Serie: Sneaky Pete

Ich habe mir die erste Folge von Sneaky Pete nur angesehen, weil ich Giovanni Ribisi mag. Ich mochte ihn als Bruder von Nicholas Cage in „Nur noch 60 Sekunden“ und seitdem ich gucke ich ihn mir gerne an, so auch hier:

Ribisi spielt Marius, einen Trickbetrüger, der aus dem Gefängnis kommt und innerhalb einer Woche 100.000 Dollar zusammenbekommen muss, um seinen Bruder freikaufen zu können. Dafür gibt er sich als Pete, seinen Zellengenossen aus und schleicht sich in die Familie ein, um von ihnen das Geld zu bekommen. Stattdessen wird er in die Probleme dieser Familie gezogen.

Sneaky Pete hinterlässt nach der ersten Folge ein gutes Gefühl, das könnte eine nette Trickbetrügerkomödie werden, ich musste oft an Hustle denken. Stattdessen wird die Serie zeitweise ziemlich düster und ernster, als ich gedacht hätte. Dabei verliert sie trotzdem nicht ihren Charme, sondern balanciert zwischen Komödie und Thriller, hat geile Schauspieler, unter anderem Bryan Cranston, der sich spätestens seit Breaking Bad sehr wohl fühlt in der Rolle des Bösen.

Das wird bestimmt nicht meine Lieblingsserie und sie ist nicht überragend, aber sie ist mehr als solide. Sie ist gut, ich habe sie gern angesehen und ich bin sehr gespannt auf die zweite Staffel, weil dieser letzte Cliffhanger wirklich gut ist.

Eine Sache, die mir nicht nur bei dieser Serie in letzter Zeit aufgefallen ist: Die Freiheit, sich nicht sklavisch an eine bestimmte Laufzeit für jede Folge halten zu müssen – sie ist ja nicht für einen bestimmten Slot im Fernsehen gedacht – tut den aktuellen Serien gut. Sie können atmen, wo sie atmen müssen und sie können kürzer sein, wo sie früher unnötig lang gewesen wären. Deswegen schwankt auch bei Sneaky Pete die Laufzeit der Folgen zwischen 45 und 55 Minuten.

Sneaky Pete ist für Amazon Prime Kunden kostenlos und allen anderen leider erstmal vorenthalten. Ich verstehe nicht, wieso Amazon die Eigenproduktionen nicht auch für alle anderen zumindest käuflich verfügbar macht. Seit 17. Januar gibts die erste Staffel auf Englisch, die deutsche Synchronisation folgt am 17. Februar.

Serie: My name is Earl

Eine Serie, die meiner Meinung nach viel zu wenig Beachtung bekommt, ist My Name is Earl.

Jason Lee spielt Earl, einen… naja, nicht wirklich Penner, aber irgendwas kurz davor. Ein Mensch, der sein Leben nicht auf die Reihe bekommt und sich mit kleinen Delikten über Alkohol hält. Bis er eines Tages 100.000 Dollar per Rubbellos gewinnt, von einem Auto angefahren wird und dann sein Rubbellos davonflattern sieht. Im Krankenhaus im Delirium hört einen Vortrag über Karma.

Karma ist ’ne lustige Sache

Tu Gutes und dir wird Gutes widerfahren. Also beginnt er, all seine großen und kleinen Sünden abzuarbeiten.

Jede Folge ist ein Punkt auf seiner Sündenliste. Insgesamt gibt’s 96 Folgen in vier Staffeln. Eigentlich als Sitcom gedreht, also pro Folge knapp 21 Minuten. Aber: Ohne Konservenlache im Hintergrund. Eine extrem witzige Serie mit vielen coolen Gastauftritten und geilen Running Gags. Derzeit ziemlich günstig bei Media Markt zu bekommen.

Serie: Dead like me

Geile Serie, Scheiß Material.
Geile Serie, Scheiß Material.

Seit Wochen hab‘ ich hier die Staffel 1 und Staffel 2 von Dead like me liegen. Jetzt schaff ichs endlich, sie mal wieder zu sehen.

George ist die Hauptdarstellerin, sie stirbt in der Pilotfolge und wird dann zur Seelensammlerin. Seelensammler befreien die Seelen aus den Körpern der Menschen, kurz bevor sie sterben. Zusammen mit ihren Kollegen kämpft sie sich auf humoristische Weise durch das Leben nach dem Tod.

Bryan Fuller ist der Schöpfer der Serie, er hat auch Pushing Daisies erdacht. Eine schöne Serie, die einen tollen Humor hat. Und vielleicht genau deshalb von der breiten Masse nicht angenommen wurde und schon nach zwei Staffeln abgesetzt wurde. Es gibt zwar noch einen Film, der ist aber überhaupt nicht mehr gut.

Film: Alpha 0.7 – Der Feind in dir.

Logo der Produktion
Logo der Produktion

„Alpha 0.7 – Der Feind in dir“ ist im Kern eine sechsteilige TV-Serie um Johanna Berger, deren Leben nach dem Umzug nach Stuttgart und mit Beginn ihres neuen Jobs aus den Fugen gerät. Doch „Alpha 0.7“ ist mehr. Im Internet wird über Blogs, Webseiten und Filme die Welt von 2017 lebendig, die Figuren greifbarer. Das Internet wird zur eigenen Erzählung, mit den Figuren, die man in der TV-Serie erlebt und deren Geschichten auch im Radio im Hörspiel und in unterschiedlichen Formen präsent sind. Und auch im Leben kann einem „Alpha 0.7“ begegnen: Die Band von apollon aus dem Jahr 2017, crash:conspiracy, tritt bereits heute als Act der Zukunft auf, und ihre Musik ist heute schon präsent…

Die Welt von „Alpha 0.7 – Der Feind in dir“ ist Fiktion. Doch nicht reine Ausgeburt von Autoren. Die technischen Entwicklungen, die im Erzählkosmos eine Rolle spielen, sind eine Zuspitzung der Erkenntnisse und Möglichkeiten, die schon heute von der Forschung und Industrie realisiert werden. „Alpha 0.7“ ist Fiktion. Doch es ist nicht sicher, dass die beschriebene Welt eine reine Fiktion bleiben wird…

Alpha 0.7 ist eine Produktion des SWR, in jedem positiven und negativem Sinne. Das Thema ist für eine öffentlich-rechtliche Produktion relativ mutig und deshalb schon bemerkenswert. Das Thema ist ja ein ähnliches, wie Little Brother es ist, spannend, es mal aus einer bisschen anderen Sicht zu sehen. Die Umsetzung ist in Ordnung, zumindest die 125 Minuten Langfassung der Serie kann man sich gut zu Gemüte ziehen.

Hörspiel: Gabriel Burns

Logo von Gabriel Burns
Logo von Gabriel Burns

In letzter Zeit bin ich ja verstärkt mit dem Little Brother Hörspielprojekt beschäftigt. (Dafür suchen wir auch noch Sprecher!) Innerhalb der Hörspielwelt bin dabei vor kurzem über Gabriel Burns gestoßen und total überrascht, dass ich zuvor noch nie davon gehört habe.

Gabriel Burns ist eine Hörspielserie für Erwachsene. Seit 2003 wird die Serie produziert und jede Folge beginnt mit folgendem Intro:

Steven Burns lebt in Vancouver, Canada und ist eigentlich Taxifahrer, der eigentlich Schriftsteller ist. Aber im Endeffekt arbeitet er mit dem mysteriösen Mr. Bakerfield an mysteriösen Fällen.

Fringe für’s Ohr

Was mit abgeschlossenen Folgen beginnt, spinnt sich ziemlich schnell zu einer übergeordneten Rahmenhandlung zusammen. Neben einer großartigen Story und einer guten Produktion kommt dazu das Who is Who der deutschen Sprecherliga. In jeder Folge denkt man öfter mal „Hej, das ist doch…“. Dazu kommen viele bekannte Gaststimmen wie Bela B., Smudo oder Jimmy Pop der Bloodhoundgang.

Hörproben gibt’s auf der Seite. Viel Spaß beim Hören – faby

Firefly: In 14 Schritten zum Seriengenuss.

Ich liebe die Serie Firefly, hab ich aber auch schon mal erwähnt. Ich liebe auch DVDs, ist glaube ich auch schon bekannt. Aber manchmal verstehe ich, warum es so viel leichter ist, Filme und Serien aus dem Netz zu ziehen, als sie auf DVD zu kaufen.

Die Schritte, um in den Genuss mehrere Episoden der Serie Firefly zu kommen:

  1. DVD-Hülle öffnen
  2. DVD rausholen
  3. DVD einlegen
  4. Programm starten
  5. Ersten Raubkopierer Spot ertragen
  6. 10 Sekunden Antiraubkopiertext ertragen.
  7. DVD-Intro ertragen.
  8. Auf der DVD-Hülle herausfinden, welche Episode die nächste ist, denn die Episoden sind im Menü nicht nummeriert.
  9. Episode auswählen.
  10. Episodenintro ertragen
  11. „Espisode anspielen“ auswählen.
  12. Episode geniessen.
  13. Nach der Episode den Punkt „Zurück zum Hauptmenü“ auswählen.
  14. Bitte ab Punkt 8 wiederholen.

Eigentlich alles andere als Shiny… Aber die Serie ist es wert 😉

Serie: Firefly

Shot aus Tweetdeck. Von unten nach oben lesen.

Diese kleine Konversation links zwischen den beiden Raumfahrern Simon Pegg und Nathan Fillion. Angespielt wird hier einerseits auf den neuesten Star Trek und andererseits auf die Serie Firefly – Der Aufbruch der Serenity, beziehungsweise den dazugehörigen Film Serenity – Flucht in neue Welten. Und da die Serie genial aber viel zu unbekannt ist, hier mal eine Empfehlung.

Star Wars meets Wild West

Wir befinden uns in der Zukunft. Viele Planeten sind bewohnt, gesprochen wir einheitlich englisch mit Einschlägen aus dem chinesischem, getragen wird alles quer durch, vom Kimono bis zum Cowboyhut. Es geht um das Schiff Serenity und seine Besatzung auf ihrem täglichen Kampf ums Überleben. Aufgrund der Studiobosse und der anscheinend schlechten Quoten wurde die Serie nach nur einer Staffel abgesetzt, die DVD Verkaufszahlen waren dann so großartig, dass noch ein Kinofilm nachgeschoben wurde. Leider hat beides nie die verdiente Aufmerksamkeit bekommen, wobei die Serie tatsächlich noch besser ist als der Film. Wenn ihr mal irgendwie die Möglichkeit habt, nehmt euch die 625 Minuten Zeit und schaut euch die Serie an!