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Kategorie: Freunde (Seite 2 von 18)

Max Herre auf dem Schloßplatz – ein Abend in 6 Szenen

1. Unterwegs

Ich schrieb Daniel, heute Abend spielt Max Herre kostenlos auf dem Schlossplatz, wollen wir gemeinsam hingehen? Auf dem Weg zum Eis holen hole ich das Telefon aus der Tasche, um zu sehen, ob er geantwortet hat. Genau in diesem Moment ruft er an!

2. Ein Konzert betrachten

Nach einer Zusage, einer Absage und einer erneuten Zusage stehen wir, die Bäuche voll mit Eis und die Finger kalt, kurz hinter dem ersten Brecher auf dem Schlossplatz. Es ist gerade so kalt, dass es unangenehm ist – wir wollten eigentlich nur kurz Eis holen und sind nicht angezogen für ein stundenlanges herumstehen – aber nicht kalt genug, als das wir nach Hause gehen würden wollen. Viel zu viel später beginnt das Konzert. Ich stehe da, Daniel neben mir, Chantal vor mir in meinen Armen. Sie sieht nur Köpfe von hinten und ich sehe mir nicht Max Herre an, sondern ein Konzert von Max Herre. Abgeschnitten durch einen Zaun und viel zu wenig Menschen im vorderen Bereich kommt nicht wirklich das Gefühl eines Konzertabends auf. Um uns herum gibt es auch höchstens ein wenig Kopfnicken, wenn überhaupt. Und direkt neben mir steht dieser Mann, der mindestens mein Vater sein kann. Was hat er hier zu suchen?

3. Tratschweiber

Im Laufe des Abends lichten und ordnen sich die Reihen, Chantal sieht genau zwischen zwei Mädels hindurch auf die Bühne. Diese beiden dagegen sehen sich an und plappern und gackern so laut, dass es zwar nicht verständlich, aber extrem störend ist. Dann beugt sich Chantal nach vorne und sagt:

„Voll dumm, die Musik ist so laut, ich verstehe gar nicht, was ihr erzählt!“

Die beiden sehen sie verständnislos an, dann reden sie weiter. Also spricht Chantal Klartext. Aber da treffen zwei Welten aufeinander. Die eine, die ein Konzert genießen will. Und die andere, die begeistert ein Foto von sich auf dem Konzert bei Facebook postet, aber selbst nichts von dem Moment mitbekommt.

4. A.N.N.A.

Die Weiber sind zwar noch da, aber jetzt kommen sie nicht mehr gegen die begeisterte Menge an. Daniel neben mir flippt aus und selbst der Mann neben mir grölt mit erhobener Hand den Refrain mit. Wow!

5. You are so beautiful

Im hinteren Drittel des Konzertes stehen nur noch Menschen um uns herum, die Musik genießen können. Und es ist nicht so, dass wir jetzt Max Herre oft zu Hause anhören. Dieser Abend aber ist dennoch ein wunderschöner.

6. Coda

Nach dem Konzert noch mit guten Menschen essen und trinken und Worte wechseln und danach erschöpft und stinkend, aber zufrieden ins Bett fallen. Danke.

Ich muss erst meine Hose bügeln.

Da sind wir also am Freitagmorgen auf dem Weg nach Braunschweig und Hannover. Wir fahren gleich an Ludwigsburg vorbei und Shanti sagt, hej lass uns den Jungen aus Ludwigsburg anrufen, ob er mitkommen will. Also rufen wir den Jungen an und biegen vorsorglich schonmal nach Ludwigsburg ab. Und er sagt, er muss duschen, er meldet sich gleich nochmal. Kurz darauf, fünf Minuten von seiner Wohnung entfernt, ruft er nochmal an und sagt, ich habe so viel zu tun, ich kann leider nicht mit. Schade, aber okay.

Wir drehen um und kurz darauf kommt die SMS von Kaliumsorbat. Junge, eine ungebügelte Hose ist echt kein Grund für eine Absage!

Hörspiel: Staub.Sterben zum kostenlosen Download.

Ein ganz schön schönes Projekt von Benjamin Steinhagen. Er ist Poetry Slammer, eine Wurzel des Pforzheimer Poetry Slams, und wenn er von irgendwas begeistert ist, dann so richtig.

Er hat sich letztes Jahr in den Kopf gesetzt, ein Hörspiel zu produzieren. Also haut er zahlreiche Freunde und Fremde an und arbeitet mit ihnen ein Skript aus, sucht Sprecher aus, lässt sie ihre Rollen einsprechen und bastelt daraus ein Hörspiel. Und er lässt nicht locker, bis jeder das abliefert, was Benjamin möchte.

Seit Anfang des Jahres ist das Hörspiel nun fertig und veröffentlicht. Worum es geht:

„Besitzen auch Sie schon den neuen Vacuum Primitive?“
Der Staubsaugervertreter Kasimir Stopf steht kurz vor dem Geschäft seines Lebens. Der depressive Kaffeepromoter Stark lässt sich gleich eine ganze Legion von Staubsaugern aufschwatzen.
Doch dann platzt eine Reihe ungebetener Gäste dazwischen und die Vertragsunterzeichnung rückt in weite Ferne …

Rausgekommen ist ein rund 42 Minuten (plus Musik) langes Hörspielabenteuer, skurril und lustig und absurd in seiner schönsten Bedeutung. Und ich hatte die Ehre, auch meinen Teil dazu beitragen. Nehmt euch die Zeit und taucht ein in die Welt des Vacuum Primitive. Neben der untenstehenden Youtubeversion gibt’s das Ganze auch als kostenlosen Download. Und Benjamin besteht darauf, verteilt das Hörspiel an wen ihr wollt. Viel Spaß!

Neue Post von Leah

Schon letztes Jahr hatte ich die Ehre, von Leah eine Postkarte zu bekommen. Dieses  Jahr war die Gute in Marokko und sie hat wieder fünf Leuten eine Postkarte geschickt. Da sie diese verlost hat und ich einen Splitter vom Glück abbekommen habe, lag kürzlich wieder eine Postkarte von Leah in meinem Briefkasten. Mit rotem Siegel und kleinem Photo und Urlaubstext. Alles selbstgemacht. Toll! Danke! Gerne wieder 😉

Schreibmaschinen-Postkarte, yeah!

Normalerweise verschicke ich viele Postkarten. Manchmal aber bekomme ich auch welche. Wie diese großartige. Danke dafür an Viktor!