Slam beim Hörverlag

Nick Hornby hat schon viele gute Bücher geschrieben. A Long Way Down, High Fidelity oder How to be good.

Matthias Schweighöfer hat schon viele coole Rollen gespielt. Soloalbum, Kammerflimmern oder jetzt ganz neu Friendship!

Insofern hab‘ ich mich gut gefreut auf ein Hörbuch, geschrieben von einem guten Autor, gelesen von einem guten Schauspieler. Das Ergebnis war überraschend.

Slam ist, selbst in der gekürzten Hörbuchfassung ein geiles Buch, ohne Frage. Ein cooler, echter Hornby. Ich musste oft grinsen und hab ich mich über viele Kleinigkeiten gefreut.

In Slam geht es um Sam, ein junger Skater von 16 Jahren. Sam lernt über seine Mutter, die selbst mit 16 schwanger geworden ist, die 17-jährige Alicia kennen und lieben. Und schwängert sie. Alicia kommt aus einem wohlhabenden Elternhaus, Sam’s Mutter hatte nach dessen Geburt immer zu kämpfen.

Kabale und Liebe meets Juno

Zusätzlich du der frühen Schwangerschaft und den Standesunterschieden im Modernen London kommen Sams Visionen. Sam hat ein riesiges Poster von Skatelegende Tony Hawk und hat dessen Buch gelesen, Hawk. Beruf: Skateboarder. So an die 50 mal. Und jetzt kommuniziert Hawk mit Sam. Sam fragt etwas und Tony Hawk antwortet mit Zitaten aus seinem Buch, die manchmal mehr, manchmal überhaupt nicht passen. Aber Tony Hawk kann noch mehr. Er schickt Sam immer wieder für kurze Zeit in die Zukunft, um ihm zu zeigen, wie das Leben mit einem kleinen Kind wird.

Hornbys Roman ist vielleicht irgendwo eine Warnung vor einer zu frühen Schwangerschaft. Er ist aber auf jeden Fall eine Ode an die Hoffnung und das Positive im Leben. Wie gesagt, ein geiles Buch.

Von Schweighöfer dagegen war ich enttäuscht. Ich war erstaunt, wie schwer es ihm fällt, die Sätze so pointiert zu lesen, dass er mit seiner Art zu lesen, die Sätze nochmal verstärkt. Es wird besser, ab der zweiten CD merkt man deutlich, dass er endlich den Rhythmus und das Gefühl gefunden hat, wie er die Sätze zu lesen hat, aber besonders während der ersten CD hab ich öfter den Kopf geschüttelt und mich gefragt, warum er betont, wie er betont. Dazu kommt, dass die verschiedenen Stimmen anfangs noch kam voneinander zu unterscheiden sind.

Im Endeffekt tut es der Geschichte keinen Abbruch. Etwa ab der zweiten CD hat man sich an die Sprechart gewöhnt und kann der Geschichte gut folgen. Hört man aber kurz danach etwas von Dirk Bach, Andreas Fröhlich oder Rufus Beck, ist der Unterschied gewaltig.

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