Ohne weitere Worte zu verlieren, denn in Zeiten wie diesen sind sie wertvoll. Ich sage nur, heute ist ein guter Tag, um ein neues Buch anzufangen. Oder die vielen rumliegenden mal wieder weiterzulesen. Ihr habt grad kein Buch zur Hand? Schaut euch die Empfehlungen durch. Oder: Jetzt Betaleser von Mokita werden.
Tag Archives: Schreiben
faby im um[laut] – Magazin
In der April-Ausgabe von um[laut] ist mein Text “Manchmal waren wir nahe dran” neben vielen anderen schönen Texten und Bildern abgedruckt. Wenn ihr also irgendwo das junge Magazin aus Köln seht, dann tut euch den Gefallen und unterstützt das Magazin, es lohnt sich!
Text: So hätte die Geschichte sein können.
Es war kalt an dem Morgen, an dem die Geschichte angefangen hätte.Den Kopf zwischen den Schultern und die Hände tief in den Hosentaschen ging ich durch bewohnte Straßen neben dem noch eingeklappten Bordstein. Und dann stand da dieser Postbus. Ein gelber Kastenwagen. Laufender Motor. Tür offen. Niemand zu sehen. Ohne lang zu überlegen stieg ich ein. So hätte die Geschichte angefangen. Und es wäre eine tolle Geschichte geworden. Eine Geschichte die man gerne ein zweites Mal hört. Eine Geschichte, die zur Legende wird.
Ich hätte die Tür zugezogen und wäre losgefahren. Im Spiegel hätte ich den DHL Mann hinterher rennen sehen. Und dieser Klau wäre nur der Auftakt zu einer langen, nervenaufreibenden, spannenden und hörenswerten Reise gewesen. Ich hätte mich eingereiht zu den Großen. Zu Bonny und Clyde. Und Thelma und Louise. Und Mickey und Mallory und den Gecko Brüdern und den McManus Brüdern. Ich wäre ein Clyde mit vielen Bonnies geworden. Ein Don Juan der Straße.Und der Bus wäre mein Zeichen gewesen. Ich hätte Rückenwind gehabt und die Sonne hätte mir ins Gesicht geschienen. Die Medien würden mich pushen, die Meute würde mich lieben und das Gesetz würde mich jagen. Ich würde ein Leben in aller Freiheit führen, ein Vorbild für eine ganze Generation, wie Cobain, Tyler Durden und Lennon. Vielleicht würde ich am Ende sterben. Dann würden sie den Bus bei ebay verkaufen und das Geld den Reichen geben, denen ich geschadet hatte. So eine Geschichte hätte es werden können.
Doch der DHL Mann öffnete die Tür und liess mich aussteigen. Dann fuhr er davon. Und alles, was von meiner Geschichte übrig blieb, waren Reifenspuren auf dem nassen Asphalt.
Text: Zweijähriges
“… Walter Bedford, Peter Robbins, Sara Leone, Mark Linden…” Über 2300 Namen, vorgelesen am Ground Zero. Er stand in der Menge und hörte die Namen, derer, die vor zwei Jahren gestorben waren. Continue reading
Text: Am Ende des Tages
Wer hätte das gedacht, am Ende des Tages wird es dunkel – dachte er. Die Dunkelheit behagte ihm nicht. Mit dem Licht verschwand auch die Vertrautheit. Er sehnte sich nach der Helligkeit. Continue reading
Textgedanken: Das U-Bahn Seminar
Eigentlich war “Das U-Bahn Seminar” ein Wettberwerbstext für “7 Minuten Leidenschaft“. Continue reading
Text: Das U-Bahn Seminar
Es ist ein düsterer Dienstag. Und das nicht nur, weil es früh am Morgen ist. Die Wolken werden an diesem Tag, wie schon seit Tagen, nicht aufreißen. Continue reading
faby bei Jokers.
Der Text “eine frage für franzini” wurde bei jokers.de in die Jokers Gedichte-Datenbank aufgenommen. Ich zitiere mal aus der Bestätigungsmail:
“Auf diesen Erfolg dürfen Sie mit Recht stolz sein! Denn die Jokers Gedichte-Datenbank zählt nicht umsonst zu den besten und am häufigsten besuchten Lyrik-Sammlungen im deutschsprachigen Netz: Unsere strenge Jury wählt nur die schönsten Texte dafür aus!”
Text: Das Glück im Wasserglas
Es musste mitten in der Nacht gewesen sein, als er die Decke zurückwarf, aufstand und seinen Morgenmantel überwarf. Continue reading
Scheunenfund: Korrekturabzug

Beim Aufräumen bin ich gerade über den Korrekturabzug des ersten Gedichtes gestoßen, welches von mir veröffentlicht wurde. “Nehmen”
Veröffentlicht im Januar 2007 im Band IX der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte.
Da kommen Erinnerungen hoch.
Ci-Jou Anthologie “Erfüllte Träume” ist da.
Text: Die Text-Bar 2
Früher war ich ein Genießer. Ich nahm mir die Zeit, einen oder zwei Hemmingways zu bestellen. Continue reading
Text: Handwelten
Wenn ich die Hand über die Augen lege, sehe ich sie. Continue reading
Text: Die Text-Bar
Ich kam in die Bar an dem Tag, an dem sie Schluss gemacht hatte. Es war der Tag nach dem Tag, an dem ich meinen Job verloren hatte. Continue reading
Text: Wer? – Tommy!
Mein Name ist Kasimir und ich muss ihnen sagen, ich bin stumm. Continue reading