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Schlagwort: Rezension (Seite 10 von 11)

Buch: Das Wörterbuch der Liebenden von David Levithan

Die Hardcoverversion

Die Hardcoverversion vom Wörterbuch der Liebenden.

Kennt ihr das, wenn jemand so unglaublich positiv über etwas spricht, dass man zurückschreckt und denkt, „naja, so gut kann das gar nicht sein.“

Deshalb will ich nicht überschwänglich sein, aber dennoch sagen: Das Wörterbuch der Liebenden ist ein tolles Buch!

Die Idee dahinter ist einfach: David Levithan hat ein Wörterbuch mit 195 Einträgen geschrieben. Ein Wörterbuch, welches die Beziehung zweier Personen beschreibt. Nicht chronologisch, sondern dem Alphabet nach. weiterlesen

Hörbuch: Der geheimnislose Junge von Stephan Brüggenthies, gelesen von Matthias Keller

Lalala

Lalala

Eichborn verschenkte Der geheimnislose Junge bei irgendeiner Weihnachtsaktion. Und erhlich gesagt bin ich ganz froh, für dieses Buch kein Geld bezahlt zu haben. Anfangs war nochj sehr interessiert von der Story und an der Lesart von Matthias Keller. Stephan Brüggenthies hat mit diesem Buch zwar seinen ersten Roman herausgebracht, aber ist keineswegs ein Neuling, was Geschichtenerzählen angeht. So hat er schon für den Tatort mehrere Folgen geschrieben. Man merkt dem Anfang an, dass er sich im Metier des Krimis auskennt. Dann aber ab etwa der Hälfte wird der Roman immer unglaubwürdiger und sprengt die Grenzen seiner Möglichkeiten. Das ist das eine Problem. Das andere ist: Matthias Keller kommt meiner Meinung nach mit den Geschehnissen in der Geschichte nicht mehr nach und schafft es nicht, seiner Stimme die Stimmung zu verleihen, die die Geschichte erzeugen will. Was es umso schwerer macht, der Geschichte zu folgen.

Mann kann sich meiner Meinung nach Der geheimnislose Junge mal anhören, aber man kann es definitiv auch lassen.

Buch: Nackt schlafen ist Bio von Vanessa Farquharson

Bio on the road...

Bio on the road...

Nackt schlafen ist Bio ist ein Buch, welches gerade voll in den Trend passt. Ist doch derzeit alles Bio, baby. Die Geschichte zu diesem Buch ist folgende:

Vanessa ist Journalistin und nimmt sich folgendes vor: Für ein Jahr will sie jeden Tag eine ökologische Sache machen und das bis zum Ende des Jahres durchhalten. Dafür richtet sie den Blog green as a thistle ein und beginnt. Mittlerweile ist das Jahr vorbei und das Buch dazu ist herausgekommen, wobei das Buch keine gedruckte Fassung des Blogs ist, sondern sozusagen ein Tagebuch, das den Blog begleitet.

Natürlich ist Nackt schlafen ist Bio kein literarisches Meisterwerk. Aber auf den 354 Seiten werden nicht nur 366 Umwelttipps vorgestellt, sondern auch, wie Vanessa versucht, Umwelt und verzweifeltes Singledasein in Einklang zu bringen. Liest sich schnell, gut und schmunzelnd. Und gleichzeitig verändert es doch ein wenig die eigene Einstellung zur Umwelt. Und weil es so umweltschonend ist, habe ich mein Exemplar auf der Slamfahrt nach Fulda gleich weiterverliehen.

Buch: 27 von Kim Frank

Kim Franks 27 mit ausgeklapptem Buchumschlag.

Kim Franks 27 mit ausgeklapptem Buchumschlag.

So, seit heute ist 27 von Kim Frank also erhältlich. Kim ist den meisten wahrscheinlich immer noch als Sänger der Band Echt bekannt. Mittlerweile hat sich aber auch mit der Fotografie, der Schauspielerei und eben auch mit dem Romanschreiben befasst. 27 ist sein Debütroman.

In 27 geht es um den Klub 27, dieser ungewöhnlichen Ansammlung an Musikern, die im Alter von 27 Jahren gestorben sind. Und es geht um Mika, der selbst die unbändige Angst hat, mit 27 zu sterben.

Ich liebe Bücher über Musik. Bücher wie Owen Noone oder Super Agoraphobie Therapie. Und 27 gehört da auf jeden Fall dazu. Man liest sich schnell und gut durch die Seiten und man hat wirklich Spaß beim lesen. Es ist ein kurzweiliger Roman, eine schöne Geschichte und eine gute Unterhaltung für ein paar gute Stunden.

Aber: Peter Renz sagte mir mal, dass das Ende einer Geschichte immer Licht oder Schatten über die gesamte Geschichte wirft. In Fall von 27 ist das definitiv Schatten.

SPOILER:

Vielleicht liegt das auch in der Natur solcher Geschichten, die nur auf eine eine Frage ausgearbeitet sind, nämlich, ob Mika mit 27 stirbt. Denn wie man es auch wendet, das Ende kann eigentlich fast nur unbefriedigend sein. Es sei denn, mann hat den großen Twist am Ende. Leider vermisse ich den am Ende von Franks ersten Roman. Es fühlt sich so an, als wüsste Frank selbst nicht, wie er das Buch hatte beenden sollen. Und deshalb ist es ein offenes Ende.

Deshalb27 ist ein gutes Buch, welches man im Garten im Sonnenschein bequem runterlesen kann, das Ende aber fand ich extrem unbefriedigend.

Wer mehr über das Buch und die Arbeit von Kim Frank erfahren möchte, hier geht’s zum Interview mit Kim Frank über 27.

Nachtrag:

Kim schrieb mir, nachdem er die Rezension gelesen hatte und möchte etwas klarstellen:

Moin Fabian…
Finde es absolut fein, dass Dir das Ende nicht gefällt, wollte Dich nur wissen lassen, dass ich die letzte Seite zu allererst geschrieben hatte, also das Ende, das gewollt offene Ende stand von Anfang an fest.
Wenn Du es nicht magst ist das fein, aber ich tue nichts weil ich nicht weiß, sondern weil ich mich dafür entscheide.
LG
KIM

Buch: Die Kälte darf nicht siegen von Gisela Mayer

Gisela Mayer ist Lehrerin an einer Schule im Süden Deutschlands. Und Gisela Mayer ist Mutter von Nina Mayer, der Referendarin, welche 2009 bei dem Amoklauf in Winnenden erschossen wurde. Mittlerweile ist Frau Mayer Pressesprecherin und im Vorstand im Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden. Und sie hat nach den Ereignissen 2009 ein Buch geschrieben. weiterlesen

Hörbuch: Der Professor von John Katzenbach, gelesen von Simon Jäger

Die letzten Tage habe ich mal wieder Simon Jäger im Ohr gehabt. Da ich gerade auf dem Psychothriller-Trip bin und Jäfer sowohl Sebastian Fitzek, als auch John Katzenbach liest, höre ich ihn derzeit oft.

Es ist auch kein Wunder, dass die Synchronstimme von Heath Ledger die Bücher der Beiden spricht, denn Katzenbach und Fitzek sind sich in der Art der Bücher sehr ähnlich. Der Professor ist also der neue Roman von John Katzenbach. Die Story erzählt euch Simon:

Das Buch ist gewohnt gut. Sowohl gut gelesen, als auch gut erzählt. Es ist spannend, man bleibt dabei und hat am Ende ein Lächeln auf dem Gesicht. Danach vergisst man es aber auch schnell. Kann man, wie alle seine anderen Romane mal für Zwischendurch lesen oder Hören.

Was mich bei Katzenbach so richtig stört, ist die Wahl der Namen in Deutschland. Seine Bücher heißen Der Professor, Der Patient oder auch Das Opfer. Alles Titel, die so unglaublich austauschbar sind, dass ich bei jedem Buch nochmal die Inhaltsangabe lesen muss, um sicherzugehen, dass ich das Buch noch nicht kenne. Und so richtig böse wirds dann, wenn das Buch Das Auge seit der Neuauflage Der Fotograf heißt. Warum kann man denn nicht einfach den englischen Titel übersetzen?

Buch: Sommerroulette von Liz Ambros

Vielleicht sieht man das auf dem Bild nicht, aber allein das Format von Sommerroulette fällt auf. Das Format ist eher ein Magazin als ein Buch. Dreht man es um, steht dort in extrem kleiner Schrift folgender Klappentext, welcher auch auf Amazon zu finden ist: weiterlesen

Buch: Mädchen und andere komische Dinge von Michel Birbæk

Lesern dieses Blogs dürfte Michel Birbæk kein Fremder mehr sein. Michel hat in sein Versprechen des Leseabends wahr gemacht und seine Kindheitserinnerungen auf den Markt gebracht: Mädchen und andere komische Dinge.

Das Buch ist offensichtlich für Kinder entworfen. Es ist im Baumhaus Verlag erschienen, das ist der Kinderableger von Lübbe. Es hat ein Hardcover, sodass ungeschickte Kinderhände nichts zerknittern können. Es enthält lustige Zeichnungen von Frank „Spong“ Plein. Es hat 127 Seiten und ist in höchstens zwei Stunden ausgelesen. Und die Schriftart ist riesig und zwar nicht Comic Sans, aber nah dran. Schaut in die Leseprobe, dann wisst ihr, was ich meine.

Die Geschichten sind lustig und toll.

Aber, zum ersten: Ja, es sind zwar Kindergschichten, aber so intelligent ich Kinder auch halte, ich denke, einige der Witze und Gags werden sie nicht verstehen. Deshalb bin ich mir nicht ganz sicher, ob es ganz richtig war, es so offensichtlich nach Kinderbuch aussehen zu lassen.

Aber, zum zweiten: Die Geschichten sind lustig zu lesen, es ist aber nochmals um ein vielfaches toller, sie mit Birbæks dänisch-deutsch erzählt zu bekommen. Wen das auch interessiert, ein paar der Geschichten von Mädchen und andere komische Dinge sind auch auf Frauengeschichten zu finden. Insofern, viel Spaß beim lesen und hören.

Buch: Replay von Ken Grimwood

Vielleicht kennen einige von euch den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ und werden deshalb gleich sagen, „Hej, der Inhalt des Buches kommt mir bekannt vor.“ Deshalb komme ich euch zuvor und sage: „Yo, Regisseur Harold Ramis hat sich von Replay inspirieren lassen.“

Für alle, welche den Film nicht kennen, hier der Inhalt des Buches:

Jeff stirbt an seinem 42. (!) Geburtstag an einem Herzinfarkt. Und kommt kurz darauf als 18jähriger wieder zu sich. Nach kurzer Zeit der Verwirrung lebt er sein Leben nochmal. Durch sein Vorwissen ist es ein reiches und interessantes Leben. Ein Leben, welches wieder mit 42 (!) endet. Und wieder wacht er mit 18 auf.

So richtig spannend wird die Geschichte dann, als Jeff merkt, dass es nicht der einzige ist, der sein Leben wiederholt lebt.

Ich glaube, ich habe nichtmal zwei Tage gebraucht, um Replay durchzulesen. Ken Grimwood schreibt mit flotten Worten und tollen Ideen, die 410 Seiten liest man schnell und flüssig und man denkt auch noch eine ganze Weile darüber nach, was man alles tun würde, würde man sein Leben nochmal erleben dürfen.

Tragische Ironie, dass Grimwood 2003 selbst durch einen Herzinfakrt starb.

Buch: Des Teufels Werkstatt von Adolf Burger

Die Vorlage zum Film Die Fälscher

Die Vorlage zum Film "Die Fälscher"

Seit ich vor ein paar Jahren den Film Die Fälscher gesehen habe, wollte ich den dazugehörigen Roman lesen.

Ich zitiere mich aus der Filmempfehlung:

Um die britische Wirtschaft mit Falschgeld zu überschwemmen, wurde im KZ Sachsenhausen eine Geldfälscherwerkstatt eingerichtet, in der rund 140 Juden mehrere 100 Millionen Pfund fälschten. Dieser Aspekt, den ich vor diesem Film nicht wusste, wirft meiner Meinung nach nochmal ein anderes Licht auf des Dritte Reich.

Adolf Burger war einer der Menschen, die in der Werkstatt gezwungen waren, Geld und Briefmarken zu fälschen. Wie fast immer bei Filmen und Büchern dazu sind die Filme nicht ganz so ausführlich, wie das dazugehörige Buch. Deshalb ist das Buch auch in diesem Fall viel detailreicher. Wenn man eine gute Bildung in Sachen 3.Reich und Holocaust genossen hat, dann ist der Anfang des Buches – die Beschreibungen der Lager und die Zustände der Menschen – nicht ganz so interessant. Spätestens aber, wenn es um die Werkstatt selbst geht, legt man diesen Bericht nicht mehr zur Seite. Tatsächlich ist das Buch gar nicht so sodass man es relativ schnell durchkommt.

Das Negative an diesem Blogpost: Man bekommt das Buch leider nicht mehr so leicht. bei Amazon zahlt man eine ganze Stange Geld und über ebay wird es kaum versteigert, auch die werten Verkäufer bei der ZVAB nehmen ziemlich viel Geld dafür.

Wenn ihr es aber mal irgendwo zufällig findet, nehmt es mit und lest es. Es lohnt sich.

Buch: Gespräch mit Igel von Paul Robert Smith

Das Buch bei Amazon

Das Buch bei Amazon

Der Australier Paul Robert Smith legt mit Gespräch mit Igel seinen Debütroman vor. Eigentlich ist er Filmemacher und das merkt man an der Schreibe. Das Buch ist sehr visuell geschrieben, alle Szenen kann man sich extrem gut vorstellen. Worum es geht, kann man leider nicht so einfach erzählen.

Es geht um das Leben des Englischlehrers Ben. Eine Sammlung von Anekdoten, witzig geschrieben, leicht verdaulich und schnell gelesen. Aber einen wirklich roten Faden gibt es nicht. Genausowenig einen wirklichen Sinn für den Titel des Buches. Es hätte auch

Taxifahrt mit Tod

oder

Erfrieren mit Genickbruch

heißen können. Hätte genausoviel mit dem Buch zu tun gehabt. Gespräch mit Igel ist ein Buch für eine lange Zugfahrt oder zum abschalten, aber es ist kein Buch, was einen irgendwie zum Nachdenken bringt oder gar das Leben verändert.

Buch: Super Agoraphobie Therapie von Tish Cohen

Allein der Titel!

Allein der Titel!

Als Agoraphobie bezeichnet man eine Angst bzw. ein starkes Unwohlsein an bestimmten Orten, die aus diesem Grunde gemieden werden. In schweren Fällen kann die eigene Wohnung nicht mehr verlassen werden.

(Aus der Wikipedia)

Jack ist ein besonders schwerer Agoraphobiker. Sein Haus, ein Erbstück seines Vaters, hat er schon seit Jahren nicht mehr verlassen. Warum auch, sein Therapeut kommt regelmäßig zu Hausbesuchen vorbei, sein Sohn besorgt die Einkäufe und durch die Tantiemen von den Songs seines Vaters, ein legendär gestorbener Rockstar, haben bisher gut zum Leben gereicht. Aber die Leute hören kaum mehr Rock, deshalb wird Jack gezwungen, das Haus zu verkaufen. Aber das will Jack auf jeden Fall verhindern.

Super Agoraphobie Therapie ist der Debüt-Roman von Tish Cohen, Journalistin aus Canada. Ich mag Musik. Ich mag Bücher. Und ich mag Bücher über Musik. Und dieses ist ein gutes Buch mit ein bisschen Musik. Sehr tolle Charaktere, eine schöne Story, alles in allem ein Buch, welches man schnell durchliest, dabei oft lachen muss und richtig Spaß macht. Gäbe es hier Sterne, gäbe es fünf. Von fünf.

Buch: Was mich fertig macht, ist nicht das Leben, sondern die Tage dazwischen von Michel Birbæk

Der erste Birbæk

Der erste Birbæk

Meine Geschichte dazu geht so: Vor vielen Jahren durchforste ich auf einem Marktplatz ein riesiges Zelt voller Mängelexemplare und habe irgendwann Was mich fertig macht, ist nicht das Leben, sondern die Tage dazwischen in der Hand und denke, cooler Titel! Dann lese ich die Rückseite und denke: Schwachsinn… und lege das Buch zurück. Dann, ein paar Jahre später komme ich an Beziehungswaise von Michel Biræk. Und bin begeistert. Und bemerke, dass ich vor Jahren schonmal ein Buch, eben sein erstes, in der Hand gehabt. weiterlesen

Film: Am Ende kommen Touristen

Sorry wegen der Spiegelung.

Sorry wegen der Spiegelung.

Am Ende bin ich ein bisschen enttäuscht. Aber beginnen wir vorne. Am Ende kommen Touristen ist ein Film über Auschwitz. Nein, eigentlich ist es ein Film nach Auschwitz.

Sven (gespielt von Alexander Fehling, der auch in 13 Semester zu sehen ist) wird ungewollt Zivildienstleistender in der Gedenkstätte des KZ Auschwitz. Er muss sich also mit Touristengruppen, Zeitzeugen, ganz normalen Jugendlichen, der Liebe und einer Stadt herumschlagen, die in aller Welt als Ort des schlimmsten Verbrechen der Menschheit bekannt ist, aber doch irgendwo eine ganz normale Kleinstadt ist. weiterlesen

Film: 13 Semester

13 Semester bei Amazon

13 Semester bei Amazon

Ich habe irgendwann noch im Kino die Werbung für 13 Semester gesehen, dann aber die Kinozeit des Films total verpasst. Vor kurzem aber sticht mir bei einem Freund die DVD ins Auge.

Die Story ist eigentlich ziemlich schnell erzählt: Momo und Dirk gehen studieren. Nach Darmstadt. Der eine macht das schnell, der andere braucht 13 Semester.

Ist einfach und funktioniert. Man lacht, man hat Spaß und lernt vielleicht sogar ein klein wenig dabei. Und die absolute Krönung des Films. Der beste Song der Welt ist auf dem Soundtrack! Das habe ich bei dem Film das erste Mal gehört. Allein dafür: Kudos!