This is the story of my father Rudy.

Der erste Satz aus My Father never cut his hair

Titel und Cover haben direkt etwas bei mir ausgelöst. Ich wollte mehr über diese Geschichte und diese Welt erfahren.

Offiziell ist das Buch eine Graphic Novel, aber die passendere Bezeichnung ist Bilderbuch für Erwachsene. Als ob Peter Phobia mit mir am Tisch sitzen würde und von seinem Vater erzählt. Oder zumindest von dem, was er über seinen Vater weiß. Den Inhalt eines Schuhkartons, den er uns mit diesem Buch präsentiert.

Peter hat ein Faible für violett und rosa, das sich auch in diesem Buch zeigt. Die Bilder, als auch die Sprache sind – vielleicht, weil wir von vornherein um die Tragik der Geschichte wissen – melancholisch nüchtern und weil es eine wahre Geschichte ist, berührt sie mich. Gerade seine Bilder und seine Sprache machen diese Geschichte, die leider wohl viel zu oft geschieht, individuell und schön.

Das Buch selbst ist wunderschön gemacht, die Schrift auf dem Cover erhaben, das Papier ein wenig fester, wertig. Es macht Spaß, darin zu blättern und die Geschichte zu erfahren. Nur bei Bildern und Texten über eine Doppelseite kommt das Buch an seine Grenzen, hier sind Druck und Bindung leider nicht so sauber, wie der Rest.

Ein kleines Manko einer sonst sehr schönen Erfahrung: Für eine kurze Weile in die Welt von Peter Phobia eintauchen und sich von ihm berühren lassen.

My father never cut his hair von Peter Phobia erschien bei Luftschacht. Der Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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