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Das Lügen beim Abschied

Eine dieser Wahrheiten, die jeder kennt, aber keiner ausspricht, sind die Lügen beim Abschied.

Man lernt jemanden kennen. Auf einer Party, auf einem Festival, bei der Arbeit, beim Warten in der Schlange. Man versteht sich gut und verbringt eine gewisse Zeit miteinander. Von ein paar Minuten bis hin zu ein paar Jahren. Und irgendwann ist man an der Reihe, wechselt den Job oder fährt wieder nach Hause. Und man umarmt den jemanden und man sagt, ja klar sieht man sich wieder und man meldet sich und man bleibt auf jeden Fall in Kontakt.

Selbst wenn man es in diesen Momenten ernsthaft so meint, wissen beide doch irgendwie aus Erfahrung, dass man sich wahrscheinlich nicht mehr sehen wird.

Jeder weiß das, keiner spricht darüber. mokita.

Vor kurzem hatte ich so einen Abschied. Mit einem Unterschied. Wir umarme sie, nennen wir sie mal Maya, und ich sage ihr, ich melde mich. Maya nickt und sagt dann: „Wenn nicht, dann ist das auch in Ordnung.“ Das schreibt sich im Nachhinein ziemlich komisch, weil so vieldeutig annehmbar. Aber der Ton, in dem sie das sagte, sagte: Ich kenne das, ich weiß das auch zu schätzen, dass du das sagt und ich weiß, dass du das auch meinst. Aber ich weiß auch, dass es gut sein kann, dass wir uns nie wieder sehen. Und dennoch wär‘ ich dir nicht böse, weil ich weiß, wie du es meinst.

Und sie lächelt und wir reden genau darüber, worüber man sonst nie redet. mokita.

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