Test: Beyerdynamic Custom One Pro vs. Custom Street

Dann testen wir mal, was die Custom Serie von Beyerdynamic so kann. #headphones #customonepro #customstreet

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Seit einiger Zeit mache ich mir Gedanken über das beste Equipment für’s Unterwegs sein. Hier sind meine bisherigen Erfahrungen, was Kopfhörer angeht.

Kopfhörer sind so eine Sache. Manchmal nutze ich monatelang keine, weil ich meine Zeit unterwegs mit lesen, schreiben, kommunizieren und denken fülle. Dann fällt mir ein Hörbuch oder ein Podcast in die Hände und dann laufe ich wieder mit den Dingern durch die Gegend. Lange Zeit hatte ich die AKG K518 LE, mehrmals und in verschiedenen Farben. Einerseits waren die Kopfhörer extrem gut, was die Soundqualität für den Preis anging. Andererseits waren es On Ear-Kopfhörer, die sich extrem eng an den Kopf gelegt haben und daher nach ein paar Stunden extrem weh getan haben. Und sie hatten eine Sollbruchstelle am Klinkenstecker, zweimal habe ich sie deshalb zurückgeschickt und neue bekommen, beim dritten Mal war ich knapp hinter der Garantiezeit und AKG kennt keine Kulanz, selbst bei diesem offensichtlich bekanntem Konstruktionsfehler. Also mussten neue Kopfhörer her. Mit In Ear Kopfhörern kann ich nichts anfangen, ich will welche, die meine Ohren umschließen. Nach den alten Erfahrungen wollte ich welche mit austauschbarem Kabel und warum nicht diesmal welche von einer deutschen Firma. Schnell war ich bei Beyerdynamic. Die Firma hat jahrzehntelange Erfahrung mit Mikrofonen und Kopfhörern, die größtenteils immer noch in Süddeutschland produziert werden.

Den Schritt von Studiokopfhörern zu portablen Kopfhörern hat die Firma erst vor kurzem vollzogen und in Sachen Stil holt sie gerade in großen Schritten auf, wobei sie einen gewissen Retrocharme beibehält.  Dafür ist fast jedes Teil der Kopfhörer nachbestellbar, hier geht es immer noch darum, nachhaltige Produkte zu produzieren.

Relativ neu ist die Custom-Serie, die auf die urbane, sehr auf das Aussehen bedachte Zielgruppe abzielt. Nun aber die Frage, will ich die On Ear „Street“ oder die Over Ear „One Pro“? Musste ich probieren.

Die One Pro sind Ohrensofas, die sich um die Ohren legen und die Außenwelt auf Distanz halten. Sie haben einen warmen Klang und eine mechanische Bassregulierung, die ich kaum verwende, weil fast nur Sprache darauf höre. Die Kopfhörer sind extrem bequem, mittlerweile benutze ich sie auch beim Radio und auch auf dem Heimweg und meine Ohren werden nicht eingeklemmt oder schmerzen. Das schaffen auch nicht die Sennheiser, die ich sonst verwende.
Aber die Größe ist auch das Manko. Wenn die Kopfhörer um den Hals liegen, kann ich den Kopf kaum drehen, weil sie so groß sind. Im Rucksack nehmen sie extrem viel Platz weg, faltbar sind sie auch nicht.

Die Custom Street sind für die Straße gedacht: Faltbar, mit beigeliefertem Case und der Möglichkeit, an die Kopfhörer per Klinkenstecker einen weiteren Kopfhörer anzustecken. Klangmäßig sind sie nicht ganz so warm wie der große Bruder, aber immer noch sehr gut. Dafür halten sie die Umwelt nicht ganz so ab.

Aber nach ein paar Tagen mit diesen muss ich sagen: Obwohl sie genau das eine Manko der One Pro ausgleichen und flexibler sind, ist mir der große Bruder lieber. Unter anderem spielt eine Rolle, dass die One Pro in Deutschland produziert werden und die Street in China.

Aber am besten testet ihr selbst aus, was euch lieber ist und welche euch mehr taugen. Beides sind gute Kopfhörer, die in vorbildlichen Kartonverpackungen kommen und für ihre Qualität preislich sehr fair sind. Ich nehme die Größe in Kauf, wenn ich dafür den Komfort bekomme. Achja, der Unterschied zwischen den Custom One Pro und den Custom One Pro Plus ist nur, dass bei letzterem mehr Zubehör dabei ist, hauptsächlich Individualisierungsmaterial.

Beyerdynamic hat mir für den Test die Custom Street leihweise zur Verfügung gestellt.

AKG K518 LE, zum dritten Mal.

Ein Dilemma. Ich habe diese AKG K518 noch nichtmal ein Jahr. Und innerhalb dieser Zeit ist das Kabel direkt am Klinkenstecker gebrochen. Zweimal. Und bei nachfrage bei Freunden bin ich nicht der Einzige, das ist ein allgemeines Problem dieser Kopfhörer. Ich habe sie direkt zurückgeschickt und jedes Mal statt reparierter Kopfhörer das Feld von Amazon zurückbekommen. Nach dem zweiten Mal dachte ich mir, okay, reicht, diesmal besorge ich mir andere Kopfhörer, die länger halten. Obwohl ich die Kopfhörer vom Design, vom Klang und von ihrer Haltbarkeit auf dem Kopf sehr mag. Also las ich mich durch viele Foren und irgendwann dachte ich, die Teufel Aureol Massive könnten eine Alternative sein.

  1. Die sind von Teufel!
  2. Sie haben abnehmbare Kabel
  3. Es werden direkt zwei Kabel mitgeliefert.

Aber nach ein paar weiteren Foren und Nachfrage bei Teufel kommt raus:

  1. Sie sind nicht von Teufel, sondern von der taiwanesischen Firma Yoga (Yoga CD-98)
  2. Sie wiegen knapp viermal so viel, wie die AKG
  3. Sie sehen einfach nicht so gut aus wie die AKG
  4. Man kann die Kabel zwar abnehmen und tauschen. Aber man kann keine Kabel nachkaufen! Teufel bietet die Kabel nicht separat an!

Um es kurz zu machen: Ich bin mit den AKG K518 sehr zufrieden. Also werde ich sie einfach nach jedem Kabelbruch einschicken und sie ersetzen lassen. Zumindest ist der der derzeitige Plan. Und wenn sie irgendwann nach der Garantiezeit kaputtgehen, dann wird das Kabel einfach von mir ersetzt. Und da ich ja bei diesem Kopfhörer Auswahl habe, habe ich mir diesmal die roten geholt. Mal sehen, ob ich irgendwann alle Farben durch habe 😉

ByeBye Sennheiser. Hello AKG

Lomolicious
Lomolicious

Hehe, ein bisschen mehr als ein Jahr haben die Sennheiser durchgehalten. Mittlerweile sind sie ziemlich abgefuckt und vor allem ist dieses „wir halten uns selbst am Kopf“-Ding ausgeleiert. Jetzt halten sie nicht mehr wirklich am Kopf. Also ging die Suche nach coolen Kopfhörern wieder los. Neckholder werden offensichtlich überhaupt nicht mehr hergestellt. Und auf so kleine Stecker hatte ich irgendwie überhaupt keine Lust mehr. Die haben die Sennheiser genommen. Also doch fette Kopfhörer, die über den Kopf laufen. Auf einer Slam Tour hatte ich dann plötzlich mal WeSC Oboe Kopfhörer auf den Ohren. ByeBye Sennheiser. Hello AKG weiterlesen

Sennheiser löst Logitech ab.

Ich glaube, ich hatte die Logitech-Kopfhörer für rund drei Jahre, ganz okay für meine Art, mit Kopfhörern umzugehen. So 0815 Ohrstecker find‘ ich ziemlich scheiße, die bleiben nie im Ohr. Genauso wie ich Kopfhörer, welcher quer über den Kopf laufen, nicht brauchen kann, wenn ich draußen unterwegs bin. Deswegen steh ich so auf die Neckholder. Nur sind mir meine Logitech, wie andere Kundenrezensionen schon prophezeit hatten, ziemlich schnell gebrochen. Also hab ich sie mithilfe meiner vorherigen Kopfhörer und viel Tesa geschient.

Artikel bei Amazon

Bei meinem Sturz dann hab ich dann nicht nur meine Handschuhe, sondern eben auch die Kopfhörer kaputt gemacht, das Kabel ist herausgerissen. Mein Dad hat sich dann dankenswerterweise hingesetzt und das Kabel nochmal neu gelötet. Doch jetzt klingt einer der Seiten blechern. Kein Grund, sie gleich zu entsorgen, nach solch vielen Jahren des guten Dienstes. Aber zumindest ein Anzeichen, mal so langsam nach neuen Kopfhörern umzuschauen. Die Anforderungen sind klar: Gute Kopfhörer, nicht zu teuer, nicht über den Kopf und auch keine reinen Ohrstecker. Amazon hatte bei einer ersten Durschsicht nichts sofort ansprechendes, ebay auch nicht. Dann war ich aber vor kurzem mit einem Freund unterwegs und hab dann, nach mehr als anderthalb Jahren in der von Stuttgart leben, den Conrad-Laden in der Stadt gefunden. Spontan also rein und mit Kopfhörern wieder raus. Die Sennheiser LX 90 gibt’s zwar schon seit ein paar Jahren, sind mir aber noch nie bewusst aufgefallen. Als ich sie dann aber dort gesehen hab, hab ich das auffällige Design gesehen und ich wollte sie haben 🙂

Etwa ne Stunde musste ich erstmal herumprobieren, bis ich meinen perfekten Sitz gefunden habe, danach aber spürt man die Kopfhörer nicht und hat einen geilen Sennheiser-Klang, zumindest soweit das für Ohrstöpsel-Kopfhörer möglich ist. Und Ohrstöpsel-typisch sind sie auch ein bisschen bassarm, ansonsten ziemlich cool. Einen Langzeittest gibt’s nach der Langzeit.