Nachtrag: Der Z2X-Fragebogen und meine Antworten.

Das Team des Z2X-Festival hatte angekündigt, bald einen Fragebogen herumzuschicken. Ich hatte ihn in meinen Bericht mit einbinden wollen, zu diesem Zeitpunkt war er noch nicht da. Nun ist er das. Hier sind meine Antworten. Teil 2 des Fragebogens habe ich nicht mit angehängt, da geht es Zeit Online und nicht mehr um das Festival. Und natürlich geht der Fragebogen bei ihnen anonym ein, sehr löblich. In diesem Fall entscheide ich mich bewusst dafür, dies zu veröffentlichen.

2015 als Fragebogen

Zugenommen oder abgenommen?

An Weihnachten wieder zugenommen, ansonsten relativ konstant geblieben.

Haare länger oder kürzer?

Kürzer! Kürzer als die letzten 12 Jahre. Aber immer noch lang genug.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Ziemlich gleich.

Mehr Kohle oder weniger?

Ungefähr gleich.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Gefühlt ist auch das gleich geblieben. Vielleicht ein bisschen mehr. Ich habe die Erinnerung, mir 2015 öfter mal „was gegönnt“ zu haben.

Mehr bewegt oder weniger?

Durch das pendeln zum Studium definitiv mehr Kilometer in Zügen verbracht. Körperbewegungstechnisch ist das wohl auch gleich geblieben, aber die Motivation, ein wenig mehr zu machen, ist gekommen.

Der hirnrissigste Plan?

Weiß ich nicht. Bisher ist noch keine Ausführung eines Plans in diesem Gedanken geendet.

Die gefährlichste Unternehmung?

Durch Stuttgart mit dem Fahrrad fahren. Das wird von Mal zu Mal brenzliger. Die Menschen hier sind es nicht gewohnt, dass da Fahrräder unterwegs sind. Und der Stadt sind wir ziemlich egal. Ich sehe das mittlerweile als Spiel im echten Leben: Komme sicher durch Stuttgart. Das Basisspiel habe ich durch, die Erweiterung „Baustellen rund um S21“ kann ich auch, bei dem Add-On „Weihnachtsmarkt“ musste ich einmal tatsächlich aufgeben und vom Rad steigen. Unmöglich, da durchzukommen.

Der beste Sex?

Der mit der Einen.

Die teuerste Anschaffung?

War nicht so viel dieses Jahr. Wahrscheinlich sogar die Bahncard 25.

Das leckerste Essen?

Muss eine Pizza gewesen sein. Wahrscheinlich eine selbstgemachte, mit Pepperoni und Mais.

Das beeindruckendste Buch?

Von der Buchgestaltung her „S. – Das Schiff des Theseus„. Von der Spannung „Der Marsianer„. Und vom Lernfaktor höchstwahrscheinlich „Taqwacore„. Bericht folgt.

Der ergreifendste Film?

Puh. Da komme ich schnell durcheinander, was ich dieses Jahr gesehen habe. Waren aber definitiv ein paar Gute dabei.

Das beste Lied?

Aus diesem Jahr? Besonders so in den letzten Wochen „Oft gefragt“ von AnnenMayKantereit.

Auf Empfehlung der Schwester die Jungs Mitte des Jahres auf dem Fest in Karlsruhe gesehen. Ich würde ja gern mit Henning May am Einsatz seiner Stimme arbeiten, aber nichtsdestotrotz mag ich die Musik der Dreien sehr.

Das schönste Konzert?

Wahrscheinlich eben oben genanntes. Vielleicht einfach die drei Tage in Karlsruhe. Obwohl es da neben einigen Höhen auch Tiefen gab. Aber vielleicht gehört das zum Schönsten dazu.

Die meiste Zeit verbracht mit…?

Zugfahren, Lesen und Schreiben. Und menschlich gesehen, mit der Einen.

Die schönste Zeit verbracht mit…?

Zugfahren, Lesen und Schreiben. Und menschlich gesehen, mit der Einen. Und vielen anderen Menschen.

Vorherrschendes Gefühl 2015?

Viel. Viel und Komplex. Viel und komplex, aber gut.

2015 zum ersten Mal getan?

Parcour. Einführungskurs. War hoffentlich nicht das letzte Mal.

2015 nach langer Zeit wieder getan?

Skypen. Und dabei zum ersten Mal in die Ukraine.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Zu wenig Zeit. Kommunikationsprobleme. Zahnschmerzen.

Die wichtigste Sache, von der ich jemand überzeugen wollte?

In ein Haus, welches gerade renoviert wird, einen barrierefreien Eingang zu bauen. Hat bisher keinen akuten Grund. Aber für die Zukunft. Man weiß ja nie.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Nein, im Gegenteil.“ Vielleicht gibt’s irgendwann den Kontext dazu.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Das nehme ich mir nicht raus, zu entscheiden.

2015 war mit einem Wort…?

Krass.


gefunden bei Alex, kommt von Anne. Und du so?

 

Antworten auf den etwas anderen Fragebogen für Blogger/Redakteure.

Inspiriert von Stefan Meschs #blogfragen hat Chris Popp von bookenerds.de einen eigenen Fragebogen erstellt. Hier sind meine Antworten.

Runde 1 – Gemischte Fragen an Blogger, Redakteure und mehr:

Welche Daseinsberechtigung hat Dein Blog?

Ich bin die Daseinsberechtigung. Mokita war von Anfang an, und das sind mittlerweile fast sechs Jahre, darauf ausgelegt, meine Spielwiese zu sein. Mein Platz, an dem ich mich austoben kann.

Der Blog oder das Blog?

Meist der Blog. An das Blog kann ich mich nicht wirklich gewöhnen.

Einer Deiner Artikel wird von einem anderen Blogger oder beispielsweise einem Amazon-Rezensenten geklaut. Wie reagierst Du?

Ist noch nie passiert. Aber wenn, dann würde ich mich erstmal geehrt fühlen. Und dann die Person anschreiben und versuchen, das Ding geregelt aus der Welt zu schaffen. Mann müsste ja mit den meisten Menschen reden können.

Dein Blog ist urplötzlich offline, nichts geht mehr. Wie reagierst Du dann?

Es gibt jeden Sonntag ein Backup. Wenn irgendwas passieren würde, müsste ich mit meinem Hoster reden und irgendwie kriegen wir das dann wieder hin.

Du hast einen Gutschein erhalten, um 2.500 gleiche Artikel Deiner Wahl mit dem Logo Deines Blogs als Werbeartikel anfertigen zu lassen. Allerdings sind Flyer, Lesezeichen, T-Shirts und Kugelschreiber tabu. Welchen Artikel würdest Du auswählen?

Lass mich raten, Buttons, Sticker und Lesezeichen sind auch tabu? Wie wäre es mit kleinen Notizbüchern? Oder, hej! So Klebetattoos. Das wäre ja witzig. Oder eine Taschenlampe, die mein Logo auf Wände projizieren kann.

Nenne zwei Bücher und Deinen persönlichen perfekten Soundtrack dazu.

Puh. Da muss ich noch ein wenig grübeln.

Schreibst Du Deine Rezensionen handschriftlich vor?

Nope. Ich denke sie vor. Ich habe Texte allgemein schon eine ganze Weile im Kopf und ziemlich ausformuliert und schreibe sie dann runter.

Verunstaltest Du Bücher für deine Schreibarbeit mit Knicken, Markierungen etc. oder behandelst Du sie eher wie ein rohes Ei?

Ich würde es nicht verunstalten nennen. Ich würde es beleben nennen. Ja, ich erweitere meine Bücher durch Markierungen, Unterstreichungen, Knicke und ermuntere Leser meiner Bücher, das Gleiche zu tun. Jedes Buch ein Unikat.

Wenn Du eine Schreibblockade hast – wie gehst Du vor, um diese zu überwinden?

Ich schreibe.

Schreibe ein kleines Gedicht (mindestens Vierzeiler) über Dein(en) Blog.

Wenn Fabian etwas sagen will
der Kopf vor Worten überquillt,
dann tippt der Fabian diese runter
und bringt sie auf Mokita unter.

Du liest in einer anderen Rezension absoluten (tatsächlichen!) Unfug – sie quillt über vor inhaltlichen Fehlern. Wie reagierst Du? Kommentierst Du? Schreibst Du den Verfasser an? Oder hältst Du die Finger still?

Entweder kommentiere ich oder, wenn ich das Gefühl hätte, ich stelle jemanden bloß, schreibe ich dem Autoren persönlich.

Hast Du schon mal eine Idee von anderen Bloggern geklaut?

Bestimmt. Ich lasse mich nicht nur von anderen Bloggern inspirieren. Sondern generell von meiner Umwelt. Und was bedeutet das, eine Idee klauen? Ich habe mehrere Artikel, die damit beginnen, dass ich etwas ähnlich bei jemand anderem gesehen habe. Was ich nicht getan habe, etwas als meine Idee oder meinen Text auszuzeichnen, was nicht von mir ist.

Hast Du Dich schon mal einer Formulierung in einer anderen Rezension bedient, die Du gerne so ähnlich auch in einem Deiner Texte haben wolltest?

Nicht bewusst. Unbewusst wahrscheinlich schon.

Das exotischste Buch in Deiner Sammlung ist:

Weiß ich nicht. Müsste ich mal sehen.

Runde 2 – Gemischte Fragen an Blogger, Redakteure und mehr:

Stell Dir vor, man böte Dir an, Dein(en) Blog oder zumindest Deine Internetadresse für einen ordentlichen Batzen Geld zu verkaufen. Was würdest Du tun?

Dankend ablehnen.

Geld verdienen mit Deinem Blog – wie weit würdest Du gehen?

Ich habe keine Werbung auf meinem Blog und das soll auch so bleiben.

Hast Du schon mal heimlich ein Buch gelesen/einen Film gesehen/eine Serie geschaut, obwohl Du eigentlich sagtest: „Den Mist? Never ever!“?

Mit dem Argument „Man muss es kennen, um darüber urteilen zu können“, Klar!

Liest Du Dich selbst gern?

Manchmal. Manchmal aber auch gar nicht. Ich bin in beide Richtungen überrascht. Manchmal, wie gut mir meine Sachen gefallen, manchmal, wie schlecht sie sind.

Man lobt Dich für einen Deiner Beiträge oder gar für Dein ganzes Blog total in den Himmel. Wie gehst Du mit diesem Lob um?

Also, wenn jemand „total in den Himmel “ lobt, dann werde ich wahrscheinlich wieder kritisch, was das Lob angeht.

Man attestiert Dir aufgrund einer Kritik keine Ahnung. Wie reagierst Du auf so etwas?

Kommt auf die Sache an. Vielleicht hat derjenige ja Recht?

Man wirft dir als Blogger/Journalist vor, Du übtest Deine Arbeit nur aus, um so möglichst viele Rezensionsexemplare abzugreifen. Wie begegnest Du diesem Vorwurf?

Ich glaube, wenn man Liebe und Zeit in seinen Blog steckt, und das Ganze sechs Jahre am laufen hält, dann kann man dem Vorwurf gelassen entgegensehen. Man kann mit weniger Arbeit an die Exemplare kommen.

Ein Autor oder Verlag verlangt von Dir, Deine Rezension abzuändern oder gar zu löschen. Wie wirst Du handeln? Oder ist Dir das gar passiert? Falls ja: Wie hast Du gehandelt?

Ein Verlag war mal ein bisschen böse wegen einer harschen Kritik. Aber auf beiden Seiten war klar, dass ich deshalb die Kritik nicht ändern werde. Wir arbeiten immer noch zusammen.

Der Autor/Verlag droht mit einer Klage, wenn Du die Rezension nicht abänderst/löschst. Und nun?

Auf welcher Basis denn? Wie soll diese Klage denn aussehen?

Hast Du bei Rezensionen schon mal geschummelt (beispielsweise das Buch nicht zu Ende gelesen und trotzdem eine vollständige Rezension geschrieben)?

Nein. Wenn, dann steht auch in der Rezension, dass ich das Buch abgebrochen habe. Meist ziehe ich aber selbst dann das Buch durch. Immer die Hoffnung, dass es noch besser wird.

Sind Zugriffszahlen/Like-Zahlen und Followerzahlen wichtig für Dich? Wie wirken sie sich hinsichtlich Motivation aus?

Phasenweise. Ich bin ja nicht nur Buchblogger, sondern auch Autor. Und mokita ist meine Kommunikationsplattform. Natürlich will ich, dass viele Leute das lesen.

Liest Du auf dem Klo?

Kaum Bücher. Aber Magazine und so.

Runde 3 – Zur Entspannung. Du als Konsument:

Gab es schon mal einen Protagonisten in einem Buch oder eine Figur in einem Film oder einer Serie, und Du dachtest: Verflucht, kennt der Autor mich?

Klar. Ich wüsste aber gerade keine Beispiele.

Stell dir vor, Du könntest die Protagonisten oder beliebige andere Figuren aus zwei Büchern/Filmen/Serien miteinander vertauschen. Wen und warum?

Gerade keine Ahnung.

Welches ist Dein peinlichstes Lieblingsbuch/Dein peinlichster Lieblingsfilm/Deine peinlichste Lieblingsserie?

Ich guck mir gern mal The Voice of Germany an. Oder Sing mein Song.

Welches war das frustrierendste Buchende/Filmende/Serienfinale für Dich? Wie hätte es ausgehen sollen? Warnung an die Leser der Antworten: Spoileralarm!

Buch: Das Labyrinth der träumenden Bücher von Walter Moers. Das ist kein Ende, das ist eine Frechheit! Und davor warne ich gerne jeden anderen Leser.

Serie: Wahrscheinlich Lost. Ich glaube, es wäre besser gewesen, einfach zuzugeben, dass man selbst keine Ahnung hat, wie das alles zusammenpassen soll.

Film: Knowing. Oh mann. Wie viel Schatten ein Ende auf den gesamten Film werfen kann.

Wenn Dein Leben oder Deine persönliche momentane Situation als Buch oder Film veröffentlicht würden: Wie hieße das Buch/der Film?

Lächelnd, um nicht zu weinen. Oder: Du bist nicht allein.

Welches Buch/welcher Film/welche Serie hat Dich derart beschäftigt und aufgewühlt, dass Du tagelang an kaum etwas anderes denken konntest?

Mehrere. Einige. Aber mir fällt gerade kein Beispiel ein.

Hast Du schon einmal einer Figur aus einem Buch, einem Film oder einer Serie nachgeeifert? Oder wurdest Du hierdurch zu einer Handlung/Tat inspiriert?

Klar. Beispielsweise die Haltung des Ghost Dog aus dem gleichnamigen Film, wenn er durch den Regen geht.

Runde 4 – Drei Dinge, die…

…das Schreiben schreibenswert machen:

  1. Den Kopf frei bekommen.
  2. Gedachtes Real zu sehen.
  3. Die Möglichkeit, andere an deiner Realität teilhaben zu lassen.

…Dir bei manch anderem Blog mächtig auf die Nerven gehen:

  1. Kritiklosigkeit
  2. Werbung
  3. Clickbaits

…Du Dir bei deinem eigenen Blog schon ewig vorgenommen, aber noch nicht verwirklicht hast:

  1. Einen Podcast mit eingesprochenen Geschichten.
  2. Die Möglichkeit einrichten, wortweise zu kommentieren.
  3. Meinen ersten Roman samt aller Hintergrundinfos zu veröffentlichen. Ein Autorenkommentar zum Roman quasi.

…Dir das Lesen spontan madig machen:

  1. Eine beschissene Leseumgebung.
  2. Ein unsympathischer Autor.
  3. Wenn ich merke, dass ich auf Clickbait reingefallen bin.

…Du gerne als Ausrede nutzt, nur um mehr Zeit zum Lesen zu haben:

Leider nehme ich mir nicht die Zeit, die ich zum Lesen bräuchte. Da gibt es noch so viel anderes zu tun.

…nicht so wichtig sind wie dein Blog:

  1. Die Facebookseite dazu.
  2. Die Ordnung auf meinem Schreibtisch.
  3. Mein Google+Account.

…Dir definitiv wichtiger sind als dein Blog:

  1. Das Schreiben
  2. Das Sprechen
  3. Das Leben

Runde 5 – ein paar Sätze zum Vervollständigen:

Amazon ist eine ziemlich erfolgreiche Firma. Wie viele andere Sachen kann man das kritisch hinterfragen.

In meinem Wohnort fühle ich mich wohl. Hauptsächlich wegen der Menschen, die ich hier kenne.

Ein Autor schreibt Bücher, weil er Grenzen überschreiten will, die er im relaen Leben nicht überschreiten kann.

Marcel Reich-Ranicki fand ich keine Ahnung, wie. Hab mich nie genug mit ihm befasst.

Hysterisierung und Pathetisierung in der Literatur gehört wohl dazu.

Was ich im Literatur-/Film-/Serienbusiness niemals verstehen werde, ist wieso manche Sachen so erfolgreich werden und andere wiederum nicht. Kann das wirklich nur mit dem Geld zu tun haben, das man in die Werbung pumpt?

Wenn ich die Bibliographie eines bestimmten Autoren/einer bestimmten Autorin einfach auslöschen könnte, dann die von niemandem, weil wieso sollte ich das wollen?

Ich würde unheimlich gern eine Literatur-Diskussionsrunde mit folgenden Personen sehen: Ernst Jandl, Stephen King und Anselm Grün.

Wie kann man eigentlich nur solch ein Kultursnob sein wie ich!

Ich fände es großartig, wenn jeder auf meinem Blog einen Gastbeitrag schreiben würde.

 

Booktuber, hab ich mich noch nie ernsthaft mit befasst.

Dieser Fragebogen hat mich an manchen Stellen nachdenklich gemacht. Danke dafür!

 

Antworten auf die #blogfragen für Buchblogger

Stefan Mesch hat auch mal in Hildesheim studiert, ist Literaturkritiker, Schriftsteller, Übersetzer und Freund von Freunden. Und er erstellt gerne Fragebögen, wie diese #blogfragen für Buchblogger. Hier meine spontanen Antworten:

01 Das Lieblingsbuch meiner Mutter: Ich muss passen. Sie liest viel und gerne. Wie mein Vater auch. Sie liest gerne Biografien und Lebensgeschichten von Menschen. Aber ihr Lieblingsbuch? Ich weiß es nicht.

02 Das Lieblingsbuch meines Vaters: Und gleich nochmal. Ich weiß es nicht. Er liest gerne russische Literatur. Und viel Hermann Hesse. Aber sein absolutes Lieblingsbuch? Keine Ahnung.

03 Ich führe einen typischen Buchblog, weil… Tue ich das? Was ist denn ein typischer Buchblog? Ich würde sagen, das typisch buchbloggige ist, dass es um Bücher geht, die ich gelesen habe. Manchmal.

04 Ich bin anders als die Blogs, die ich gern lese, weil… Bin ich? Vielleicht insofern, dass ich extrem unfokussiert bin. Ich schreibe, was mich im Moment umtreibt. Oft natürlich das Sprechen und das Schreiben, aber auch sonst alles Mögliche. Die meisten Blogs, die ich lese, handeln oft von einem Thema.

05 Am Bloggen überrascht mich / beim Bloggen habe ich gelernt, dass… es mittlerweile Teil meines Alltags ist. Immer wieder lehren mich der Blog, das Internet und die direkten und indirekten Folgen für mich, dass selbst meine kleine Spielwiese hier die Leben anderer Menschen beeinflussen kann. Wenn ich sie dabei ein bisschen erfreuen, bereichern oder unterhalten kann, kann ich Gutes tun. Schön, nicht?

06 Helfen Amazon-Rezensionen? Wobei? Wie? Phew. Schwer. Wem helfen sie? Manchmal mir, um zu sehen, dass ich mit manchen Meinungen nicht allein dastehe.

07 Hilft Literaturkritik in Zeitungen und Magazinen? Wobei? Wie? Um Literatur noch einen gewissen Platz in der Welt außerhalb unserer digitalen Blase der Buchblogger zu geben? Eine Platz neben all den anderen Unterhaltungsmedien?

08 Helfen Blogs? Wobei? Wie? Wem? Allen? Um mehr Meinungen zu streuen? Vielleicht auch als Korrektiv der vierten Gewalt?

09 Wahr oder falsch: “Ich blogge vor allem, weil ich mich über Bücher austauschen will und im persönlichen Umfeld nicht genug Menschen habe, mit denen ich das könnte.” Falsch. Vor allem ist das hier meine Spielwiese. Bücher sind nur ein Teil davon.

10 Mein persönlicher Geschmack und meine Prinzipien beim Lesen und Bewerten: Puh. Ich lese, konsumiere im Allgemeinen, um unterhalten zu werden oder zu lernen. Die besten Bücher sind die, die beides schaffen. Also ein vollkommen subjektives Lesen und Bewerten.

11 Wer liest mich? Habe ich eine Zielgruppe? Keine Ahnung. Menschen per se. Meist denke ich, die Leute, die ich anziele sind etwa so alt und haben eine ähnliche Meinung, wie ich. Aber immer wieder werde ich darin eines besseren belehrt, beispielweise, wenn ich Mails oder Kommentare von Lesern bekomme und eben ganz anders sind, als das, was ich denke.

12 Habe ich Vorbilder? Beim bloggen? Weiß ich nicht. Es gibt Leute, deren Blogs ich gerne lese. Aber Vorbilder, eher nein.

13 Welche Ratschläge würde ich meinem früheren Lese-Ich geben? Kann man lernen, Bücher besser auszusuchen, zu entdecken und zu genießen? Wie? Ich würde tatsächlich gar nicht so viel anders machen. Vielleicht, dass ich für manche Klassiger, die „man gelesen haben muss“, manchmal noch zu jung war. Ich glaube, beim ersten Mal „Der alte Mann und das Meer“ habe ich nichts verstanden.

14 “Verlage brauchen mich für PR. Sie brauchen mich mehr, als ich sie brauche” …oder “Toll! Autoren und Presseabteilungen suchen Kontakt und bieten mir Bücher an. Was für ein Glück!” Was überwiegt? Letzteres.

15 Was soll sich tun in meinem Blog und in meinem Leser-/Schreiber-Leben in den nächsten fünf Jahren: Och, ein konstantes Lesen und Schreiben reicht mir schon.

Bonusfrage: Bei wieviel Prozent der Bücher, die ich gelesen habe, denke ich danach: Mist. Ich wünschte, ich hätte das nie gelesen…? Steigt oder fällt diese Prozentzahl, Jahr für Jahr. Und: Warum? Bei vielleicht zehn Prozent der Bücher. Und die Zahl bleibt eigentlich gleich. Meist sind das aber auch die Bücher, die ich eher kritisch beginne und sie eher lese, damit ich drüber reden kann.

Bonus: Empfehlungen!

Ein Buch, das fast niemand mag – aber das ich liebe: Ähm. Spontan, weiß ich nicht.

Ein Buch, das fast alle mögen – aber das mich wütend oder ratlos macht: Girl on the train. Oder The Circle.

Ein Buch, das ich bekannter gemacht habe: Das Gefängnis der Freiheit von Michael Ende. Hoffe ich zumindest.

Ein Buch, vor dem ich oft und gern warne: Spontan keine Ahnung.

Ein schlechtes Buch, das ich gut fand: Wer definiert denn hier, was schlecht ist?

Ein gutes Buch, das ich schlecht fand: Und hier, was gut ist?

Ein Geheimtipp, der bisher in Blogs noch kaum besprochen wurde: Hier nicht denke ich an kein bestimmtes Buch, aber auffallend schade finde ich, dass Bücher, die bei ihrer Erscheinung durch Netz rutschen (Haha), danach kaum nochj die Chance haben, nochmal besprochen zu werden. Meinem Empfinden nach werden zu wenig „alte“ Bücher in Blogs rezensiert.

Ein Buch, das viel zu oft überall besprochen wurde: The Circle von Dave Eggers.

Ein gutes Buch von/über jemandem/n, der ganz anders ist als ich selbst: So ziemlich jedes Buch mit einem rauchenden oder trinkenden Protagonisten. Also nicht, dass die alle gut wären. Aber ich mag ein paar dieser Gestalten, obwohl das überhaupt nicht mein Ding zu sein ist.

Ein gutes Buch von/über jemandem/n, der ganz anders denkt als ich selbst: Spontan keine Ahnung.

Ein Buch, von dessen Gestaltung/Cover/Design sich Verlage eine Scheibe abschneiden könnten: Kein Buch, aber ein Designer, der öfter mal eingesetzt werden könnte: Levente Szabó. Er illustriert Klassiker neu, auf eine sehr tolle Weise.

Ein anderes Produkt, von dessen Gestaltung/Cover/Design sich Verlage eine Scheibe abschneiden könnten: Erinnert ihr euch an das Design aller Sachen auf der Insel in der Serie „Lost“? Stellt euch einen Buchladen vor, wie sie heute so sind, und mittendrin ein Buch, welches so minimalistisch gestaltet ist.

Das netteste Presseteam / die schönste Erfahrung mit einem Verlag: Vor fünf Jahren hatte ich mal die Freude, mit den Leuten vom Argon Verlag zu arbeiten, das war wirklich wunderbar.  Und bis heute sind die Leute supernett, wenn ich sie treffe. Tatsächlich hatte ich aber bisher mit keinem Presseteam von Verlagen schlechte Erfahrungen gemacht. Immer auf Augenhöhe.

Autor*innen, die tolle Inhalte auf Facebook und Twitter posten: Neil Gaiman, Cory Doctorow, Andreas Eschbach.

mein erfolgreichster Text/Beitrag: Der richtige Zeitpunkt, um mit dem Helfen aufzuhören.

ein Text/Beitrag von mir, der wenig Beachtung fand, aber mehr Beachtung verdient: Da kann ich nicht nur einen nennen. Mit vielen älteren Artikeln geht es mir so, dass ich immer wieder an sie denken muss und immer noch der Meinung bin, dass sie wichtig sind und ich meine Einstellung zu dieser Sache damals nicht geändert habe, aber das leider kaum aufgenommen wurde.

eine Frage, die diesem Fragebogen fehlt: Zweifelst du an deinem Tun? Und wann sind die Momente, an denen du mit dem bloggen aufhören willst?

Danke, Stefan. Wer will, darf sie natürlich ebenso beantworten. Viel Spaß!