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Autor: Fabian Neidhardt (Seite 104 von 317)

Was übrig bleibt: „Als Beck fertig war, sah ihn Zimmermann mit einem eigenartigen Gesichtsausdruck an. »Robert, Robert,…“

“Als Beck fertig war, sah ihn Zimmermann mit einem eigenartigen Gesichtsausdruck an.
»Robert, Robert, Sie sind ja der glücklichste Mann der Welt.«
»Ach, und wieso?«
»Weil Sie lieben. Und geliebt werden.«
»Ich weiß nicht, ob das ausreicht, um der glücklichste Mann der Welt zu sein.«
»Ich habe auch nicht gesagt, dass Sie der klügste Mann der Welt sind. Ihnen ist ihr Glück nämlich durchaus nicht klar.«
»Nein?«
»Sicher nicht. Sonst säßen Sie ja nicht hier. Es ist doch oft so: Je näher man seinem Glück ist, desto schwieriger ist es zu kriegen oder auch nur zu begreifen. Ein typischer Anfängerfehler.«”

Becks letzter Sommer – Benedict Wells
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Was übrig bleibt: „Ich bat meine Schulkameradin Maria, mir einen Brief zu schreiben. Sie war witzig und lebenslustig….“

“Ich bat meine Schulkameradin Maria, mir einen Brief zu schreiben. Sie war witzig und lebenslustig. Sie lief gern nackt in ihrem leeren Haus herum, auch, als sie eigentlich schon zu alt dafür war. Nichts war ihr peinlich. Das bewunderte ich sehr, weil mir alles peinlich war, und das machte mich verletzlich.
Sie hüpfte gern auf ihrem Bett herum. Sie hüpfte so viele Jahre auf ihrem Bett herum, dass eines Nachmittags, als ich ihr beim Hüpfen zuschaute, die Nähte von Kissen und Deckbett platzten. Das kleine Zimmer war voller Federn. Unser Lachen hielt die Federn in der Luft. Ich dachte über Vögel nach.
Konnten sie auch fliegen, wenn niemand in der Nähe war, der lachte?”

Extrem laut und unglaublich nah – Jonathan Safran Foer
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Was übrig bleibt: „Wir alle haben die Fähigkeit, uns im Verlauf unseres Lebens tausendmal zu verlieben. Das ist nicht…“

“Wir alle haben die Fähigkeit, uns im Verlauf unseres Lebens tausendmal zu verlieben. Das ist nicht schwer.
Das erste Mädchen, in das ich mich verliebt habe, war mit mir in der sechsten Klasse. Sie hieß Missy; wir unterhielten uns über Pferde. Das Letzte Mädchen, das ich liebe, wird eins sein, das ich vermutlich noch gar nicht kenne. Sie zählen alle. Aber es gibt bestimmte Menschen, die man liebt und die etwas anderes bewirken; sie bewirken, wie man von nun an definiert, wie Liebe sich anfühlen soll. Das sind die wichtigen Menschen im Leben, und man trifft vielleicht vier oder fünf in einem Zeitraum von 80 Jahren.
Aber es gibt noch eine Stufe: Es gibt eine Person, die man liebt und die genau diese Definition verkörpert. Meistens merkt man das erst nachträglich, aber irgendwann merkt man es. Das ist die Person, die, ohne es zu wissen, zur Schablone für alles Weitere wird, dafür, was man an anderen Menschen immer lieben wird (…)”

Eine zu 85% wahre Geschichte – Chuck Klostermann
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Was übrig bleibt: „Patti, niemand sieht so wie wir.”, sagte er zu mir.“

““Patti, niemand sieht so wie wir.”, sagte er zu mir.””

Just Kids – Patti Smith
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Was übrig bleibt: „[…] aber ein Freund zeigte mir neulich einen ganz wunderbaren Ort, das Augusteum. Kaiser…“

“[…] aber ein Freund zeigte mir neulich einen ganz wunderbaren Ort, das Augusteum. Kaiser Augustus ließ es für seine sterblichen Überreste erbauen. Die Barbaren haben es zerstört, mitsamt allem anderen. Augustus, der erste große römische Kaiser. Wie hätte er sich vorstellen können, dass Rom, für ihn die ganze Welt, eines Tages in trümmern liegen würde?
Es ist einer der stillsten und einsamsten Orte Roms.
Die Stadt wuchs durch die Jahrhunderte um das Augusteum herum. Es erscheint einem wie eine kostbare Wunde. Wie Liebeskummer, an dem man festhalten will, weil er so angenehm schmerzt.
Wir alle wollen, dass immer alles so bleibt wie es ist. Wir nehmen es hin unglücklich zu sein aus Angst vor Veränderung. Aus Angst, alles könnte einstürzen. Und dann sah ich mich dort um. Sah die Spuren des Chaos, die es erlitten hatte. Wie es umfunktioniert wurde, verbrannt und geplündert und danach einen Weg fand wieder neu zu entstehen.
Und da war ich beruhigt. Vielleicht war mein leben gar nicht so chaotisch. Vielleicht ist es nur die Welt. Und die einzig wahre Falle ist, sich an irgendwas zu klammern.
Zerstörung ist ein Geschenk. Zerstörung ist der Weg zum Wandel.”

Eat Pray Love – Elizabeth Gilbert
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