämlich immer noch nicht, wie ich über die AfD reden muss/soll/kann. Ich weiß nur, dass ich es muss. Letztes Jahr habe ich für alle potenziellen AfD-Wähler das Wählsorgetelefon eingerichtet: 07032-2899226

Spoiler: Geht wählen, aber nicht die AfD. Wer dabei Hilfe braucht: Der Wahl-o-mat gibt Orientierung, wie die Parteien zu verschiedenen Dingen stehen. Dein Wal zeigt auf, wofür die Parteien im Bundestag wirklich gestimmt haben, ganz unabhängig davon, was sie versprechen.

Ich bin gespannt, was am Sonntag rauskommt.

 

literaturcafe.de-Podcast: Bücher, Buchpreis, Filme und zu preisende Hörbücher

Mein letztes Gespräch über Bücher mit Wolfgang Tischer ist von Mai. Zeit, sich mal wieder zusammenzusetzen, und zu reden. Diesmal über den Deutschen Buchpreis und zwei Bücher der Longlist: »Nach Onkalo« von Kerstin Preiwuß und »Wiener Straße« von Sven Regener, über die Verfilmung von »The Circle« und »Wunder« und über Hörbücher von Selim Özdoğan (»Capsaicin«) und Margaret Atwood (»Oryx und Crake«). Und dazwischen natürlich über alles andere. Hier könnt ihr einfach auf Play drücken, drüben bei literaturcafé.de gibts sogar Kapiteleinteilungen und alle Links. Viel Spaß!

Roman: Wiener Straße von Sven Regener

Lesestoff: Wiener Straße von Sven Regener. #amreading #galiani

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Der erste Satz aus Wiener Straße:

Die Tür fiel zu und es war zappenduster.

Ich kenne Sven Regener als Musiker, ich höre und sehe immer gern Element of Crime und ich glaube, dass unsere Meinungen über das Urheberrecht auseinandergehen. Was seine Bücher angeht, bin ich draußen.

Ich habe damals Herr Lehmann als Film gesehen und weiß, dass es die Lehmann-Trilogie gibt. Das war’s. Dazu kommt, dass ich zu jung und zu weit weg von der Wiener Straße in den 1980ern bin. Für mich ist das ein Straßenname ohne weitere Konnotation. Mit diesem Vorwissen bin ich an den Roman gegangen.

Zuerst funktioniert es super. Regener zieht mich in seine Welt, in die Gedanken, Gefühle und Dialoge seiner Figuren und schafft eine Atmosphäre, der ich gerne zusehe. Es ist absurd und skurril und trotzdem in so vielen kleinen Momenten so nah an meinen Gefühlen, dass ich das erste Drittel des Romanes oft grinsend dabei bin. Aber dabei bleibt es dann. Weil ich dann ahne, was sich am Ende bewahrheitet: Es gibt keine nennenswerte Story. Es gibt diese Atmosphäre, es gibt Dialoge, die mich immer wieder zum lachen bringen, aber nicht ändert sich. Nicht wird weitergeführt, sondern alles verharrt. Anfang und Ende sind lose gewählt und ich erhalte diesen kleinen Einblick in die Welt. Der ist am Anfang ganz witzig, aber dieser Witz trägt nicht bis zum Ende und vor allem nicht darüber hinaus.

Die Leute, die Regener besser kennen, sagen, dass es bei den anderen Romanen nicht anders ist. Das heißt für mich, Wiener Straße war ganz nett, aber ich muss keinen weiteren Ausflug in diese Welt machen.

Wiener Straße von Sven Regener erschien bei Galiani Berlin

Bericht: #Z2x17 – Das Festival von Zeit Online

#Z2X heißt Schlange stehen und fotografiert werden. Guten Morgen!

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Letztes Jahr war Z2x zum ersten Mal und ich war begeistert. Dann kam die Tour, die unter anderem in Stuttgart hielt und auf der ich über Unverbindlichkeit sprechen konnte. Die letzten beiden Tage fand die große Version in Berlin also zum zweiten Mal statt. Mit mehr Menschen und mehr Programm und vielen verbesserten Punkten, beispielsweise mehr Zeit zwischen den Veranstaltungen, zum reden und essen und sich kennenlernen. Für letzteres bin ich da, der Menschen wegen.

Mittlerweile fühlt sich Z2x für mich wie ein Familienfest an, bei dem man immer wieder ein paar bekannte Menschen trifft, die meisten von ihnen auch nur dort. Dazu lerne ich ein paar Menschen kennen, die ich bisher nur digital kannte. Und dann lerne ich auch ganz neue Menschen kennen. Und klar, nehme auch noch extrem viele Eindrücke, Information, Motivation und Hoffnung mit.

In diesem Sinne: Danke. Gerne wieder.

Dann bitte mit einem Eisstand und mindestens einem Workshop für Holzlöffelschnitzen. Oder Pizzabacken.

 

Auf der Longlist des Buchblog Awards 2017 #bubla17

Dieses Jahr gibt es zum ersten Mal den Buchblog Award. Dieser Blog steht dabei zusammen mit wahrscheinlich allen anderen deutschen Buchbloggern/Bookstagrammern/Booktubern/Podcaster auf dieser Liste. Ihr könnt also für mich voten, denn per Vote entscheidet sich, wer auf die Shortlist kommt. Ihr könnt euch aber auch durch dieses breite Angebot an anderen Blogs klicken, neue Lieblinge entdecken und eure Lesezirkel erweitern. Das ist für mich das Spannende an diesem Projekt: Zu zeigen, wie vielfältig das Programm derer ist, die über Literatur berichten. Viel Spaß!