Ich weiß, es ist schon etwas länger her, aber ich habe erst die Tage die Bilder bekommen, deswegen gibt’s jetzt noch ein Review zum Flashmob in Stuttgart.

Stell dir vor es ist ein Flashmob und du gehst hin. Über die bekannten Social Networks und Freunde bin ich knapp eine Woche vorher auf den Flashmob in Stuttgart gestolpert. Die Beschreibung:

am 18.4. findet um 15 uhr ein flashmob auf dem stuttgarter schlossplatz statt.
um punkt 15 uhr werden wir alle auf die knie gehen und für 2 minuten wie wölfe rumheulen. bitte denkt dran, dass ihr am besten davor unauffällig rumlauft und nicht alle genau am treffpunkt steht!
bitte dann genau auf die uhr gucken und nach genau 2 minuten löst sich der flashmob wieder auf, wenn verschiedene trillerpfeifen ertönen.

also bitte alle, die ihr in stuttgart kennt, einladen, damit der mob auch richtig gut wird.

Also wird eingeladenm was geht und am Samstag mittag geht’s auf den Schlossplatz. Es nieselt schon den ganzen Tag. Toll. Von den hunderten die vorhr schreien „Ja! Geile Idee! Ich mache mit! AUF! JEDEN! FALL!“ kommt erfahrungsgemäß immer nur die Hälfte, weil die anderen plötzlich krank werden, die Oma zu Besuch kommt oder sie eine andere lahme Ausrede haben.

Regnet es aber, kommt nur ein Bruchteil der Hälfte. Die Stimmung war also eher unruhig, als ich auf dem Schlossplatz ankomme. Auch an diesem Tag dem Schlossplatz: eine Informationsveranstaltung für erneurebare Energie. Skurril, die Sonnenkollektoren im Nieselregen stehen zu sehen.

Auf dem Platz treffe ich auf die verabredete Gruppe. Zweifelnd warten wir bis kurz vor 15 Uhr. Da es ja aber auch zum Flashmob gehört, davor nicht aufzufallen, waren wir nicht sicher wieviele der Menschen um uns herum gleich mitmachen würden.

So ein Flashmob muss ja für die Nachwelt aufgenommen werden, also stehe ich ab kurz vor 15 Uhr mit der laufenden Kamera am Rand und warte auf das Geheule. Es nieselt. Es wird 15 Uhr. Und es geht los: Eine kleine Gruppe geht in die Knie und fängt an zu heulen. Mehrere Grüppchen und Einzelpersonen ziehen mit. Es ist weder zu übersehen noch zu überhören. Und das Bild ist für die Götter. Die Menschen, die sich gerade eben noch über Energie informiert haben, drehen sich um. Passanten, andere Jugendliche, aber auch Mütter mit Kindern bleiben fasziniert stehen, gehen mit in die Knie und heulen auch! Überall, auf den Treppen und unter den Schutzdächern der umliegenden Läden stehen Menschen, die zuschauen, filmen und fotografieren. Nach 2 Minuten, die unendlich lang vorkommen, ertönen die Trillerpfeifen und der Spuk hört auf. Ich muss grinsen, ich hab ein geiles Gefühl.

Insgesamt waren es vielleicht 40 Menschen die mitgemacht haben. Für Regen und die Halbierungsregel kein schlechter Schnitt. In einer Kneipe diskuteren dann die Initiatoren über Flashmobs, über neue Ideen und das es auf keinen Fall der letzte der Gruppe sein wird. Ich sitze schweigend dabei, lächel vor mich hin und in mich rein. Ich wollte nämlich schon immer bei einem Flashmob dabei sein. Dachte, das ist bestimmt ein krasses Gefühl. Und ich hatte mich getäuscht, es war noch viel krasser als ich gedacht hatte, dieses Gefühl. Bald wieder!

Wer angefixt ist:

– 08. Mai 2009, 18:00
– Schillerplatz, Stuttgart
– Start: beim letzten Glockenschlag
– Schiller vorlesen
– stillstehend Richtung alte Kanzlei
– gelbes Reclam Heft
– Ende: Frau aus hohler Gasse verliert Handschuh

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