Straßenpoesie: Obligatorisch / Interaktion / Tyrannei / temporär / terrestrisch / Asphalt

Der Tracktorstrahl warf einen blauen Kreis auf den Asphalt. Die obligatorischen Soundeffekte wurden eingespielt. Und der Mann wurde samt Hund in das Ufo transportiert. Die Hundeleine und die Klamotten blieben auf der Straße zurück.

“Hallo, terrestrischer Bewohner.” dröhnte es aus dem Lautsprecher in die weiße Kammer, in welcher der Hund und der nackte Mann kauerten. “Wir werden dich mitnehmen. An dir werden wir testen, wie gut die Menschheit mit der Tyrannei zurechtkommt. Die Anzahl der Erdenmenschen entspricht genau der Anzahl der Sklaven, die wir brauchen. Mach dich bereit für die ersten Untersuchungen.” Die Tür zischte und der Mann sprang auf und schlug schreiend Button “Notausstieg, bitte nicht drücken.” Die Luke öffnete sich, der Mann landete unsanft im Gras und rannte davon.

Der Alien schüttelte den Kopf. Ab und an waren solche Interaktionen notwendig. Die Menschen waren sowieso nur temporäre Bewohner des Planetens, aber je mehr Angst sie hatten, desto schneller würden sie sich selbst vernichten. Er schaltete die Soundanlage ab und verschwand in den Wolken. In sieben Erdenjahren würde er wiederkommen.

Erste Sätze von Geschichten

Der erste Satz von Bruce Lee
Der erste Satz von "Bruce Lee"

Eigentlich wollte ich nur einen Post über die ersten Sätze von meinen Texten schreiben. Einzelne Sätze, oft sogar die ersten Sätze, sind die Anfänge von vielen Texten.

Manchmal fallen einem einfach coole Sätze ein, die einem dann tagelang, manchmal gar wochenlang im Kopf rumspuken. Und dann entstehen irgendwann Geschichten daraus.

Ein paar dieser ersten Sätze, aus denen dann die Geschichten entstanden sind, sind folgende:

Es war der Spaziergang auf der Autobahn, der mir meine erste Nacht im Gefängnis einbrachte.

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Heute Abend: Poetry Slam im Kupferdächle in Pforzheim.

Vorbereitung für heute abend.
Vorbereitung für heute abend.

Bisschen kurzfristig, dennoch spannend und einladungswürdig. Heute abend ist wieder Poetry Slam im Kupferdächle in Pforzheim. 20 Uhr geht’s los. Eintritt ist wieder frei. Schaut euch nebenbei mal die neue Seite des Kupferdächle an.

Ich freue mich auf heute Abend – faby

Poetry Slam am 26.02.10 in Pforzheim – mein Bericht

v.l.n.r.: Maurice, Carsten, faby, Johannes, Böni

Was für ein faszinierendes Wochenende! Es ist Donnerstag Abend, wir befinden uns im Kupferdächle, Pforzheim. Der erste Poetry Slam des Jahres 2010 in Pforzheim und dann gleich ein besonderer. Denn es ging dieses Mal nicht nur um den ruhmreichen 1. Platz, sondern auch im die Teilnahme bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften! Poetry Slam am 26.02.10 in Pforzheim – mein Bericht weiterlesen

Text: Der Tag des Eichhörnchens

Der Klang der Melodie berührte die Seele des Eichhörnchens jedes Mal, wenn Maurice auf seiner Klarinette spielte. Unzählige Stunden seines Lebens, welches niemals die Ziellinie zu erreichen schien, verbrachte der Mönch in der Natur und jedes Mal war er aufs neue fasziniert, wie wunderschön sie war. Gefühle erfüllten ihn. Gefühle, die niemals durch Worte ausgedrückt werden können. Gefühle, die ihren Weg aus seiner Seele nur durch den Klang seiner Klarinette finden können. Text: Der Tag des Eichhörnchens weiterlesen

Drabble: Wer? – Tommy!

Die Drabble-Version von Wer? – Tommy!

Mein Name ist Kasimir Dax. Meine Damen und Herren, es tut mir leid, ihnen dass sagen zu müssen, aber ich bin stumm. Ich rede die ganze Zeit, forme mit meinen Lippen Worte und Sätze aus Buchstaben. Ich rede all die Zeit, aber ich sage nichts. Und sie hören mir interessiert zu, die ganze Zeit. Sie nehmen die Worte auf, lassen sie auf der Zunge zergehen, spielen in ihrem Kopf mit dem Sinn, lassen ihre Gedanken kürzere und längere Spaziergänge verbringen. Sie hören zu, all die Zeit, aber sie verstehen nichts. Denn mit Verlaub, meine Damen und Herren, sie sind taub.

Text: 360° & Ich

Im stetigen Fluss der Zeit haben 360° und ich eine ziemlich tiefe Freundschaft geschlossen. Dabei war unser erstes Aufeinandertreffen eher unangenehm.
Ich schwamm wie immer mitten im Strom des Lebens, allen Hindernissen ausweichend und meine Ellenbogen einsetzend auf der Überholspur und selbst wenn ich einen Rückspiegel gehabt hätte, ich hätte ihn nie benutzt. Und plötzlich gab es einen Knall und dann ging es los: Text: 360° & Ich weiterlesen

Text: 4 Gefallen

Es war schon wieder Freitag und es war wieder diese Bar. Sie saß am Tresen, leicht angetrunken und deprimiert beobachtete sie ihre Freundinnen, die sich schon alle irgendeinen der Dorftrottel geschnappt hatten, die genauso wie sie jeden Freitag in dieser Bar zu finden waren. Text: 4 Gefallen weiterlesen

Text: Der Frühaufsteher

Ich bin ein Frühaufsteher. Schon beim ersten Sonnenstrahl, wenn die frühen Vögel die ersten Würmer fangen und dabei ihre Liebeslieder zwitschern, stehe ich auf. Ich habe mir angewöhnt, noch vor dem ersten Frühstück eine Zeitlang zu arbeiten, bevor ich mir dann am Bahnhofscafé meinen ersten Kaffee gönne. Text: Der Frühaufsteher weiterlesen

Text: Vergangenheiten, die erwachsen werden

für Steffi – mittlerweile weiß ich um die Schreibweise der Ärzte

Ich sitze mit offenem Mund da und starre auf deinen Namen, der neben einer Silhouette eines männlichen Kopfes steht. Wieder eine Vergangenheit, die erwachsen wird. Ein ganz frisches Facebook-Konto. Mit gerademal sieben Freunden und der einzigen Information, dass du weiblich bist und ich deinen Geburtstag mal wieder verpasst habe. Text: Vergangenheiten, die erwachsen werden weiterlesen

Text: Zug ins Glück

Ängstlich saß sie in dem dunklen Zugwaggon. Obwohl sie die anderen nicht sehen konnte, spürte sie ihre Anwesenheit. Und ihre Anspannung. Es war gefährlich, mit dem Zug die Grenze zu überqueren. Aber sie musste es tun! Sie musste ihn wiedersehen. Und dafür würde sie alle Verbote und Gefahren außer Acht lassen. Text: Zug ins Glück weiterlesen