Der tägliche Kampf um den Sitzplatz

Nicht falsch verstehen, ich habe kein Problem mit Schülern oder Pendlern, wenn ich in der U-Bahn sitze, schlummert der Großteil der Nation noch. Oder putzt sich mit verklebten Augen die Zähne. Oder steht radiohörend in der Küche und schlürft den ersten Kaffee. Der tägliche Kampf um den Sitzplatz weiterlesen

Empfehlung: Joseph O’Connor (Hg.) – Yeats ist tot!

Wenn 15 irische Schriftsteller einen Roman schreiben, dann kann dies nur witzig werden. Und falls man daran noch Zweifel hat, sind die nach dem ersten Kapitel verflogen. Eine irische Kriminalkomödie mit unerwarteten Wendungen in jedem Kapitel. Y8s=+!, eine Gleichung, eine Geschichte aber 15 Köpfe voller spritziger Ideen! Herrlich!

Empfehlung: Will Ferguson – Glück

Das Erstlingswerk des Kanadiers ist eine Freude für hungrige Augen. „Glück“ ist eine Vision. Was passiert, wenn eines Lebenshilferatgeber tatsächlich funtkioniert. „Was der Berg mich lehrte“ von Tupac Soiree scheint so eines zu sein. Ein Universalratgeber – und er funktioniert! Jeder, der es liest, raucht nicht mehr, trinkt nicht mehr, hat besseren Sex und ist Glücklich. Doch wenn alle glücklich sind, wer hält die Welt am Laufen? Eine Satire über alle Ratgeber und Lebenshilfebücher, spritzig geschrieben vom „witzigsten Autor Canadas“ (National Post). Vom Erzählstil erinnert es an Douglas Adams. Ich jedenfalls freue mich auf das zweite Buch.

Empfehlung: Christopher Moore – Die Bibel nach Biff

Das der Bibel einige Geschichten über Jesus fehlen, wissen wir. Moore hat sich überlegt, wie die Jahre dazwischen verlaufen sein könnten, das Ergebnis ist dieses Buch. Eine Satire und eine Komödie ohnegleichen. Moore lässt Levi bar Biff, genannt Biff, die Geschichte seines besten Freundes erzählen. Und glaubt mir, die 30 Jahre, die wir bis dahin nicht kannten, sind bestimmt nicht langweilig. Der Erzählstil, dem von Will Ferguson und Douglas Adams nicht unähnlich ist locker und leicht zu lesen. Und wenn man sich diesen Jesus anschaut, bekommt man doch Zweifel, ob Moore nur Unsinn geschrieben hat. Aber auch wenn, witzig ist es allemal.

Empfehlung: Dean Koontz – Der Geblendete

Ich muss zugeben, das Buch habe ich mir eigentlich wegen dem Cover gekauft. Ich hatte davor schon ein Buch von Koontz gelesen, Intensy, und das hatte mir zwar gefallen, war aber nichts Besonderes. Ich fing aber diesen Schmöker an und war fasziniert. Hier laufen viele Geschichten zusammen. Die des 3jährigen, der sein Augenlicht verliert. Die des Mörders. Und noch ein paar andere. Und nach den 887 Seiten war ich fertig. Und bis heute bin ich der Überzeugung, dass dieses Buch einer der, wenn nicht das Beste ist, was ich je gelesen habe. Doch wie bei vielen Grenzsachen gibt es hier sehr extreme Meinungen. Also, ein naja gibt es hier nicht. Entweder, ist man begeistert, oder man mag es überhaupt nicht.

Empfehlung: Flix – held/ sag was/ mädchen

‚held‘ habe ich vor Jahren auf einem Poetry Slam als ersten Preis gewonnen. Noch in der Nacht hatte ich Felix‘ Leben verschlungen und war begeistert. Vom Stil, von der Geschichte selbst und von dem Ende. Ich war so begeistert, dass ich für die ‚RAZ‘, eine Schülerzeitung, ein Mail-Interview mit Flix gemacht habe (danke flix!). Dies erschien zwar erst, nachdem ’sag was‘ veröffentlicht war, aber zumindest erschien es. Und seitdem lese ich die Comics von Flix immer wieder gerne. Mittlerweile ist der dritte Band draußen: ‚mädchen‘. 
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Verschiedene Zeitzonen innerhalb Deutschlands

Und da behaupten Menschen, innerhalb Deutschlands gilt überall die gleiche Zeit! Ruft mich Niko heute an, die Uhren um mich herum zeigen etwa 13 Uhr. Mein Tag hat in diesem Moment schon 9 Stunden hinter sich, er sagt mir, er sei gerade aufgestanden und frühstückt gleich. Das sind glatte 9 Stunden Zeitunterschied zwischen Stuttgart und Hannover. Während ich also in etwa zwei Stunden wieder ins Bett gehe, ist er wahrscheinlich gerade beim Mittagessen.

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Text – Codamis Blur

Mein Name ist Nigel Waiters. Ich verbringe sehr viel Zeit mit meinem Job.
Ich bin Nachlassverwalter. Bei einem Todesfall kümmere ich mich um die Sachen der Verstorbenen.
Meistens geht die Hinterlassenschaft an irgendwelche Erben, aber in Fällen, in denen es keine Erben gibt, kümmere ich mich darum die Sachen loszuwerden.
Es ist sehr interessant. Ihr glaubt nicht, wie faszinierend es ist, in Kellern und Dachböden herumzustöbern. Ich fühle mich jedes Mal wie ein kleiner Junge, der auf dem Speicher seiner Großmutter nach einem verborgenen Schatz sucht.
Ich war gerade dabei, eine Anzeige für ein altes Schlafzimmer aufzugeben, als das Telefon klingelte.

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