Wie Nina George und der VS unser Internet kaputt machen

Das EU-Parlament hat für eine dubiose Urheberrechtsreform gestimmt, und ich finde es ziemlich scheiße, weil es komplett gegen meine Vorstellung von einem freien Internet und von Kreativität geht. Noch viel schlimmer aber ist die Freude von Nina George und des Verbands der Schriftsteller (VS).

Vor zwei Jahren hielt Nina George eine Rede bei den Leipziger Buchtagen, die extrem polemisch und problematisch war und tatsächlich nur dazu diente, Menschen Angst zu machen. Seitdem wird Frau George in Schriftstellerkreisen als Sprachrohr der armen und ausgebeuteten Schriftsteller gesehen und ist in dieser Funktion Mitglied des Bundesvorstandes des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) und Beauftragte für das Ressort Urheberrecht. Wie im oben verlinkten Artikel ausgeführt, finde ich ihre Argumentation sehr gefährlich.

»Seit siebzehn Jahren warten Europas Kreativschaffende und ihre Branchenpartner auf eine rechtliche Grundlage für gerechte Vergütungen bei der Nutzung ihrer Werke im Internet. Die Entscheidung des Parlaments ist ein dreifaches Ja: zur Verantwortung, zur Kulturvielfalt im Internet, aber auch zum Schutz und zur Freiheit der Verbraucherinnen und Verbraucher«, so Nina George, Mitglied des Bundesvorstandes und Beauftragte für das Ressort Urheberrecht.

Aus der Pressemitteilung des VS

Die Urheberrechtsreform wird hier als große Neuerung und Verbesserung angepriesen, und scheinbar gibt es besonders unter den schreibenden Menschen die Hoffnung, endlich von ihren Werken leben zu können. Ich glaube, dass Nina George genau deshalb so viel Zustimmung erfährt. Jeder will endlich für seine Werke gerecht entlohnt werden, und diese Reform soll das richten. Aber das wird nicht passieren.

Wir brauchen nicht darüber reden, dass Diebstahl und Piraterie illegal sind und nicht passieren sollten und wir Wege finden müssen, diese zu unterbinden oder wenigstens für Nutzer unattraktiv zu machen. Aber die Lösungen, die in der aktuellen Reform angesprochen werden, werden nicht funktionieren.

Die „gerechte Vergütung“ soll einerseits über das Leistungsschutzrecht erreicht werden, andererseits über die Inpflichtnahme der sozialen Netzwerke und Plattformen, die von Usern hochgeladenen Dateien vorab auf Urheberrechtsverletzungen zu überprüfen und die Veröffentlichung zu unterbinden. Im folgenden Uploadfilter genannt.

Uploadfilter sollen also verhindern, dass illegale Dateien verbreitet werden. Ein Algorithmus entscheidet, ob die hochgeladene Datei eine Urheberrechtsverletzung darstellt. Ähnliche Filter setzen YouTube, Instagram und Facebook schon länger ein, um beispielsweise Bilder von weiblichen Nippel zu unterbinden. Problem ist: Bisher gibt es keinen Algorithmus, der das richtig kann. Stattdessen bremst YouTube eine Kampagne gegen Sexismus aus, und Facebook löscht nicht nur „echte“ Nippel, sondern weist auch Bilder von Kulturgütern wie alten Gemälden ab, sodass es Museen erschwert wird, sich in den sozialen Medien und nah an einer jungen Zielgruppe zu vermarkten.

Es wird noch lange keinen Algorithmus geben, der zwischen einem Zitat, eine Parodie, einem Remix oder eben einer wirklichen Verletzung unterscheiden kann. Angesichts der hohen Strafen für die Plattformen bei Verletzung des Gesetzes werden diese ihre Filter eher schärfer einstellen und lieber zu viel filtern. Das bedeutet vielleicht weniger illegale Kopien geschützter Werke in den sozialen Netzwerken. Das bedeutet aber auch, dass beispielsweise gifs nicht mehr hochgeladen werden können, wir im Zweifelsfall keine Bilder von schönen Buchcovern mehr machen können, mit denen wir unsere Instagramkanäle füllen und Frau George keine Werbung mehr für schreibende Kolleginnen unter dem Hashtag #Autorinnenzeit machen kann, weil diese Screenshots als Urheberrechtsverletzung gedeutet werden könnten.

Gewiss, auf einigen Plattformen könnten weniger illegale Kopien zu finden sein. Aber eben auch alles andere, das unsere Art, zeitgemäß zu kommunizieren ausmacht. Und es bedeutet nicht, dass es keinerlei Piraterie mehr gäbe. Weil die Verteilung über diese Plattformen nur einen Teil der Vertriebswege ausmacht. Die Portale, die schon jetzt nur für die illegalen Kopien existieren, werden sich nicht an dieses weitere Gesetz halten. Und wenn jemand etwas illegal und kostenlos haben will, wird er einen Weg finden.

Das Leistungsschutzrecht, welches nun EU-weit eingeführt werden soll, gibt es schon seit 2013 in Deutschland. Es sollte dazu führen, dass Verlage und Autoren besonders von Google an den Werbeeinnahmen beteiligt werden, die Google durch die Verwendung von Textabschnitten (Snippets) und Verlinkungen generiert. Schon damals wurde davor gewarnt. Es wurde dennoch durchgesetzt. Google drohte damit, keine Links mehr zu den Medienhäusern und Verlagen zu setzen. Dann:

Kurz vor Inkrafttreten des Leistungsschutzrechts wurde am 30. Juli 2013 bekannt, dass viele der stärksten Befürworter des Gesetzes, darunter die Verlage Axel Springer, Burda und FAZ, durch Annahme des von Google geforderten „Opt-In“ einer weiteren unentgeltlichen Listung in Google News zugestimmt haben.

Aus dem Wikipediaartikel

Heißt: Der Schaden für die Verlage wäre größer, wenn sie gar nicht bei Google auftauchen würden, als dass sie es kostenlos tun. Und dieses neue Gesetz soll nun in der ganzen EU dafür sorgen, dass die Verlage und Autoren mehr Geld bekommen? Meine Vorhersage: Google bekommt wieder seine Gratislizenz der meisten Verlage, weil sie es sich nicht leisten können, nicht von Google gelistet zu werden. Aber die Verschärfung führt dazu, dass kleinere Anbieter nicht mehr auf die Verlage verlinken werden. Im schlimmsten Fall kann ich bei einer Buchbesprechung nicht mehr auf den Verlag verlinken, weil ich nicht dafür zahlen kann und möchte. In meinen Augen verlieren die Verlage dadurch mehr, als sie verdienen könnten. Und selbst, wenn sie etwas verdienen sollten, gingen knapp zwei Drittel aller Einnahmen im deutschen Raum an die Axel-Springer-Gruppe. Es sind also mitnichten die kleinen (Buch-)Verlage und Autoren, die durch diese Regelung besser bezahlt werden würden. Eine von der EU-Kommission zurückgehaltene Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das bereits existierende Leistungsschutzrecht der deutschen Medienlandschaft schadet und die Ausweitung desselbigen all das nicht besser macht.

Seit Monaten versuchen mehrere Gruppen, unter anderem unter dem Begriff #savetheinternet, auf genau diese Probleme hinzuweisen und zu warnen.

Der VS und Nina George nennen diese Aufklärung „Desinformationskampagne“ und „von Techgiganten inszenierte Meinungsmache“ und stellen diese „als Gefahr für demokratische Prozesse“ dar. Dabei ist es genau andersherum! Vielleicht werden ein paar illegale Vertriebswege gesperrt. Die „Anbieter“ werden sich neue suchen. Gleichzeitig aber wird vieles kaputt gemacht, was Teil des Internets ist, in dem ich mich gerne aufhalte und einen signifikanten Teil meiner Art zu kommunizieren darstellt. Dieser demokratische Dialog wird gestört.

Nicht falsch verstehen: Auch ich bin für eine Veränderung des Urheberrechts, für eine Unterbindung illegaler Aktivitäten und sehe die Macht großer Firmen kritisch. Es gibt viele verbesserungswürdige Dinge, Dinge für und gegen die wir uns einsetzen müssen. Aber nicht auf die Art und mit dem Kollateralschaden, den diese Reform mit sich zu bringen droht.

Die Buchbranche hat seit Jahren Angst um ihre alten und eingefahrenen Vertriebswege, und sie wiederholt die Fehler der Musik- und Filmindustrie. Sie klammert sich an jeden Versuch, auf irgendeine Art noch mit alten Strukturen Geld zu verdienen, statt sich der Aufgabe zu stellen, in unserem neuen Alltag Wege zu finden, das Buch zu vermarkten.

Die Freude von Nina George und des VS scheint mir ein Teil dieses Festklammerns zu sein. Das macht mich sehr traurig, weil ich mir von einem Verband schreibender Menschen mehr erhofft habe.

Kommentar zu „Wa(h)re Worte“ – Nina Georges Rede bei den Buchtagen 2016 in Leipzig.

Vor ein paar Tagen fanden in Leipzig die Buchtage statt, bei deren Eröffnung die Autorin Nina George eine Rede gehalten hat, die mittlerweile durch die sozialen Netzwerke zieht. Dabei geht es um den Wert von Worten, symbolisch, aber auch ganz substanziell.

Mir geht es gar nicht darum, ob ich mit Frau George einer Meinung bin. Aber den Weg, den sie mit ihren Worten wählt, um auf ihr Fazit zu kommen, sehe ich sehr problematisch. Hier ein paar Gedanken und Kommentare zu ausgewählten Zitaten. Es ist sinnvoll, zuvor die Rede komplett gelesen zu haben.

Frau George vermischt in ihrer Rede mehrere Argumentationslinien, um mit einer die andere zu untermauern.

So geht es im Mittelteil der Rede um den Verfall des Wortwerts, im jeglichen Sinn. Ich paraphrasiere: Dadurch, dass alles (wenn auch zum Teil illegal) im Internet kostenlos verfügbar ist, hat nichts mehr finanziellen Wert und wird auch nichts mehr ernst genommen. Der ideelle Wert geht genauso verloren: Was im Internet steht (und im Internet stehe alles) sei nichts mehr Wert.

Diese Aussage umrahmt sie mit dem Schicksal von Raif Badawi, welcher wegen Aussagen auf einem von ihm erstellten Onlineforum über Politik und Religion in Saudi-Arabien gefangen genommen wurde. Er wurde öffentlich ausgepeitscht und ihm könnte die Todesstrafe bevor stehen. Wegen Worten, die im Internet zu finden sind. Gerade, weil er im Internet mit seinen Worten so viel Macht hat, so viele Menschen auf demokratischer Ebene erreichen kann, ist nun sein Leben bedroht. Wie soll das ein Argument dafür sein, dass Worte im Internet nichts mehr gelten?

Ein paar Zitate:

Ein Viertel der deutschen eBookleser bedient sich aus illegalen Quellen.

Das kann sein, ich finde dafür keine Quellen. Aber der Satz hat keine Aussagekraft, denn wer sind die „deutschen eBookleser“? Wieviele sind das? Und was bedeutet „bedient sich“?

Die aktuellsten Zahlen, die ich gefunden habe, sagen, dass der Anteil der eBooks 2014 4,3% des gesamten Buchmarktes ausgemacht hat. Die GfK geht mittlerweile davon aus, dass 25% aller Deutschen eBooks lesen. Das wären, mit der Info aus dem Zitat, 5,1 Millionen Deutsche, die sich „bedienen“. Das Problem mit dem bedienen ist, dass dieses Wort nicht in verlorenen Umsatz umdefiniert werden kann. Weil, sobald es etwas kostenlos gibt, greifen wir zu und sammeln. Ob wir es später konsumieren, ist eine andere Frage. Ob wir es gekauft hätten, also auch.

Laut Traffic­analysen der Piraterie-Bekämpfer File Defense und Digimarc ist Deutschland Welt­meister im illegalen Stream und Sharing.

Sowohl File Defense, als auch Digimarc sind keine „Bekämpfer“. Es sind Firmen, deren Geschäftsmodell es ist, illegale Downloads zu verhindern. Natürlich fällt ihnen so eine Aussage leicht, sie wollen ja auch Kunden haben. Zudem umfasst „illegaler Stream und Sharing“ alles: Musik, Spiele, Apps, Filme und eben auch Bücher. Ich finde keine Zahlen, aber ich glaube nicht, dass Bücher hier einen großen Teil ausmachen.

Keine andere Nation bezahlt so ungern für Literatur im Netz wie das Land der Dichter und Denker, pardon, das Land der Daddler und Downloader.

Die Polemik mal ignoriert, woran wird das festgemacht?

Es wird so viel kopiert wie nie zuvor. So viel gratis verschleudert. Mediatheken, Online-Archive, gratis Zeitschriften­artikel, nahezu vollständige Bücher bei Google, Geschenk­downloads, Flatrate-Abos: Immer mehr Menschen nutzen immer mehr Kulturwerke online, ohne dafür zu bezahlen. Rund 330 Millionen Menschen nutzen täglich weltweit illegal distribuierte digitale Kultur for free.

Dies ist das beste Beispiel, wie unterschiedliche Tatsachen miteinander verwoben werden und sie dann gegenseitig bestärken sollen, obwohl sie das nicht tun. Ja, es wird soviel kopiert wie nie zuvor, dies ist unsere Art der Wissensübertragung. Es gibt auch viel mehr Wissen als früher.

Dann kommt die Aufzählung, was alles „gratis verschleudert wird“. Und diese ist falsch. Wir zahlen für die Mediatheken, entweder über die Werbung, die wir sehen, oder über unseren Rundfunkbeitrag. Genauso bei den Online-Archiven und bei den Flatrateabos. Besonders bei letzterem ist eben nichts gratis, ich zahle ja für die Flat. Wer hier aber wie ausbezahlt wird, ist eine andere Sache.

All diese Punkte führen zu der Aussage, „Immer mehr Menschen nutzen immer mehr Kulturwerke online, ohne dafür zu bezahlen.“ Das ist richtig. Weil es immer mehr Kulturwerke gibt, die kostenlos verfügbar sind, ganz legal. Jedes Jahr kommen neue Werke in die Gemeinfreiheit, Heerscharen von Freiwilligen kümmern sich darum, alte Bücher zu scannen und vor dem Vergessen zu bewahren. Millionen Künstler stellen ihre Kunst kostenlos ins Netz. Dies alles ist kein Argument dafür, dass wir alles illegal konsumieren. Hier werden verschiedene Tatsachen und Argumente miteinander verschoben. Der folgende Satz „Rund 330 Millionen Menschen nutzen täglich weltweit illegal distribuierte digitale Kultur for free.“ kann richtig sein, er hat aber nichts mit den Sätzen darüber zu tun.

100 Millionen Menschen hören Musik nur noch via Spotify.

Nein. 100 Millionen Menschen haben einen Account bei Spotify. Heißt nicht, dass sie nur noch dort Musik hören. Ich lehne mich soweit aus dem  Fenster, dass diese 100 Millionen wohl auch jene sind, die weniger CDs oder MP3s kaufen, aber den „Boom der Schallplatte“ produziert haben.

Kostenloser digitaler Kulturkonsum in diesem Umfang bleibt nicht ohne Folgen für die analoge Welt und ihre Strukturen, ob auf wirtschaftlicher, sozialer oder humanistischer Ebene.

Richtig, aber eben nicht in diese Richtung. Die Deutschen geben nicht nur immer mehr Geld aus, sie geben auch immer mehr Geld für Kultur und Unterhaltung aus. Die ganzen Aussagen über den Wertverfall der Kultur sind nicht haltbar. Im Gegenteil, aber dazu bei einem anderen Zitat mehr.

Nicht mehr die Leistungen der Schöpfer werden respektiert und honoriert, sondern die „Leistung“ des Werk-Vermittlers.

Ist das bei physikalischen Büchern nicht genauso? Geht nicht der größte Anteil jedes verkauften Buches an den Buchhändler? Und ist das nicht gerechtfertigt, denn sie sind die Gatekeeper.

Und unter Millionen Titeln wird das einzelne zum Pixelklecks, sogar die Zehn Gebote sind da nicht mehr als drei witzlose Tweets.

Wie in einer gut geführten Buchhandlung auch, wo ich viel zu viele Titel sehe, um mich wirklich alleine entscheiden zu können.

Autorinnen, die diese luftigen, flüchtigen Pixelkleckse erarbeiten, sind für den User bestenfalls virtuell, meist egal. So, wie uns die Kaffeebauern egal sind.

Das ist falsch. In beiden Beispielen. Ich trinke keinen Kaffee, aber bei meinem Tee achte ich genau darauf, welche Sorte ich trinke. Bei Büchern genauso. Ich will nicht irgendwas lesen. Ich suche „meine“ Autoren.

Das Kommentarkürzel TLDR, „Too long, did’t read“ ist das Symptom einer Selbst-Verdummung, alles in Häppchen am Bildschirmchen lesen und bewerten zu wollen. Mehr Wörter dürfen es für die meisten nicht sein! – und wer will für diese Handvoll Wörter schon wirklich zahlen?

Sind wir wieder im Jahr 2010? Weil wir in meiner Wahrnehmung diesen Punkt schon lange überschritten haben. Verlagshäuser probieren sich an verschiedenen Methoden der Monetarisierung, seien es freie oder erzwungende Paywalls. Lange Texte, sogenannte Longreads, gewinnen an Bedeutung, selbst Twitter denkt immer wieder über das Aufheben der 140 Zeichen-Begrenzung nach.

Hören Sie zum einen auf zu hoffen, sein [des Wortes] analoger Wert sei unfallfrei ins digitale zu übertragen. Das ist zurzeit nicht möglich.

Richtig, das ist ja auch gut so. Unsere digitalisierte Kultur eröffnet neue Wege und Möglichkeiten. Diese sind mit alten Verfahren nicht zu begehen. Das haben wir bemerkt, also arbeiten wir daran, die Vorteile für uns zu nutzen.

Ein Buch kann den Kollektivkonsens des digitalen Raums niemals befriedigen.

Es gibt keinen Kollektivkonsens. Im Gegenteil, jeder hat eine demokratisch hörbare Stimme. Jeder kann reden. Sonst würden Ihnen, Frau George, die „Trolle“ und negativen Stimmen im Gegensatz allen Ihnen entgegenschallenden positiven Stimmen gar nicht auffallen.

Sie werden die Blogbeiträge von Raif Badawi, wegen derer er verhaftet wurde, übrigens nie wieder im Internet finden. Sondern: Im Buchhandel.

Ja, weil sie im Internet gewissen Mächten zu gefährlich wurden. Sie sind nicht weg, weil sie unbedeutend und kostenlos waren. Sondern weil sie frei verfügbar so vielen zugänglich waren.

Verstehen Sie mich nicht falsch, Frau George, auch ich sehe viele Probleme und Risiken, mit denen wir umgehen müssen. Aber eine digitalisierte Kulturlandschaft ist hierbei nicht das Übel, sondern der Weg, auf dem wir laufen lernen müssen.

Nachtrag 28. Juni 2016:

Nina George schrieb mir:

(…) [Ich] würde mich freuen, wenn Sie diese Lese-Liste jenen anbieten, die noch eine dritte Stimme neben den unsrigen zum Abgleich meiner Thesen wünschen.

Dem komme ich hiermit nach. Folgend also die Links, die Nina George mir geschickt hat. Die gleiche Liste findet sich mittlerweile auch unter ihrer Rede auf der Seite des Börsenblatts.

Aber ich möchte darauf hinweisen, dass diese Links genauso kritisch und genau gelesen werden sollten, wie alles andere auch.

Nur als Beispiel, der Artikel über den Gutenberg 3.6 Piracy Report zitiert diesen Report, den man mittlerweile nicht mehr online findet, die Homepage dazu existiert nicht mehr. Ich kann die Aussagen also nicht verifizieren. Weiter sind die Autoren des Reports, Manuel Bonik und Dr. Andreas Schaale, Inhaber einer Firma, die versucht, Piraterie zu bekämpfen. Da werden sie schon einen Report gemacht haben, der zeigt, dass ihre Firma sinnvoll ist.

Nun aber ohne weitere Kommentare die Links, die Nina George mir geschickt hat. Ihr seid nicht dumm. Macht euch selbst einen Eindruck.

Themenkomplex Plattformregulierung und Intermediäre:

http://gema-politik.de/gastbeitrag-stefan-herwig/

http://gema-politik.de/europaabgeordnete-fordern-klarstellungen-bei-der-verantwortlichkeit-von-online-plattformen/

Themenkomplex Internet, Hyperkapitalismus, Ausbeutung menschlicher Leistung und digitale Entfremdungen:

http://www.zeit.de/kultur/2016-06/entschleunigung-internet-tariq-krim

http://www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de/445722/?aid=800948

http://www.sueddeutsche.de/politik/hyperkapitalismus-und-digitalisierung-die-totalausbeutung-des-menschen-1.3035040-2

Themenkomplex Piraterie:

http://www.gvu.de/oeffentlichkeitsarbeit/publikationen

https://tarnkappe.info/gutenberg-3-6-ebook-piracy-report-erschienen/

http://creativefuture.org/new-study-the-size-and-scope-of-global-internet-piracy-is-on-the-rise-video/#