Anfang 2003 drückte mir mein damaliger Deutschlehrer einen schlecht ausgeschnittenen und auf rotes Papier kopierten Flyer für den ersten Pforzheimer Poetry Slam in die Hand. Pforzheim, die Stadt meines Gymnasiums. Mein Lehrer wusste, das ich schreibe und damals war Slam Poetry noch um einiges unbekannter, als heute, sodass die gesamte Rückseite des Flyers mit einer Erklärung bedruckt war. Da konnte man auf einer Bühne seine selbstgeschriebenen Texte vortragen. Ich hatte erst im Jahr zuvor mit dem Schreiben begonnen – Warum Fische Treppen hassen ist mein erster Text – und ich hatte Lust, meine Texte anderen vorzutragen. Also bin ich damals im März 2003 mit meinem Vater und ein paar Freunden ins Kupferdächle um dort auf der Bühne zu stehen. Damals noch mit Dreadlocks, Rocket eBook und einer sehr geringen Ahnung vom Sprechen.

Jetzt haben wir Ende 2013, ich habe immer noch lange Haare, eine Brille und eine Ahnung, dass ich keine Ahnung vom Sprechen habe. Und ich wollte dieses Zehnjährige zumindest kurz erwähnt haben. Ich habe in den zehn Jahren in der Slamily viele tolle Menschen kennengelernt, sehr viele Einladungen angenommen und bin ein wenig rumgekommen. Ich bin nie wirklich auf Tour gegangen und bin extrem viel weniger aktiv und motiviert als andere in der Szene, aber das ist okay. Ich mag die Leute und die Art und die Texte und die Gespräche und das Gefühl und die Umarmungen. Aber ich mag auch noch viele andere Sachen neben dem Slammen. Also bin ich mal mehr, mal weniger dabei, aber immer mit einem guten Gefühl, welches ich nicht missen will. Und ich glaube, ich werde auch immer mal wieder noch auf einer Bühne stehen.

Danke dafür.

Eigentlich war dieses Jahr noch ein bisschen was zum Jubiläum geplant. Eine Kurzgeschichtensammlung beispielsweise. Aber hej, dann kam das Leben mit all seinen anderen tollen Sachen dazwischen. Ich kann zumindest versprechen, es folgen weitere Bücher. Kurzgeschichten genauso wie Romane. Leider kann ich nie sagen, wann. Aber auch das ist okay. So bleibt das spannend. Ich sage noch einmal Danke und freue mich, euch bei Auftritten dabei zu haben. Auf die kommenden zehn Jahre.

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