Am 24. November 2012 veröffentliche ich als Indie-Autor ohne Verlag meinen ersten Roman „Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem Türrahmen.“ Diese Serie berichtet von der Reise vom Text in meinem Rechner bis zum fertigen Buch in euren Händen.

Das Layout.

Tatsächlich ist das layouten eines Buches ein bisschen mehr, als einfach die Word-Datei auf Buchgröße zu schrumpfen und auszudrucken.

Obwohl, man könnte das auch so machen. Aber das würde dann aussehen wie eine Word-Datei, die man auf Buchgröße geschrumpft hat und ausgedruckt hat. Wenn das aber eher wie ein Buch aussehen soll, dann steckt da mehr Arbeit drin. Für die Arbeit bin ich zu Nikolai, bestem Freund und Hausdesigner, nach Hannover gefahren. Eine Woche lang haben wir an dem Layout des Buches gearbeitet.

Zuerst ging es um die Buchgröße. Ein paar Einschränkungen hatten wir durch den zukünftigen Druckdienstleister CreateSpace. Dieser bietet unterschiedliche Größen an, sogar frei definierbare, aber dann kann man das Buch nicht mehr über Amazon verkaufen. Also entschieden wir uns für das kleinste verfügbare Format. Das ist immer noch in etwa die Größe eines Standardtachenbuches. Es soll ja auch ein Taschenbuch werden. Und wenn ihr euren Kopf dreht und einen Blick auf euer Bücherregal werft, dann seht ihr, es gibt eh kein einheitliches Format für Bücher mehr. Da fällt mein Baby nicht durch dei Größe auf.

Sobald die Buchgröße herausgesucht war, ging es um die Schriftart. Es sollte eine gut lesbare, frei verfügbare Schrift sein. Man muss ja mehr als 200 Seiten mit der Schrift verbringen, also brauchten wir etwas angenehmes, aber dennoch eine nicht ganz alltägliche Schrift. Schlussendlich, nach einigen Testdrucken und Vergleichen landeten und blieben wir bei Vollkorn, einer Brotschrift von Friedrich Althausen. Eine tolle, irgendwie moderne, gleichzeitig aber klassisch angehauchte Schrift. Ihr werdet es sehen!

Nach der Schriftwahl ging es um die Schriftgröße, den Zeilenabstand und den Rahmen. Wie viel weiß soll da um den Text sein? Es ist ja das erste Buch, das wir gestalten. Also haben wir uns viele Bücher angesehen und dann ein eigene, für uns passende Maße gewählt. Wie erwähnt, ein paar Einschränkungen hatten wir durch CreateSpace. Je nach Größe, Papierwahl und Seitenzahl gibt es einen Mindestrand, der eingehalten werden muss. Innerhalb diesem waren wir aber frei. Nachdem der Haupttext gesetzt war, gingen wir an die Spielereien.

Das ist ja mein erstes Baby. Und wenn ich schon alles selbst machen kann, dann will ich auch alles machen, was mir bei anderen Büchern oft fehlt. Oder, wenn es da ist, sehr sehr gefällt. Wenn da also der Teil kommt, in dem Will, die Hauptperson, was mit Schreibmaschine schreibt, dann ist das auch mit Schreibmaschinenschrift gemacht. Und wenn die Kinder was schreiben, dann soll das auch Kinderschrift sein. Oder zumindest Nikolai, der Kinderschrift imitiert. Des weiteren sind Sachen am Rand angestrichen, manche Worte sind unterstrichen. Und der Rand ist dick genug, damit man wichtige Notizen machen kann.

Nach den Spielereien sind wir den gesamten Text nochmal auf Hurenkinder und Schusterjungen und komische Umbrüche mitten im Satz durchgegangen. Es folgten Nachwort, Danke, Autorenbeschreibung, Impressum und Klappentext Dann waren etwa vier Tage um.

Nachdem wir mit dem Interieur soweit zufrieden waren, ging es an die Umschlaggestaltung. Wir hatten ja schon das Cover, jetzt musste der Rest des Umschlages passen. Wie auch das Cover wollten wir etwas minimalistisches. Da der Klappentext schon vorne im Buch zu finden ist, brauchten wir ihn nicht auch noch auf die Rückseite zu machen. Deshalb ist die Rückseite jetzt fast komplett weiß. Nur in der Mitte stehen die Worte „Liebe“, „Hass“, „Familie“ und „Freunde“, in jeweils der Farbe, die sie auf dem Cover vorne repräsentieren. Wow! Ich bin begeistert!

Fünf Tage harte Arbeit, dann stand das Buch. Zumindest in digitaler Fassung. Dann haben wir das ganze bei CreateSpace hochgeladen, überprüfen lassen und das Testexemplar bestellt. Yea 🙂

Bei Facebook gibt es ein paar mehr Bilder zu der Layoutsache und dem Umschlag. Nächstes Mal geht es um die Preisgestaltung. Der Artikel wird dann wieder ein bisschen kürzer.

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