Buch: So was von da von Tino Hanekamp

Meine Geschichte dazu: Gehe in der Jahreszeit mit dem unpassenden Namen “Sommer” durch eine Buchhandlung, um Bücher nach ihrem Cover zu beurteilen. Bei So was von da bleibe ich stehen. Ein geiles minimalistisches Cover. Da steh’ ich derzeit sehr drauf. Schlage das Buch auf und sehe im Inneren das Bild von Tino Hanekamp. Schwarz gekleidet, Haare gegeelt, Kippe im Mund, Banane in der Brusttasche. Ich muss sagen, irgendwie wirkt der Mann auf dem Bild ein bisschen arrogant.

Zwei Wochen später bin ich bei einer Freundin in Karlsruhe. Und da demnächst eine Lesung von Hanekamp zu eben diesem Roman in Karlsruhe sein wird, hängt in jeder passenden Buchhandlung ein Bild von dem Buch und ihm in RIESIG. Und wie ich so das Bild so oft sehe, empfinde ich das Bild schon als ziemlich arrogant.

Wiederrum ein paar Monate später aber drückt ein Freund mir das Buch in die Hand. Ich bin fasziniert, wie es seinen Weg zu mir findet. Schlage es auf. Sehe das Bild wieder und bin angefressen. Beginne mit Lesen und bin begeistert. Wirklich!

Die Geschichte von Oskar Wrobel und die letzte Nacht seines eigenen Clubs in Hamburg. Auch noch eine Silvesternacht. Es beginnt nach dem Sex und geht über Drugs und Rock’n'Roll zu 15 Seiten Nichts.

Geil geschrieben. Geile Ideen, geile Story, geile Worte. So arrogant er auf dem Bild auf mich wirkt, Tino Hanekamp hat ein geiles, lesenswertes Buch geschrieben.

Der einzige Wermutstropfen: Ich zitiere mich:

Peter Renz sagte mir mal, dass das Ende einer Geschichte immer Licht oder Schatten über die gesamte Geschichte wirft.

Nach den 15 Seiten Nichts kommt ein sowas von erzwungenes Happy End, welches einen so großen Schatten über das Buch wirft, dass es einem echt viel verleiden kann. Wenn ihr also bei dem Nichts ankommt beim lesen, dann bleibt dabei. Lest nicht weiter.

So was von da von Tino Hanekamp, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch

Hörbuch: Die Arena von Stephen King, gelesen von David Nathan

Das Hörbuch bei Audible

Das Hörbuch bei Audible

Dies hier ist eigentlich nur der Abschluss. Es gab bei der Hälfte des Buches schon einen Zwischenstand, den es zuerst zu lesen gilt, bevor man hier weiter macht.

Der Name des Buches ist immer noch doof. Im gesamten Roman kommt der Begriff “Arena” nur ein einziges Mal vor und selbst dort hört er sich an, als sei auf Teufel komm raus vom Übersetzer hineingeschrieben worden.

Das Buch selbst ist durchgehend der Hammer. Mehr als 40 Stunden ist natürlich ein Brett. Wie eine coole Serie, die einen eine ganze Zeitlang begleitet. Ich habe der Geschichte supergerne durchgehend gelauscht. Und kennt ihr dieses Gefühl der Freundschaft, die man mit literarischen Figuren im Laufe einer Geschichte eingeht? Nach 40 Stunden ist diese Freunden wirklich intensiv. Und danach ist man tatsächlich traurig, eine Zeitlang, vielleicht sogar nie wieder von ihnen zu hören.

Das Ende hat mich ein bisschen gespalten. Ohne irgendwas verraten zu wollen, man könnte meinen dem alten Mann sei irgendwie kein richtiger Schluss eingefallen. Kennt man aber einige andere Werke des Mannes, so weiß man, dass es nicht einfach nur eine schnelle Lösung ist.

Liest sich komisch, aber jene, welche das Buch gelesen haben und auch noch ein paar mehr, wissen hoffentlich, was ich meine.

Hörbuch – Zwischenstand: Die Arena von Stephen King, gelesen von David Nathan

Das Hörbuch bei Audible

Das Hörbuch bei Audible

Audible hat sich ja darauf spezialisiert, Hörbücher ungekürzt zu produzieren. Finde ich extrem cool! Das führ nämlich dazu, dass man hier einfach knapp 42 Stunden Geschichte auf die Ohren bekommt. Ich bin jetzt etwa bei 10 Stunden, also bei einem Viertel und will einen kurzen Zwischenstand abgeben.

David Nathan ist einfach unglaublich passend. Wie schon bei Wahn rockt seine Stimme einfach die Geschichte. Eine Sache, welche mir bei ihm aufgefallen ist: Nathan (oder der Regieassistent) hat wohl noch nie Die Verurteilten gesehen. Denn er sagt nicht Shaw Shank zu dem berüchtigtem Gefängnis, sondern Shaws Hank. Das verwirrt mich jedesmal, wenn er das sagt.

Die Geschichte ist eigentlich ganz und gar nicht Kinglike. Oder, falsch. Der Anfang ist nicht typisch. Statt eines langsamen Aufbaus einer Stimmung, wie man es bei King gewohnt ist, knallt man wortwörtlich in die Geschichte. BÄM, plötzlich ist da eine Kuppel um eine Kleinstadt und man kommt weder rein noch raus. Und es fängt an mit all den Toten, die an der Kuppel zerschellen. Und dann geht es erst mit dem Aufbau der Stimmung los. Das ist einerseits saumäßig spannend, andererseits, wenn dann diese “spannungslosen” Szenen des Stimmungsaufbau kommen, man eigentlich vorspulen / weiterblättern will und wissen will, wie es weiter geht.

Der deutsche Name ist wie schon die Male zuvor total doof. Das Buch heißt im Original “Under the dome”, also “Unter der Kuppel”. Es gibt keinen Grund, dieses Werk “Die Arena” zu nennen! Im ersten Viertel kam noch keine Arena vor! Umso witziger, dass man im Trailer zum Hörbuch den Text auf Teufel komm raus auf Arena getrimmt hat.

Mehr gibt’s am Ende.

Film: vincent will meer

Plakatausschnitt samt unterschriften von Florian und Johannes

Jaja, ich weiß, der Film ist schon seit 13 Wochen in den Kinos und wahrscheinlich eben nicht mehr in vielen Städten. Hier in der Gegend läuft er noch und nachdem ich Florian David Fitz bei unserer letzten Free Hugs Aktion gedrückt habe, wollte ich ihn dann auch nochmal sehen.

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Betaleser gesucht!

Beta-Leser gesucht! Mal Lust, ein Buch vor der Veröffentlichung zu Lesen? Im Werden? Im Rohzustand? Na dann rock’n'roll! Jetzt melden unter fabysbuch@gmx.de und “mokita” zugeschickt bekommen. Was muss man dafür machen? Zuerst einmal lesen. Und dann kritisieren. Und das ehrlich und unbarmherzig.
Worum’s in mokita geht?

Kurz gesagt: Es geht um Pornos, Leben & Tod

Will ist erfolgloser Schriftsteller. Will steht auf der Straße. Will braucht Geld. Sara, seine Schwester die ihn nicht ausstehen kann, nimmt ihn wider Willen auf. Sam, sein bester Freund besorgt ihm einen dubiosen Job als Pornogeschichtenschreiber. Zwischen dem Hüten der Kinder seiner Schwester und dem Erfahrungen sammeln für seine Geschichten muss Will sein Leben überdenken.

Mokita ist oberflächlich gesehen ein Buch über Pornos, unter dieser geht es aber um Kinder, Katzen, Zeitungen am Frühstückstisch, Liebe,  Versuchungen und ein bisschen um Pornos.

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