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Schlagwort: Corratec E-Power X-Vert

Fazit: 1000 Kilometer auf dem Corratec E-Power X-Vert

Greenstorm ist Händler für gebrauchte e-Bikes und verkauft ‚Jahresbikes‘, also Fahrräder, die für ein Jahr von Hotels für die Hotelgäste benutzt wurden. Ich bin Botschafter für Greenstorm, das heißt, ich habe das Corratec E-Power X-Vert zur Verüfgung gestellt bekommen. Ein Jahr lang darf ich es fahren und testen und darüber berichten.

Knapp nach Jahreswechsel hat das Corratec seine 1000 Kilometergrenze überschritten und demnächst gebe ich es wieder ab. War ein schönes Jahr, ich habe mich an die Aufkleber und das monstermäßige Aussehen des Bikes gewöhnt, ich liebe es, damit unterwegs zu sein. Weil es immer noch jede Fahrt zum Spiel macht. Das ist wohl die größte Erkenntnis des Jahres. eBikes sind für mich kein Zwang. Ich brauche es nicht, ich schaffe die Fahrten auch mit einem normalen Fahrrad. Aber das eBike ist ein toller Zugewinn, weil es eben jede Fahrt bereichert.

Das Corratec E-Power X-Vert ist ein mehr als solides Bike, es macht Spaß, auch, wenn es für die Stadt vollkommen überdimensioniert ist. Da ich es hauptsächlich in der Stadt verwendet habe, sind manche Funktion (das Lock-Out beispielsweise) nie zum Einsatz gekommen. Dafür habe ich immer Licht mitgeschleppt, welches leider nicht fest montiert war.

Ich bin mir auch nach diesem Jahr nicht sicher, ob ich Mittelmotoren an eBikes für die beste Lösung halte. Einerseits unterstützen sie dich ab dem ersten Treten, was besonders am Berg richtig Spaß macht und sinnvoll ist. Andererseits beanspruchen sie die Kette auch extrem. Besonders beim Berg hochspurten und schalten habe ich mit der Kette mitgelitten.

Was mich langfristig am meisten genervt hat, ist die Position des Akkus. Einerseits sehr schön in den Rahmen integriert, mag ich das Aussehen immer noch. Er ist auch wirklich einfach rauszuholen: Schlüssel im Rahmen drehen, kleinen Bolzen nach hinten schieben und Akku in die Hand fallen lassen. Das Einsetzen dagegen gestaltet sich schwerer. Dafür ist die Position zwischen Rahmen und Vorderrad problematisch. Zusätzlich verschiebt sich die Abdeckung, die an den Akku geschraubt ist, sodass der Akku sich nicht einfach in die richtige Position klinkt. Es ist mehr als einmal passiert, dass ich dachte, den Akku sauber eingesetzt zu haben, nur um nach einer Fahrt festzustellen, dass dies nicht der Fall war. Er rutscht zwar nur bis zum Bolzen und liefert auch weiterhin Strom, aber dann ist er extrem leicht klaubar. Auch nach einem Jahr habe ich darin nicht die Übung, dass es mir leicht von der Hand geht. Was wiederum für die Reichweite des Akkus spricht.

Insgesamt ein tolles Fahrrad, von dem ich nur einen Bruchteil seiner Möglichkeiten ausgetestet habe. Ich bin gespannt, was als nächstes kommt.

Die Stadt dein Spielplatz: Stuttgart mit dem eBike erleben

Greenstorm ist Händler für gebrauchte e-Bikes und verkauft ‚Jahresbikes‘, also Fahrräder, die für ein Jahr von Hotels für die Hotelgäste benutzt wurden. Ich bin Botschafter für Greenstorm, das heißt, ich habe das Corratec E-Power X-Vert zur Verüfgung gestellt bekommen. Ein Jahr lang darf ich es fahren und testen und darüber berichten.

Mittlerweile sind die 500 Kilometer auf dem Corratec E-Power X-Vert überschritten, das Fahrrad ist Teil meines Alltags und begleitet mich auf vielen Wegen. 

Der Verein Parkour Stuttgart hat die Aktion „Your City My Playground„, bei der der Verein immer neue Übungsmöglichkeiten in der Stadt sucht. Ich mag die Idee, eine Stadt – besser noch, den Alltag grundsätzlich – als Spiel, als Spielplatz und nicht als notwendiges Übel zwischen Wohnung, Arbeit und Erholung zu sehen. Das Fahrrad allein ist schon großartig, um durch Stuttgart zu kommen. Mit einem eBike wird es aber zum Spaß.

Das Corratec ist eigentlich für Berge und schmale Wege durch Wälder gemacht, deswegen musste ich es für die Stadt erstmal ein wenig nachrüsten. Jetzt macht es sich in dieser Stadt aber perfekt. Es gibt zwar eine immer größere Masse an Fahrradfahrern in Stuttgart, trotzdem scheint mir Stuttgart eine Stadt, in der weder Fußgänger, noch Autofahrer davon ausgehen, dass Menschen mit Fahrrädern unterwegs sind. Es gibt immer noch viel zu wenig Fahrradstraßen oder Fahrradwege und immer noch viel zu viele Verkehrsteilnehmer, die zwar nach Autos und Fußgängern Ausschau halten, nicht aber nach Fahrrädern. Das heißt, in Einbahnstraßen für Autos schauen die Leute nur in die eine Richtung, obwohl sehr Fahrräder aus der anderen Richtung kommen könnten. 

Das heißt, als Fahrradfahrer muss ich für alle aufpassen und lege mehr Vollbremsungen hin, als die anderen Verkehrsteilnehmer. Manchmal ärgert mich das. Manchmal schreie ich Menschen hinterher. Und mein Böser Blick für Autofahrer hat sich ziemlich geschärft. Aber oft genug kann ich das alles als Spiel begreifen, besonders wenn mein Fahrrad so eine Beschleunigung hat, wie das Corratec. Dann sind Hindernisse Herausforderungen und jedes Hindurchschlängeln und in Schrittgeschwindigkeit wird mit einer sirrenden Beschleunigung belohnt.

Manchmal, wenn ich am Berg an jemandem vorbeiziehe, der ohne Motor hochfährt, habe ich noch das schale Gefühl eines Betrügers. Tatsächlich glaube ich aber nicht, dass ein eBike weniger sportlich ist, dass es mich weniger anstrengt. Es nimmt die Spitzen aus den Strecken und es gibt mir ein Netz, falls ich eine Strecke wirklich nicht schaffe. Auf der anderen Seite fahre ich länger und weiter, als früher.

Ich bin gespannt, wie das in den nächsten Monaten aussehen wird.