Buch: Stadt der Diebe von David Benioff in der Heyne Pocket Edition

Ich war in Karlsruhe in einer Buchhandlung unterwegs. Immer gefährlich, weil das immer teuer werden kann. Eine Freundin hat plötzlich eines dieser kleiner Bücher. Von Heyne. Heyne Pocket steht in der linken unteren Ecke. Ich bin erstmal mehr von dem Format als von Inhalt begeistert.

Vielleicht halb so groß wie ein normales Taschenbuch und man blättert nach oben! Das offizielle Video von Heyne gibt euch da einen Überblick drüber.

Ich muss ehrlich sagen, das Video ist nicht so gut gemacht, aber man sieht, was ich meine. Ich habe das also in Buchhandlung gesehen, mich darüber online informiert und dann mir eines der Bücher besorgt: Stadt der Diebe von David Benioff.

Im belagerten und ausgehungerten Leningrad im Jahr 1942 sollen zwei junge Menschen, Kolja und Lew, hingerichtet werden. Der eine, weil er geplündert hat, der andere, weil er desertiert ist. Aber statt zum Schafott  werden sie zum Chef des Geheimdienstes gebracht, der ihnen einen Deal vorschlägt: Wenn sie innerhalb der nächsten Tage für die Hochzeit seiner Tochter ein Duzend Eier finden, dürfen sie leben. Ansonsten werden sie hingerichtet.

Ein unglaublich geiles Buch! Es ist spannend, lustig, ängstigend und auch unglaublich. Aber dadurch eben extrem schön. Eine sehr sehr tolle Story. Mehr will ich gar nicht sagen.

Zurück zum Pocket Format. Ich hatte vor ein paar Monaten mal Populärmusik aus Vittula als besonderes Taschenbuch vorgestellt. Heyne versucht auch, Taschenbücher tatsächlich Taschenbuchmäßig zu machen, geht aber einen anderen Ansatz. Wie gesagt, das Buch ist halb so hoch, aber kaum dicker als das normale Taschenbuch. Die Schriftgröße ist die Gleiche. Das wird vor allem bewerkstelligt, dass das Papier viel dünner geworden ist. Kennt ihr englische Bücher? Diese haben oft so ein dünnes Papier. Das fühlt sich minderwertiger an und man sieht oft den Text auf der anderen Seite durchscheinen. Aber das schlimmste ist das umblättern! Es ist für die Finger eh schon ganz komisch, das Buch von unten nach oben zu blättern, statt zu der Seite. Und dann noch dieses dünne Papier! Darüber habe ich oft geflucht.

Die Motiviation von Heyne ist toll, aber an der Umsetzung hapert es meiner Meinung nach sehr. Dann doch lieber ein normales Taschenbuch.

Stadt der Diebe von David Benioff ist erschienen bei Heyne in der normalen Version und in der Heyne Pocket Version. ( Die normale Version ist 5 Cent billiger, gibt sich also nichts.) Übersetzerin ist Ursula-Maria Mössner.

Buch: Das Wörterbuch der Liebenden von David Levithan

Die Hardcoverversion

Die Hardcoverversion vom Wörterbuch der Liebenden.

Kennt ihr das, wenn jemand so unglaublich positiv über etwas spricht, dass man zurückschreckt und denkt, “naja, so gut kann das gar nicht sein.”

Deshalb will ich nicht überschwänglich sein, aber dennoch sagen: Das Wörterbuch der Liebenden ist ein tolles Buch!

Die Idee dahinter ist einfach: David Levithan hat ein Wörterbuch mit 195 Einträgen geschrieben. Ein Wörterbuch, welches die Beziehung zweier Personen beschreibt. Nicht chronologisch, sondern dem Alphabet nach. Continue reading

Hörbuch: Wahn von Stephen King, gelesen von David Nathan

Das Hörbuch bei Amazon

Das Hörbuch bei Amazon

Während ich Love gelesen hatte, habe ich gleichzeitig Wahn gehört. Das hat eigentlich ganz gut funktioniert, da beide Geschichten ganz unterschiedlich sind. Unterschiedlich bis auf diese Sache mit den deutschen Titeln. Während es bei Love noch einigermaßen funktioniert hat, kann ich bei Wahn überhaupt nicht verstehen, warum das Buch so heißt.

Worum es geht: Edgar Freemantle, millionenschwerer Bauunternehmer, wird von einem seiner Krans in seinem Auto zerquetscht. Dabei holt er sich neben einer kaputten Hüfte und einem amputierten Arm eine Hirnverletzung. Dabei wird seine Erinnerung und seine Sprachfähigkeit in Mitleidenschaft gezogen. Er kann sich an manche Sachen nicht erinnern, verwechselt Worte, wird jähzornig und versucht in einem Wutanfall seine Frau zu erwürgen. Continue reading

Empfehlung: Will Ferguson – Glück

Das Erstlingswerk des Kanadiers ist eine Freude für hungrige Augen. “Glück” ist eine Vision. Was passiert, wenn eines Lebenshilferatgeber tatsächlich funtkioniert. “Was der Berg mich lehrte” von Tupac Soiree scheint so eines zu sein. Ein Universalratgeber – und er funktioniert! Jeder, der es liest, raucht nicht mehr, trinkt nicht mehr, hat besseren Sex und ist Glücklich. Doch wenn alle glücklich sind, wer hält die Welt am Laufen? Eine Satire über alle Ratgeber und Lebenshilfebücher, spritzig geschrieben vom “witzigsten Autor Canadas” (National Post). Vom Erzählstil erinnert es an Douglas Adams. Ich jedenfalls freue mich auf das zweite Buch.

Empfehlung: Dean Koontz – Der Geblendete

Ich muss zugeben, das Buch habe ich mir eigentlich wegen dem Cover gekauft. Ich hatte davor schon ein Buch von Koontz gelesen, Intensy, und das hatte mir zwar gefallen, war aber nichts Besonderes. Ich fing aber diesen Schmöker an und war fasziniert. Hier laufen viele Geschichten zusammen. Die des 3jährigen, der sein Augenlicht verliert. Die des Mörders. Und noch ein paar andere. Und nach den 887 Seiten war ich fertig. Und bis heute bin ich der Überzeugung, dass dieses Buch einer der, wenn nicht das Beste ist, was ich je gelesen habe. Doch wie bei vielen Grenzsachen gibt es hier sehr extreme Meinungen. Also, ein naja gibt es hier nicht. Entweder, ist man begeistert, oder man mag es überhaupt nicht.