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Was übrig bleibt: „Sie spricht mit mir, als wären wir gute Bekannte, die sich nach langer Zeit wiedersehen. Sie macht…“

“Sie spricht mit mir, als wären wir gute Bekannte, die sich nach langer Zeit wiedersehen. Sie macht sich was vor und ich mache mit.”

Am Ende schmeißen wir mit Gold – Fabian Hischmann
Originalpost auf „was übrig bleibt“ http://ift.tt/UV1KM6

Was übrig bleibt: „Weißt du, was die Beatles so groß gemacht hat? “I wanna hold your hand”. Ihre erste…“

“Weißt du, was die Beatles so groß gemacht hat? “I wanna hold your hand”. Ihre erste Single. Verdammt großartig. Vielleicht der verdammt großartigste Song, der jemals geschrieben worden ist. Weil sie es wussten. Was jeder wirklich will. Nicht vierundzwanzig-Stunden-sieben-Tage-in-der-Woche heißen, geilen Sex. Keine Ehe für hundert Jahre. Keinen Porsche oder einen Blowjob oder eine Million auf der Bank. Nein. Was jeder wirklich will. I wanna hold your hand. Dieses Gefühl, das sich einfach nicht verstecken lässt. Jeder erfolgreiche Lovesong der letzten fünfzig Jahre geht auf “I wanna hold your hand” zurück. Und jede richtige Liebesgeschichte hat diesen einen Augenblick, den man vor Spannung kaum aushält. Glaub mir. So ist es.”

Nick & Norah. Soundtrack einer Nacht – Rachel Cohn / David Levithan
Originalpost auf „was übrig bleibt“ http://ift.tt/1m2GtYm

Also, bleiben wir beim „Du“.

Langsam komme ich in das Alter, in dem Menschen mich beim begrüßen eher mit „Herr Neidhardt“ und „Sie“ ansprechen. Natürlich passiert das schon seit mehr als zehn Jahren, aber langsam gibt es auch eine ganze Generation Jüngerer, die mich als zu alt zum Duzen einstufen.

Einer meiner Lehrer in der Schule sagte damals, als er uns mit dem Wechsel in die Oberstufe plötzlich Siezte –  und ich glaube, dies ist das Einzige, war mir aus seiner Lehre hängen blieb: „Gewöhnen Sie sich an das Sie und versuchen Sie nicht, der Verantwortung zu entkommen.“

So hatte ich das bis dahin nie gesehen, das Du als junges verantwortungsloses Kind im Gegensatz zum erwachsenen Sie. Ich mag den Gedanken dahinter, aber nicht die Konsequenz. Ich glaube, Verantwortung, Seriosität und Demut haben nichts mit äußeren Formen zu tun, sondern mit einer inneren Haltung. Und was dann mit dem Sie übrig bleibt, ist eine Distanz, die ich zu vielen Menschen gar nicht haben möchte.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Natürlich spreche ich viele Menschen mit Sie an, aus Respekt und Demut. Aber diese Menschen haben mir so viele Jahre voraus, dass es nicht in meiner Entscheidung liegt, ihnen das Du anzubieten. Aber wenn mich jemand jüngeres oder im gefühlten Umfeld meines eigenen Alters mit Sie anspricht oder schreibt, dann sage ich:

Diese Welt ist zu klein und das Leben zu kurz für distanzierte Umgangsformen. Also, bleiben wir beim Du.

Smartphone-Wallpaper: Lies lieber ein Buch.

Wenn ich in der Bahn sitze, oder sonst irgendwo, und ich ein paar Minuten Zeit verbringen muss, muss ich mich jedes Mal zwischen einem Buch und meinem Handy entscheiden. Mittlerweile geht der Griff unbewusst zum Handy. Austin Kleon aus Austin, Texas ist Schriftsteller und Künstler und hat ein ähnliches Problem, deshalb hat er seinem Handy einen Lockscreen verpasst, der in daran erinnert, dass er eine Wahl hat. Sehr schöne Idee! Da ich aber eine andere Muttersprache und ein anderes Telefon habe, habe ich das Bild auf Deutsch und für mein Telefon nachgebaut. Hier könnt ihr es runterladen.

Idee: Austin Kleon

Schriftart: Amatic

Hintergrund: Starsunflower Studio

 

Erdbeben-Autorenkommentar #5

Der Erdbeben-Autorenkommentar ist das literarische Gegenstück zum Audiokommentar auf einer DVD. Auf medium veröffentliche ich meinem Debütroman ”Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem Türrahmen” samt Autorenkommentaren. Dort erkläre ich, wieso die Stellen dort drin sind oder was die Hintergründe sind. Den Roman kann man auch kaufen oder kostenlos herunterladen. Hier!

Teil 5 ist online! Bisher scheint dieses Angebot noch nicht wirklich angenommen zu werden. Vielleicht bin ich der Einzige, dem es so viel Spaß macht, die Gedanken eines Künstlers zu seinem Werk zu kennen. Oder vielleicht sind mein Roman und die Gedanken dazu noch nicht bekannt oder spannend oder interessant genug. Ich weiß es nicht. Hält mich aber erstmal nicht davon ab, sie weiter mitzuteilen. Also: Viel Spaß beim lesen und kommentieren.