Hörbuch: Der Professor von John Katzenbach, gelesen von Simon Jäger

Die letzten Tage habe ich mal wieder Simon Jäger im Ohr gehabt. Da ich gerade auf dem Psychothriller-Trip bin und Jäfer sowohl Sebastian Fitzek, als auch John Katzenbach liest, höre ich ihn derzeit oft.

Es ist auch kein Wunder, dass die Synchronstimme von Heath Ledger die Bücher der Beiden spricht, denn Katzenbach und Fitzek sind sich in der Art der Bücher sehr ähnlich. Der Professor ist also der neue Roman von John Katzenbach. Die Story erzählt euch Simon:

Das Buch ist gewohnt gut. Sowohl gut gelesen, als auch gut erzählt. Es ist spannend, man bleibt dabei und hat am Ende ein Lächeln auf dem Gesicht. Danach vergisst man es aber auch schnell. Kann man, wie alle seine anderen Romane mal für Zwischendurch lesen oder Hören.

Was mich bei Katzenbach so richtig stört, ist die Wahl der Namen in Deutschland. Seine Bücher heißen Der Professor, Der Patient oder auch Das Opfer. Alles Titel, die so unglaublich austauschbar sind, dass ich bei jedem Buch nochmal die Inhaltsangabe lesen muss, um sicherzugehen, dass ich das Buch noch nicht kenne. Und so richtig böse wirds dann, wenn das Buch Das Auge seit der Neuauflage Der Fotograf heißt. Warum kann man denn nicht einfach den englischen Titel übersetzen?

Buch: Des Teufels Werkstatt von Adolf Burger

Die Vorlage zum Film Die Fälscher
Die Vorlage zum Film "Die Fälscher"

Seit ich vor ein paar Jahren den Film Die Fälscher gesehen habe, wollte ich den dazugehörigen Roman lesen.

Ich zitiere mich aus der Filmempfehlung:

Um die britische Wirtschaft mit Falschgeld zu überschwemmen, wurde im KZ Sachsenhausen eine Geldfälscherwerkstatt eingerichtet, in der rund 140 Juden mehrere 100 Millionen Pfund fälschten. Dieser Aspekt, den ich vor diesem Film nicht wusste, wirft meiner Meinung nach nochmal ein anderes Licht auf des Dritte Reich.

Adolf Burger war einer der Menschen, die in der Werkstatt gezwungen waren, Geld und Briefmarken zu fälschen. Wie fast immer bei Filmen und Büchern dazu sind die Filme nicht ganz so ausführlich, wie das dazugehörige Buch. Deshalb ist das Buch auch in diesem Fall viel detailreicher. Wenn man eine gute Bildung in Sachen 3.Reich und Holocaust genossen hat, dann ist der Anfang des Buches – die Beschreibungen der Lager und die Zustände der Menschen – nicht ganz so interessant. Spätestens aber, wenn es um die Werkstatt selbst geht, legt man diesen Bericht nicht mehr zur Seite. Tatsächlich ist das Buch gar nicht so sodass man es relativ schnell durchkommt.

Das Negative an diesem Blogpost: Man bekommt das Buch leider nicht mehr so leicht. bei Amazon zahlt man eine ganze Stange Geld und über ebay wird es kaum versteigert, auch die werten Verkäufer bei der ZVAB nehmen ziemlich viel Geld dafür.

Wenn ihr es aber mal irgendwo zufällig findet, nehmt es mit und lest es. Es lohnt sich.

Film: Am Ende kommen Touristen

Sorry wegen der Spiegelung.
Sorry wegen der Spiegelung.

Am Ende bin ich ein bisschen enttäuscht. Aber beginnen wir vorne. Am Ende kommen Touristen ist ein Film über Auschwitz. Nein, eigentlich ist es ein Film nach Auschwitz.

Sven (gespielt von Alexander Fehling, der auch in 13 Semester zu sehen ist) wird ungewollt Zivildienstleistender in der Gedenkstätte des KZ Auschwitz. Er muss sich also mit Touristengruppen, Zeitzeugen, ganz normalen Jugendlichen, der Liebe und einer Stadt herumschlagen, die in aller Welt als Ort des schlimmsten Verbrechen der Menschheit bekannt ist, aber doch irgendwo eine ganz normale Kleinstadt ist. Film: Am Ende kommen Touristen weiterlesen

Hörbuch: Die Arena von Stephen King, gelesen von David Nathan

Das Hörbuch bei Audible
Das Hörbuch bei Audible

Dies hier ist eigentlich nur der Abschluss. Es gab bei der Hälfte des Buches schon einen Zwischenstand, den es zuerst zu lesen gilt, bevor man hier weiter macht.

Der Name des Buches ist immer noch doof. Im gesamten Roman kommt der Begriff „Arena“ nur ein einziges Mal vor und selbst dort hört er sich an, als sei auf Teufel komm raus vom Übersetzer hineingeschrieben worden.

Das Buch selbst ist durchgehend der Hammer. Mehr als 40 Stunden ist natürlich ein Brett. Wie eine coole Serie, die einen eine ganze Zeitlang begleitet. Ich habe der Geschichte supergerne durchgehend gelauscht. Und kennt ihr dieses Gefühl der Freundschaft, die man mit literarischen Figuren im Laufe einer Geschichte eingeht? Nach 40 Stunden ist diese Freunden wirklich intensiv. Und danach ist man tatsächlich traurig, eine Zeitlang, vielleicht sogar nie wieder von ihnen zu hören.

Das Ende hat mich ein bisschen gespalten. Ohne irgendwas verraten zu wollen, man könnte meinen dem alten Mann sei irgendwie kein richtiger Schluss eingefallen. Kennt man aber einige andere Werke des Mannes, so weiß man, dass es nicht einfach nur eine schnelle Lösung ist.

Liest sich komisch, aber jene, welche das Buch gelesen haben und auch noch ein paar mehr, wissen hoffentlich, was ich meine.

Film – 21

Die Steelbookversion von 21
Die Steelbookversion von 21

Durch die Multimediaabteilungs-Auflösung im Stuttgarter Kaufhof bin ich unter anderem an 21 gekommen. Gute Gründe für den Film waren schonmal die Schauspieler. Kevin Spacey ist ja wohl ne Marke, die keiner weiteren Erklärung bedarf. Laurence Fishburne ist ja als Morpheus in Matrix auch gut im Gedächtnis geblieben. Und dann noch Jim Sturgess, welcher in „Across the universe“ großartig war. Film – 21 weiterlesen

Hörbuch – Zwischenstand: Die Arena von Stephen King, gelesen von David Nathan

Das Hörbuch bei Audible
Das Hörbuch bei Audible

Audible hat sich ja darauf spezialisiert, Hörbücher ungekürzt zu produzieren. Finde ich extrem cool! Das führ nämlich dazu, dass man hier einfach knapp 42 Stunden Geschichte auf die Ohren bekommt. Ich bin jetzt etwa bei 10 Stunden, also bei einem Viertel und will einen kurzen Zwischenstand abgeben.

David Nathan ist einfach unglaublich passend. Wie schon bei Wahn rockt seine Stimme einfach die Geschichte. Eine Sache, welche mir bei ihm aufgefallen ist: Nathan (oder der Regieassistent) hat wohl noch nie Die Verurteilten gesehen. Denn er sagt nicht Shaw Shank zu dem berüchtigtem Gefängnis, sondern Shaws Hank. Das verwirrt mich jedesmal, wenn er das sagt.

Die Geschichte ist eigentlich ganz und gar nicht Kinglike. Oder, falsch. Der Anfang ist nicht typisch. Statt eines langsamen Aufbaus einer Stimmung, wie man es bei King gewohnt ist, knallt man wortwörtlich in die Geschichte. BÄM, plötzlich ist da eine Kuppel um eine Kleinstadt und man kommt weder rein noch raus. Und es fängt an mit all den Toten, die an der Kuppel zerschellen. Und dann geht es erst mit dem Aufbau der Stimmung los. Das ist einerseits saumäßig spannend, andererseits, wenn dann diese „spannungslosen“ Szenen des Stimmungsaufbau kommen, man eigentlich vorspulen / weiterblättern will und wissen will, wie es weiter geht.

Der deutsche Name ist wie schon die Male zuvor total doof. Das Buch heißt im Original „Under the dome“, also „Unter der Kuppel“. Es gibt keinen Grund, dieses Werk „Die Arena“ zu nennen! Im ersten Viertel kam noch keine Arena vor! Umso witziger, dass man im Trailer zum Hörbuch den Text auf Teufel komm raus auf Arena getrimmt hat.

Mehr gibt’s am Ende.

Film: The Majestic

The Majestic im Snappper Case
The Majestic im Snappper Case

Können mal jene von euch die Hand heben, die noch DVD’s im Snapper Case besitzen? Snapper Cases sind diese Papphüllen samt Plastikinnenteil, die beispielsweise von Warner Brothers lange Zeit für die Erstauflage von DVDs genutzt wurde.

Ab 2004 wurden sie dann größtenteils durch die normalen Amaray-Hüllen ersetzt, weil diese dann nicht mehr teurer waren als die Papphüllen. Ich find die Papphülllen aber eigentlich ganz geil. Eine der wenigen Filme, die ich noch in Snapper Case habe, ist The Majestic.

Der rote Faden:

Peter (Jim Carrey) ist Drehbuchautor im Hollywood der 50er, dessen nächster Film höchstwahrscheinlich nicht gedreht wird. Bei einem Autounfall unter Alkoholeinfluss verliert Peter das gedächtniss und wacht am Strand einer kleinen Stadt in Californien auf. Dort sorgt er für helle Aufregung. Er wird nämlich für Luke gehalten, einer der vielen Söhne der Stadt, die im Krieg gefallen sind. Peter sieht genauso aus wie Luke. Luke war der Sohn des Kinobesitzers, der nun seinen verlorenen Sohn mit verlorenem Gedächtnis wieder bei sich aufnimmt. Pete/Luke baut sich also ein neues Leben auf, während Leute aus seinem alten Leben beginnen, ihn zu suchen.

Der Film hat seinen Namen von dem Kino von Lukes Vater. Dieses heißt The Majestic. Regie führte übrigens Frank Darabont, seines Zeichens Regisseur des immer noch besten Films aller Zeiten. Es ist cool Carrey mal in einer Rolle des Comedians zu sehen und es funktioniert echt gut! Ein schöner Film mit guter alter Musik und einer coolen Geschichte, wenn auch manchmal der Patriotismus ein bisschen Überhand nimmt.

Bei Amazon bekommt man den Film nicht mehr, generell war er auch bei seinem Erscheinen 2001 nicht wirklich erfolgreich, er spielte nur knapp die Hälfte seiner Produktionskosten wieder ein. Aber wenn ihr ihn mal irgendwo in die Finger bekommt. schaut ihn euch an. Es lohnt sich.

PS: Dieser Film ist der Grund für das Majestic in Inspiriert von einer wahren Geschichte.

Langzeittest: Sennheiser LX 90 – der erste Umtausch

Kopfhörer kaputt
Kopfhörer "kaputt"

Rund vier Monate ist der Kauf der Sennheiser LX 90 Kopfhörer her und da ich selbst mittlerweile sehr nach Testberichten von anderen Leuten einkaufe, hier  der erste Bericht. Langzeittest: Sennheiser LX 90 – der erste Umtausch weiterlesen