Buch: Süden und der Luftgitarrist von Friedrich Ani

Der erste Satz von Süden und der Luftgitarrist:

Tauwetter setzte ein, und in der Stille unserer Umarmung hörten wir den fliehenden Atem des Schnees.

Ich habe zuvor noch nie von Friedrich Ani gelesen oder gehört. Aber den Titel und den ersten Satz fand ich spannend, also nahm ich das Buch mit.

Ani hat eine ganze Reihe über den Münchner Polizisten Tabor Süden geschrieben. In diesem beginnt es mit einem verschwundenen Luftgitarristen. Das Buch las sich wie eine verschriftlichte Tatortfolge. Skurrile Polizisten mit all ihren Schwächen, ungewöhnliche Milieus und das ganze gewürzt mit einem Hauch Zynismus. Gut runterlesbar und schön geschrieben. Aber nichts mit nachhaltigem Effekt.

Süden und der Luftgitarrist von Friedrich Ani erschien bei Knaur.

Indie-Autor werden Teil 2: Das Lektorat.

Am 24. November 2012 veröffentliche ich als Indie-Autor ohne Verlag meinen ersten Roman „Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem Türrahmen.“ Diese Serie berichtet von der Reise vom Text in meinem Rechner bis zum fertigen Buch in euren Händen.

In genau zwei Monaten will ich das Buch veröffentlichen. Guter Zeitpunkt für den zweiten Teil der Serie.

Das Lektorat.

Ich weiß, es gibt Dienste und ganze Verlage, die genau das anbieten, ein professionelles Lektorat. Aber mit der Entscheidung, das Buch selbst zu veröffentlichen, habe ich für mich auch entschieden, alles selbst zu machen. Nein, das ist falsch. Aber eben alles mit Freunden machen und nicht auf Dienstleister zurückzugreifen. Das wirklich Schöne war, als ich mich also entschieden hatte und diese Entscheidung kund getan habe, bekam ich von allen Seiten Zuspruch. Und so stand plötzlich auch Christian Wöhrl auf dem Plan. Ich habe ihn damals über das Little Brother Hörbuch kennengelernt, er hatte die Übersetzung angefertigt, die ich dann gesprochen habe. Seitdem haben wir regen Kontakt. Und als ich ihn schreibe und von meinem Entschluss berichte, sagt er mir, er sei Redakteur und Layouter und wenn er dürfte, würde er gern nochmal über den sehen.

Links das Manuskript, rechts die kommentierte Fassung. Oft hatte ich auch gedruckte Fassungen vorliegen und jeder Leser hatte eine andere Farbe genutzt, um seine Anmerkungen zu notieren.

Dabei ist er nicht der erste, der den Text auf grammatikalische und sonstige Fehler liest. Viele Menschen haben das Manuskript in den verschiedenen Stadien gelesen, ab 2009 gab es ja ganz offiziell die Betaleser-Aktion. Was gibt es besseres, als Fremde, die gnadenlos kritisieren? Nach all diesen Verbesserungen ist Christian also der Letzte, der das Buch durchgesehen hat, bevor es nun veröffentlicht wird. Dafür ihm und allen anderen Menschen, die es gelesen und mir geholfen haben, Danke!
Und ich zitiere aus dem Danke-Teil des Buches:

Wenn dir, werter Leser, noch Fehler auffallen, schreibe mir. In der nächsten Version werden sie dann verbessert sein und du kannst dich zu jenen zählen, welcher dieser Dank gehört.

Bald geht es weiter mit dem nächsten Teil, dann geht es um das Cover und den Titel. Und nebenbei: Für alle Netzweraffinen gibt es eine Facebook Seite zu „Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem Türrahmen“. Dort gibt es neben diesen Berichten noch kleinere Updates und demnächst auch mehr Bilder zur Entstehung.

Aber keine Angst, alle wichtigen Sachen gibt es auch und immer zuerst hier zu sehen 😉

Das Leben ist ein Erdbeben. Indie-Autor werden Teil 1: Die Entscheidung.

Am 24. November 2012 veröffentliche ich als Indie-Autor ohne Verlag meinen ersten Roman „Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem Türrahmen.“ Diese Serie berichtet von der Reise vom Text in meinem Rechner bis zum fertigen Buch in euren Händen.

Der Auftakt.

Romanschreiben ist in Deutschland Volkssport

Marcel Reich-Ranicki

Ich muss oft an dieses Zitat denken, denn zumindest auf mich trifft es zu. Ich beschloss mit 16, einen Roman zu schreiben. Tat ich dann auch. Zumindest zum Teil. Mit 18 dann beendete ich zum ersten Mal einen Roman mit dem Arbeitstitel
Mokita”. Kurz zum Inhalt: Es geht um Pornos, Leben & Tod:

Will liebt das Schreiben und hasst Kinder. Will steht auf der Straße. Will braucht Geld. Seine schwester nimmt ihn auf, wenn er im Gegenzug auf ihre Kinder aufpasst. Sein bester Freund besorgt ihm einen Job als Pornogeschichtenschreiber. Zwischen dem Hüten der Kinder und dem Erfahrungen sammeln für seine Geschichten kommt da natürlich auch noch die Liebe ins Spiel und nichts passt zusammen.

Also, ich dachte damals, er sei beendet. Mittlerweile weiß ich, dass man das erstmal Rohfassung nennt. Das ist sechs Jahre her und der Roman heißt jetzt „Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem Türrahmen“. Ich behaupte jetzt, dass es bei künstlerischen Projekten niemals ein “fertig” gibt. Aber ich bin der Überzeugung, dass „Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem Türrahmen“ mittlerweile in einem veröffentlichungswürdigem Zustand ist. In den letzten sechs Jahren habe ich mich aber auch viel mit Verlagen und Manuskripteinreichungen und Verlegern beschäftigt. Die Lage ist die: In Deutschland gibt es mehr als 7000 Verlage.

Zumindest die größeren unter ihnen behaupten, mehrere tausend
unverlangte Manuskripte pro Jahr zu erhalten. Der größte Teil des
Programmes besteht aber aus Übersetzungen und etablierten deutschen Autoren.

Ehrlich gesagt, so richtig hab’ ich das mit den Verlagen gar nicht
probiert. Ich habe den Roman zwar per Mail an ein paar Verlage geschickt, aber das eher halbherzig. Ich will meinen ersten Roman nämlich selbst verlegen. Und der erste und wichtigste Grund dafür ist: Weil ich es kann!

Heutzutage gibt es alle Möglichkeiten, seine Werke selbst zu veröffentlichen. Und dabei Kontrolle über alles zu haben. In dieser Serie werde ich regelmäßig berichten, welche Stolpersteine es auf dem Weg vom fertigen Text in meinem Rechner zum fertigen Buch in euren Händen gibt.

Der Plan.

Das Wichtigste war, für mich zu entscheiden, den Roman selbst zu verlegen. Es
ist ein gutes Gefühl, die Entscheidung und die Verantwortung zu
übernehmen. Der Plan ist:
Es wird erstens eine kostenlose Creative Commons PDF Version geben.
Zweitens wird es eine erschwingliche Printausgabe geben. Über alles Andere denke ich gerade noch nach.

Warum verschenkst du das Buch online und wieso Creative Commons?

Meine ersten Erfahrungen mit Creative Commons (auf deutsch: kreatives Allgemeingut) habe ich 2009 bei meinem Little Brother Hörbuch gemacht. Der kanadische Autor Cory Doctorow veröffentlicht seine Bücher gleichzeitig als Printausgabe im regulären Verkauf und als kostenlose digitale Version online. Und er erlaubt, durch die Creative Commons, die kostenlose Version weiterzuverarbeiten. Dies ermöglichte zwei Jahre vor der deutschen kommerziellen Version eine digitale Übersetzung von Christian Wöhrl und auf Basis dieser mein Hörbuch. Ebenfalls kostenlos.
Fragt man Doctorow, ob er denn keine Angst vor Verlusten durch das kostenlose Veröffentlichen seiner Werke Verluste hat, antwortet er, ganz im Gegenteil. Er ist noch viel zu unbekannt, als das Leute seine Bücher raubkopieren würden. Und wenn jemand das wollte, dann würde er sich auch nicht durch Gesetze davon abhalten lassen. Dann kann er auch gleich die Bücher selbst kostenlos online stellen. Das wirklich Interessante daran ist: Doctorows Bücher sind dennoch in den Bestsellerlisten zu finden. Denn genug Leute kaufen trotz der kostenlosen Möglichkeit seine Bücher. Im Grunde sind diese nur gutes Marketing für ihn, wenn die Leute seine Bücher dann weiter verteilen und ihn dadurch bekannter machen.
Ich mag die Idee, Kunst auf diese Art weitergeben zu können und jedem die Möglichkeit zu lassen, sie zu remixen, sie weiterzuverarbeiten. In der Musik sind Samples, Cover und Neuinterpretationen schon lange zu finden. Diese Möglichkeit würde ich gerne auch für Literatur haben. Deshalb will ich meinen ersten Roman auch unter Creative Commons stellen und kostenlos verfügbar machen. Aber gleichzeitig für jeden, der will, auch noch eine gut gemachte Printausgabe bereit stellen.

Warum suchst du dir keinen Verlag?

Diese Frage beantwortet sich im Grunde durch den Wunsch nach Creative Commons. Ich glaube, derzeit würde ich keinen Verlag finden, der eine kostenlose Digitale Version als Marketingmöglichkeit und Kulturunterstützung sieht. Noch haben die Verlage Angst davor, durch so eine Version weniger gedruckte Bücher zu verkaufen. ABER: Ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen! Vielleicht findet sich ja ein Verlag, der gemeinsam mit mir auf die Reise geht.

Los geht’s:

Ich dachte, mit dem Schreiben des Romans hätte ich den größten Teil der Arbeit hinter mir. Falsch gedacht. Im nächsten Teil geht es um das Lektorat.

Buch: Ready Player One von Ernest Cline

Da gab’s diesen Wettbewerb zum Start dieses Buches. Und irgendwann stand dann plötzlich diese PacMan-Tasse auf meinem Tisch. Und dann musste ich mir auch das Buch besorgen. Getan.

Gelesen. Begeistert sein! Ready Player One von Ernest Cline ist ein toller Roman.

Es ist 2044. Die Welt ist… ziemlich schlecht dran. Viele Menschen leben in sogenannten Stacks, in Ansammlungen gestapelter Wohnwagen. Wade ist ein Jugendlicher und lebt bei seiner Tante im 20. Wohnwagen so eines Stapels. Leben meint in diesem Zusammenhang, körperlich existieren, denn wie viele andere verbringt Wade sein Leben in der OASIS, sowas wie einer perfektionerten Version von Second Life. Samt Brille und Handschuhe verbringen die Menschen dort das Leben, welches sie in Wirklichkeit nicht haben. Sie gehen dort zur Schule, verlieben sich, können zaubern und so weiter. Sofern man das Geld dazu hat.

Die Geschichte des Romans ist eine Schnitzeljagd. Der Schöpfer von OASIS ist gestorben und hinterlässt all sein Vermögen der Person, welche die Schnitzeljagd als Erster schafft. Und dazu muss man sich ziemlich gut in den 80ern auskennen, denn der Schöpfer von OASIS war fanatischer Fan der 80er.

Das Buch ist voll, berstend voll mit Anspielungen an die 80er und die Jahrzehnte danach. Voller Beschreibungen der alten und ersten Arcadespiele, voller Zitate aus Filmen, Büchern und Musik der letzten vier Jahrzehnte. ich glaube, man muss spätestens in den 80ern geboren sein, um die vielen kleinen Hinweise zu sehen und zu verstehen. Besser noch ein bisschen früher. Dann ist das Buch der Oberhammer. Denn Ernest Cline schafft es mit seiner Begeisterung selbst  jemanden wie mich, der die 80er in modischer, automobiltechnischer, musikalischer und cineastischer Hinsicht eher als Rückschritt sieht, vollkommen einzunehmen und zu begeistern.

Ernest Cline übrigens war der Drehbuchautor des Films Fanboys. Cooler Film. Ansehbar. Und Ernest Cline ist auch so ein ziemlicher Freak. Fährt einen DeLorean! Echt jetzt! Und jetzt kommt einer der Hämmer um das Buch herum, das es einfach nochmal besser macht: In den Staaten ist kürzlich die Taschenbuchversion des Romanes veröffentlich worden (mit einem extrem schönen Cover). Und zusätzlich zu dieses Ausgabe hat Cline verkündet, dass in seinem Roman um diese Schnitzeljagd auch eine Schnitzeljagd versteckt ist! Sehr ähnlich zu seinem Buch. Und zu gewinnen gibt es nicht sein Vermögen, aber einen DeLorean. Leider ist die Teilnahme nur mit dem englischen Buch und als Bewohner der Staaten möglich. Schade, schade, schade. Dennoch, extrem gute Aktion.

Ich habe dieses Buch in wenigen Tagen verschlungen. Und mich sehr gefreut, am Ende zu lesen, dass der Film schon in Planung ist. Ich dachte nur während des Lesens, das ist das Schöne am Schreiben. Ich erwähne einen Song und die ihn kennen, hören ihn, in ihrem Kopf! Bei einer Verfilmung werden für all die Anspielungen extrem viel Lizenzgebühren fliessen…

Ready Player One von Ernest Cline erschien bei Penhaligon und wurde übersetzt von Hannes Riffel und Sara Riffel

Buch: Fische füttern von Fabio Genovesi

Das Coverdesign und der Name haben mich nach Fische füttern greifen lassen. Hat sich gelohnt. Da sind diese drei Menschen, zwischen 15 und 30 Jahre alt. Der eine ist der junge Radchampion, den keiner leiden kann, Mirko. Der Zweite ist der erfolglose Sänger mit nur einer Hand, Fiorenzo. Und die letzte ist nach ihrem Auslandsstudium nach Hause zurückgekehrt und bereut es mehr, als alles andere, Tiziana. Diese drei Treffen in diesem Dorf in der Toskana aufeinander und verstricken sich.

Fabio Genovese (Ich habe nichts Gegenteiliges gefunden, das hier müsste sein Debütroman sein.) lässt diese Geschichte kapitelweise wechselnd von einem dieser Drei erzählen, nicht nur mit ihrer jeweiligen Sichtweise auf die Dinge und Gefühlen zu den Dingen (und Personen), sondern auch in der jeweiligen Sprache. Deshalb erinnert das Buch stellenweise von der Spreche und dem Erlebten an Tschick, dann wieder an Bücher, die eher von Birbæk geschrieben sein könnten.

Dazu kommt eben diese Geschichte italienischer Art, witzig, nachdenklich und heftig. Ich habe mich extrem schnell durch dieses Buch gelesen und bin gespannt auf das Nächste. Dabei habe ich mit den augenscheinlichen „Themen“ nicht wirklich was am Hut: Radsport, Angeln, Jugendbüro. Braucht man aber auch nicht. Weil diese ganzen kleinen roten Fäden auf der Beziehungsebene dafür umso bekannter sind.

Da aber Fabio Genovese selbst Trainer für Radsport und begeisteter Angler ist, weiß ich nicht, ob da jetzt ein komplett anderes Buch folgen kann. Das werden wir sehen und uns solange mit Fische füttern unterhalten.

Fische füttern von Fabio Genovese ist übersetzt von Rita Seuß und Walter Kögler und erschien bei Lübbe.

Buch: Das Labyrinth der Träumenden Bücher von Walter Moers

Oh Wie ich mich gefreut habe! Erst, als ich hörte, dass es einen neuen Roman aus Zamonien gibt. Und dann nochmal, als ich ihn in den Händen hielt. Walter Moers schreibr tolle Geschichten. Und tolle Romane. Ich bin also ein kleines Kind, als ich Das Labyrinth der Träumenden Bücher in den Händen halte, den zweiten Band aus der Stadt der träumenden Bücher. Ich schlage es auf und lese und bin fasziniert und unterhalten, aber ich denke seitenlang, wann geht es denn endlich los? Und das denke ich bis zur letzten Seite. Um es aufzulösen:

Es wird einen Folgeband geben. Und dieses Buch hört mitten in der Geschichte auf. Oder besser noch: Vor der Geschichte.

Versteht mich nicht falsch, Das Labyrinth der Träumenden Bücher ist ein tolles Buch, schönen Bildern und unglaublichen Ideen. Aber es hat den Namen nicht verdient. Denn das Buch endet mit dem Eintritt in das Labyrinth. Ich meine, sowas kann man machen. Es gibt ja viele gute Geschichten, die in mehrere Bücher aufgeteilt sind. Aber dann kommuniziert man das! Dann schreibt man auf das Buch „Teil 1“. Aber man verschweigt das nicht. Das enttäuscht viele treue Leser und trübt die Lesefreude. Deshalb nochmal für zukünftige Leser: Das Labyrinth der Träumenden Bücher ist der erste Teil! Es folgt noch ein Roman.

Es ist eine wunderhübsche Geschichte. Gibt einem eine gute Zeit. Wenn man aber – wie ich – mitten im Lesefluss an der spannendsten Stelle unterbrochen wird, dann hinterlässt das einen extrem bitteren Nachgeschmack. Muss echt nicht sein.

Bei so einer Sache würde ich echt gern wissen, ob ein Verlag sowas verbricht, oder der Autor.

Das Labyrinth der Träumenden Bücher von Walter Moers erschien bei Knaur

Buch: Stadt der Diebe von David Benioff in der Heyne Pocket Edition

Ich war in Karlsruhe in einer Buchhandlung unterwegs. Immer gefährlich, weil das immer teuer werden kann. Eine Freundin hat plötzlich eines dieser kleiner Bücher. Von Heyne. Heyne Pocket steht in der linken unteren Ecke. Ich bin erstmal mehr von dem Format als von Inhalt begeistert.

Vielleicht halb so groß wie ein normales Taschenbuch und man blättert nach oben! Das offizielle Video von Heyne gibt euch da einen Überblick drüber.

Ich muss ehrlich sagen, das Video ist nicht so gut gemacht, aber man sieht, was ich meine. Ich habe das also in Buchhandlung gesehen, mich darüber online informiert und dann mir eines der Bücher besorgt: Stadt der Diebe von David Benioff.

Im belagerten und ausgehungerten Leningrad im Jahr 1942 sollen zwei junge Menschen, Kolja und Lew, hingerichtet werden. Der eine, weil er geplündert hat, der andere, weil er desertiert ist. Aber statt zum Schafott  werden sie zum Chef des Geheimdienstes gebracht, der ihnen einen Deal vorschlägt: Wenn sie innerhalb der nächsten Tage für die Hochzeit seiner Tochter ein Duzend Eier finden, dürfen sie leben. Ansonsten werden sie hingerichtet.

Ein unglaublich geiles Buch! Es ist spannend, lustig, ängstigend und auch unglaublich. Aber dadurch eben extrem schön. Eine sehr sehr tolle Story. Mehr will ich gar nicht sagen.

Zurück zum Pocket Format. Ich hatte vor ein paar Monaten mal Populärmusik aus Vittula als besonderes Taschenbuch vorgestellt. Heyne versucht auch, Taschenbücher tatsächlich Taschenbuchmäßig zu machen, geht aber einen anderen Ansatz. Wie gesagt, das Buch ist halb so hoch, aber kaum dicker als das normale Taschenbuch. Die Schriftgröße ist die Gleiche. Das wird vor allem bewerkstelligt, dass das Papier viel dünner geworden ist. Kennt ihr englische Bücher? Diese haben oft so ein dünnes Papier. Das fühlt sich minderwertiger an und man sieht oft den Text auf der anderen Seite durchscheinen. Aber das schlimmste ist das umblättern! Es ist für die Finger eh schon ganz komisch, das Buch von unten nach oben zu blättern, statt zu der Seite. Und dann noch dieses dünne Papier! Darüber habe ich oft geflucht.

Die Motiviation von Heyne ist toll, aber an der Umsetzung hapert es meiner Meinung nach sehr. Dann doch lieber ein normales Taschenbuch.

Stadt der Diebe von David Benioff ist erschienen bei Heyne in der normalen Version und in der Heyne Pocket Version. ( Die normale Version ist 5 Cent billiger, gibt sich also nichts.) Übersetzerin ist Ursula-Maria Mössner.

Buch: Das Wörterbuch der Liebenden von David Levithan

Die Hardcoverversion
Die Hardcoverversion vom Wörterbuch der Liebenden.

Kennt ihr das, wenn jemand so unglaublich positiv über etwas spricht, dass man zurückschreckt und denkt, „naja, so gut kann das gar nicht sein.“

Deshalb will ich nicht überschwänglich sein, aber dennoch sagen: Das Wörterbuch der Liebenden ist ein tolles Buch!

Die Idee dahinter ist einfach: David Levithan hat ein Wörterbuch mit 195 Einträgen geschrieben. Ein Wörterbuch, welches die Beziehung zweier Personen beschreibt. Nicht chronologisch, sondern dem Alphabet nach. Buch: Das Wörterbuch der Liebenden von David Levithan weiterlesen

Siebenfacher Pratchett-gamsus

Heiße Hüpfer, Alles Sense, Hohle Köpfe, Einfach göttlich, Schweinsgalopp, Macbest, Die Farben der Magie & Der Zauberhut
Heiße Hüpfer, Alles Sense, Hohle Köpfe, Einfach göttlich, Schweinsgalopp, Macbest, Die Farben der Magie & Der Zauberhut

Durch… sagen wir mal glückliche Umstände habe ich heute gleich sieben Bände von Terry Pratchetts Scheibenwelt-Romanen erlangt. Schönes Ding! Viel neuer Lesestoff!

Hörbuch: Wahn von Stephen King, gelesen von David Nathan

Das Hörbuch bei Amazon
Das Hörbuch bei Amazon

Während ich Love gelesen hatte, habe ich gleichzeitig Wahn gehört. Das hat eigentlich ganz gut funktioniert, da beide Geschichten ganz unterschiedlich sind. Unterschiedlich bis auf diese Sache mit den deutschen Titeln. Während es bei Love noch einigermaßen funktioniert hat, kann ich bei Wahn überhaupt nicht verstehen, warum das Buch so heißt.

Worum es geht: Edgar Freemantle, millionenschwerer Bauunternehmer, wird von einem seiner Krans in seinem Auto zerquetscht. Dabei holt er sich neben einer kaputten Hüfte und einem amputierten Arm eine Hirnverletzung. Dabei wird seine Erinnerung und seine Sprachfähigkeit in Mitleidenschaft gezogen. Er kann sich an manche Sachen nicht erinnern, verwechselt Worte, wird jähzornig und versucht in einem Wutanfall seine Frau zu erwürgen. Hörbuch: Wahn von Stephen King, gelesen von David Nathan weiterlesen

Empfehlung: Will Ferguson – Glück

Das Erstlingswerk des Kanadiers ist eine Freude für hungrige Augen. „Glück“ ist eine Vision. Was passiert, wenn eines Lebenshilferatgeber tatsächlich funtkioniert. „Was der Berg mich lehrte“ von Tupac Soiree scheint so eines zu sein. Ein Universalratgeber – und er funktioniert! Jeder, der es liest, raucht nicht mehr, trinkt nicht mehr, hat besseren Sex und ist Glücklich. Doch wenn alle glücklich sind, wer hält die Welt am Laufen? Eine Satire über alle Ratgeber und Lebenshilfebücher, spritzig geschrieben vom „witzigsten Autor Canadas“ (National Post). Vom Erzählstil erinnert es an Douglas Adams. Ich jedenfalls freue mich auf das zweite Buch.

Empfehlung: Dean Koontz – Der Geblendete

Ich muss zugeben, das Buch habe ich mir eigentlich wegen dem Cover gekauft. Ich hatte davor schon ein Buch von Koontz gelesen, Intensy, und das hatte mir zwar gefallen, war aber nichts Besonderes. Ich fing aber diesen Schmöker an und war fasziniert. Hier laufen viele Geschichten zusammen. Die des 3jährigen, der sein Augenlicht verliert. Die des Mörders. Und noch ein paar andere. Und nach den 887 Seiten war ich fertig. Und bis heute bin ich der Überzeugung, dass dieses Buch einer der, wenn nicht das Beste ist, was ich je gelesen habe. Doch wie bei vielen Grenzsachen gibt es hier sehr extreme Meinungen. Also, ein naja gibt es hier nicht. Entweder, ist man begeistert, oder man mag es überhaupt nicht.