Gedicht – Was ist Gott?

Ich sehe die Natur – und sehe Gott
– denn Gott ist Faszination
Ich beobachte meine Familie – und sehe Gott
– denn Gott ist Geborgenheit
Ich blicke auf meine Freunde – und sehe Gott
– denn Gott ist Vertrauen
Ich schaue auf zu den Sternen – und sehe Gott
– denn Gott ist Schönheit
Ich öffne die Augen – und sehe dich
Ich schaue dir in die Augen – und sehe Gott
– denn Gott ist Liebe
Ich schließe die Augen und sehe – Gott
– denn Gott ist alles.

Veröffentlicht in der Jokers Lyrikbibliothek

Gedicht – Nehmen

Nehmt euch die Zeit – zum Denken
Nehmt euch den Mut – zum Reden
Nehmt euch die Kraft – zum Kämpfen
Nehmt euch die Möglichkeiten – zum Lachen
Nehmt euch die Freiheit – zum Leben

Nehmt euch das Leben – es gehört euch!

Veröffentlicht

  • Januar 2007 im Band IX der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte. Mehr Info .
  • Dezember 2011 in Scholles Gedichteküche im Scholle-P-Traum-Verlag.

Drabble – Jack-a-Doo

Es leben zwei Männer. Ersterer steht morgens auf und ohne zu wissen, wie er verlaufen wird weiß er, dass alles gut wird. Zweiterer erwacht morgens, plant ihn und muss jedes Mal erleben, dass alles anders läuft. Die beiden spielen oft ein Spiel. Während der Planende streng nach Regeln spielt, schummelt der Spontane hin und wieder, doch das macht nichts, denn Gewinner des Spiels sind immer beide, Sieger ist, wer durch das Ziel kommt. Wie unterschiedlich sie auch aussehen und handeln, im Grunde genommen sind sie gleich. Der Planende heißt Zufall, der Spontane ist Schicksal und das Spiel nennt sich ‚Leben’.

Drabble – Bin ich echt?

Mit flinken Fingern flitzen die Stifte über das Papier. Mit schnellen
Strichen entsteht das grobe Bild, mit ruhiger Hand kommt Farbe ins Spiel.
Er lehnt sich zurück, schiebt den Hut ein Stück höher und schaut sich
um. Schaut, was von der Realität in das Bild fließen kann, dass unter
seinen Händen entsteht. Ist fasziniert, dass sein Bild wie Realität
aussieht, obwohl es nur ausgedacht ist. Dann kommt ihm ein Gedanke. Was
ist, wenn er selbst nur ausgedacht ist und ein großer Maler ihn gerade
malt? Er dreht sich schnell um und sieht gerade noch den Pinsel hinter
einer Hauswand verschwinden. Drabble – Bin ich echt? weiterlesen

Text – Regenschirme unter Dächern

Ein Liebesbrief.

Ich liege da und schreibe. Zumindest versuche ich es…
Der Stift hängt zwischen meinen Zähnen, langsam nehme ich ihn aus dem Mund und drehe ihn zwischen den Fingern. Dann fange ich an:
„Ich hasse Menschen, die mit offenen Regenschirmen unter Dächern laufen. Das ist wie … wie mit dem Auto in den Zug fahren um von einem Ort zum anderen zu kommen. Das ist wie… sich hinter einer Maske von Persönlichkeit zu verstecken und die eigene nicht benutzen. Das ist wie…“ Text – Regenschirme unter Dächern weiterlesen

Text – Der Absatz

Ein Ausschnitt aus dem Film auf der Leinwand des Lebens

Zu oft war der Wecker schon gegen die Wand geflogen, als das er noch richtig klingeln konnte. Es war eher ein mechanisches Rattern, das mich jeden Morgen weckte. Mit einer eingeübten Handbewegung packte ich den Wecker und warf ihn gegen die Wand. Normalerweise prallte er gegen die Wand, fiel auf den Boden und ratterte weiter, sodass ich aufstehen musste, um ihn auszumachen. Doch heute ging er tatsächlich aus, als sich die Wand in seine Flugbahn stellte. Aus diesem Grund kam ich heute zu spät zur Arbeit. Text – Der Absatz weiterlesen