Roman: Das Auge des Zoltars von Jasper Fforde

Lesestoff: Das Auge des Zoltars von Jasper Fforde. #amreading #one #jenniferstrange

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Der erste Satz in Das Auge des Zoltars:

Zunächst mussten wir den Trafalmosauraus einfangen.

Jennifer Strange ist wieder da. Wieder ein Jahr älter, immer noch bei Kazam und natürlich gibt es neue Probleme. Aber hej, deshalb sind sind wir ja hier. Deshalb lesen wir die Bücher. Jasper Fforde nimmt uns mal wieder mit in diese absurde Welt, die mich immer wieder an Terry Pratchett und Neil Gaiman erinnern.

Ganz egal, was die Geschichte ist, es bereitet mir gute und kluge Unterhaltung, Jennifer Strange bei ihren Abenteuern zu begleiten. Es ist nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Deshalb: Gerne wieder.

Wer Pratchett und Gaiman mag, wird auch hier seine Freude haben, egal welchen Alters. Aber ich würde beim ersten Band einsteigen. Und noch eine gute Nachricht: Entgegen früherer Behauptungen ist das hier nicht der letzte Teil. Fforde schreibt, dass es mindestens vier Teile geben wird. Derzeit soll danach dann Schluss sein. Mal sehen.

Das Auge des Zoltars von Jasper Fforde wurde übersetzt von Katharina Schmidt und Barbara Neeb und erschien bei One. Der Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

 

 

Buch: Inferno von Dan Brown

Der Satz von Inferno:

Ich bin der Schatten.

Das also ist der neue Roman von Dan Brown. Seit dem Verlorenem Symbol von 2009 haben wir weder einen Film, noch ein Buch von Dan Brown bekommen. Und jetzt Inferno. Ich muss sagen, das Medienecho war diesmal um einiges kleiner, als beim letzten Buch. Dennoch scheint das dem Erfolg keinen Abbruch zu tun. Der Roman ist direkt auf Platz 1 der Charts eingestiegen. Aber zu Recht?

Zuallererstmal muss ich sagen, bei dem Buch wurde produktionstechnisch vieles sehr viel besser gemacht. Seit dem verlorenem Symbol übernimmt Lübbe, der deutsche Verlag, die englischen Titel direkt. Dass es diesmal tatsächlich auch im englischen ein Einworttitel ist, kommt der Serie im deutschen ja sehr zu Gute. Des weiteren wurde viel mehr Liebe und Sorgfalt in die Übersetzung und Produktion des Hörbuches gesteckt. Während beim letzten Buch sechs Übersetzer den Text in 10 Tagen zusammenstückelten, wurde Inferno, in einem italienischen Bunker, von Axel Merz und Rainer Schumacher übersetzt. Beide waren damals schon beim letzten Buch dabei.

Hauptfigur des Buches ist wieder der Symbolforscher Robert Langdon. Das Schema ist wie in allen Romanen von Dan Brown wieder ähnlich, aber diesmal wird die Struktur ein wenig durcheinandergebracht. Wir folgen einem Robert Langdon mit Gedächnisverlust, der Dank Dantes Inferno eine Jagd auf eine Bedrohung für die gesamte Welt macht. Natürlich hat er eine schöne junge Frau an seiner Seite und seine Platzangst spielt auch wieder eine Rolle. Und natürlich gibt es ein paar unerwartete Wendungen.

Während des Lesens habe ich mir überlegt: Wenn ein Bösewicht eine Sache entwickelt, mit der er der Welt Schaden zufügen will, warum legt er dann eine verschlüsselte Spur, damit das verhindert werden kann? Aber, tatsächlich wird dies am Ende aufgelöst.

Wie alle anderen seiner Romane auch liest man ihn am besten mit der aufgeschlagenen Wikipedia neben einem, denn man möchte die ganze Zeit die beschriebenen Gemälde und Gebäude und Fakten nachschlagen. Man bekommt wieder jede Menge Wissen und Interessantes mit und tatsächlich ist man wieder nach kurzer Zeit gefesselt von der Geschichte und liest dieses rund 700 Seiten dicke Buch extrem schnell durch. Und wenn man dann durch ist, dann denkt man über die Themen auch noch eine Weile nach.

Wenn es darum geht, zu unterhalten und gleichzeitig zu informieren, dann schafft Dan Brown das wieder. Aber unglaublich begeistert bin ich dann doch nicht.

Inferno von Dan Brown wurde Übersetzt von Axel Merz und Rainer Schuhmacher und erschien bei Lübbe. Das Hörbuchwurde gelesen von Wolfgang Pampel.

Buch: Fische füttern von Fabio Genovesi

Das Coverdesign und der Name haben mich nach Fische füttern greifen lassen. Hat sich gelohnt. Da sind diese drei Menschen, zwischen 15 und 30 Jahre alt. Der eine ist der junge Radchampion, den keiner leiden kann, Mirko. Der Zweite ist der erfolglose Sänger mit nur einer Hand, Fiorenzo. Und die letzte ist nach ihrem Auslandsstudium nach Hause zurückgekehrt und bereut es mehr, als alles andere, Tiziana. Diese drei Treffen in diesem Dorf in der Toskana aufeinander und verstricken sich.

Fabio Genovese (Ich habe nichts Gegenteiliges gefunden, das hier müsste sein Debütroman sein.) lässt diese Geschichte kapitelweise wechselnd von einem dieser Drei erzählen, nicht nur mit ihrer jeweiligen Sichtweise auf die Dinge und Gefühlen zu den Dingen (und Personen), sondern auch in der jeweiligen Sprache. Deshalb erinnert das Buch stellenweise von der Spreche und dem Erlebten an Tschick, dann wieder an Bücher, die eher von Birbæk geschrieben sein könnten.

Dazu kommt eben diese Geschichte italienischer Art, witzig, nachdenklich und heftig. Ich habe mich extrem schnell durch dieses Buch gelesen und bin gespannt auf das Nächste. Dabei habe ich mit den augenscheinlichen „Themen“ nicht wirklich was am Hut: Radsport, Angeln, Jugendbüro. Braucht man aber auch nicht. Weil diese ganzen kleinen roten Fäden auf der Beziehungsebene dafür umso bekannter sind.

Da aber Fabio Genovese selbst Trainer für Radsport und begeisteter Angler ist, weiß ich nicht, ob da jetzt ein komplett anderes Buch folgen kann. Das werden wir sehen und uns solange mit Fische füttern unterhalten.

Fische füttern von Fabio Genovese ist übersetzt von Rita Seuß und Walter Kögler und erschien bei Lübbe.

Tausche Lächeln gegen Buchpakete.

Im Rahmen der Promo für Michael Wigges neues Buch Wigges Tauschrausch: Um die Welt für ein Haus startete Lübbe eine eigene Tauschaktion. Auf facebook konnte man sein Lächeln einschicken und dafür Buchpakete gewinnen. Ich bin einer der zehn Gewinner und heute kam hier mein Buchpaket „im Wert von 30 Euro“ an. Paket ist hier ein ziemlich großer Begriff, denn bei den Buchpreisen können in dem Paket höchstes drei Bücher inbegriffen sein. Genausoviel kamen hier auch an. Sturz der Titanen von Ken Follet, Apocalypsis von Mario Giordano und Der Spezialistvon Mark Allen Smith sind die Neuen auf meinem Regal ungelesener Bücher. Danke, Lübbe!

Ich sag’s ja, mit einem Lächeln kann man nichts falsch machen 😉

Buch: Mädchen und andere komische Dinge von Michel Birbæk

Lesern dieses Blogs dürfte Michel Birbæk kein Fremder mehr sein. Michel hat in sein Versprechen des Leseabends wahr gemacht und seine Kindheitserinnerungen auf den Markt gebracht: Mädchen und andere komische Dinge.

Das Buch ist offensichtlich für Kinder entworfen. Es ist im Baumhaus Verlag erschienen, das ist der Kinderableger von Lübbe. Es hat ein Hardcover, sodass ungeschickte Kinderhände nichts zerknittern können. Es enthält lustige Zeichnungen von Frank „Spong“ Plein. Es hat 127 Seiten und ist in höchstens zwei Stunden ausgelesen. Und die Schriftart ist riesig und zwar nicht Comic Sans, aber nah dran. Schaut in die Leseprobe, dann wisst ihr, was ich meine.

Die Geschichten sind lustig und toll.

Aber, zum ersten: Ja, es sind zwar Kindergschichten, aber so intelligent ich Kinder auch halte, ich denke, einige der Witze und Gags werden sie nicht verstehen. Deshalb bin ich mir nicht ganz sicher, ob es ganz richtig war, es so offensichtlich nach Kinderbuch aussehen zu lassen.

Aber, zum zweiten: Die Geschichten sind lustig zu lesen, es ist aber nochmals um ein vielfaches toller, sie mit Birbæks dänisch-deutsch erzählt zu bekommen. Wen das auch interessiert, ein paar der Geschichten von Mädchen und andere komische Dinge sind auch auf Frauengeschichten zu finden. Insofern, viel Spaß beim lesen und hören.

Buch: I can see clearly now von Brendan Halpin

Geiles Cover, nicht ganz so geiler Inhalt
Geiles Cover, nicht ganz so geiler Inhalt

Ich muss zugeben: Dieses Buch wollte ich einfach nur lesen, weil das Cover der Hammer ist! Und jedesmal, wenn ich es in den Händen halte, beginnt jemand zu singen: I Can See Clearly Now

Worum es geht: Eine Gruppe von jugendlichen Musikern wird in den 70ern zusammengewürfelt und soll Songs für eine Kindersendung schreiben. Also einfache Songs mit Message. Aber es ist nicht einfach, mit Menschen ganz anderen Schlages zusammenzuarbeiten.

Brendan beschreibt die Zeit der 70er mit all ihrer Musik, ihren Drogen und auch all ihren Nachteilen, weshalb man das Buch relativ schnell durchliest. Aber im Nachhinein muss ich sagen, dass ich schon bessere Bücher über die Zeit gelesen habe. Wenn man Zeit hat, ist es ganz cool, für den Einstieg empfehle ich aber eher Drop City und Der Electric Kool-Aid Acid Test: Die legendäre Reise von Ken Kesey und den Merry Pranksters. Besonders letzteres ist unglaublich. Aber lest selbst…