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Vortrag: Tim Minchin und seine neun Lebensweisheiten.

Tim Minchin ist Musiker, Comedian und Lebemann, Wikipedia sagt über ihn:

Er tritt stets barfuß, mit wildem Haar und starkem Augen-Make-up auf.

Was so ziemlich genau auf ihn zutrifft. Er studierte damals an der University of Western Australia – er ist australisch-britischer Herkunft – und dort durfte er kürzlich eine Rede halten. Die gesamte hörenswerte Rede über das Leben ist oben auf englisch, für alle, die dieser Sprache nicht mächtig sind, hier sind seine neun Lebensweisheiten in Kurzform:

  1. Du musst keinen Traum haben. Wenn du einen hast, ist das okay, aber wenn nicht, auch. Setze dir kurze und gut erreichbare Träume. Sei vorsichtig beim Jagen zu großer Träume, denn wenn du immer dem großen Traum hinterherrennst, könntest du all die kleinen Träume am Wegesrand verpassen.
  2. Strebe nicht nach deinem Glück. Glück ist wie ein Orgasmus. Wenn du zuviel darüber nachdenkst, verschwindet es. Mach andere glücklich und wahrscheinlich wirst du nebenbei auch selbst glücklich.
  3. Denke daran, es ist alles ein Zufall. Wenn du dir darüber bewusst bist, dass es nur ein Zufall ist, wer du bist, dann bist du leidenschaftlicher bei deinem Tun.
  4. Trainiere. Pass auf deinen Körper auf. Du hast ein langes Leben. Du brauchst ihn.
  5. Überprüfe deine Meinung. Untersuche immer wieder, ob deine Einstellung und deine Lebensweisheiten immer noch stimmen.
  6. Sei ein Lehrer. Gib dein Wissen weiter. Verteile deine Ideen. Nehme Bildung nicht als selbstverständlich.
  7. Definiere dich darüber, was du liebst. Wir sind es gewohnt, uns durch Abgrenzung zu anderen Sachen zu definieren. Aber es geht auch anders herum.
  8. Respektiere Menschen, die weniger Macht haben, als du.
  9. Keine Eile! Die meisten Menschen, die mit 20 wissen, was ihr Lebensplan ist, haben eine Midlifecrisis. Hier ist meine Idee von Romantik: Du wirst bald tot sein. Das Leben wird lang und hart und ermüdend sein. Manchmal bist froh, manchmal bist du traurig und irgendwann bist du alt und irgendwann tot. Es gibt nur eine Möglichkeit, mit diesem leeren Sein etwas anzufangen. Fülle es. Und meiner aktuellen Meinung nach damit:  Lerne soviel wie möglich über soviel wie möglich, sei stolz bei allem, was du tust, sei leidenschaftlich, gib deine Ideen weiter. Laufe! Sei Enthusiastisch. Und dann gibt’s da noch Liebe, Reisen, Wein, Sex, Kunst, Weitergeben und Bergsteigen, aber das wusstet ihr ja schon.

Es ist ein unglaublich spannendes Ding, dieses lange sinnlose Leben von dir. Viel Erfolg.

(via, Danke Lukas!)

14. Januar: 5 Jahre Mokita.

Heute vor fünf Jahren habe ich dieses Blog offiziell eröffnet. Yeai! Seitdem:

 

Bitte. Danke. Fabian.

 

Mit einem Lächeln bezahlen

Das Weihnachtsgeschenk meines Mitbewohners macht es möglich. Ab jetzt kann ich immer mit einem Lächeln bezahlen. Nicht, dass das vorher nicht möglich war. Aber jetzt wandert das Lächeln mit dem Geld. spread the smile!

Straßenpoesie: Der letzte Moment

für Simon

Ich glaube, das große Problem war, dass wir ihn einfach verpasst haben. Es hätte so groß, so erinnerungswürdig, so merkwürdig im alten Sinn des Wortes sein können. Wir hatten nicht den perfekten, aber vollkommenen Abend mit anschließender Nacht erlebt. Wir hatten gelacht, geliebt, gefeiert, getanzt, geweint und gesungen. Wir hatten das große ungreifbare Ding namens Leben und Glück auf ein paar wenige Stunden eingekocht, komprimiert und verdichtet. Nur um dann zu merken, dass wir ihn verpasst hatten. Den letzten Moment.

Im Nachhinein war uns klar, wo er gewesen hätte sein müssen. Doch im Nachhinein ist alles immer viel klarer.

Jetzt aber waren wir nach dem letzten Moment. In der knacksenden Stimme, der Stille, wenn der letzte Ton der Musik endete und nur noch das Kratzen der Rille zu hören war.

Und jetzt, wo das Problem klar war, war die Frage, wie kamen wir da jetzt raus? Wie hört man auf, wenn das Ende hinter einem liegt?

Oder macht man ewig weiter? In einer endlosen Schleife wiederholter Erinnerung und Fehler, ohne Möglichkeit, daneben zu treten?

Ich denke, ich glaube, das große Problem ist, dass wir ihn verpassen. Immer und immer und immer und immer und immer und immer und immer und

Erdbeben-Autorenkommentar #2

Der Erdbeben-Autorenkommentar ist das literarische Gegenstück zum Audiokommentar auf einer DVD. Zu Zitaten aus meinem Debütroman ”Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem Türrahmen” erkläre ich, wieso die Stellen dort drin sind oder was die Hintergründe sind. Den Roman kann man kaufen oder kostenlos herunterladen. Hier!

Große Neuerung im Gegensatz zu Autorenkommentar #1: Wir wechseln das Medium. Haha, Wortspiel. Ich dachte, mann soll den Kommentar auch genießen können, wenn man das Buch nicht gerade zur Hand hat. Und dann kam da auch dieses neue Ding namens medium, ein neuer Blogdienst. Tatstächlich ist das Schreiben von Texten dort extrem angenehm und einfach. Und das Tollste: Es ist darauf konzipiert, noch mehr miteinander zu kommunizieren. Man kann nicht nur jeden Absatz, sondern jedes Wort einzeln kommentieren!

Also gibt es dort jetzt eine Sammlung, in der man den Roman lesen kann. Ich werde ihn dort in Teilen veröffentlichen und direkt mit Autorenkommentaren versehen. Und: Ihr könnt auch kommentieren und mir so bei den nächsten Projekten helfen. Toll, nicht? Seit gestern ist also Teil 2 online, mit sieben Kommentaren. Ich halte euch auf dem Laufenden. Viel Spaß beim Lesen und kommentieren.