Buch: God hates us all von Hank Moody

Californication ist eine sehr schöne Serie. Auch ein tolles Album, das muss man zugeben. Aber eben auch eine schöne Serie. David Duchovny spielt Hank Moody, einen abgefuckten Autor, der versucht in Los Angeles mit all den Frauen, dem Alkohol und dem Schreiben klarzukommen. Derzeit wird die fünfte Staffel gedreht und die vierte Staffel ist schon ausgelaufen.

Also kann man in der Zwischenzeit mal ein bisschen lesen. Beispielsweise God hates us all, den Roman, mit dem Hank Moody in der serie seinen Durchbruch geschafft hat.

Bücher von fiktiven Schriftstellern aus Serien oder Filmen auf den echten Markt zu bringen, ist eine schöne Art, Merchandising zu betreiben. Aber oft eben eher ein Gag, als wirklich gute Literatur. Ich war gespannt, wie es bei diesem wird.

Die Aufmachung ist schonmal geil. Das Buch sieht (bis auf den roten CALIFORNICATION-Sticker) aus, wie in der Serie. Der Klappentext über den Autor beschreibt Hank Moody, wie er in der Serie steht. Die Danksagung spielt genauso auf die Serie an.

Der restliche Inhalt ist okay. Der Protagonist, der (wenn ich aufmerksam war) niemals mit Namen genannt wird, erzählt seine Zeit nach dem College, wie er zum Drogendealer wird, nach New York zieht und ein bisschen Sex hat. Es ist eine lesbare Geschichte. Aber es ist nicht Hank Moody. Das Buch hätte auch unter jedem anderen Titel veröffentlicht werden können. Ich glaube, das Buch gewinnt viel durch die Vorstellung von Hank Moody, die der Leser aus der Serie kennt. Aber man könnte es auch so lesen und hätte Spaß daran.

Der echte Autor ist übrigens Jonathan Grotenstein. Kennt ihr nicht? Ging mir genauso. Jonathan Grotenstein ist professioneller Pokerspieler und Schriftsteller, wobei unter seinem eigenen Namen nur Bücher über Poker veröffentlicht worden sind. Des weiteren betätigt er sich eben als Ghostwriter für solche Sachen wie God hates us all. Wer mehr über ihn erfahren will und wie es zu diesem Projekt kam, hier gibt es ein gutes Interview. Der Titel des Buches, God hates us all, ist übrigens eigentlich ein Albumtitel der Band Slayer. Tom Kapinos, der die Serie erschaffen hat, liebt die Band.

Alles in allem: Wenn man die Serie kennt, ist es ein cooles Tüpfelchen. Ansonsten ist es ein Buch, was man mal zwischendurch lesen kann.

Vergleich: Nook Touch vs. Rocket eBook

Links das Urgestein, das Rocket eBook, rechts der mehr als 10 Jahre jüngere Nook Touch

Wie versprochen ein kleiner Vergleich zwischen meinen beiden Lesegeräten elektronischer Bücher und Texte. Das Rocket eBook von NuvoMedia (irgendwann aufgekauft von Gemstar und nichtmal 5 Jahre später dann komplett eingestampft) kam 1998 auf den Markt für den stolzen Preis von 675 Deutschen Mark. Es ist eines der, wenn nicht sogar das erste Lesegerät für den großen Markt. Das Gerät hat die Maße eines Taschenbuchs (185x125x30), wobei auf der einen Seite eine Ausbuchtung ist, sodass das Gerät sehr gut in der Hand liegt. Das sieht man auf dem späteren Bild gut. Das Gewicht liegt bei 626 Gramm. Es hat einen LCD-Bildschirm, der nur Schwarz und Weiß anzeigen kann, also auch keine Graustufen. Das Display hat eine Größe von 480×320 Pixel und ist mit dimmbarer Hintergrundbeleuchtung ausgestattet. Bedienbar ist das Rocket eBook über zwei Tasten und den Touchscreen. Ihr lest richtig. Schon damals lag dem Gerät ein Stylus bei, mit dem man das Gerät nutzen kann. Es gibt vier Kurztasten am Bildschirmrand: Zur letzten gelesenen Seite, zur Bibliothek, die Bildschirmausrichtung ändern und eine selbst bestimmbare Taste. Man kann Stellen markieren und auch schon Anmerkungen schreiben, genauso wie Worte im PONS-Wörterbuch (war schon installiert) nachschlagen und die Schriftgröße ändern. Es gibt die Auswahl zwischen groß und klein. Das Betriebsystem ist einfach, aber funktional. Nur manche Menüführungen sind ein bisschen unsinnig gemacht. Die Akkulaufzeit (sind übrigens 8 ganz normale AA-Akkus, die man leicht wechseln könnte, auch wenn das nicht vorgesehen ist) beträgt 40 Stunden ohne Leselicht, 20 Stunden bei mittlerer Beleuchtung. Der Speicher ist bei meiner PRO Version 16 MB groß. Kein Tippfehler. Das entspricht etwa 18.000 Seiten. Angezeigt werden kann nur das eigene .rb Format oder .txt und .html in einfachster Form. Alles andere muss konvertiert werden. Bespielt wird der Reader über die Software Rocket Librarian, die es für Windows und Apple OS 9 (!!) gibt. Angeschlossen wird der Reader per seriellem Anschluss, das ist auch der Grund, weshalb ich ihn nicht an meinem Mac nutzen kann. Im Lieferumfang des Readers war neben dem Ladegerät auch eine Lederhülle, ein Stylus, ein Putztuch und eine Station, mit der das Gerät auch mit dem Rechner verbunden wird. Achja, es hatte auch einen Infrarotport, den ich niemals genutzt habe.

Der Nook ist unglaublich viel dünner. Beim Rocket eBook sieht man die Ausbuchtung und den Stylus.

Der Nook Touch von Barnes & Noble dagegen ist im Juni diesen Jahres veröffentlicht worden. Für umgerechnet 110 Euro bekommt man ein kleines (165.1x127x11.9) und extrem leichtes Gerät (212 Gramm). Das Display ist ein 6″ eInk Display mit 600×800 Pixel und 16 Graustufen. Insgesamt gibt es 5 Tasten, wobei diese nur 3 Funktionen haben, denn die Tasten am linken und rechten Rand sind jeweils die Blätter-Tasten. Über den nook Button unten kommt man ins Menü. Auch hier ist ein Touchscreen eingebaut. Wie auch beim Rocket eBook gibts hier die Möglichkeit, Textstellen zu markieren und Bemerkungen zu schreiben, Worte im englischen Wörterbuch nachzuschlagen und die Schrift in mehreren Schriftgrößen anzuzeigen. Aber weiterhin kann man auch den Zeilenabstand und den Rand, sowie die Schriftart auswählen und eben Textstellen über Twitter / Facebook / Google sharen. Auf dem Nook läuft eine modifizierte Android Version 2.1. Dadurch lassen sich die funktionen auch nochmal richtig aufbohren. Die Akkulaufzeit wird von Barnes & Noble mit 2 Monaten bei einem täglichen Lesepensum von 60 Seiten angegeben. Als Speicher stehen im Gerät für Bücher 1 GB zur Verfügung, durch den SD-Kartenslot kann das um 32 GB erhöht werden. Der Nook liest über .epub auch .jpg (anscheinend) und .pdf, also viel freundlichere Formate. Angeschlossen und geladen wird der Nook über USB, über Wifi kann aber auch drahtlos im Barnes & Noble Store nach Büchern gesucht werden. Der Lieferumfang beschränkt sich auf den Nook und das Ladegerät.

Die Geräte im Lesemodus. Obwohl der Nook keine Beleuchtung hat, ist er besser lesbar. Dafür kann beim Rocket eBook die Leserichtung geändert werden.

Vorteile des Nook Touch gegenüber dem Rocket eBook:

  • Lange Akkulaufzeit
  • Unglaublich gut lesbares Display
  • Leicht
  • Konnektivität über Wifi und USB
  • Android als Basis für viele Spielereien
  • Mit Barnes & Noble als Hersteller direkt ein großer Markt für Lesestoff
  • Zeigt die gängigen Formate an.
Vorteile des Rocket eBook gegenüber dem Nook Touch:
  • Hintergrundbeleuchtung
  • Leserichtung kann geändert werden

Faszinierend, wie sich in 10 Jahren einerseits nichts, andererseits alles ändert. Oder: Wie weit die Idee schon vor 10 Jahren war. Viele Funktionen gabs schon damals, manche gute Sachen haben sich seitdem einfach nicht verändert oder sind gar nicht mehr vorhanden. Dafür gibt es wiederrum Sachen, wie das Display und das Betriebssystem, die um einiges weiter sind. Auffällig ist, dass damals einfach alles Zubehör schon dabei war. Heute wird durch die Taschen, Schutzfolien und Ständer einfach nochmal massig Geld gemacht.

Ich würde derzeit aber auch nicht mehr zurück tauschen wollen und bin begeistert von meinem Nook. Brauche blos noch die passende Hülle. Ich halte euch auf dem Laufenden, wie sich das gerät im Langzeittest schlägt. Und irgendwann demnächst gibt es nochmal einen Artikel über eInk.

Spielzeug: Barnes&Noble Nook – der Touch eBook-Reader

Homer auf eInk

Seit ich meinen ersten eBook Reader habe, bin ich fasziniert von eBooks. Doch 1998 gab es nur das Rocket eBook und kaum Material dafür. Die Firma gibts heute auch nicht mehr. Aber knapp 10 Jahre später brachte ja Amazon seinen Kindle auf den Markt und machte damit eBooks „erschwinglich“ und salonfähig. Seit die dritte Kindle-Generation auf dem Markt ist und mein altes eBook zwar noch funktioniert, aber an meinem Mac nicht wirklich nutzbar ist, interessiere ich mich sehr für die Geräte und war eigentlich auch schon kurz davor eines zu kaufen, als Barnes&Noble im Mai ihren neuen Nook vorstellte. Wie auch der Kindle ist der neue Nook ein 6 Zoll eInk Tablet. eInk ist eine krasse Technologie und vor allem nicht vergleichbar mit den bekannten LCD-Displays, aber darum geht’s wohl ein ander Mal.

Der erste große Unterschied zum Kindle ist der Touchscreen. Deshalb fällt auch ein Großteil der Buttons weg, wie sie beim Kindle noch unter dem Display zu finden sind. Auch das Touch ist anders als bei bekannten Smartphones oder Tablets. Das gibt’s dann auch in dem eInk-Artikel.

Der viel größere und wichtigere Unterschied ist das Betriebssystem, bzw, die Bindung. Hier ist nämlich das große Problem des Kindle. Es ist ein großartiges Stück Software, aber es ist dazu gedacht, seine Inhalte hauptsächlich, wenn nicht gar ausschliesslich über Amazon zu beziehen. Kann man machen, ist aber irgendwie nicht gut, wenn man dazu gezwungen wird. Bei anderen eBook-Readern, wenn sie von einem Buchhändler vertrieben werden ist das genauso. Der OYO von Thalia beispielsweise. eBook-Reader von anderen Herstellern sind dort zwar freier, technisch aber nicht so fit, wie das Kindle.

Der Nook ist eigentlich genauso gebunden. Der Hersteller, Barnes&Noble, ist der größte Buchhändler in den Staaten. Aber, und hier wirds spannend, während auf dem Kindle ein eigenes Betriebssystem auf Linuxbasis läuft, läuft auf dem Nook eine modifizierte Android Version 2.1. Innerhalb der ersten zwei Wochen nach Verkaufsstart wurde diese geknackt, nun ist der Nook ein normales Android Gerät mit eInk Display. Fast jedes Programm für Android läuft nun auf dem Gerät, sofern das Display mitmacht.

Ich hab mein Nook jetzt seit etwa einer Woche und es ist ein tolles Lesegerät und ein schönes Spielzeug. Die Sache mit dem Spielzeug ist noch in den Kinderschuhen, aber da diese Woche der Sony Reader Wifi vorgestellt worden ist, der anscheinend auch auf Android basiert. Heißt hoffentlich, dass es bald ein paar mehr Programme gibt, die mit eInk kompatibel sind.

Demnächst gibt’s weitere Infos zum Nook und zu eInk generell und auch noch einen Nostalgie-Vergleichsartikel zum ersten aller eBook-Reader, dem Rocket eBook.

Achja, der Name: ist so eine Sache. Barnes&Noble nennt den Reader einfach nur Nook, beziehungsweise Nook, the simple touch reader (Nook STR). In Foren und Blogs wird er meist aber entweder N2E (Nook 2nd Edition) oder einfach nur Nook Touch genannt. Egal welcher der Namen auftaucht, gemeint ist immer dieses schöne Ding.

Buch: Sandman Slim. Höllen Dämmerung von Richard Kadrey

Sandman Slim ist der Name des Romans und der Name der Hauptfigur.

James Stark aka Sandman Slim war Magier in L.A., bis er von eifersüchtigen Kollegen in die Hölle geschickt wurde, lebend. Als er dann erfährt, dass seine Freundin umgebracht wurde, kommt er aus der Hölle zurück und will Rache üben.

Das ist die Story des Romans und sie ist genauso skurril, wie sie sich anhört. Es spielt zwar in Los Angeles, aber es ist ein Los Angeles voller Magier, Alchemisten, Dämonen und Engeln. Es ist dreckig, brutal, derb und unglaublich cool. Es ist wie Constantine und Supernatural, nur eben in Buchform. Ich hab das Buch verschlungen und viel geschmunzelt.

Richard Kadrey ist Autor und Fotograf in San Francisco und schreibt seit den 80ern Romane. Sandman Slim ist seine neueste Reihe, in Deutschland kam jetzt eben der erste raus, in Amerika wird demnächst Teil 3 veröffentlicht.

Sandman Slim ist ein unglaublich gutes Buch, geile Unterhaltung, ich freu mich auf die nächsten Bände. Leseprobe gibt’s hier, Verfilmung ist anscheinend in Arbeit.

Buch: In Sachen Joseph von Husch Josten

Ich bekam In Sachen Joseph mit der offiziellen Pressemitteilung empfohlen.

In dem Roman geht es um Helen und ihren besten Freund Joseph. Die Beiden kennen sich seit Kindertagen. Und jetzt träumt Helen zweimal den genau gleichen Traum von Josephs Tod. Sie sieht das als Zeichen und versucht Joseph davor zu warnen. Doch Joseph, wie auch seine Mutter lassen sich davon nicht beeindrucken. So in etwa steht es auch auf dem Buchrücken.
Doch ich bekam noch eine weitere Presseinfo und das Problem mit dieser Presseinfo ist: Da steht sozusagen das Ende drin. Erinnert ihr euch an The sixth Sense? Es hat sich so angefühlt, als ob dir jemand vor dem gemeinsamen ansehen sagt, dass… na, ihr wisst schon.

Deshalb konnte ich die erste Hälfte nicht ganz geniessen. Und auch im Nachhinein gewinnt das Buch etwa ab der Hälfte erst richtig an Fahrt. Während ich mich durch die ersten Seiten ein wenig durchquälen musste, habe ich die zweite Hälfte geradezu verschlungen. Ich weiß nicht, ob man den ersten Teil braucht, damit man den zweiten versteht, aber er ist ein wenig anstrengend. Ansonsten: Ein gutes Buch! Eine gute Wendung, eine schöne Geschichte und ein gutes Gefühl, wenn man durch ist. Soweit man das für ein Buch mit dem Untertitel „Ende einer Freundschaft“ sagen kann.

Wenn ich mich nicht täusche, ist es auch das erste Buch, das ich von der Berlin University Press lese. Extrem hochwertig verarbeitet, gutes Papier, nicht zu starr, leider ohne Lesebändchen, aber das ist das einzige Manko.

Alles in allem ist In Sachen Joseph ein Buch, das sich gut lesen lässt und auch spannend ist, solange man das Ende nicht kennt und einen auch noch eine Weile danach beschäftigt.

Serie: Dead like me

Geile Serie, Scheiß Material.
Geile Serie, Scheiß Material.

Seit Wochen hab‘ ich hier die Staffel 1 und Staffel 2 von Dead like me liegen. Jetzt schaff ichs endlich, sie mal wieder zu sehen.

George ist die Hauptdarstellerin, sie stirbt in der Pilotfolge und wird dann zur Seelensammlerin. Seelensammler befreien die Seelen aus den Körpern der Menschen, kurz bevor sie sterben. Zusammen mit ihren Kollegen kämpft sie sich auf humoristische Weise durch das Leben nach dem Tod.

Bryan Fuller ist der Schöpfer der Serie, er hat auch Pushing Daisies erdacht. Eine schöne Serie, die einen tollen Humor hat. Und vielleicht genau deshalb von der breiten Masse nicht angenommen wurde und schon nach zwei Staffeln abgesetzt wurde. Es gibt zwar noch einen Film, der ist aber überhaupt nicht mehr gut.

Buch: Homecoming von Dave King

Homecoming
Homecoming

Schönes Buch 🙂 Da ist Howard, der seit einer Verletzung im Vietnamkrieg nicht mehr spricht. Nicht mehr sprechen kann. Bis auf ein paar Laute und „Nicht!“ kommt nichts verbales aus seinem Mund. Lesen und schreiben geht übrigens auch kaum. Howard lebt mit Laurel, Nit und Nat im Haus seiner verstorbenen Eltern. Und eigentlich leben die drei nur dort, damit Howard das Haus halten kann. Eine Erwachsenen-WG sozusagen. Leben plätschert so vor sich hin, bis seine Jugendliebe Sylvia auf Entzug in eine Klinik geht und ihren neunjährigen Sohn in seine Obhut gibt.

Dave King schafft liebenswerte Figuren und ein skurriles Umfeld und der Wälzer ist dann doch schneller durch, als es einem Lieb ist. Wem Super Agoraphobie Therapie gefallen hat, dem wird Homecoming auch gefallen.

Buch: Das Wörterbuch der Liebenden von David Levithan

Die Hardcoverversion
Die Hardcoverversion vom Wörterbuch der Liebenden.

Kennt ihr das, wenn jemand so unglaublich positiv über etwas spricht, dass man zurückschreckt und denkt, „naja, so gut kann das gar nicht sein.“

Deshalb will ich nicht überschwänglich sein, aber dennoch sagen: Das Wörterbuch der Liebenden ist ein tolles Buch!

Die Idee dahinter ist einfach: David Levithan hat ein Wörterbuch mit 195 Einträgen geschrieben. Ein Wörterbuch, welches die Beziehung zweier Personen beschreibt. Nicht chronologisch, sondern dem Alphabet nach. Buch: Das Wörterbuch der Liebenden von David Levithan weiterlesen

Buch: Nackt schlafen ist Bio von Vanessa Farquharson

Bio on the road...
Bio on the road...

Nackt schlafen ist Bio ist ein Buch, welches gerade voll in den Trend passt. Ist doch derzeit alles Bio, baby. Die Geschichte zu diesem Buch ist folgende:

Vanessa ist Journalistin und nimmt sich folgendes vor: Für ein Jahr will sie jeden Tag eine ökologische Sache machen und das bis zum Ende des Jahres durchhalten. Dafür richtet sie den Blog green as a thistle ein und beginnt. Mittlerweile ist das Jahr vorbei und das Buch dazu ist herausgekommen, wobei das Buch keine gedruckte Fassung des Blogs ist, sondern sozusagen ein Tagebuch, das den Blog begleitet.

Natürlich ist Nackt schlafen ist Bio kein literarisches Meisterwerk. Aber auf den 354 Seiten werden nicht nur 366 Umwelttipps vorgestellt, sondern auch, wie Vanessa versucht, Umwelt und verzweifeltes Singledasein in Einklang zu bringen. Liest sich schnell, gut und schmunzelnd. Und gleichzeitig verändert es doch ein wenig die eigene Einstellung zur Umwelt. Und weil es so umweltschonend ist, habe ich mein Exemplar auf der Slamfahrt nach Fulda gleich weiterverliehen.

Buch: 27 von Kim Frank

Kim Franks 27 mit ausgeklapptem Buchumschlag.
Kim Franks 27 mit ausgeklapptem Buchumschlag.

So, seit heute ist 27 von Kim Frank also erhältlich. Kim ist den meisten wahrscheinlich immer noch als Sänger der Band Echt bekannt. Mittlerweile hat sich aber auch mit der Fotografie, der Schauspielerei und eben auch mit dem Romanschreiben befasst. 27 ist sein Debütroman.

In 27 geht es um den Klub 27, dieser ungewöhnlichen Ansammlung an Musikern, die im Alter von 27 Jahren gestorben sind. Und es geht um Mika, der selbst die unbändige Angst hat, mit 27 zu sterben.

Ich liebe Bücher über Musik. Bücher wie Owen Noone oder Super Agoraphobie Therapie. Und 27 gehört da auf jeden Fall dazu. Man liest sich schnell und gut durch die Seiten und man hat wirklich Spaß beim lesen. Es ist ein kurzweiliger Roman, eine schöne Geschichte und eine gute Unterhaltung für ein paar gute Stunden.

Aber: Peter Renz sagte mir mal, dass das Ende einer Geschichte immer Licht oder Schatten über die gesamte Geschichte wirft. In Fall von 27 ist das definitiv Schatten.

SPOILER:

Vielleicht liegt das auch in der Natur solcher Geschichten, die nur auf eine eine Frage ausgearbeitet sind, nämlich, ob Mika mit 27 stirbt. Denn wie man es auch wendet, das Ende kann eigentlich fast nur unbefriedigend sein. Es sei denn, mann hat den großen Twist am Ende. Leider vermisse ich den am Ende von Franks ersten Roman. Es fühlt sich so an, als wüsste Frank selbst nicht, wie er das Buch hatte beenden sollen. Und deshalb ist es ein offenes Ende.

Deshalb27 ist ein gutes Buch, welches man im Garten im Sonnenschein bequem runterlesen kann, das Ende aber fand ich extrem unbefriedigend.

Wer mehr über das Buch und die Arbeit von Kim Frank erfahren möchte, hier geht’s zum Interview mit Kim Frank über 27.

Nachtrag:

Kim schrieb mir, nachdem er die Rezension gelesen hatte und möchte etwas klarstellen:

Moin Fabian…
Finde es absolut fein, dass Dir das Ende nicht gefällt, wollte Dich nur wissen lassen, dass ich die letzte Seite zu allererst geschrieben hatte, also das Ende, das gewollt offene Ende stand von Anfang an fest.
Wenn Du es nicht magst ist das fein, aber ich tue nichts weil ich nicht weiß, sondern weil ich mich dafür entscheide.
LG
KIM

Film: Kick-Ass

Eigentlich geht’s hier nicht um den Film, als mehr um den Audiokommentar von Matthew Vaughn zu seinem Film Kick-Ass. Dennoch kurz die Story:

Dave ist ein Normalo an einer Normaloschule, bis er entscheidet, Superheld zu werden. Er bestellt sein Kostüm und geht als Kick Ass auf Verbrecherjagt, was erst gar nicht und dann irgendwann mit Hilfe anderer Möchtegernsuperhelden einigermaßen funktioniert. Film: Kick-Ass weiterlesen

Film: Groupies bleiben nicht zum Frühstück

Meine kleine Schwester steht neben mir und fragt: Fabi, kennst du Groupies bleiben nicht zum Frühstück? Ich schüttel den Kopf und sie blickt mich ungläubig an und schreit lautlos: Waaaaas?!? Dann rennt sie los und drückt mir die DVD in die Hand.

Erst denke ich, Mann mann mann, wer kam wieder auf diese total beknackte Übersetzung des Titels? Dann erfahre ich, der Film kommt aus Deutschland. Aber der Titel ist nicht das Einzige, was nicht Deutsch rüberkommt.

Die Story: Lila (die freche Anna Fischer) kommt nach einem Jahr Amerika zurück nach Deutschland. In dieser Zeit hat es die Band „Berlin Mitte“ samt Sänger Chriz (Kostja Ullmann) zur absoluten Teeny-Kult-Hype-Alle-Mädchen-Sind-Verrückt-danach-Band gemausert. Aber davon hat Lila ja nichts mitbekommen. Sie trifft zufällig auf Chriz, ohne zu wissen, wer er ist.

Sympathisch gemachter Film mit vielen amerikanischen Elementen, den man sich gerne mal ansehen kann, vor allem mit kleinen weiblichen Geschwistern. Minuspunkte für die DVD gibt’s, weil der Audiokommentar von den beiden Hauptdarstellern ziemlich öde ist.

Hörbuch: Der Professor von John Katzenbach, gelesen von Simon Jäger

Die letzten Tage habe ich mal wieder Simon Jäger im Ohr gehabt. Da ich gerade auf dem Psychothriller-Trip bin und Jäfer sowohl Sebastian Fitzek, als auch John Katzenbach liest, höre ich ihn derzeit oft.

Es ist auch kein Wunder, dass die Synchronstimme von Heath Ledger die Bücher der Beiden spricht, denn Katzenbach und Fitzek sind sich in der Art der Bücher sehr ähnlich. Der Professor ist also der neue Roman von John Katzenbach. Die Story erzählt euch Simon:

Das Buch ist gewohnt gut. Sowohl gut gelesen, als auch gut erzählt. Es ist spannend, man bleibt dabei und hat am Ende ein Lächeln auf dem Gesicht. Danach vergisst man es aber auch schnell. Kann man, wie alle seine anderen Romane mal für Zwischendurch lesen oder Hören.

Was mich bei Katzenbach so richtig stört, ist die Wahl der Namen in Deutschland. Seine Bücher heißen Der Professor, Der Patient oder auch Das Opfer. Alles Titel, die so unglaublich austauschbar sind, dass ich bei jedem Buch nochmal die Inhaltsangabe lesen muss, um sicherzugehen, dass ich das Buch noch nicht kenne. Und so richtig böse wirds dann, wenn das Buch Das Auge seit der Neuauflage Der Fotograf heißt. Warum kann man denn nicht einfach den englischen Titel übersetzen?

Buch: Des Teufels Werkstatt von Adolf Burger

Die Vorlage zum Film Die Fälscher
Die Vorlage zum Film "Die Fälscher"

Seit ich vor ein paar Jahren den Film Die Fälscher gesehen habe, wollte ich den dazugehörigen Roman lesen.

Ich zitiere mich aus der Filmempfehlung:

Um die britische Wirtschaft mit Falschgeld zu überschwemmen, wurde im KZ Sachsenhausen eine Geldfälscherwerkstatt eingerichtet, in der rund 140 Juden mehrere 100 Millionen Pfund fälschten. Dieser Aspekt, den ich vor diesem Film nicht wusste, wirft meiner Meinung nach nochmal ein anderes Licht auf des Dritte Reich.

Adolf Burger war einer der Menschen, die in der Werkstatt gezwungen waren, Geld und Briefmarken zu fälschen. Wie fast immer bei Filmen und Büchern dazu sind die Filme nicht ganz so ausführlich, wie das dazugehörige Buch. Deshalb ist das Buch auch in diesem Fall viel detailreicher. Wenn man eine gute Bildung in Sachen 3.Reich und Holocaust genossen hat, dann ist der Anfang des Buches – die Beschreibungen der Lager und die Zustände der Menschen – nicht ganz so interessant. Spätestens aber, wenn es um die Werkstatt selbst geht, legt man diesen Bericht nicht mehr zur Seite. Tatsächlich ist das Buch gar nicht so sodass man es relativ schnell durchkommt.

Das Negative an diesem Blogpost: Man bekommt das Buch leider nicht mehr so leicht. bei Amazon zahlt man eine ganze Stange Geld und über ebay wird es kaum versteigert, auch die werten Verkäufer bei der ZVAB nehmen ziemlich viel Geld dafür.

Wenn ihr es aber mal irgendwo zufällig findet, nehmt es mit und lest es. Es lohnt sich.

Film: Am Ende kommen Touristen

Sorry wegen der Spiegelung.
Sorry wegen der Spiegelung.

Am Ende bin ich ein bisschen enttäuscht. Aber beginnen wir vorne. Am Ende kommen Touristen ist ein Film über Auschwitz. Nein, eigentlich ist es ein Film nach Auschwitz.

Sven (gespielt von Alexander Fehling, der auch in 13 Semester zu sehen ist) wird ungewollt Zivildienstleistender in der Gedenkstätte des KZ Auschwitz. Er muss sich also mit Touristengruppen, Zeitzeugen, ganz normalen Jugendlichen, der Liebe und einer Stadt herumschlagen, die in aller Welt als Ort des schlimmsten Verbrechen der Menschheit bekannt ist, aber doch irgendwo eine ganz normale Kleinstadt ist. Film: Am Ende kommen Touristen weiterlesen